Die Petronas Towers in Kuala Lumpur am Abend vor blauem Himmel

Verenza · Südostasien

Malaysia, zwei Länder in einem

Malaysia besteht aus zwei Hälften, die tausend Kilometer Meer trennen, und sie fühlen sich auch so an. Auf der Halbinsel liegen Kuala Lumpur, die Kolonialstädte Penang und Melaka und eine Küche, die drei Kulturen in einer Straße serviert. Auf Borneo liegen Regenwald, Orang-Utans und der höchste Berg Südostasiens zwischen Himalaya und Neuguinea. Wer beides will, braucht drei Wochen. Wer nur eines nimmt, hat trotzdem genug.

0Visum nötig
14 bis 21Tage ideal
3 Monatevisumfrei
ganzjährigirgendwo trocken

Regenwald und Kalkfelsen in Borneo · Foto: Unsplash

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Der größte Planungsfehler bei Malaysia ist, beide Landeshälften in zwei Wochen zu pressen. Halbinsel und Borneo sind getrennte Reisen mit eigenem Rhythmus. Und der zweite Fehler ist der Monsun: Malaysia hat nicht eine Regenzeit, sondern zwei, die auf verschiedenen Küsten zu verschiedenen Zeiten laufen. Wer im Dezember an die Perhentians will, steht vor geschlossenen Inseln, während Langkawi auf der anderen Seite in der Sonne liegt. Entscheide zuerst die Jahreszeit, dann die Küste, dann die Route.

Schritt eins

Wo du hinfährst

Fünf Regionen. Zwei davon liegen auf einer anderen Insel, und genau das macht die Planung aus.

Die Skyline von Kuala Lumpur mit dem Fernsehturm im Abendlicht

Halbinsel, Westen

Kuala Lumpur und Melaka

Eine Hauptstadt, die in dreißig Jahren aus dem Dschungel gewachsen ist, mit Zwillingstürmen, Nachtmärkten und der wahrscheinlich besten Straßenküche Südostasiens. Zwei Stunden südlich liegt Melaka, wo Portugiesen, Niederländer und Briten nacheinander ihre Spuren hinterlassen haben.

Für: Ankommen, Essen, Geschichte, ein weicher Einstieg nach Asien

Die Clanjetties von George Town, Holzhäuser auf Stelzen über dem Wasser

Halbinsel, Nordwesten

Penang und die Cameron Highlands

George Town auf Penang ist Weltkulturerbe und eine der besten Essensstädte Asiens, mit chinesischen Clanhäusern, indischen Tempeln und Shophouses in allen Zuständen. Zwei Stunden landeinwärts steigt man in die Cameron Highlands, wo es zwischen Teeplantagen auf fünfzehn Grad abkühlt.

Für: Essen, Architektur, Teefelder, Abkühlung

Türkisfarbene Bucht mit bewaldeten Inseln aus der Luft

Halbinsel, Inseln

Langkawi, Perhentian und Tioman

Langkawi im Westen hat Flughafen, Strände und zollfreien Einkauf. Die Perhentians und Tioman im Osten sind einfacher, klarer und von November bis Februar wegen des Monsuns weitgehend geschlossen. Welche Insel passt, entscheidet dein Reisemonat, nicht dein Geschmack.

Für: Strand, Schnorcheln, Tauchen, Nichtstun

Breiter Fluss im Morgendunst, von Regenwald gesäumt

Borneo, Sarawak

Kuching, Bako und Mulu

Sarawak ist der ruhigere Teil Borneos. Kuching ist eine der angenehmsten Städte Südostasiens, davor liegt der Nationalpark Bako mit Nasenaffen, und im Landesinneren der Mulu-Nationalpark mit Höhlen, die zu den größten der Welt gehören.

