Rote Pagode über der Stadt mit dem Fuji im Hintergrund

Verenza · Ostasien

Japan, ohne Gedränge

Japan ist das einfachste Land Asiens zum Reisen und gleichzeitig das, in dem du am leichtesten in der Menge stehst. Beides hat denselben Grund: Alle fahren dieselbe Route zur selben Zeit. Hier steht, wie du es anders machst.

14Nächte als Minimum
3Klimazonen
€€€Preisniveau
Mär bis Maiund Okt bis Nov

Chureito-Pagode mit Fuji, Fujiyoshida · Foto: Unsplash

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Die kurze Antwort: Fahr im Oktober oder November statt zur Kirschblüte. Du bekommst dasselbe Licht, dieselben Tempel und dasselbe Essen, aber Herbstlaub statt Kirschblüte, halb so viele Menschen und Hotelpreise, die nicht das Doppelte kosten. Wenn es die Kirschblüte sein muss, buch sechs Monate vorher und plan jeden berühmten Ort vor acht Uhr morgens ein.

Schritt eins

Wo du hinfährst

Sechs Regionen. Die ersten drei gehören in jede erste Reise, die anderen drei sind der Grund, warum man wiederkommt.

Schmale Gasse in Tokio bei Nacht mit roten Laternen

Kanto

Tokio

Keine Stadt, sondern zwanzig Städte nebeneinander. Shibuya und Shinjuku für das Bild im Kopf, Yanaka und Shimokitazawa für das Tokio, in dem Menschen wohnen. Vier Nächte sind das Minimum.

Für: Essen, Architektur, Nachtleben, erste und letzte Nächte

Pagode über einer engen Straße in Kyoto im Abendlicht

Kansai

Kyoto & Nara

Zweitausend Tempel, und die zwanzig bekanntesten sind ab neun Uhr voll. Wer früh aufsteht oder die Nebenwege nimmt, hat dieselben Orte fast für sich.

Für: Kultur, Gärten, Geisha-Viertel, vier Nächte

Boot auf dem Fluss zwischen Hochhäusern in Osaka bei Nacht

Kansai

Osaka & Kansai

Lauter, direkter und hungriger als Kyoto. Die Japaner sagen, man ruiniert sich in Kyoto mit Kleidung und in Osaka mit Essen. Als Basis günstiger als Kyoto und 15 Minuten entfernt.

Für: Street Food, Nachtleben, günstigere Hotels

Der Fuji mit schneebedecktem Gipfel unter klarem Himmel

Chubu

Hakone, Fuji & die Alpen

Die heißen Quellen, die Seilbahn über das Schwefelfeld und der Berg, der sich an vier von zehn Tagen zeigt. Dazu Kamikochi als eines der schönsten Hochtäler Asiens.

Für: Onsen, Ryokan, Wandern, eine bis drei Nächte

Kiefern und Teich im Garten Kenrokuen in Kanazawa

Chubu

Kanazawa & Takayama

Kenroku-en gilt als einer der drei schönsten Gärten Japans, Takayama hat die besterhaltene Altstadt der Edo-Zeit, und dazwischen liegen die Strohdachhäuser von Shirakawa-go.

Für: Zweite Reise, Handwerk, Gärten, Sake

Die Ruine der Atombombenkuppel in Hiroshima

Chugoku

Hiroshima & Miyajima

Der Friedenspark, der einen Tag lang still macht, und eine halbe Stunde später das Tor im Wasser von Miyajima. Wer dort übernachtet, hat die Insel nach dem letzten Tagesboot für sich.

Für: Geschichte, eine Nacht auf der Insel

Timing

Wann du fliegst

Japan reicht von Hokkaido mit sibirischen Wintern bis Okinawa mit Tropenklima. Die Tabelle zeigt die drei Zonen, die für eine normale Reise zählen.

MonateTokioKyotoSapporoWas das heißt
Mär bis Mai9 bis 23 °C8 bis 24 °C0 bis 17 °CKirschblüte Ende März bis Anfang April, je weiter nördlich desto später. Schönste Zeit und teuerste.
Jun bis Jul21 bis 29 °C22 bis 31 °C14 bis 24 °CRegenzeit und Schwüle im ganzen Süden. Hokkaido hat keine Regenzeit und ist dann ideal.
Aug bis Sep25 bis 31 °C25 bis 33 °C18 bis 26 °CHeiß und feucht, dazu Taifunsaison. Dafür Feuerwerke und leere Tempel am Nachmittag.
Okt bis Nov13 bis 23 °C12 bis 23 °C4 bis 16 °CHerbstlaub von Nord nach Süd, Kyoto Ende November. Beste Mischung aus Wetter, Licht und Andrang.
Dez bis Feb2 bis 12 °C1 bis 10 °Cminus 7 bis 0 °CKlar und trocken im Süden, Schnee in Hokkaido und am Japanischen Meer. Günstigste Monate.

Praxis

Visum, Anreise und unterwegs

Japan ist organisatorisch das einfachste Reiseland Asiens und hat trotzdem zwei Fallen, in die regelmäßig Leute tappen. Beide stehen hier.

Einreise und Visum

Für einen Urlaub brauchst du kein Visum. Was du brauchst, ist ein Blick auf deine Reiseapotheke, und zwar bevor du packst.

Visumfrei
Österreich, Deutschland und die Schweiz reisen ohne Visum ein und dürfen zunächst 90 Tage bleiben. Diese drei Länder gehören zu den wenigen, die den Aufenthalt im Land auf bis zu sechs Monate verlängern lassen können. Für Urlaub ist das nie ein Thema.
Reisepass
Muss für die gesamte Dauer des Aufenthalts gültig sein. Einen Mindestzeitraum darüber hinaus verlangt Japan nicht, aber eine Airline schon mal.
Visit Japan Web
Einreise- und Zollerklärung online vorab ausfüllen. Du bekommst zwei QR-Codes, einen für die Einwanderung und einen für den Zoll. Das spart am Flughafen zwanzig bis vierzig Minuten. Mach es am Vorabend, nicht in der Schlange.
Biometrie
Bei der Einreise werden Fingerabdrücke genommen und ein Foto gemacht. Das dauert zwanzig Sekunden und gilt für alle ab sechzehn.
Medikamente
Hier liegt die eigentliche Falle. Japan verbietet die Einfuhr von Pseudoephedrin und Codein. Das steckt in vielen gängigen Erkältungs- und Schnupfenmitteln und in manchen Hustensäften. Diese Mittel gehören nicht ins Gepäck, auch nicht in kleinen Mengen.
Wie viel du mitnehmen darfst
Ohne Sondergenehmigung einen Zweimonatsbedarf an Mitteln zum Einnehmen, vierundzwanzig Einheiten äußerlicher Mittel und vierundzwanzig Kosmetikartikel. Wer mehr oder stärkere Mittel braucht, beantragt vorab eine Yakkan Shoumei genannte Einfuhrgenehmigung.
Verschreibungspflichtiges
Nimm die Mittel in der Originalverpackung mit und dazu eine Bestätigung deiner Ärztin mit den Wirkstoffnamen auf Englisch. Das ist in Japan kein Formalismus, sondern wird bei Nachfragen tatsächlich verlangt.

Die Falle, die niemand erwartetPseudoephedrin und Codein sind in Japan Betäubungsmitteln gleichgestellt. Es hat schon Reisende erwischt, die ein handelsübliches Erkältungsmittel aus der Hausapotheke im Kulturbeutel hatten. Schau vor dem Packen auf die Packungsbeilage, nicht auf den Markennamen, und lass im Zweifel zu Hause, was du vor Ort günstig nachkaufen kannst.

Offizielle QuellenVisit Japan WebEinfuhr von Medikamenten, japanisches GesundheitsministeriumAußenministerium ÖsterreichAuswärtiges Amt Deutschland

Wie du hinkommst

Nach Tokio und Osaka gibt es Direktflüge aus dem deutschsprachigen Raum, günstiger wird es über die Golfstaaten, Istanbul oder Helsinki. Rechne mit zwölf bis dreizehn Stunden direkt. Ein Rat, der dir einen ganzen Tag spart: flieg nach Tokio hinein und aus Osaka heraus, oder umgekehrt. Die Strecke fährst du ohnehin, und so musst du sie nicht zweimal machen.

HND

Tokio Haneda

15 km südlich der Innenstadt

Der bessere der beiden Tokioter Flughäfen, weil er in der Stadt liegt. Wenn du zwischen Haneda und Narita wählen kannst, nimm Haneda, auch wenn der Flug etwas teurer ist.

Weiter von hierMonorail oder Keikyu-Linie, 15 bis 30 Min. ins Zentrum für wenige Euro. Kein Zuschlag, keine Reservierung nötig.

NRT

Tokio Narita

60 km östlich

Der große internationale Flughafen. Gut organisiert, aber weit draußen. Rechne ab der Landung zweieinhalb Stunden bis zum Hotelzimmer.

Weiter von hierNarita Express bis Tokyo Station, 60 Min., im Japan Rail Pass enthalten. Billiger ist der Keisei Skyliner nach Ueno, 45 Min.

KIX

Osaka Kansai

auf einer künstlichen Insel in der Bucht

Das Tor zu Kyoto, Osaka, Nara und Hiroshima. Von hier bist du schneller in Kyoto als von Narita in Tokio.

Weiter von hierHaruka-Express direkt nach Kyoto, 80 Min., im Rail Pass enthalten. Nach Osaka Namba mit dem Nankai Rapit in 40 Min.

CTS

Sapporo New Chitose

Hokkaido

Für den Norden. Hokkaido ist im Winter ein eigenes Reiseziel mit dem besten Pulverschnee der Welt und im Sommer das kühle Gegenstück zum schwülen Honshu.

Weiter von hierRapid Airport nach Sapporo, 37 Min.

FUK

Fukuoka

Kyushu, 3 km vom Zentrum

Der am zentralsten gelegene Großflughafen Japans, mit der U-Bahn fünf Minuten ins Zentrum. Tor nach Kyushu, Nagasaki und zu den heißen Quellen von Beppu.

Weiter von hierU-Bahn bis Hakata, 5 Min. Von dort fährt der Shinkansen nach Hiroshima und Osaka.

OKA

Okinawa Naha

südlichste Inselkette

Subtropisch, mit eigener Geschichte und eigener Küche. Von hier erreichst du die Kerama-Inseln und mit einem weiteren Flug die Yaeyama-Inseln.

Weiter von hierEinschienenbahn ins Zentrum, Fähren zu den Kerama-Inseln ab dem Tomari-Hafen.

Wie du vor Ort weiterkommst

Japan hat das beste Nahverkehrssystem der Welt, und das ist keine Floskel. Züge fahren auf die Sekunde, Ansagen gibt es auf Englisch, und alles ist beschildert. Die einzige echte Entscheidung ist die Frage nach dem Rail Pass.

Japan Rail Pass

ab 50.000 Yen für 7 Tage

Freie Fahrt in fast allen JR-Zügen inklusive der meisten Shinkansen. Seit der Preiserhöhung von 2023 lohnt er sich nicht mehr automatisch. Faustregel: Ab etwa Tokio und zurück plus eine weitere lange Strecke in sieben Tagen geht die Rechnung auf, bei weniger nicht.

Unser TippKauf ihn auf der offiziellen Seite japanrailpass.net online. Seit dem 1. Oktober 2026 kostet derselbe Pass über ausländische Agenturen 53.000 statt 50.000 Yen. Drei Minuten Aufwand, rund zwanzig Euro gespart.

Regionalpässe

5.000 bis 25.000 Yen

Oft die klügere Wahl. Es gibt Pässe für Kansai, Hokuriku, Kyushu, Hokkaido und viele Regionen dazwischen. Wer nur zwischen Tokio, Kyoto und Osaka unterwegs ist, braucht keinen landesweiten Pass.

Unser TippRechne deine Strecken einmal einzeln durch, bevor du irgendeinen Pass kaufst. Genau das machen wir in der Routenplanung für dich.

Shinkansen

13.000 bis 14.000 Yen Tokio nach Kyoto

Zweihundertachtzig Stundenkilometer, alle zehn Minuten, mit einer durchschnittlichen Verspätung von unter einer Minute pro Jahr. Sitze lassen sich drehen, damit Gruppen sich gegenübersitzen können.

