Bei 7.641 Inseln kennen die meisten Reisenden fünf. Das hier sind die anderen, mit Anfahrt und ehrlicher Einordnung, für wen sie taugen.
Romblon
zwischen Luzon und den Visayas
Die Marmorinsel. Seit Jahrhunderten wird hier Marmor abgebaut und von Hand bearbeitet, die Werkstätten stehen offen an der Straße. Dazu leere Strände auf den Nachbarinseln Carabao und Cobrador und ein spanisches Fort über dem Hafen.
- Anfahrt
- Fähre ab Batangas (Luzon) 8 bis 10 Std. oder Flug nach Tablas
- Beste Zeit
- Dezember bis Mai
- Betten
- Gästehäuser und einige kleine Resorts
- Für wen
- Reisende mit Zeit, Handwerksinteresse, echte Ruhe
Batanes
ganz im Norden, zwischen Luzon und Taiwan
Sieht aus wie Irland im Pazifik: grüne Hügel bis zur Klippe, Steinhäuser mit meterdicken Mauern gegen die Taifune, Leuchttürme und keine einzige Ampel. Die Ivatan lassen ihre Häuser unverschlossen, weil es keine Kriminalität gibt. Die teuerste und ungewöhnlichste Region des Landes.
- Anfahrt
- Flug ab Manila nach Basco, 2 Std., oft wetterbedingt gestrichen
- Beste Zeit
- März bis Juni, danach Taifunsaison
- Betten
- Homestays und wenige Lodges, Vorausbuchung nötig
- Für wen
- Fotografen, Radfahrer, Reisende, die etwas völlig anderes wollen
Malapascua
Nordspitze von Cebu
Eine Insel von zweieinhalb Kilometern Länge, berühmt für einen einzigen Grund: An einer Putzerstation auf dreißig Metern steigen fast täglich Fuchshaie auf. Der einzige Ort der Welt, an dem das verlässlich klappt. Dazu weißer Sand und ein Dorf ohne Autos.
- Anfahrt
- 4 Std. Bus ab Cebu City nach Maya, dann Boot 30 Min.
- Beste Zeit
- Ganzjährig, beste Sicht März bis Mai
- Betten
- Tauchresorts und einfache Gästehäuser
- Für wen
- Taucher mit Schein, Reisende mit Zeit für die Anfahrt
Bantayan
westlich von Cebu
Weißer Sand, flaches türkisfarbenes Wasser und ein Tempo, das selbst für philippinische Verhältnisse langsam ist. Keine Tauchszene, keine Partys, dafür eine Kirche von 1580 und Fahrradwege zwischen den Dörfern.
- Anfahrt
- 3,5 Std. Bus ab Cebu City nach Hagnaya, dann Fähre 1 Std.
- Beste Zeit
- Dezember bis Mai
- Betten
- Von Gästehaus bis gehobenes Strandresort
- Für wen
- Familien, Paare, alle, die wirklich nichts tun wollen
Southern Leyte und Sogod Bay
südliche Ost-Visayas
Hier kann man von November bis Mai mit Walhaien schwimmen, die nicht angefüttert werden, anders als in Oslob. Dazu Steilwände, Makroleben für Fotografen und ein Küstenstreifen, auf dem man tagelang niemanden trifft.
- Anfahrt
- Flug nach Tacloban oder Maasin, dann 2 bis 3 Std. mit dem Auto
- Beste Zeit
- November bis Mai
- Betten
- Wenige Tauchresorts, einfach bis solide
- Für wen
- Taucher, Walhai-Begegnung ohne Fütterung
Caramoan
Bicol, Südostluzon
Kalksteinklippen und versteckte Buchten wie in Palawan, nur auf der anderen Seite des Landes und ohne dessen Bekanntheit. Mehrere Staffeln von Survivor wurden hier gedreht. Die Anfahrt ist umständlich, und genau das hält die Insel leer.