Für: Regenwald, Höhlen, Tiere, Stadt mit Charakter

Grüne Hänge vor dem Massiv des Kinabalu

Borneo, Sabah

Sabah, Kinabalu und der Kinabatangan

Der Kinabalu ist mit über viertausend Metern der höchste Berg der Region und in zwei Tagen zu besteigen. Am Kinabatangan-Fluss sieht man vom Boot aus Orang-Utans, Nasenaffen und Zwergelefanten. Für die Ostküste gibt es allerdings amtliche Reisehinweise, dazu unten mehr.

Für: Bergsteigen, Tierbeobachtung, Regenwald

Timing

Wann du fliegst

Malaysia hat zwei Monsune auf zwei Küsten. Das klingt kompliziert, ist aber eine gute Nachricht: Es ist immer irgendwo Saison.

ZeitraumWestküste und KLOstküste und InselnBorneoWas das heißt
Nov bis FebgutgeschlossennassNordostmonsun. Die Ostküste mit Perhentians und Tioman ist weitgehend dicht, viele Häuser und Fähren pausieren. Die Westküste mit Langkawi und Penang hat dagegen ihre beste Zeit. Auf Borneo regnet es, die Kinabalu-Besteigung ist trotzdem möglich
Mär bis Maisehr gutsehr gutgutDie beste Zeit für fast das ganze Land. Beide Küsten sind offen, das Meer ist ruhig, die Sicht beim Tauchen ist gut. Auf Borneo fällt weniger Regen als sonst
Jun bis Auggutsehr gutgutSüdwestmonsun, der die Westküste etwas feuchter macht, die Ostküste dagegen trocken hält. Die beste Zeit für die Perhentians und Tioman, und gleichzeitig europäische Ferienzeit, also früh buchen
Sep bis OktSchauergutnassÜbergangszeit mit Nachmittagsgewittern, insgesamt aber gut bereisbar und deutlich günstiger. Im September kann Rauch von Waldbränden aus Indonesien die Luft in KL und auf Borneo trüben

Praxis

Visum, Anreise und unterwegs

Malaysia ist eines der einfachsten Reiseländer Asiens. Es gibt genau eine Sache, die man vorher erledigen muss, und die dauert zwei Minuten.

Einreise und Visum

Kein Visum, aber eine Pflichtanmeldung. Und die hat ein Zeitfenster, das viele übersehen.

Kein Visum nötig
Für Österreich, Deutschland und die Schweiz gilt Visumfreiheit für Aufenthalte bis zu drei Monaten ohne Erwerbstätigkeit. Du bekommst den Stempel bei der Einreise.
Malaysia Digital Arrival Card
Pflicht und kostenlos. Auszufüllen innerhalb von drei Tagen vor der Ankunft, nicht früher. Wer sie zwei Wochen vorher macht, bekommt sie nicht bestätigt und steht am Schalter mit leeren Händen da. Nimm den Ausdruck oder den Screenshot mit.
Nur auf der Seite der Behörde
Die MDAC kostet nichts. Wenn eine Seite Geld dafür verlangt, ist sie eine Agentur. Wir verlinken die offizielle Adresse unten.
E-Gate an den Flughäfen
An den Terminals KLIA1 und KLIA2 können Reisende aus Österreich, Deutschland und der Schweiz die automatischen Schleusen nutzen. Das spart in der Hochsaison eine gute halbe Stunde.
Reisepass
Bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig, mit freien Seiten und unbeschädigt. Ein eingerissener oder wasserwelliger Pass wird in Malaysia tatsächlich beanstandet, das ist kein theoretisches Risiko.
Rückflug und Unterkunft
Die Einwanderungsbehörde kann ein Rück- oder Weiterreiseticket und einen Unterkunftsnachweis verlangen. Halt beides auf dem Telefon bereit.
Zwei Landesteile, eine Einreise
Sabah und Sarawak auf Borneo haben eine eigene Einwanderungskontrolle. Beim Flug von Kuala Lumpur nach Kuching oder Kota Kinabalu bekommst du einen neuen Stempel. Das ist normal, dein Pass muss aber griffbereit sein.