Unser TippAuf der Strecke Tokio nach Kyoto sitzt du für den Fuji rechts, Fensterseite E. Und melde Gepäck über 160 Zentimeter Gesamtmaß vorher an, sonst wird eine Gebühr fällig.

IC-Karte

Guthaben nach Bedarf

Suica, Pasmo oder Icoca. Eine aufladbare Karte für U-Bahn, Bus, Automaten und Convenience Stores im ganzen Land. Ohne sie steht man an jedem Fahrkartenautomaten.

Unser TippAm einfachsten ist Suica direkt im Apple Wallet, das geht vor dem Abflug und funktioniert mit ausländischen Karten. Physische Karten für Touristen heißen Welcome Suica und gelten achtundzwanzig Tage ohne Pfand.

Inlandsflug

60 bis 150 Euro

Für große Sprünge wie Tokio nach Okinawa oder nach Hokkaido günstiger und schneller als der Zug. ANA und JAL bieten Auslandsgästen oft vergünstigte Inlandstarife an, die nur zusammen mit dem internationalen Flug buchbar sind.

Unser TippFrag bei der Buchung deines Langstreckenflugs gezielt nach diesen Inlandstarifen. Sie stehen selten sichtbar auf der Website.

Gepäckversand

1.500 bis 2.500 Yen pro Koffer

Takkyubin. Du gibst den Koffer an der Hotelrezeption oder im Convenience Store ab und er ist am nächsten Tag im nächsten Hotel. In einem Land, in dem Bahnhöfe Treppen haben und Hotelzimmer klein sind, ist das kein Luxus.

Unser TippDer beste Reisetipp für Japan überhaupt. Nimm für die Zwischentage einen kleinen Rucksack und schick den Koffer voraus. Gib ihn vor zwölf Uhr ab, dann kommt er am Folgetag an.

Bus und Nachtbus

3.000 bis 9.000 Yen

Deutlich günstiger als der Shinkansen, Tokio nach Osaka über Nacht für einen Bruchteil. Die Sitze sind besser als in Europa, oft mit Trennvorhang.

Unser TippFür Orte ohne Bahnanschluss wie Shirakawa-go oder Kamikochi ist der Bus ohnehin der einzige Weg. Reservier dort vorher, die Busse sind oft voll.

Internet, SIM und die Apps, die wirklich helfen

Japan ist flächendeckend gut versorgt, selbst in Zügen und in den Bergen. Was du wirklich brauchst, sind die richtigen Apps.

eSIM
Der einfachste Weg, rund 10 bis 20 Euro für 10 bis 30 Gigabyte. Japan hat keine einfachen Prepaid-SIMs wie Thailand, deshalb ist die eSIM hier besonders klar die bessere Lösung.
Pocket WiFi
Ein mobiler Router, am Flughafen abgeholt und bei Abreise zurückgegeben. Lohnt sich ab zwei Personen, weil alle daran hängen können.
Roaming
Die EU-Roaming-Regelung gilt in Japan nicht. Ohne gebuchtes Paket wird es sehr teuer.
Google Maps
In Japan überraschend gut: Es kennt die Zugnummern, die Bahnsteige, die Wagen, in die du einsteigen solltest, und die Preise. Verlass dich darauf.
Japan Travel von Navitime
Noch genauer für Züge, zeigt an, welche Verbindungen im Rail Pass enthalten sind. Die eine App, die man zusätzlich installieren sollte.
Google Lens
Speisekarten, Schilder und Beipackzettel übersetzen. In Japan der wichtigste Helfer, weil viele kleine Lokale keine englische Karte haben.
Tabelog
Die japanische Restaurantbewertung. Ab 3,5 Punkten ist ein Lokal gut, ab 3,8 sehr gut. Die Skala ist strenger als bei westlichen Portalen, verlass dich nicht auf Sterne von Reiseportalen.
Bargeld trotz allem
Japan ist technisch hochentwickelt und gleichzeitig erstaunlich bargeldaffin. Kleine Lokale, Tempel, Schreine, Busse auf dem Land und Märkte nehmen oft nur Bargeld. Automaten in 7-Eleven und in Postfilialen akzeptieren ausländische Karten zuverlässig, Bankautomaten oft nicht.

Schritt zwei

Fertige Routen

Beide Routen fahren mit der Bahn. Rechne vorher nach, ob sich der JR Pass lohnt, die Zahlen stehen weiter unten im Faktenkasten.

Die Goldene Route

14 Nächte

Die Standardroute für die erste Reise, mit allen Umgehungen der Massen eingebaut.

  • 4 NTokio

    Shibuya und Shinjuku, Senso-ji vor sieben Uhr, Yanaka und Shimokitazawa, ein Abend in einer Yokocho-Gasse.

  • 1 NHakone

    Ryokan mit eigenem Onsen, Rundreise mit dem Freepass über Seilbahn, Schiff und Bergbahn.

  • 4 NKyoto

    Fushimi Inari vor sieben, Arashiyama vor acht, Philosophenweg am Nachmittag, ein Abend in Pontocho statt Gion.

  • 2 NOsaka

    Dotonbori, Kuromon-Markt, Abendessen im Stehen. Nara als Tagesausflug mit dem ersten Zug.

  • 2 NHiroshima & Miyajima

    Friedenspark am Vormittag, Fähre am Nachmittag, Nacht auf der Insel.

  • 1 NTokio

    Zurück für Einkäufe und den Flug am nächsten Morgen.

Die zweite Reise

16 Nächte

Für alle, die die Goldene Route schon kennen. Deutlich weniger Menschen.

  • 2 NTokio

    Ankommen, Jetlag abbauen, Museen.

  • 2 NKanazawa

    Kenroku-en bei Öffnung, Samurai- und Geisha-Viertel, Markt Omicho.

  • 2 NShirakawa-go & Takayama

    Im Strohdachhaus übernachten, wenn die Tagesbusse weg sind. Morgenmarkt in Takayama.

  • 2 NKamikochi oder Matsumoto

    Hochtal in den Nordalpen, dazu die schwarze Burg von Matsumoto.

  • 3 NKyoto

    Diesmal die zweite Reihe: Ohara, Kurama, Daitoku-ji, Fushimi oberhalb der Torii-Tunnel.

  • 2 NNaoshima & Teshima

    Kunstinseln in der Seto-Inlandsee, Chichu-Museum, Fahrrad und Fähre.

  • 3 NOsaka oder Kyushu

    Abschluss mit Essen, oder weiter nach Kyushu mit Beppu und Yakushima.

Blaue Züge vor dem Fuji
Weg zwischen roten und schwarzen Holzsäulen
Boot auf einem Fluss am Tag

Strände

Welcher Ort, und welcher daneben

Japans Problem ist nicht die Zahl der Besucher, sondern dass alle gleichzeitig an denselben zwanzig Orten stehen. Zu jedem davon gibt es einen, der genauso schön und fast leer ist. Meist liegt er zehn Gehminuten weiter oder man muss zwei Stunden früher aufstehen.

Kyoto

Ruhigste Stunden: vor 8 und nach 17 Uhr

Kyoto hat rund 1.600 Tempel. Zwanzig davon sind in jedem Reiseführer, und genau dort steht ab neun Uhr die halbe Stadt.

Fushimi Inari

Überlaufen

Süden · Torii-Tunnel

Die tausend roten Tore. Zwischen neun und siebzehn Uhr stehst du im Stau, und jedes Foto hat vierzig fremde Köpfe drin.

Charakter
Schrein am Berghang, der Weg hinauf dauert zwei bis drei Stunden
Anfahrt
Zug ab Kyoto Station fünf Minuten, Station Inari
Beste Zeit
Vor sieben Uhr oder nach neunzehn Uhr. Der Schrein ist rund um die Uhr offen und nachts beleuchtet
Statt dessen
Weiter hinaufgehen: Nach dem Yotsutsuji-Aussichtspunkt drehen neun von zehn Leuten um. Danach hast du die Tore fast allein

Arashiyama, Bambuswald

Überlaufen

Westen

Der Bambusweg ist zweihundert Meter lang und wird von zehntausenden Menschen am Tag begangen. Wer um elf kommt, sieht Rücken.

Charakter
Kurzer Weg, daneben der Tenryu-ji-Garten, der sich wirklich lohnt
Anfahrt
JR Sagano-Linie ab Kyoto, 15 Minuten
Beste Zeit
Vor acht Uhr. Danach lohnt nur noch der Tempelgarten
Statt dessen
Weiter nach Sagano hinauf zum Adashino Nenbutsu-ji mit seinen achttausend Steinfiguren, oder der Bambus beim Kodai-ji im Osten

Gion

Überlaufen

Osten · Geisha-Viertel

Seit 2024 sind die privaten Seitengassen für Besucher gesperrt, Fotografieren dort ist untersagt und kann bis zu 10.000 Yen kosten. Die Hauptstraße Hanamikoji bleibt offen.

Charakter
Holzhäuser, Teehäuser, am frühen Abend die größte Chance auf eine Geiko
Anfahrt
Zu Fuß vom Bahnhof Gion-Shijo
Beste Zeit
Zwischen 17 und 18:30 Uhr, und bitte ohne Kamera im Gesicht
Statt dessen
Miyagawa-cho eine Straße südlich, oder Pontocho entlang des Kamo-Flusses: dieselbe Stimmung, ein Bruchteil der Leute

Kinkaku-ji, Goldener Pavillon

Überlaufen

Nordwesten

Ein Gebäude, ein Teich, ein Rundweg in eine Richtung. Nach zwanzig Minuten bist du wieder draußen, und in dieser Zeit schieben dich Busgruppen vorwärts.

Charakter
Spektakulär auf dem Foto, kurz im Erleben
Anfahrt
Bus 101 oder 205 ab Kyoto Station, rund 40 Minuten
Beste Zeit
Zur Öffnung um neun Uhr, sonst gar nicht
Statt dessen
Ginkaku-ji im Osten und von dort der Philosophenweg: mehr Garten, mehr Zeit, deutlich weniger Menschen

Tokio

Ruhigste Stunden: vor 9 Uhr, Wochentage

Tokio verteilt sich besser als Kyoto, weil die Stadt so groß ist. Voll sind nur die Orte, die jeder aus dem Film kennt.

Shibuya Crossing

Überlaufen

Shibuya

Die berühmte Kreuzung. Das Problem ist nicht die Kreuzung, sondern das Starbucks darüber, in dem alle dasselbe Foto machen wollen.

Charakter
Fünf Minuten, dann hat man es gesehen
Anfahrt
Bahnhof Shibuya, Hachiko-Ausgang
Beste Zeit
Am schönsten bei Regen am Abend, wegen der Spiegelungen
Statt dessen
Der Blick von der Dachterrasse Mag's Park über dem Magnet by Shibuya109, oder gleich Shibuya Sky für die ganze Stadt

Senso-ji, Asakusa

Überlaufen

Taito

Tokios ältester Tempel mit der Einkaufsstraße davor. Ab zehn Uhr schiebt man sich durch die Nakamise-dori.

Charakter
Großes Tor, rote Laterne, Räucherkessel, viele Souvenirstände
Anfahrt
Metro Ginza-Linie bis Asakusa
Beste Zeit
Vor sieben Uhr. Das Gelände ist immer offen, nur die Läden nicht
Statt dessen
Shibamata Taishakuten im Osten: ein Tempel mit Holzschnitzereien und einer Vorkriegs-Einkaufsstraße, in der keine Reisegruppe steht

Tsukiji Außenmarkt

Belebt

Chuo

Der innere Fischmarkt ist 2018 nach Toyosu umgezogen, der Außenmarkt mit den Garküchen ist geblieben. Ab zehn Uhr Schlangen vor jedem Stand.

Charakter
Frühstück im Stehen, Tamagoyaki, Seeigel, Messerläden
Anfahrt
Metro Hibiya-Linie bis Tsukiji
Beste Zeit
Zwischen sieben und neun Uhr
Statt dessen
Toyosu für die Auktion am frühen Morgen, oder der Ameyoko-Markt in Ueno für dieselbe Stimmung ohne Reisegruppen

Außerhalb der Städte

Beste Zeit: Oktober und November

Hier ist die Alternative oft keine andere Uhrzeit, sondern eine Übernachtung. Wer bleibt, wenn die Busse abfahren, hat den Ort.

Fuji, Yoshida-Route

Überlaufen

Yamanashi

Seit der Besucherlenkung gilt eine Pflichtgebühr von 2.000 Yen und eine Obergrenze von 4.000 Bergsteigern pro Tag. Die Tore schließen, wenn die Zahl erreicht ist, und nachts.

