Verenza · Packlisten
24 Teile, gut sechs Kilo. Zusammengetragen aus Herstellerangaben, Fachmedien und Dutzenden ausgewerteten Reiseberichten: Was wirklich mitmuss, was du dort günstiger kaufst und was du getrost zuhause lässt.
Für drei bis vier Wochen Thailand reichen ein 40-Liter-Rucksack und rund sechs Kilo Gepäck. Entscheidend sind schnelltrocknende Kleidung, Regenschutz für die Monsunmonate, Mückenschutz mit mindestens 30 Prozent DEET und eine lange Hose für Tempelbesuche. Alles andere bekommst du vor Ort, oft besser und günstiger als zuhause.
Jedes Teil steht hier mit seinem echten Gewicht. Das klingt pedantisch, bis du bei 34 Grad und 85 Prozent Luftfeuchtigkeit eine halbe Stunde nach deiner Unterkunft suchst. Jedes Kilo, das du nicht trägst, merkst du genau dann.
40 Liter sind für Thailand die richtige Größe. Größer verführt dazu, ihn zu füllen, und ab 50 Litern wird er in Minibussen und auf Fähren zum Problem. Wichtig ist die Frontöffnung wie bei einem Koffer, denn ein Toplader zwingt dich, alles auszuräumen, um an die Badehose zu kommen.
Produktempfehlung folgtSie sparen keinen Platz, sie schaffen Ordnung, und dadurch passt am Ende mehr hinein. Ein Würfel für Oberteile, einer für Hosen, einer für Unterwäsche, einer für Schmutzwäsche. Beim Zwischenstopp findest du in dreißig Sekunden, was du suchst.
Produktempfehlung folgtFür Longtail-Boote, Inselhopping und jeden Regenschauer. Kamera, Pass und Handy hinein, zweimal einrollen, fertig. Wer in der Übergangszeit auf der Andamanenseite unterwegs ist, bekommt auf Bootsfahrten verlässlich Gischt über die Bordwand.
Produktempfehlung folgtFür Tempeltage, Strandtage und Tagesausflüge. Zusammengefaltet passt er in eine Faust, und du musst nicht den großen Rucksack durch Bangkok schleppen.
Produktempfehlung folgtKein Plastikbeutel. In der Feuchtigkeit fängt feuchte Wäsche darin innerhalb eines Tages an zu riechen, und der Geruch zieht in den ganzen Rucksack.
Produktempfehlung folgtDas unterschätzteste Teil im Rucksack. In günstigen Unterkünften und in Nachtbussen weißt du nie, wann die Bettwäsche zuletzt gewechselt wurde. Ein Inlett wiegt wenig, lässt sich bei 60 Grad waschen und ist nach einer einzigen unangenehmen Nacht bezahlt. Seide ist leichter und kühler, Mikrofaser robuster und günstiger.
Produktempfehlung folgtDrei reichen, weil du ohnehin alle zwei Tage wäschst. Baumwolle trocknet in der Monsunzeit praktisch nicht mehr, Merino oder Synthetik hängt über Nacht trocken.
Produktempfehlung folgtKlingt verkehrt bei dieser Hitze, ist aber dein bester Schutz gegen Sonne auf Bootsfahrten und gegen Mücken in der Dämmerung. Auch praktisch in klimatisierten Nachtbussen, die konsequent auf achtzehn Grad gekühlt werden.
Produktempfehlung folgtEine zum Wandern und für den Alltag, eine fürs Ausgehen. Mit Reißverschlusstasche, weil in vollen Märkten Taschendiebstahl das realistischste Risiko ist.
Produktempfehlung folgtPflicht für Tempel. Im Wat Phra Kaeo und im Wat Pho kommst du mit Shorts nicht hinein, und die Leihhosen am Eingang sind teuer und unangenehm. Dient abends zugleich als Mückenschutz.
Produktempfehlung folgtEine genügt, sie trocknet am Strand in zwanzig Minuten.
Produktempfehlung folgtSchnelltrocknend, nicht Baumwolle. Derselbe Grund wie bei den Shirts.
Produktempfehlung folgtMehr brauchst du nicht, weil du den Großteil der Zeit in Sandalen läufst.
Produktempfehlung folgtDas vielseitigste Teil im Rucksack. Strandtuch, Decke im Nachtbus, Schulterbedeckung im Tempel, Vorhang im Hostel. Kauf ihn vor Ort auf dem Markt für umgerechnet drei Euro, das ist günstiger und schöner als jedes Mitbringsel von zuhause.
Vor Ort kaufenIn der Regenzeit fällt der Regen heftig, aber meist kurz. Du brauchst keine Hardshell für den Hochgebirgseinsatz, sondern etwas Dünnes, das in die Tagestasche passt. Ein Poncho ist die Alternative und kostet am Kiosk fast nichts.
Produktempfehlung folgtDein Hauptschuh. Fersenriemen deshalb, weil Flip-Flops auf nassen Tempelstufen und in Longtail-Booten rutschen.
Produktempfehlung folgtFür Wasserfälle, den Dschungel um Chiang Mai und lange Städtetage. Du trägst sie im Flugzeug, damit sie den Rucksack nicht belasten, und wechselst nach der Landung in die Sandalen.