- Anfahrt
- Flug nach Naga, dann 2 Std. Auto und 2 Std. Boot
- Beste Zeit
- März bis Juni
- Betten
- Einfache Resorts und Gästehäuser
- Für wen
- Wer Palawan-Landschaft ohne Palawan-Preise und Massen will
Calaguas
Camarines Norte, Luzon
Eine Insel mit einem Strand, den viele Filipinos für den schönsten des Landes halten, und praktisch ohne Infrastruktur. Man zeltet oder schläft in einfachen Hütten, Strom gibt es stundenweise aus dem Generator.
- Anfahrt
- 8 Std. Bus ab Manila nach Daet, dann Boot 1,5 bis 2 Std.
- Beste Zeit
- März bis Mai
- Betten
- Zelte und sehr einfache Hütten
- Für wen
- Junge Reisende, Camper, alle ohne Komfortanspruch
Guimaras
zwischen Panay und Negros
Bekannt für die angeblich süßesten Mangos der Welt, die sogar an das Weiße Haus geliefert wurden. Dazu ein Trappistenkloster, leere Buchten und eine Insel, die man mit dem Roller an einem Tag umrundet.
- Anfahrt
- Fähre ab Iloilo, 15 Min.
- Beste Zeit
- Dezember bis Mai, Mangofest im April
- Betten
- Kleine Resorts und Gästehäuser
- Für wen
- Ein ruhiger Zwischenstopp zwischen Boracay und Negros
Apo Island
vor Negros, bei Dumaguete
Ein Meeresschutzgebiet, das von der Dorfgemeinschaft selbst verwaltet wird, seit den Achtzigern. Das Ergebnis: eine der dichtesten Schildkrötenpopulationen Asiens, direkt am Strand im Seegras. Du schnorchelst mit Tieren, die sich nicht stören lassen.
- Anfahrt
- Boot ab Malatapay bei Dumaguete, 30 Min.
- Beste Zeit
- Ganzjährig, beste See März bis Juni
- Betten
- Zwei einfache Häuser auf der Insel, sonst Dumaguete
- Für wen
- Schnorchler, Taucher, alle mit Interesse an gelungenem Meeresschutz
Biliran
nördlich von Leyte
Eine Insel mit Wasserfällen in zweistelliger Zahl, heißen Quellen, Reisterrassen und einem Vulkan in der Mitte. Über eine Brücke erreichbar und trotzdem von Reisenden praktisch unentdeckt.
- Anfahrt
- Flug nach Tacloban, dann 2,5 Std. mit dem Bus
- Beste Zeit
- Februar bis Juni
- Betten
- Einfache Gästehäuser
- Für wen
- Wanderer, Wasserfalljäger, Reisende abseits jeder Route
Dinagat Islands
nördlich von Siargao
Bizarre Felsformationen, türkisfarbene Lagunen und eine Pflanzenwelt, die wegen des metallhaltigen Bodens einzigartig ist. Von Siargao in einer Stunde erreichbar und trotzdem fast nie besucht.
- Anfahrt
- Boot ab Siargao oder Surigao, 1 bis 1,5 Std.
- Beste Zeit
- März bis Juni
- Betten
- Sehr einfach, oft Homestays
- Für wen
- Ergänzung zu Siargao für alle, die weiter wollen
Balabac
Südspitze von Palawan
Sandbänke in einem Blau, das es sonst nur auf den Malediven gibt, Mangroven und die winzigen Mausmaki-Hirsche, die nur hier leben. Die Anreise ist lang, die Infrastruktur minimal, und Teile der Gewässer weiter südlich gelten als unsicher. Nur mit lokalem Veranstalter und nur auf den freigegebenen Routen.
- Anfahrt
- Flug nach Puerto Princesa, 6 bis 8 Std. Van nach Buliluyan, dann Boot
- Beste Zeit
- März bis Mai
- Betten
- Zelte und sehr einfache Hütten
- Für wen
- Erfahrene Reisende mit Zeit, die sich an die Sicherheitshinweise halten