Charakter
Kein Spaziergang: 1.500 Höhenmeter, Hütte auf halber Strecke empfohlen
Anfahrt
Bus ab Shinjuku bis zur fünften Station, rund 2,5 Stunden
Beste Zeit
Nur Juli bis Anfang September. Außerhalb der Saison ist die Route gesperrt
Statt dessen
Für das Bild statt der Besteigung: Chureito-Pagode bei Sonnenaufgang oder die Fünf Seen mit dem Rad

Nara Park

Überlaufen

Kansai

Die Rehe und der große Buddha im Todai-ji. Beides steht in jedem Programm, und ab zehn Uhr fahren die Busse aus Kyoto und Osaka vor.

Charakter
Großer Park, zahme Rehe, einer der größten Holzbauten der Welt
Anfahrt
Zug ab Kyoto 45 Minuten, ab Osaka 35 Minuten
Beste Zeit
Mit dem ersten Zug, also vor acht Uhr am Todai-ji
Statt dessen
Die Nebenwege hinter dem Kasuga-Taisha mit den moosbewachsenen Steinlaternen, oder gleich Yoshino für Kirschblüte ohne Gedränge

Shirakawa-go

Überlaufen

Gifu · Strohdachdörfer

Zwischen zehn und sechzehn Uhr stehen die Reisebusse Stoßstange an Stoßstange. Das Dorf hat rund 600 Einwohner und empfängt an Spitzentagen ein Vielfaches davon.

Charakter
Gassho-Häuser mit steilen Strohdächern, Aussichtspunkt über dem Tal
Anfahrt
Bus ab Takayama 50 Minuten, ab Kanazawa 75 Minuten
Beste Zeit
Vor zehn oder nach sechzehn Uhr. Im Winter an Beleuchtungstagen nur mit Reservierung
Statt dessen
Übernachten in einem der Gassho-Häuser, dann gehört dir der Abend. Oder Gokayama eine halbe Stunde weiter, dasselbe UNESCO-Erbe ohne Busse

Geprüfte Regeln, Gebühren und Preise · Stand 14. Oktober 2026

WasRegelBetragHinweis
Fuji, Yoshida-RoutePflichtgebühr und Tageslimit 4.000 Personen2.000 JPYTore schließen bei Erreichen der Zahl und nachts
Kyoto, GionPrivate Seitengassen für Besucher gesperrt, Fotografieren untersagtbis 10.000 JPYHauptstraße Hanamikoji bleibt offen
JR Pass, 7 TageStandardklasse, online gekauft50.000 JPYÜber Agentur im Ausland 53.000 JPY
JR Pass, 14 TageStandardklasse, online gekauft80.000 JPYÜber Agentur im Ausland 84.000 JPY
JR Pass, 21 TageStandardklasse, online gekauft100.000 JPYÜber Agentur im Ausland 105.000 JPY
Nozomi und MizuhoMit JR Pass nur gegen Aufpreis nutzbar4.960 JPYPro Fahrt Tokio nach Kyoto oder Shin-Osaka

Quellen: Präfektur Yamanashi zur Fuji-Besucherlenkung, Bezirksrat Gion zu den Privatgassen, offizielle JR-Pass-Preisliste, nachgeprüft über die aktuelle Preisübersicht und die Zusammenstellung der neuen Regeln. Preise in Yen, weil der Wechselkurs schwankt. Der JR Pass lohnt sich grob ab Tokio nach Kyoto und zurück plus eine weitere lange Strecke, darunter fährst du mit Einzelfahrkarten günstiger.

Städte

Jede Stadt einzeln

Dreizehn Orte, jeder mit dem, was du gesehen haben solltest, mit dem, was fast niemand kennt, und mit der Antwort auf die Frage, wo du isst.

Tokio Hauptstadt · 4 bis 5 Nächte Keine Stadt, sondern dreißig Städte nebeneinander. Wer drei Nächte bleibt, sieht Shibuya und Shinjuku und glaubt, Tokio gesehen zu haben.

Das solltest du sehen

  1. Senso-ji in Asakusa. Der älteste Tempel der Stadt. Geh vor acht Uhr oder nach einundzwanzig Uhr, dann ist die Nakamise-Gasse leer und der Tempel beleuchtet.
  2. Meiji-Schrein und Yoyogi-Park. Ein Wald mit 120.000 Bäumen mitten in der Stadt, alle gespendet und von Hand gepflanzt. Am Wochenende sieht man dort oft Hochzeiten in traditioneller Tracht.
  3. Shibuya-Kreuzung und Shibuya Sky. Die Kreuzung von oben, von der Dachterrasse im zweiundvierzigsten Stock. Buche den Zeitfenster-Slot online, Sonnenuntergang ist Wochen vorher weg.
  4. Teamlab. Digitale Kunsträume, in denen man selbst Teil der Projektion wird. Tickets nur online und mit festem Zeitfenster.
  5. Tsukiji Außenmarkt und Toyosu. Der innere Fischmarkt ist nach Toyosu umgezogen, der Außenmarkt in Tsukiji ist geblieben und zum Essen der bessere. Die Thunfischauktion in Toyosu beginnt um halb sechs.
  6. Ueno-Park und das Nationalmuseum. Das beste Museum des Landes für japanische Kunst, und im Frühling steht der ganze Park in Kirschblüte.

Geheimtipps

  • Yanaka, die Altstadt, die den Krieg überstand. Enge Gassen, ein riesiger Friedhof voller Kirschbäume, Katzen, alte Handwerker. Zehn Minuten von Ueno und trotzdem gehen fast nur Einheimische dort spazieren.
  • Nezu-Museum und sein Garten. Mitten in Omotesando, hinter einer Bambuswand, liegt ein japanischer Garten mit Teehäusern und Teich. Die Stadt verschwindet schlagartig.
  • Golden Gai und Omoide Yokocho. Zwei Blocks in Shinjuku mit winzigen Bars, in die sechs Leute passen. Manche verlangen eine Platzgebühr, das ist normal und steht an der Tür.
  • Shimokitazawa. Secondhand, kleine Plattenläden, Cafés, kein einziges Hochhaus. Das Viertel, in dem die Stadt entspannt ist.
  • Kagurazaka. Eine ehemalige Geisha-Gegend mit Kopfsteingassen und französischen Bistros, weil dort das französische Lyzeum stand. Eine Mischung, die es nur hier gibt.
  • Der Blick vom Rathaus in Shinjuku. Zweihundert Meter hoch, bei klarem Wetter bis zum Fuji, und der Eintritt ist kostenlos. Spart dir den Turmeintritt woanders.

Wo du isst

  • Sushi im Stehen. Stehsushi-Läden wie in Toyosu oder Tsukiji liefern dieselbe Qualität zum Bruchteil eines Abendmenüs.
  • Ramen nach Viertel. Jedes Viertel hat seinen Stil. Automat am Eingang, Knopf drücken, Zettel dem Koch geben. Keine Sprache nötig.
  • Depachika. Die Lebensmittelgeschosse der Kaufhäuser im Untergeschoss. Ab neunzehn Uhr gibt es dort auf alles Rabatte.
  • Izakaya. Die japanische Form des Wirtshauses. Viele kleine Gerichte, Bier, laut und fröhlich. Dort isst Tokio nach der Arbeit.
Kyoto Alte Hauptstadt · 4 Nächte Zweitausend Tempel und Schreine, und die meisten Besucher sehen dieselben sechs. Wer früh aufsteht oder im Norden bleibt, hat Kyoto fast für sich.

Das solltest du sehen

  1. Fushimi Inari. Zehntausend rote Tore einen Berg hinauf. Ab dem ersten Drittel wird es leer, die meisten kehren nach zwanzig Minuten um. Geh vor sieben oder nach achtzehn Uhr, der Schrein ist immer offen und nachts beleuchtet.
  2. Kinkaku-ji, der Goldene Pavillon. Zwei Stockwerke mit Blattgold überzogen, gespiegelt im Teich. Klein, voll und trotzdem zu Recht berühmt. Zwanzig Minuten reichen.
  3. Kiyomizu-dera. Eine Holzterrasse auf Stelzen über dem Hang, gebaut ohne einen einzigen Nagel. Der Weg hinauf durch Sannenzaka und Ninenzaka ist fast schöner als das Ziel.
  4. Arashiyama und der Bambushain. Der Hain ist kürzer, als die Bilder vermuten lassen, und von acht Uhr an voll. Geh um halb sieben, dann hörst du den Bambus wirklich.
  5. Nijo-Burg. Die Residenz der Shogune, mit Nachtigallenböden, die bei jedem Schritt quietschen, damit sich niemand anschleichen kann.
  6. Gion am Abend. Das Geisha-Viertel. Wichtig: In den privaten Gassen ist Fotografieren verboten und wird mit Geldstrafe geahndet. Schau zu, lauf nicht hinterher.

Geheimtipps

  • Kurama nach Kibune wandern. Dreißig Minuten mit der Bahn nach Norden, dann zwei Stunden über einen bewaldeten Bergrücken von Tempel zu Tempel, und unten in Kibune ein heißes Bad. Der beste halbe Tag in Kyoto, und fast nur Japaner machen ihn.
  • Honen-in und Shisen-do. Zwei kleine Tempel am Philosophenweg, wenige Schritte abseits. Moosgärten, Strohdächer und meistens kein Mensch.
  • Daitoku-ji und seine Untertempel. Ein ganzes Klosterareal mit mehreren begehbaren Zen-Gärten. Der Steingarten von Zuiho-in ist so gut wie der berühmte in Ryoan-ji und du sitzt allein davor.
  • Nishiki-Markt vor zehn Uhr. Vierhundert Meter Markthalle, seit vierhundert Jahren. Später ist es Schulter an Schulter, früh kannst du mit den Händlern reden.
  • Ohara. Eine Stunde nördlich, ein Talkessel mit dem Sanzen-in und seinem Moosgarten. Im November das beste Herbstlaub der Region ohne die Massen der Stadttempel.
  • Fushimi und seine Sakebrauereien. Im Süden der Stadt, wo wegen des Wassers seit Jahrhunderten Sake gebraut wird. Mehrere Brauereien zeigen und schenken aus.

Wo du isst

  • Kaiseki. Das mehrgängige Menü der japanischen Hochküche, in Kyoto zu Hause. Teuer am Abend, zur Mittagszeit oft für ein Drittel.
  • Yudofu. Tofu im Sud, die Klosterküche der Tempel. Rund um Nanzen-ji.
  • Obanzai. Die Hausmannskost Kyotos, kleine Gemüsegerichte in Schälchen.
  • Matcha in Uji. Dreißig Minuten südlich wächst der beste Matcha Japans. Dort schmeckt er anders als in jedem Café der Innenstadt.
Osaka Küche und Nachtleben · 2 bis 3 Nächte Lauter, direkter und lustiger als Kyoto. Die Stadt, in der man isst, bis man nicht mehr kann. Die Einheimischen nennen das kuidaore, sich zu Tode essen.

Das solltest du sehen

  1. Dotonbori. Die Leuchtreklamen am Kanal, der laufende Glico-Mann, der mechanische Krabbe über dem Lokal. Nachts ist es am besten.
  2. Osaka-Burg. Der Wiederaufbau innen ist ein Museum mit Aufzug, der Park drumherum mit Wassergräben und Kirschbäumen ist der eigentliche Grund hinzugehen.
  3. Kuromon-Markt. Hundertfünfzig Stände, vieles direkt zum Essen. Mittags am besten.
  4. Shinsekai und Tsutenkaku. Ein Viertel, das wie die Dreißigerjahre aussieht und sich so anfühlt. Hier isst man Kushikatsu, und das Eintauchen in die gemeinsame Soße ist streng verboten.

Geheimtipps

  • Nakazakicho. Direkt neben dem Bahnhof Umeda, ein Viertel aus Vorkriegshäusern voller winziger Cafés und Antiquitätenläden. Kaum ein Besucher findet dort hin.
  • Shitennoji-Tempel am Flohmarkttag. Der älteste buddhistische Tempel Japans, gegründet 593. Am einundzwanzigsten jedes Monats ist auf dem Gelände ein großer Flohmarkt.
  • Umeda Sky Building. Zwei Türme, oben durch eine schwebende Plattform verbunden, erreichbar über eine Rolltreppe durch die Luft. Besser als jeder Turm und weniger bekannt.
  • Minoh-Wasserfall. Dreißig Minuten mit der Bahn, dann ein Spaziergang durch eine Schlucht zu einem dreiunddreißig Meter hohen Wasserfall. Im November das beste Herbstlaub bei Osaka.