Produktempfehlung folgtDas Dengue übertragende Tigermoskito sticht tagsüber, nicht nur abends. Produkte mit 30 bis 50 Prozent DEET wirken verlässlich. Achtung bei Kunststoffen, DEET greift Brillengestelle und Uhrenarmbänder an.
Produktempfehlung folgtNimm sie mit. In Thailand enthalten viele Produkte Aufheller, und riffverträgliche Cremes sind schwer zu finden. Auf Koh Tao und in den Nationalparks wird riffschädliche Sonnencreme zudem nicht gern gesehen.
Produktempfehlung folgtDurchfallmittel, Elektrolytpulver, Pflaster, Desinfektion, Schmerzmittel. Welche Medikamente für dich sinnvoll sind und ob eine Malariaprophylaxe nötig ist, besprichst du bitte vor der Reise mit deinem Arzt oder einer tropenmedizinischen Beratung.
Produktempfehlung folgtLeitungswasser ist in Thailand nicht trinkbar, aber täglich drei Plastikflaschen zu kaufen muss auch nicht sein. Eine Filterflasche amortisiert sich bei einem Monat Reisezeit und spart dir rund neunzig Flaschen.
Produktempfehlung folgtNachtbusse, Fähren und lange Tempeltage ohne Steckdose. Sie muss ins Handgepäck, im aufgegebenen Koffer ist sie verboten, und die Wattstunden sollten außen aufgedruckt sein, sonst gibt es am Gate Diskussionen.
Produktempfehlung folgtThailand nutzt eine Mischung aus Typ A, B und C. Oft passt der europäische Stecker direkt, verlässlich ist das aber nicht, besonders in älteren Unterkünften.
Produktempfehlung folgtEin Netzteil für alles, dazu zwei Kabel. Mehr brauchst du nicht, und du blockierst in Hostels nicht drei Steckdosen gleichzeitig.
Produktempfehlung folgtDazu kommen Pass, Geldbörse, Handy und die Kleidung am Körper. Du landest damit bei gut sieben Kilo und bleibst in jeder Handgepäckgrenze, auch bei den asiatischen Billigfluglinien, die zwischen Bangkok und den Inseln verkehren.
Thailand hat nicht eine Regenzeit, sondern mehrere, und sie laufen auf den beiden Küsten gegeneinander. Das ist der Grund, warum pauschale Packlisten so oft danebenliegen.
| Zeitraum | Norden, Chiang Mai | Andamanensee, Phuket und Krabi | Golf, Koh Samui und Koh Tao |
|---|---|---|---|
| Nov bis Feb | Trocken und kühl, nachts unter 15 Grad möglich | Beste Zeit, ruhige See | Noch Ausläufer des Nordostmonsuns |
| Mär bis Mai | Heiß, dazu Rauch von Brandrodung | Sehr heiß, erste Schauer ab Mai | Gut, zunehmend heiß |
| Jun bis Aug | Regenzeit, meist kurze Schauer | Monsun, raue See, Boote fallen aus | Oft die trockenste Phase |
| Sep bis Okt | Grün und voll, weniger Besucher | Höhepunkt der Regenzeit | Wechselhaft, ab Okt nass |
Das Praktische daran: Fast immer ist eine der beiden Küsten gut bereisbar. Wenn du im Juli nach Phuket willst, plane um und fahr nach Koh Samui.
Reicht wirklich ein 40-Liter-Rucksack für vier Wochen?
Ja, und zwar mit Reserve. Die Reisedauer bestimmt nicht die Menge an Kleidung, sondern nur, wie oft du wäschst. Für zwei Wochen packst du genau dasselbe wie für drei Monate.
Brauche ich wirklich eine lange Hose bei der Hitze?
Für Tempel ja. Knie und Schultern müssen bedeckt sein, das wird in den großen Anlagen in Bangkok und Ayutthaya kontrolliert. Eine leichte Leinen- oder Funktionshose ist bei Hitze außerdem angenehmer als nackte Beine in der Mittagssonne.
Kann ich die Powerbank im Koffer aufgeben?
Nein. Lithium-Akkus gehören ins Handgepäck, im aufgegebenen Gepäck sind sie verboten. Prüf vor dem Abflug die aktuellen Bestimmungen deiner Fluglinie, die Grenzwerte für Wattstunden unterscheiden sich.
Was kaufe ich besser vor Ort?
Sarong, Poncho, Flip-Flops, Hygieneartikel, Mückenspray für den Alltag und jede Art von Kleidung, die dir ausgeht. Alles davon bekommst du günstiger und oft in besserer Tropentauglichkeit als zuhause.
Wie viel Gepäck darf ich bei Inlandsflügen mitnehmen?
Die asiatischen Billigfluglinien erlauben im Handgepäck meist sieben Kilo. Mit dieser Liste bleibst du knapp darunter und sparst dir die Aufgabegebühr, die oft mehr kostet als das Ticket selbst.
Ist eine Impfung oder Malariaprophylaxe nötig?
Das hängt von deiner Route, der Jahreszeit und deiner Vorgeschichte ab. Lass dich rechtzeitig reisemedizinisch beraten, idealerweise sechs bis acht Wochen vor Abflug. Wir geben dazu bewusst keine Empfehlung ab.