Wo du isst

  • Takoyaki. Teigbällchen mit Oktopus, erfunden hier. Die guten Läden haben eine Schlange und keine englische Karte.
  • Okonomiyaki. Der herzhafte Pfannkuchen, in Osaka alles vermischt, in Hiroshima geschichtet. Ein Streit, den beide Städte ernst meinen.
  • Kushikatsu. Frittierte Spieße. Einmal eintauchen, danach nie wieder in dieselbe Soße. Das ist Gesetz.
  • Kaiten-Sushi. Osaka hat die besten Fließbandsushi-Ketten des Landes.
Nara Erste Hauptstadt · 1 Nacht Die meisten kommen für vier Stunden aus Kyoto und sehen die Hirsche. Wer eine Nacht bleibt, hat den Park am Abend und am Morgen für sich.

Das solltest du sehen

  1. Todai-ji und der große Buddha. Eine fünfzehn Meter hohe Bronzefigur in einer der größten Holzhallen der Welt. Geh um halb acht zur Öffnung.
  2. Kasuga-Taisha. Dreitausend Steinlaternen entlang des Zugangs, hunderte Bronzelaternen in der Halle. Zweimal im Jahr werden sie alle angezündet.
  3. Nara-Park und die Hirsche. Über tausend freilaufende Sikahirsche, die sich verbeugen, wenn man ihnen Kekse zeigt. Sie sind Wildtiere, keine Streicheltiere. Die Kekse bekommt man vor Ort.
  4. Kofuku-ji mit der Fünfstockpagode. Direkt neben dem Bahnhof, das Wahrzeichen der Stadt.

Geheimtipps

  • Mount Wakakusa bei Sonnenuntergang. Ein kahler Grashügel hinter dem Park, zwanzig Minuten hinauf, und dann liegt die ganze Ebene unter dir. Im Januar wird er abgebrannt, das ist ein eigenes Fest.
  • Naramachi. Das alte Händlerviertel südlich des Parks, mit schmalen Kaufmannshäusern, die man besichtigen darf. Null Reisegruppen.
  • Horyu-ji. Die ältesten Holzbauten der Welt, rund 1.300 Jahre alt, zwanzig Minuten mit dem Zug entfernt. Weltkulturerbe und trotzdem oft fast leer.
  • Yoshino im April. Eine Stunde südlich, dreißigtausend Kirschbäume an einem Hang in vier Höhenlagen, die nacheinander blühen. Der beste Kirschblütenort Japans.

Wo du isst

  • Kakinoha-zushi. Sushi in Kakiblättern gewickelt, die Spezialität der Region.
  • Mochi im Nakatanidou. Zwei Männer schlagen den Reisteig im Sekundentakt. Ein Schauspiel, das zur vollen Stunde stattfindet.
  • Narazuke. In Sakehefe eingelegtes Gemüse, seit über tausend Jahren.
Kanazawa Samuraistadt am Meer · 2 Nächte Vom Krieg verschont geblieben, deshalb stehen hier noch ganze Viertel aus der Edo-Zeit. Für viele die schönste Stadt Japans nach Kyoto und mit einem Bruchteil der Besucher.

Das solltest du sehen

  1. Kenroku-en. Einer der drei berühmtesten Gärten Japans. Im Winter bekommen die Kiefern Seilkonstruktionen gegen die Schneelast, und genau dann ist er am schönsten.
  2. Higashi Chaya. Das alte Teehausviertel mit Holzgittern und Blattgold. Zwei Häuser sind von innen zu besichtigen.
  3. Nagamachi, das Samuraiviertel. Lehmmauern, Wasserkanäle, das Nomura-Haus mit seinem winzigen Garten.
  4. Omicho-Markt. Der Fischmarkt der Stadt, dreihundert Jahre alt. Hier isst man mittags ein Kaisendon, eine Schale Reis mit rohem Fisch der Saison.
  5. 21. Jahrhundert Museum. Ein kreisrundes Museum mit dem begehbaren Swimmingpool von Leandro Erlich. Architektur und Kunst auf Weltniveau in einer Provinzstadt.

Geheimtipps

  • Myoryu-ji, der Ninja-Tempel. Keine Ninja, aber verborgene Treppen, Falltüren, Geheimgänge und ein Brunnen mit Fluchtweg. Nur mit Führung und Voranmeldung, und die lohnt sich.
  • Blattgold anfassen in Hakuza. Kanazawa produziert über neunundneunzig Prozent des japanischen Blattgoldes. In mehreren Werkstätten darf man selbst vergolden.
  • Kazuemachi am Fluss. Das dritte, kaum besuchte Teehausviertel, direkt am Asano-Fluss. Abends mit Laternen und ohne Menschen.
  • Noto-Halbinsel. Eine Küstenrundfahrt nördlich der Stadt, mit Reisterrassen am Meer und Fischerdörfern. Die Region wurde 2024 von einem schweren Erdbeben getroffen, prüf vor der Fahrt, welche Straßen und Orte wieder offen sind.

Wo du isst

  • Kaisendon am Omicho-Markt. Frischer geht es in Japan kaum, und günstiger als in Tokio.
  • Jibuni. Ente mit Weizenstärke in Dashi geschmort, das Gericht der Stadt.
  • Gold auf dem Eis. Softeis mit Blattgold. Touristisch, fotogen, erstaunlich gut.
Takayama und Shirakawa-go Alpen und Strohdächer · 2 Nächte Eine Altstadt aus Holz in den japanischen Alpen und eine Stunde weiter ein Dorf mit Strohdächern, das wie ein Märchen aussieht und keines ist.

Das solltest du sehen

  1. Sanmachi Suji. Drei Straßen mit dunklen Holzhäusern aus der Edo-Zeit, in denen Sakebrauereien und Läden sitzen. Die Brauereien hängen eine Zedernkugel über die Tür, wenn der neue Sake fertig ist.
  2. Morgenmärkte. Zwei Stück, täglich ab sieben Uhr, am Fluss und vor dem Jinya. Gemüse, Eingelegtes, Holzarbeiten.
  3. Takayama Jinya. Das einzige erhaltene Verwaltungsgebäude der Shogunatszeit in Japan. Inklusive Verhörraum mit Folterwerkzeugen.
  4. Shirakawa-go. Gassho-zukuri-Häuser mit steilen Strohdächern, gebaut gegen vier Meter Schnee. Weltkulturerbe. Fahr mit dem ersten Bus oder bleib über Nacht, tagsüber ist es voll.

Geheimtipps

  • In Shirakawa-go übernachten. In einigen der Bauernhäuser kann man schlafen. Nach siebzehn Uhr fahren die Busse ab und das Dorf gehört dir, den Gastgebern und dem Schnee.
  • Ainokura und Suganuma. Die beiden kleineren Strohdachdörfer im Gokayama-Tal, ebenfalls Weltkulturerbe, mit einem Zehntel der Besucher von Shirakawa-go.
  • Hida Folk Village. Ein Freilichtmuseum über der Stadt mit dreißig umgesetzten Bauernhäusern. Im Winter abends beleuchtet.
  • Kamikochi. Ein Hochtal in den Nordalpen, autofrei, mit einem türkisblauen Fluss vor Dreitausendern. Von Mitte April bis Mitte November geöffnet, sonst geschlossen.

Wo du isst

  • Hida-Rind. In derselben Liga wie Kobe, nur günstiger. Als Sushi auf einem Reiscracker gibt es das in der Altstadt an jeder Ecke.
  • Hoba Miso. Miso mit Pilzen und Zwiebel auf einem Magnolienblatt über der Glut gegart. Das Frühstück der Region.
  • Sake aus Takayama. Sechs Brauereien in der Altstadt, viele mit Verkostung.
Hiroshima und Miyajima Geschichte und Torii · 2 Nächte Eine Stadt, die man wegen eines einzigen Tages im August 1945 besucht, und eine Insel vor der Tür, die zu den schönsten Orten Japans gehört.

Das solltest du sehen

  1. Friedensmuseum und Friedenspark. Schwer auszuhalten und notwendig. Nimm dir zwei Stunden und plane danach nichts mehr, was Konzentration verlangt.
  2. Atombombenkuppel. Die Ruine der Industrie- und Handelskammer, fast genau unter dem Explosionspunkt, bewusst nie wieder aufgebaut.
  3. Itsukushima-Schrein auf Miyajima. Das rote Tor im Wasser. Bei Flut scheint es zu schwimmen, bei Ebbe kann man hinlaufen. Beides ist schön, prüf vorher die Gezeiten.
  4. Mount Misen. Der Berg auf Miyajima, zu Fuß in zwei Stunden oder mit der Seilbahn. Oben Blick über die ganze Seto-Inlandsee.

Geheimtipps

  • Auf Miyajima übernachten. Die Tagesbesucher fahren mit der letzten Fähre, danach laufen nur noch Rehe durch die Gassen und das Tor steht beleuchtet im Wasser. Das ist der eigentliche Grund herzukommen.
  • Okunoshima, die Kanincheninsel. Eine Stunde östlich. Früher eine geheime Giftgasfabrik, heute leben dort über tausend zahme Kaninchen. Die Kombination erklärt die Insel besser als jedes Bild.
  • Shukkei-en. Ein Landschaftsgarten mitten in Hiroshima, der am 6. August 1945 als Zufluchtsort diente. Heute ein ruhiger Gegenpol zum Museum.
  • Tomonoura. Ein Hafenstädtchen eine Stunde östlich, Vorbild für den Ort in Ponyo. Kein Tourismus, nur ein alter Hafen mit Leuchtturm.

Wo du isst

  • Okonomiyaki nach Hiroshima-Art. Geschichtet statt vermischt, mit Nudeln. Im Okonomimura stapeln sich auf vier Etagen die Stände.
  • Austern. Hiroshima liefert über die Hälfte der japanischen Austern. Gegrillt auf Miyajima direkt am Weg.
  • Momiji Manju. Ahornblattförmige Küchlein, das Souvenir der Insel.
Nikko Schreine im Bergwald · 1 bis 2 Nächte Zwei Stunden nördlich von Tokio, und der Gegensatz könnte kaum größer sein: ein vergoldeter Schreinbezirk unter Zedern, dahinter Wasserfälle und ein See.

Das solltest du sehen

  1. Tosho-gu. Das Mausoleum des ersten Tokugawa-Shoguns, überladen mit Schnitzereien, Gold und Lack. Hier sitzen die drei Affen, die nichts hören, sehen und sagen.
  2. Rinno-ji und Futarasan. Der buddhistische Tempel und der ältere Schrein daneben. Das Kombiticket lohnt sich, wenn du mehr als eine Stunde bleibst.
  3. Shinkyo-Brücke. Die rote Bogenbrücke über dem Daiya-Fluss am Eingang zum Bezirk.
  4. Kegon-Wasserfall und Chuzenji-See. Neunundneunzig Meter Fall und ein Bergsee auf 1.200 Metern. Die Serpentinenstraße dorthin hat achtundvierzig Kehren, jede mit einem eigenen Namen.

Geheimtipps

  • Kanmangafuchi-Schlucht. Ein Flusspfad entlang von siebzig steinernen Jizo-Figuren mit roten Mützen. Man sagt, man zähle beim Hin- und Rückweg nie dieselbe Zahl. Fast kein Besucher geht dorthin.
  • Yumoto Onsen. Ganz oben am Ende der Straße, ein schwefliges Thermaldorf mit Milchwasserbädern und wenigen Häusern.
  • Senjogahara Moor. Ein Hochmoor mit Holzstegen zwischen zwei Wasserfällen, zwei Stunden Wanderung. Im Oktober eine der besten Herbstfarben Japans.
  • Nikko im Winter. Der Bezirk unter Schnee, die Wasserfälle teilweise gefroren und fast niemand da. Die unterschätzteste Jahreszeit für diesen Ort.

Wo du isst

  • Yuba. Tofuhaut, die Spezialität der Klosterküche. Hier in zwanzig Variationen.
  • Soba. Buchweizennudeln aus der Region, kalt mit Dip oder heiß in der Brühe.
  • Sake und Süßigkeiten in der Hauptstraße. Zwischen Bahnhof und Brücke liegen die alten Läden.
Kamakura Küste bei Tokio · Tagesausflug oder 1 Nacht Eine Stunde von Tokio, erste Shogun-Hauptstadt, mit Tempeln in den Hügeln, einem großen Buddha und einem Strand. Der beste Ausflug aus der Hauptstadt.

Das solltest du sehen

  1. Großer Buddha in Kotoku-in. Elfeinhalb Meter Bronze, seit 1252, und seit einem Tsunami im fünfzehnten Jahrhundert ohne Halle unter freiem Himmel. Man kann hineingehen.
  2. Hase-dera. Eine neun Meter hohe Kannon aus Kampferholz und ein Hanggarten mit Blick aufs Meer. Im Juni blühen dort zweitausendfünfhundert Hortensien.
  3. Tsurugaoka Hachimangu. Der zentrale Schrein am Ende einer schnurgeraden Allee, die bis zum Meer führt.
  4. Enoden-Bahn. Eine alte Straßenbahn, die zwischen Häusern hindurch und dann direkt am Strand entlangfährt. Die Fahrt selbst ist die Sehenswürdigkeit.

Geheimtipps

  • Daibutsu-Wanderweg. Ein Waldpfad über die Hügel, der mehrere Tempel verbindet, rund neunzig Minuten. Die Tagesbesucher nehmen den Bus, du gehst durch den Wald.
  • Hokoku-ji, der Bambustempel. Ein kleiner Bambushain mit Teehaus mittendrin. Für den Preis einer Schale Matcha sitzt du darin, und es ist stiller als Arashiyama in Kyoto.
  • Zeniarai Benten. Ein Schrein in einer Felshöhle, in dem man sein Geld in einer Quelle wäscht, damit es sich vermehrt. Der Zugang führt durch einen Tunnel im Fels.
  • Enoshima bei Sonnenuntergang. Die Insel vor der Küste, über eine Brücke erreichbar, mit Höhlen an der Rückseite und bei klarem Wetter dem Fuji über dem Wasser.

Wo du isst

  • Shirasu-don. Reis mit winzigen, durchsichtigen Sardinen, roh oder gekocht. Die Spezialität der Küste.
  • Komachi-dori. Die Einkaufsgasse am Bahnhof, voller kleiner Imbisse.
  • Shojin ryori. Die vegetarische Klosterküche, in mehreren Zen-Tempeln servierbar.
Matsumoto und das Kiso-Tal Burg und alte Poststraße · 2 Nächte Eine schwarze Burg vor den Alpen und ein Tal, in dem zwei Dörfer der alten Handelsstraße so erhalten sind, dass man zwischen ihnen auf dem Originalweg wandern kann.

Das solltest du sehen

  1. Matsumoto-Burg. Eine der zwölf Originalburgen Japans, schwarz lackiert, mit Alpenpanorama dahinter. Innen enge Holztreppen, draußen ein Wassergraben voller Schwäne.
  2. Nakasendo zwischen Magome und Tsumago. Acht Kilometer alter Handelsweg über einen Pass, markiert, in gut drei Stunden zu gehen. Gepäck kann man zwischen den Dörfern transportieren lassen.
  3. Tsumago. Ein Poststationsdorf ohne Strommasten, ohne Automaten, ohne Autos tagsüber. Die Bewohner haben sich in den Sechzigern entschieden, es so zu lassen.
  4. Narai-juku. Ein Kilometer Holzhäuser, die längste erhaltene Poststation des Landes, und deutlich weniger besucht als Tsumago.

Geheimtipps

  • In Tsumago oder Narai übernachten. In einem Minshuku mit Abendessen. Nach fünf Uhr fahren die Tagesgäste und das Dorf wird so still, wie es seit zweihundert Jahren ist.
  • Daio-Wasabifarm bei Azumino. Die größte Wasabifarm Japans, bewässert von Alpenquellwasser, mit Wasserrädern, die Kurosawa in einem Film verwendet hat. Dazu Wasabi-Eis.
  • Kaida Kogen. Ein Hochplateau unter dem Vulkan Ontake mit Buchweizenfeldern und Kiso-Pferden. Fast null Besucher.
  • Asama Onsen in Matsumoto. Ein Thermalviertel am Stadtrand, in dem schon im siebten Jahrhundert gebadet wurde, ohne jede Inszenierung.

Wo du isst

  • Soba aus Shinshu. Die Region gilt als Heimat der besten Buchweizennudeln Japans.
  • Gohei-mochi. Gepresster Reis am Stäbchen mit Walnuss-Miso, über Holzkohle gegrillt. Das Wegessen am Nakasendo.
  • Basashi. Rohes Pferdefleisch. Eine Spezialität der Region, die man kennen sollte, bevor man sie bestellt.
Onomichi und der Shimanami Kaido Radweg über die Inlandsee · 2 Nächte Eine Hafenstadt an Hängen und von dort eine Radstrecke über sechs Inseln und sieben Brücken. Einer der schönsten Radwege der Welt und in Europa kennt ihn kaum jemand.

Das solltest du sehen

  1. Shimanami Kaido. Siebzig Kilometer von Onomichi nach Imabari, über eigens angelegte Radspuren an Hängebrücken. Entweder an einem Tag oder gemütlich in zwei. Räder gibt es an beiden Enden und man kann sie auf der anderen Seite abgeben.
  2. Der Tempelweg von Onomichi. Fünfundzwanzig Tempel an den Hängen über der Stadt, verbunden durch Treppengassen und Katzenwege. Drei Stunden zu Fuß.
  3. Senkoji-Park. Mit der Seilbahn hinauf, zu Fuß zurück. Blick über die Inlandsee und ihre Inseln.
  4. Ikuchijima und das Kosanji. Auf halber Strecke, ein überbordender Tempelkomplex und darüber ein Marmorberg, der aussieht, als hätte jemand eine Skulptur begehbar gemacht.

Geheimtipps

  • Mit dem Schiff statt mit dem Rad. Zwischen den Inseln fahren kleine Fähren. Wer nicht die ganze Strecke radeln will, nimmt das Rad aufs Boot und fährt nur die schönsten Abschnitte.
  • Innoshima und die Piratenburg. Die Murakami-Piraten beherrschten diese Gewässer dreihundert Jahre lang. Auf Innoshima und Oshima erinnern Museen daran, und niemand fährt hin.
  • Setoda und die Zitronen. Ikuchijima ist Japans größtes Zitronenanbaugebiet. Zitroneneis, Zitronenkuchen, Zitronensoda an jedem zweiten Haus.
  • Übernachten in einem umgebauten Bootshaus. In Onomichi sind mehrere Lagerhäuser und ein Fahrradhotel am Wasser entstanden, in dem man das Rad mit aufs Zimmer nimmt.

Wo du isst

  • Onomichi Ramen. Mit Schweineschmalz auf der Brühe, ein eigener Stil.
  • Meeresfrüchte der Inlandsee. Seebrassen, Tintenfisch, Oktopus. Ruhiges Wasser macht milderen Fisch.
  • Hassaku Daifuku. Reiskuchen mit einer Zitrusfrucht im Inneren, auf Innoshima erfunden.
Kurashiki Kanalviertel · 1 Nacht Ein Lagerhausviertel aus der Edo-Zeit an einem Kanal, mit weißen Mauern, schwarzen Ziegeln und Weiden am Wasser. Zwischen Osaka und Hiroshima und von fast jedem übersehen.

Das solltest du sehen

  1. Bikan-Viertel. Der historische Kanal mit den Reisspeichern, heute Cafés, Werkstätten und Museen. Abends beleuchtet und dann fast leer.
  2. Ohara-Kunstmuseum. Das erste Museum westlicher Kunst in Japan, gegründet 1930. El Greco, Monet, Gauguin in einer Kleinstadt in Okayama.
  3. Kanalfahrt im Ruderboot. Zwanzig Minuten, von einem Fährmann in Tracht gestakt.
  4. Kojima, die Geburtsstadt der japanischen Jeans. Zwanzig Minuten entfernt, eine Straße voller Denim-Manufakturen. Japanischer Selvedge-Denim kommt zu großen Teilen von hier.

Geheimtipps

  • Achi-Schrein auf dem Hügel. Fünf Minuten Aufstieg über dem Viertel, mit einer dreihundert Jahre alten Glyzinie und Blick über die Dächer.
  • Ivy Square. Eine ehemalige Spinnerei aus Backstein, komplett mit Efeu überwachsen, heute Hotel und Innenhof.
  • Washuzan. Ein Aussichtsberg über der Seto-Ohashi-Brücke, von dem aus man die ganze Inselkette bis Shikoku sieht. Besonders bei Sonnenuntergang.
  • Übernachten im Lagerhaus. Mehrere der alten Speicher sind heute kleine Hotels. Nach achtzehn Uhr fahren die Tagesgäste und der Kanal gehört dir.

Wo du isst

  • Mamakari. Ein kleiner, eingelegter Fisch, die Spezialität von Okayama.
  • Barazushi. Eine Schale Reis unter einer Lage aus Fisch und Gemüse der Saison.
  • Pfirsiche und Trauben. Okayama ist Japans bekannteste Obstregion.
Nagasaki Hafenstadt im Süden · 2 Nächte Jahrhundertelang Japans einziges Fenster zur Welt, deshalb christliche Kirchen, chinesische Tempel und holländische Handelshäuser in derselben Stadt. Und das zweite Ziel vom August 1945.

Das solltest du sehen

  1. Friedenspark und Atombombenmuseum. Ruhiger und weniger besucht als Hiroshima, inhaltlich genauso wichtig. Die Urakami-Kathedrale daneben wurde fast vollständig zerstört.
  2. Dejima. Die künstliche Insel, auf der zweihundert Jahre lang die einzigen Ausländer des Landes leben durften. Heute rekonstruiert und begehbar.
  3. Glover Garden. Westliche Kaufmannsvillen am Hang über dem Hafen, mit Blick über die Bucht.
  4. Nachtblick vom Inasayama. Mit der Seilbahn auf dreihundertdreiundddreißig Meter. Gilt als einer der drei schönsten Nachtblicke Japans.

Geheimtipps

  • Gunkanjima, die Schlachtschiffinsel. Eine verlassene Kohleinsel aus Beton, einst der am dichtesten besiedelte Ort der Welt, heute Ruine im Meer. Nur per Boot mit Genehmigung, und bei Seegang fällt die Landung aus.
  • Die versteckten Christendörfer auf Hirado und den Goto-Inseln. Hier lebten Christen zweihundertfünfzig Jahre lang im Untergrund weiter, ohne Priester, mit getarnten Figuren. Weltkulturerbe und kaum besucht.
  • Sofuku-ji und Kofuku-ji. Chinesische Tempel im Ming-Stil, mitten in der Stadt, älter als fast alles Vergleichbare in Japan.
  • Unzen und Shimabara. Ein Vulkangebiet mit heißen Quellen eine Stunde entfernt, dazu eine Burgstadt, durch deren Gassen Karpfen in offenen Wasserläufen schwimmen.

Wo du isst

  • Champon. Nudelsuppe mit Schwein, Meeresfrüchten und Gemüse, aus der chinesischen Gemeinde entstanden. Das Gericht der Stadt.
  • Sara Udon. Dieselbe Idee mit knusprigen Nudeln.
  • Castella. Ein Biskuitkuchen, den portugiesische Händler im sechzehnten Jahrhundert mitbrachten und der seither hier gebacken wird.

Abgelegen

Die stillen Inseln

Japan besteht aus über vierzehntausend Inseln. Fast alle Reisenden sehen zwei davon. Hier sind die anderen, mit Anfahrt und ehrlicher Einordnung, für wen sie taugen.

Naoshima

Seto-Inlandsee

Eine ehemalige Industrieinsel, die zum begehbaren Kunstwerk wurde. Museen von Tadao Ando, zum Teil unterirdisch, Kunsthäuser in alten Wohnhäusern und Yayoi Kusamas gelber Kürbis am Pier. Eine Insel, die man nicht beschreiben kann, ohne zu untertreiben.

Anfahrt
Fähre ab Uno (bei Okayama) 20 Min. oder ab Takamatsu 50 Min.
Beste Zeit
Ganzjährig, Museen montags meist geschlossen
Betten
Wenige Häuser, das Benesse House ist selbst ein Museum
Für wen
Alle mit Interesse an Kunst und Architektur, Paare, Fotografen

Teshima

Seto-Inlandsee, neben Naoshima

Die ruhigere Schwester von Naoshima. Das Teshima Art Museum ist ein weißer Betontropfen in einem Reisterrassenhang, in dem nichts hängt außer Wasser, Licht und Wind. Für viele der stärkste Kunstraum Japans.

Anfahrt
Fähre ab Naoshima 20 Min. oder ab Uno 40 Min.
Beste Zeit
Ganzjährig, dienstags vieles geschlossen
Betten
Eine Handvoll Pensionen
Für wen
Wer Naoshima gesehen hat und mehr will

Shodoshima

Seto-Inlandsee

Die Olivinsel. Terrassen mit Olivenbäumen, eine Schlucht mit Seilbahn, ein Sandweg, der nur bei Ebbe aus dem Meer auftaucht und zwei Inseln verbindet, und Sojasaucenbrauereien, die seit vierhundert Jahren in Holzfässern arbeiten.

Anfahrt
Fähre ab Takamatsu 60 Min. oder ab Himeji 100 Min.
Beste Zeit
Ganzjährig, Olivenernte im Oktober
Betten
Hotels, Pensionen, einige Onsen-Häuser
Für wen
Familien, Radfahrer, alle mit Interesse an Essen und Handwerk

Yakushima

südlich von Kyushu

Ein Urwald auf einem Berg im Meer, in dem Zedern stehen, die über zweitausend Jahre alt sind. Es regnet hier an mehr als dreihundert Tagen im Jahr, und genau deshalb sieht der Moosfelsenwald so aus, wie er aussieht. Vorbild für Prinzessin Mononoke.

Anfahrt
Flug ab Kagoshima 35 Min. oder Schnellfähre 2 Std.
Beste Zeit
März bis Mai und Oktober bis November, im Sommer sehr feucht
Betten
Pensionen und wenige Hotels, Hütten für Mehrtagestouren
Für wen
Wanderer, Naturfotografen, alle mit guter Regenjacke

Sado

vor Niigata, Japanisches Meer

Früher Verbannungsort für Adlige und Mönche, dann Goldinsel, heute eine stille Insel mit Reisterrassen, Notheater und den Bottichbooten, in denen Frauen noch heute Algen ernten. Dazu eine der letzten Kolonien des japanischen Ibis.

Anfahrt
Fähre ab Niigata 2,5 Std., Tragflächenboot 1 Std.
Beste Zeit
Mai bis Oktober, im Winter stürmisch
Betten
Ryokan und Pensionen, im Winter vieles geschlossen
Für wen
Reisende mit Zeit, Interesse an Geschichte und Handwerk

Oki-Inseln

vor Shimane, Japanisches Meer

Ein Unesco-Geopark aus vier bewohnten Inseln mit zweihundert Meter hohen Klippen, Pferden und Kühen, die frei auf den Weiden über dem Meer stehen, und einem Stierkampf ohne Toreros, bei dem zwei Stiere gegeneinander schieben.

Anfahrt
Fähre ab Shichirui oder Sakaiminato, 2 bis 3 Std.
Beste Zeit
Mai bis Oktober
Betten
Minshuku und kleine Hotels
Für wen
Erfahrene Japanreisende, die wirklich abseits wollen

Rebun und Rishiri

ganz im Norden, vor Hokkaido

Rishiri ist ein perfekter Vulkankegel im Meer, Rebun eine flache Insel, die im Juni und Juli ein einziges Alpenblumenfeld ist, teils mit Arten, die es nur hier gibt. Dazu Seeigel, die als die besten Japans gelten.

Anfahrt
Flug Sapporo nach Wakkanai, dann Fähre 1 bis 2 Std.
Beste Zeit
Juni bis August, sonst ist fast alles zu
Betten
Pensionen und Minshuku, im Sommer knapp
Für wen
Wanderer, Blumenliebhaber, Reisende im Hochsommer

Kerama-Inseln

30 km westlich von Okinawa

Das Wasser hat eine eigene Farbbezeichnung bekommen, Kerama Blue. Nationalpark, Korallenriffe direkt am Strand, Meeresschildkröten beim Schnorcheln und von Januar bis März Buckelwale vor der Küste. Zamami und Aka sind die beiden Hauptinseln.

Anfahrt
Schnellboot ab Naha 50 bis 70 Min.
Beste Zeit
April bis Oktober zum Schwimmen, Januar bis März für Wale
Betten
Minshuku und kleine Pensionen, im Sommer früh ausgebucht
Für wen
Schnorchler, Taucher, alle, die Okinawa ohne Hochhäuser wollen

Taketomi

Yaeyama-Inseln, ganz im Süden

Ein einziges Dorf mit Korallenmauern, roten Ziegeldächern und Sandwegen, auf denen Wasserbüffelkarren fahren. Die Insel hat neun Kilometer Umfang und man umrundet sie mit dem Rad in einer Stunde. Der Sternensand am Kaiji-Strand besteht aus Schalen winziger Einzeller.

Anfahrt
Flug nach Ishigaki, dann Fähre 10 Min.
Beste Zeit
März bis Juni und Oktober bis November, Juli bis September Taifunzeit
Betten
Wenige Minshuku, die Tagesgäste fahren abends zurück
Für wen
Paare, Fotografen, alle, die eine Nacht wie vor hundert Jahren wollen

Iriomote

Yaeyama-Inseln, westlichste Insel Japans

Neunzig Prozent Dschungel und Mangroven, mit Flüssen, die man mit dem Kajak hinauffährt, Wasserfällen am Ende und der Iriomote-Katze, von der es noch rund hundert Tiere gibt. Das wildeste Stück Japan.

Anfahrt
Flug nach Ishigaki, dann Fähre 40 Min.
Beste Zeit
März bis Juni und Oktober bis November
Betten
Pensionen und wenige Lodges
Für wen
Kajakfahrer, Dschungelwanderer, Taucher

Ogasawara

1.000 km südlich von Tokio

Die Galapagos des Ostens, Weltnaturerbe. Die Inseln waren nie mit dem Festland verbunden, deshalb gibt es Arten, die es nirgends sonst gibt. Es gibt keinen Flughafen. Das Schiff fährt vierundzwanzig Stunden und nur etwa alle sechs Tage, weshalb ein Besuch immer mindestens eine Woche dauert.

Anfahrt
Schiff ab Tokio Takeshiba, 24 Std., etwa alle 6 Tage
Beste Zeit
Ganzjährig, Wale Februar bis April, Delfine im Sommer
Betten
Pensionen auf Chichijima, sehr begrenzt
Für wen
Reisende mit mindestens einer Woche und echtem Interesse an Natur

Inujima

Seto-Inlandsee, vor Okayama

Die kleinste der drei Kunstinseln, fünfzig Einwohner. Eine stillgelegte Kupferhütte von 1909 wurde zu einem Museum umgebaut, das ohne Strom funktioniert, nur mit Sonne, Erdwärme und Luftzug. Ein halber Tag reicht und er bleibt hängen.

Anfahrt
Fähre ab Hoden (Okayama) 10 Min. oder ab Teshima 25 Min.
Beste Zeit
März bis November, im Winter eingeschränkt
Betten
Praktisch keine, als Tagesziel gedacht
Für wen
Ergänzung zu Naoshima und Teshima

Must-see

Was du gesehen haben solltest

Sechs Dinge, die den weiten Flug rechtfertigen, und wann du sie machst.

Steinweg durch einen Tunnel oranger Torii-Tore in Kyoto
01

Kyoto, vor 7 Uhr

Fushimi Inari vor Sonnenaufgang

Die Torii-Tunnel bei Dämmerlicht, mit den Laternen noch an und ohne einen Menschen darin. Das ist der Unterschied zwischen einem Foto wie alle anderen und einer Erinnerung.

Das Kaminarimon-Tor und der Senso-ji in Asakusa
02

Tokio, vor 7 Uhr

Senso-ji und Asakusa im Morgenlicht

Das Kaminarimon mit der roten Riesenlaterne, die leere Nakamise-dori und die ersten Räucherstäbchen. Drei Stunden später ist derselbe Ort ein Jahrmarkt.

Das rote Torii des Itsukushima-Schreins im Wasser vor Miyajima
03

Hiroshima, Flut

Das Tor im Wasser von Miyajima

Das schwebende Torii gibt es nur bei Flut, bei Ebbe läuft man hin. Prüf den Gezeitenkalender, bevor du die Fähre buchst, und übernachte auf der Insel, dann hast du es abends allein.

Tatami-Zimmer eines japanischen Ryokan mit Schiebetüren
04

Hakone oder Kyushu

Eine Nacht im Ryokan mit eigenem Onsen

Tatami, Futon, Kaiseki-Menü am Abend und ein heißes Bad vor dem Schlafengehen. Einmal die teure Variante, das ist die eine Nacht, von der du Jahre später noch erzählst.

Sikahirsche vor einem Tempeltor im Park von Nara
05

Kansai, vor 8 Uhr

Nara mit dem ersten Zug

Der Todai-ji öffnet um halb acht. Zwischen halb acht und neun hast du den größten Holzbau der Welt und die Rehe fast für dich, danach kommen die Busse.

Shinkansen im Bahnhof kurz vor der Abfahrt
06

Tokio nach Kyoto

Shinkansen mit Fuji-Blick

Rechte Fensterseite in Fahrtrichtung, Sitzplatz E. Rund vierzig Minuten nach Tokio taucht der Berg auf, wenn das Wetter mitspielt. Zwei Minuten lang, und alle im Wagen heben gleichzeitig das Handy.

Abseits

Geheimtipps

Was man nach der ersten Japanreise weiß und vorher gern gewusst hätte.

01

Suica oder Pasmo statt Einzelfahrkarten

ab dem ersten Tag

Die Nahverkehrskarte lässt sich im iPhone oder in der Google Wallet anlegen und mit Kreditkarte aufladen. Sie gilt landesweit in fast jeder Bahn und in vielen Läden, und du stehst nie wieder am Automaten.

02

Gepäck vorausschicken

Takuhaibin

Für rund 2.000 Yen bringt ein Kurierdienst deinen Koffer von Hotel zu Hotel, meist über Nacht. Du fährst mit dem Tagesrucksack Shinkansen und musst nirgends einen Koffer treppauf tragen. Jedes Hotel wickelt das an der Rezeption ab.

03

Bargeld bleibt wichtig

7-Eleven

Karten gehen inzwischen fast überall, aber kleine Restaurants, Tempel und Schließfächer wollen Münzen und Scheine. Die Automaten in den 7-Eleven-Filialen akzeptieren ausländische Karten zuverlässig, Bankautomaten oft nicht.

04

Tattoos im Onsen

vorher klären

Viele öffentliche Bäder lehnen sichtbare Tattoos weiterhin ab. Die Lösung ist ein Ryokan-Zimmer mit privatem Bad oder ein Haus mit Kashikiri, also einem Bad, das man für eine Stunde für sich mietet. Beides vorher buchen.

05

Restaurants ohne Reservierung

Theke statt Tisch

An der Theke bekommst du fast immer Platz, auch wenn die Tische ausgebucht sind. Und mittags kostet dasselbe Menü in guten Häusern oft die Hälfte des Abendpreises.

06

Die Woche, in der du nicht reisen solltest

Golden Week

Ende April bis Anfang Mai hat ganz Japan frei. Züge sind ausgebucht, Hotelpreise verdoppeln sich, und jeder Ort, der schön ist, ist voll. Dasselbe gilt für Obon Mitte August und die Tage um Neujahr.

Schritt drei

Wo du schläfst

Japan ist teuer, aber ehrlich: Für dein Geld bekommst du eine Sauberkeit und einen Service, die es sonst nirgends gibt. Preise sind Orientierungswerte für die Hauptsaison, Doppelzimmer pro Nacht.

Geprüft am 13. Oktober 2026Jede harte Angabe trägt ihr Prüfdatum.
Quellen offen gelegtNationalparks, Wetterdienste, Fachmedien, mit Link.
Echtes Unternehmen aus ÖsterreichWilding Consulting e.U., Firmenbuch FN 661191 s.
Antwort von einem Menschen[email protected]

Ikonisch

ab ca. 600 € / Nacht

Tokio

Aman Tokyo

Die obersten Stockwerke des Otemachi Tower, eine Lobby wie eine Tempelhalle, Blick über den Kaiserpalast.

Buchungslink folgt

Kyoto

Hoshinoya Kyoto

Nur mit dem Boot über den Fluss erreichbar, in Arashiyama. Ryokan-Ruhe mit modernem Komfort.

Buchungslink folgt

Hakone

Gora Kadan

Ehemalige Sommerresidenz der kaiserlichen Familie, heute eines der bekanntesten Ryokan Japans.

Buchungslink folgt

Kyoto

The Ritz-Carlton Kyoto

Am Kamo-Fluss, zu Fuß nach Gion. Die internationale Variante, wenn es kein Tatami sein soll.

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Der Sweetspot

ca. 220 bis 400 € / Nacht

Kyoto

Hotel The Celestine Gion

Ruhig, modern, und trotzdem fünf Gehminuten vom Geisha-Viertel.

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Tokio

Trunk Hotel Yoyogi Park

Klein, gestaltet, mit Dachpool über dem Park. Für Leute, denen Kettenhotels zu anonym sind.

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landesweit

Hoshino Resorts KAI

Eine Ryokan-Reihe in vielen Regionen, modern interpretiert. Der einfachste Weg zu einer echten Onsen-Nacht ohne Sprachbarriere.

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Gut und bezahlbar

ca. 90 bis 180 € / Nacht

landesweit

Dormy Inn

Kette mit öffentlichem Onsen im Haus und kostenlosen Nudeln am Abend. Für den Preis unschlagbar.

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Tokio, Kyoto, Osaka

Mimaru

Apartmenthotels mit Küchenzeile, ausgelegt auf vier bis sechs Personen. Die beste Lösung für Familien.

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landesweit

Sotetsu Fresa Inn, Hotel Gracery

Zuverlässige Mittelklasse an Bahnhöfen, kleine Zimmer, tadellos sauber.

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Erlebnisse

Touren, die sich lohnen

Was sich vorbuchen lässt und wo das wirklich nötig ist. In Japan sind beliebte Erlebnisse oft Wochen vorher weg.

Nasse Straße bei Nacht mit Neonlicht in Tokio
Frau im Kimono vor einem Haus
Weiße japanische Burg
01

teamLab in Tokio

Wochen vorher buchen

Digitale Kunsträume, in denen man knöcheltief im Wasser steht. Tickets sind zeitgebunden und regelmäßig ausverkauft.

02

Sumo-Training am Morgen

2 Std., nur Tokio

Besuch in einem Trainingsstall, wenn gerade kein Turnier läuft. Still sitzen, zusehen, nicht fotografieren ohne Erlaubnis. Eindrucksvoller als jedes Turnier.

03

Kochkurs mit Marktbesuch

Halber Tag

Nishiki-Markt in Kyoto oder Kuromon in Osaka, danach Dashi, Tempura und Sushi selbst machen.

04

Fahrradtour durch Kyoto

3 bis 4 Std.

Kyoto ist flach und kompakt. Mit dem Rad kommst du an einem Vormittag zu vier Tempeln, für die du mit Bus einen ganzen Tag brauchst.

05

Hakone Freepass Rundreise

Ganzer Tag

Bergbahn, Standseilbahn, Seilbahn über das Schwefelfeld, Schiff über den See und Bus zurück. Ein Ticket für alles.

06

Sake-Brauerei in Fushimi

2 Std.

Kyotos Brauereiviertel mit Verkostung. Erklärt in einer Stunde, warum Sake nicht gleich Sake ist.

07

Nachtführung durch Shinjuku

3 Std.

Golden Gai und Omoide Yokocho mit jemandem, der weiß, welche der winzigen Bars Gäste von außerhalb hereinlassen.

08

Tagesausflug nach Nikko

Ganzer Tag ab Tokio

Der Toshogu-Schrein ist das genaue Gegenteil der japanischen Zurückhaltung: vergoldet, geschnitzt, überladen. Dazu Wasserfälle und ein Bergsee.

Budget

Was ein Tag wirklich kostet

Japan gilt als teuer und ist es bei Hotels auch. Beim Essen und beim Nahverkehr stimmt das Bild dagegen nicht: Ein hervorragendes Mittagessen kostet weniger als in Wien oder Zürich.

Währung: Japanischer Yen (JPY). Ein Euro sind grob 165 Yen. Rechentrick: Yen-Preis durch 165, oder für den schnellen Überschlag die letzten beiden Stellen streichen und mal sechs nehmen.

Sparsam

Pro Person und Tag

75 bis 110 Euro

  • SchlafenBusiness Hotel, Hostel oder Kapselhotel, 35 bis 60 Euro
  • EssenMittagsmenü, Ramen, Convenience Store, 4 bis 9 Euro pro Mahlzeit
  • FahrenRegionalzüge, Nachtbus, IC-Karte
  • ErlebenTempel und Schreine kosten 3 bis 6 Euro, viele Parks nichts

Angenehm

Pro Person und Tag

160 bis 230 Euro

  • SchlafenGutes Hotel oder ein Ryokan mit Abendessen, 90 bis 150 Euro
  • EssenMittags günstig, abends Izakaya oder Sushi, 25 bis 50 Euro
  • FahrenShinkansen, Rail Pass oder Regionalpass, Gepäckversand
  • ErlebenMuseen, Teezeremonie, eine Nacht im Onsen-Ryokan

Gehoben

Pro Person und Tag

400 Euro und aufwärts

  • SchlafenTraditionelles Ryokan mit eigenem Bad, ab 300 Euro pro Person
  • EssenKaiseki und Sushi-Theke, 100 bis 300 Euro pro Person
  • FahrenGreen Car, private Transfers
  • ErlebenPrivatguide, Kunstinseln mit Übernachtung im Museum

Geld, Karte und Trinkgeld

Mittags essen, nicht abends
Dasselbe Lokal bietet mittags oft dasselbe Menü für ein Drittel des Abendpreises. Das gilt sogar für Sushi-Theken und Kaiseki-Häuser. Wer in Japan gut und günstig essen will, dreht den Tag um.
Der Convenience Store ist kein Notfall
7-Eleven, Lawson und FamilyMart verkaufen Onigiri, Sandwiches, Nudeln und Fertiggerichte auf einem Niveau, das in Europa niemand kennt. Ein Frühstück dort kostet drei Euro und ist gut.
Bargeld oder Karte
Große Ketten, Hotels und Bahnhöfe nehmen Karte. Kleine Lokale, Tempel, Schreine, Flohmärkte und viele Busse auf dem Land nicht. Hab immer zehn- bis zwanzigtausend Yen in bar dabei.
Geld abheben
Die Automaten in 7-Eleven und in Postfilialen nehmen ausländische Karten zuverlässig, viele japanische Bankautomaten nicht. Die 7-Eleven-Automaten sind rund um die Uhr zugänglich.
Kein Trinkgeld
In Japan gibt man kein Trinkgeld. Es wird nicht erwartet und kann als unhöflich empfunden werden. Wer Geld auf dem Tisch liegen lässt, wird in der Regel freundlich zurückgerufen. Guter Service ist hier selbstverständlich und keine Verhandlungssache.
Tax Free einkaufen
Ab 5.000 Yen bekommst du in vielen Geschäften die zehn Prozent Mehrwertsteuer erlassen, wenn du den Pass vorzeigst. Die Ware wird versiegelt und soll erst nach der Ausreise geöffnet werden.

Gut zu wissenDie eine Stelle, an der in Japan am meisten Geld verschwendet wird, ist ein landesweiter Rail Pass, den man nicht braucht. Wer zwischen Tokio, Hakone, Kyoto und Osaka bleibt, fährt mit Einzeltickets und einem Regionalpass oft hundert bis zweihundert Euro günstiger.

Vor Ort

Gesund bleiben und nicht anecken

Japan ist eines der sichersten Länder der Welt. Die Herausforderung ist hier keine gesundheitliche, sondern eine kulturelle: Es gibt viele ungeschriebene Regeln, und niemand wird dich darauf hinweisen.

Gesundheit und Sicherheit

Wir sind keine Ärzte und geben keine medizinische Beratung. Was wir dir geben können, ist die ehrliche Einordnung, worauf es in Japan tatsächlich ankommt.

Impfungen
Für die Einreise ist keine Impfung vorgeschrieben, und Japan hat westliche Hygienestandards. Eine reisemedizinische Beratung lohnt trotzdem, wenn du lange bleibst oder in ländliche Gebiete gehst.
Leitungswasser
Trinkbar im ganzen Land, auch aus Brunnen in Parks. Eine der wenigen Regionen Asiens, in der das uneingeschränkt gilt.
Ärzte und Apotheken
Sehr gut, aber oft nur auf Japanisch. Viele Praxen verlangen Vorkasse. Ohne Versicherung wird es teuer, und die Abrechnung läuft fast immer über dich.
Versicherung
Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ist Pflicht. Japan rechnet nicht direkt mit europäischen Versicherern ab, du zahlst vor Ort und reichst zu Hause ein. Heb jeden Beleg auf.
Erdbeben
Japan hat täglich Erdbeben, die meisten davon spürt niemand. Dein Hotelzimmer hat einen Aushang mit dem Fluchtweg. Bei einem spürbaren Beben: nicht hinauslaufen, unter einen Tisch, weg von Fenstern, dann den Anweisungen folgen.
Taifune
Von Juli bis Oktober, vor allem im Süden. Ein Taifun legt Züge und Flüge für einen Tag lahm. Die Vorhersagen sind sehr genau, baue in dieser Zeit Puffer ein und plane keinen Rückflug direkt nach einem Inselaufenthalt.
Hitze im Sommer
Juli und August sind in Honshu schwül und über dreißig Grad. Hitzschlag ist in Japan ein ernstes Thema. Trink mehr als du denkst, nutze die Automaten an jeder Ecke und leg die Mittagsstunden in Museen.
Notruf
110 für Polizei, 119 für Rettung und Feuerwehr. Die Nummer 119 gilt für beides, das ist anders als bei uns. Englisch ist in der Leitstelle nicht garantiert.
Polizei110Rettung und Feuerwehr119Japan Visitor Hotline, 24 h, mehrsprachig050-3816-2787

Das kostet am häufigsten NervenDie meisten Probleme, die Reisende in Japan haben, sind organisatorisch: ein verpasster letzter Zug, weil der Nahverkehr gegen Mitternacht komplett einstellt, oder eine Übernachtung ohne Bargeld in einem Ort ohne passenden Automaten. Schau abends auf die Zeit des letzten Zuges, in Tokio ist das der Unterschied zwischen zwei Euro und achtzig Euro Taxi.

Offizielle QuellenReisehinweise Außenministerium ÖsterreichReisehinweise Auswärtiges Amt DeutschlandJapan Meteorological Agency, Taifune und Beben

Benehmen, das Türen öffnet

In Japan wird dir niemand sagen, dass du etwas falsch machst. Man wird freundlich bleiben und es dir nicht zeigen. Deshalb lohnt es sich besonders, ein paar Dinge vorher zu wissen.

Das kommt gut an

  • Leise sein, vor allem im Zug. Telefonieren ist in Zügen und Bussen verboten, das Handy steht auf lautlos. In einem vollen Shinkansen hört man das Papier knistern, und das ist so gewollt.
  • Anstellen und links stehen. Auf Bahnsteigen sind Markierungen am Boden, dort stellt man sich an. Auf der Rolltreppe steht man in Tokio links und in Osaka rechts. Das meinen beide Städte ernst.
  • Schuhe ausziehen. In Ryokan, Tempeln, Privathäusern und vielen Restaurants mit Tatami. Wenn ein Podest oder ein Wechsel im Bodenbelag kommt, kommen die Schuhe aus. Zieh Socken ohne Löcher an.
  • Müll mitnehmen. Es gibt fast keine öffentlichen Mülleimer, und die Straßen sind trotzdem sauber. Der Grund ist, dass jeder seinen Müll mit nach Hause nimmt. Nimm eine kleine Tüte im Rucksack mit.
  • Mit beiden Händen geben und nehmen. Geld legt man in das kleine Schälchen an der Kasse, nicht in die Hand. Visitenkarten nimmt man mit beiden Händen und schaut sie an, bevor man sie wegsteckt.
  • Im Onsen vorher waschen. Man steigt sauber ins Becken. Das heißt: auf dem Hocker sitzend gründlich duschen, Seife komplett abspülen, erst dann ins Wasser. Das kleine Handtuch kommt nicht ins Becken, es liegt auf dem Kopf.

Das besser nicht

  • Kein Trinkgeld. Es wird nicht erwartet, und es bringt Personal in eine unangenehme Lage. Wer danke sagen will, sagt danke.
  • Nicht im Gehen essen und trinken. Man isst dort, wo man es gekauft hat, oder wartet. Auf Festivalstraßen und in Marktgassen gilt das nicht, überall sonst schon.
  • Stäbchen nicht senkrecht in den Reis stecken. Das ist die Form, in der bei einer Totenfeier geopfert wird. Ebenso wenig gibt man Essen von Stäbchen zu Stäbchen weiter.
  • Nicht ungefragt fotografieren. In Gion in Kyoto ist das Fotografieren in den privaten Gassen verboten und wird mit Geldstrafe geahndet. Geishas sind keine Darsteller, sondern auf dem Weg zur Arbeit.
  • Tätowierungen nicht offen zeigen. Viele Onsen, Bäder und Pools verweigern Gästen mit Tattoos den Zutritt, weil sie historisch mit der Yakuza verbunden sind. Es gibt tattoofreundliche Bäder und Pflaster zum Abdecken, und immer mehr private Bäder, die man für eine Stunde mietet.
  • Nicht in die Tür drängeln. Man lässt erst aussteigen, dann steigt man ein. Es gibt Pfeile auf dem Bahnsteig, und alle halten sich daran.

Sätze, die du brauchst

Japanisch ist für Reisende leichter auszusprechen als Thai oder Vietnamesisch, weil es keine Töne gibt. Sprich die Silben gleichmäßig und betone nichts besonders, dann wirst du verstanden.

Danke

ありがとうございます

arigatou gozaimasu

Entschuldigung, und auch: Verzeihung bitte

すみません

sumimasen

Guten Tag

こんにちは

konnichiwa

Was kostet das?

いくらですか

ikura desu ka

Das bitte

これください

kore kudasai

Sehr lecker

おいしいです

oishii desu

Wo ist die Toilette?

トイレはどこですか

toire wa doko desu ka

Ich spreche kein Japanisch

日本語が話せません

nihongo ga hanasemasen

Kalender

Feste, Feiertage und was sie für dich bedeuten

In Japan entscheiden drei Zeiträume darüber, ob deine Reise entspannt oder teuer wird. Wer sie kennt, plant drumherum oder bewusst mittendrin.

Februar

Schneefestival in Sapporo

Hokkaido

Riesige Schnee- und Eisskulpturen im Odori-Park, manche so groß wie ein Haus, nachts beleuchtet. Eine Woche lang, zwei Millionen Besucher.

Hotels in Sapporo sind für diese Woche ein halbes Jahr vorher weg. Wenn du hinwillst, buch sehr früh, sonst meide die Stadt in dieser Woche.

Ende März bis Anfang April

Kirschblüte

landesweit, von Süd nach Nord

Die Blüte wandert in etwa einem Monat von Kyushu nach Hokkaido. In Tokio und Kyoto liegt sie meist Ende März bis Anfang April und dauert nur rund zehn Tage. Abends wird unter den Bäumen gepicknickt, das heißt Hanami.

Die schönste und teuerste Zeit des Jahres. Hotels kosten das Doppelte und sind Monate vorher weg. Das genaue Datum wird erst im Februar vorhergesagt, deshalb ist das immer eine Wette. Wer sie nicht eingehen will, kommt im November, dann ist das Herbstlaub mindestens so schön und deutlich ruhiger.

29. April bis 5. Mai

Golden Week

landesweit

Vier Feiertage in einer Woche, die wichtigste Urlaubszeit der Japaner. Das ganze Land ist gleichzeitig unterwegs.

Die eine Woche, in der wir von einer Japanreise abraten, wenn du flexibel bist. Shinkansen ohne Reservierung sind überfüllt, Hotels doppelt so teuer, jede Sehenswürdigkeit voll. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, reservier alles, wirklich alles, Wochen vorher.

Juli

Gion Matsuri

Kyoto

Das größte Fest Japans, den ganzen Juli über, mit dem Höhepunkt am 17. und 24., wenn tonnenschwere Festwagen durch die Stadt gezogen werden. Es gibt es seit über tausend Jahren.

Großartig und sehr voll. Die Abende vor den Umzügen, wenn die Wagen in den Gassen stehen und die Altstadthäuser ihre Schätze zeigen, sind oft schöner als der Umzug selbst.

Juli

Tenjin Matsuri

Osaka

Prozessionen zu Land und auf dem Wasser, mit hundert Booten auf dem Fluss und Feuerwerk darüber. Eines der drei großen Feste des Landes.

Ein Grund, Ende Juli einen Tag länger in Osaka zu bleiben.

August

Nebuta Matsuri

Aomori, Nordhonshu

Riesige beleuchtete Papierfiguren werden nachts durch die Stadt getragen, begleitet von Tänzern, bei denen jeder mitmachen darf, der ein Kostüm ausleiht.

Das ungewöhnlichste der großen Sommerfeste, weit weg von den üblichen Routen und deshalb mit sehr wenigen ausländischen Gästen.

Mitte August

Obon

landesweit

Das buddhistische Fest, an dem die Ahnen zu Besuch kommen. Familien fahren in ihre Heimatorte, es gibt Tanzabende und am Ende schwimmende Laternen auf den Flüssen.

Die zweite große Reisewelle des Jahres. Züge und Flüge sind voll, in Kyoto brennen am 16. August die Feuer am Daimonji-Berg, was einer der eindrucksvollsten Abende des Jahres ist.

August

Awa Odori

Tokushima, Shikoku

Der größte Tanzfestivalzug Japans, über eine Million Besucher, Gruppen tanzen vier Tage lang durch die ganze Stadt. Der Spruch dazu: Tänzer sind Narren und Zuschauer auch, also tanz lieber mit.

Ein Grund, Shikoku überhaupt auf die Route zu nehmen, und das lohnt sich.

November

Koyo, das Herbstlaub

landesweit, von Nord nach Süd

Das Gegenstück zur Kirschblüte, nur länger und verlässlicher. In Kyoto liegt der Höhepunkt meist Mitte bis Ende November, viele Tempel sind dann abends beleuchtet geöffnet.

Unser Tipp für alle, die das klassische Japan sehen wollen, ohne auf die Kirschblüte zu wetten. Die Farben halten drei bis vier Wochen statt zehn Tagen und die Preise liegen unter denen im April.

29. Dezember bis 3. Januar

Neujahr

landesweit

Das wichtigste Familienfest des Jahres. Zu Mitternacht läuten die Tempel 108 Mal, am Neujahrstag gehen alle zum ersten Schreinbesuch des Jahres.

Museen, viele Restaurants und fast alle kleinen Läden sind mehrere Tage geschlossen, Züge sind voll. Gleichzeitig ist der erste Schreinbesuch sehenswert wie sonst nichts. Wer über Neujahr kommt, plant diese Tage bewusst ruhig und mit Hotel, das Frühstück serviert.

Planung

Wir bauen dir die Route

Keine der fertigen Routen passt? Dann stellen wir dir eine zusammen, auf deine Daten, dein Budget und dein Tempo.

01

Fünf Minuten Fragebogen

Zeitraum, Personen, Budget pro Nacht, Reisestil, und ein Freitextfeld, in dem du schreibst, was unbedingt passieren soll. Der Preis stellt sich beim Ausfüllen automatisch ein.

02

Rückfragen und Recherche

Wir fragen drei bis fünf Dinge nach, die sich aus deinen Antworten ergeben, prüfen Reisezeit und Fahrzeiten und sortieren aus, was sich nicht lohnt.

03

Plan in 24 Stunden

Etappen mit Nächten, Verbindungen, Hotelvorschläge in drei Preisklassen, Touren pro Ort, dazu zu jeder Entscheidung ein Satz, warum. Eine Korrekturrunde ist inklusive.

Route für Japan planen lassenFünf Minuten Fragebogen, dann bekommst du sofort und kostenlos unsere Einschätzung zu deiner Reise. Der fertige Plan kommt innerhalb von 24 Stunden, eine Korrekturrunde inklusive.

Wir sagen dir, was wir an deiner Stelle tun würden.

Reiseportale zeigen dir vierhundert Hotels und überlassen dir die Entscheidung. Reiseführer sind zwei Jahre alt. Verenza macht es anders: aktuell geprüft, klar entschieden und ehrlich begründet. So planen Menschen ihre Reise heute, und so wollen wir es auch in zehn Jahren noch machen.

Geprüft, nicht abgeschrieben

Sperrzeiten, Eintritte und Reisezeiten stehen bei uns mit Quelle und Prüfdatum auf der Seite. Du siehst, worauf eine Angabe beruht und wie alt sie ist.

Eine Entscheidung statt vierzig Optionen

Wir nennen dir das Haus, den Strand und die Route, die wir nehmen würden, und sagen dazu, warum. Mit einer Liste kannst du nichts anfangen, mit einer Empfehlung schon.

Auch das, was niemand gern sagt

Welcher Strand um elf Uhr voll ist. Wann dein Wunschmonat der falsche ist. Wann drei Länder zwei zu viel sind. Das ist der Teil, für den du später dankbar bist.

Häufige Fragen

Bevor du buchst

Lohnt sich der JR Pass?

Rechne nach, pauschal lohnt er sich nicht mehr. Der 7-Tage-Pass kostet online 50.000 Yen. Er zahlt sich aus, wenn deine erstattungsfähigen Einzelfahrten darüber liegen, also grob ab Tokio nach Kyoto und zurück plus eine weitere lange Strecke wie Hiroshima. Wer nur Tokio, Hakone und Kyoto macht, fährt mit Einzelfahrkarten günstiger. Beachte außerdem, dass die schnellsten Züge Nozomi und Mizuho nur gegen Aufpreis nutzbar sind.

Wann ist Kirschblüte, und ist sie es wert?

In Tokio und Kyoto meist zwischen Ende März und der ersten Aprilwoche, in Hokkaido erst Anfang Mai. Die genaue Woche steht erst wenige Wochen vorher fest, deshalb ist sie nicht planbar. Ehrlich gesagt ist der Herbst die bessere Reisezeit: ähnliches Licht, verlässlichere Daten, halb so viele Menschen und deutlich günstigere Hotels.

Wie viel Japanisch brauche ich?

Keines. Bahnhöfe, Züge und die meisten Speisekarten sind zweisprachig, Übersetzungs-Apps funktionieren mit der Kamera erstaunlich gut, und in Zweifel zeigt man auf das Plastikmodell im Schaufenster. Ein paar Höflichkeitsfloskeln öffnen trotzdem Türen.

Brauche ich ein Visum?

Für Österreich und Deutschland gilt für touristische Aufenthalte bis 90 Tage Visumfreiheit. Japan baut gerade eine elektronische Voranmeldung auf, deren Einführungstermin mehrfach verschoben wurde. Verbindlich sind die japanische Einwanderungsbehörde und die Reiseinformation des österreichischen Außenministeriums, geprüft vier Wochen vor Abflug.

Wie teuer ist Japan wirklich?

Als Faustwert für zwei Personen und zwei Wochen: Flug 900 bis 1.500 Euro pro Person, Hotels 90 bis 180 Euro pro Nacht in guter Mittelklasse, Essen 40 bis 70 Euro pro Tag für zwei, wenn man mittags günstig und abends gut isst. Bahn je nach Pass 300 bis 700 Euro für zwei. Damit liegt Japan etwa beim Doppelten von Thailand und knapp unter Westeuropa.

Mit Kindern nach Japan?

Sehr gut geeignet. Züge sind pünktlich und sauber, Convenience Stores retten jede Mahlzeit, und die Sicherheitslage ist außergewöhnlich. Rechne mit kürzeren Tagen, nimm Apartmenthotels statt enger Zimmer, und bau Tage ein, an denen nichts Kulturelles passiert.

Woher kommen die Angaben auf dieser Seite?

Klimawerte aus den Normalperioden der japanischen Wetterbehörde, Regeln und Gebühren von den jeweiligen Behörden und Bezirksräten, Preise aus den offiziellen Preislisten, alles gegeneinander geprüft und mit Datum im Faktenkasten vermerkt. Häuser, in denen wir selbst waren, sind gekennzeichnet, alle anderen nicht.

Keine Lust, das alles selbst zusammenzusuchen?Fünf Minuten Fragebogen, danach bekommst du kostenlos unsere Einschätzung zu deiner Reise.

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