Der häufigste FehlerDie digitale Einreisekarte zu früh ausfüllen. Das Fenster sind die drei Tage vor der Ankunft, und wer es vorher versucht, hat am Ende nichts Gültiges. Setz dir eine Erinnerung auf den Tag vor dem Abflug, dann ist es in zwei Minuten erledigt. Und zahl nichts dafür, die Karte ist kostenlos.

Offizielle QuellenMalaysia Digital Arrival Card, offiziellAuswärtiges Amt, Reise- und Sicherheitshinweise MalaysiaAußenministerium Österreich, Reiseinformation

Wie du hinkommst

Kuala Lumpur ist eines der großen Drehkreuze Asiens, entsprechend gut ist die Anbindung. Rechne mit vierzehn bis achtzehn Stunden ab Wien oder München, meist mit einem Umstieg am Golf oder in Singapur.

KUL

Kuala Lumpur International

55 km südlich der Stadt

Das Drehkreuz des Landes mit zwei Terminals. KLIA1 für die großen Fluggesellschaften, KLIA2 für AirAsia und die Billigflieger nach Borneo und in die Nachbarländer.

Weiter von hierDer KLIA Ekspres fährt in achtundzwanzig Minuten ins Zentrum und ist jedem Taxi überlegen. Zwischen den Terminals verkehrt ein kostenloser Pendelzug, plan dafür trotzdem zwanzig Minuten ein.

PEN

Penang International

Süden der Insel

Direkte Verbindungen nach Singapur, Bangkok und Hongkong, dazu viele Inlandsflüge. Wer nur den Norden der Halbinsel sehen will, startet hier und spart sich Kuala Lumpur.

Weiter von hierNach George Town rund dreißig Minuten mit dem Taxi oder Grab. Der Bus 401E fährt dieselbe Strecke für einen Bruchteil, braucht aber eine Stunde.

BKI

Kota Kinabalu International

Sabah, Borneo

Das Tor zum Kinabalu, zum Kinabatangan und zu den Inseln vor der Stadt. Zweieinhalb Flugstunden ab Kuala Lumpur, dazu Verbindungen nach Singapur, Hongkong und Seoul.

Weiter von hierIns Zentrum zehn Minuten. Zum Kinabalu-Nationalpark zwei Stunden mit dem Auto, zum Kinabatangan je nach Lodge fünf bis sechs.

KCH

Kuching International

Sarawak, Borneo

Für Sarawak mit Bako, Mulu und dem Semenggoh-Zentrum. Kleiner und ruhiger als Kota Kinabalu, die Stadt ist eine der angenehmsten des Landes.

Weiter von hierIns Zentrum zwanzig Minuten. Nach Mulu geht es nur weiter per Flugzeug, die Maschinen sind klein und oft ausgebucht.

Wie du vor Ort weiterkommst

Auf der Halbinsel ist Malaysia bequem: Autobahnen, Fernbusse, ein brauchbares Bahnnetz. Auf Borneo heißt Weiterkommen meist fliegen oder lange Fahrten über Land.

Inlandsflug

30 bis 120 Euro

AirAsia, Batik Air und MASwings verbinden alles mit allem. Zwischen Halbinsel und Borneo führt kein anderer Weg, und innerhalb Sarawaks sind manche Orte wie Mulu nur per Flugzeug erreichbar.

Unser TippDie Freigepäckgrenzen der Billigflieger sind knapp und Nachbuchen am Schalter ist teuer. Buch das Gepäck gleich mit, das kostet ein Drittel.

Fernbus

5 bis 20 Euro

Auf der Halbinsel das beste Verhältnis aus Preis und Komfort. Die Busse haben drei breite Sitze pro Reihe, Klimaanlage und ordentliche Beinfreiheit. Kuala Lumpur nach Penang dauert fünf Stunden.

Unser TippNimm eine Jacke mit, die Klimaanlage läuft auf Anschlag. Buch online vorab, dann hast du einen festen Platz.

Zug

8 bis 30 Euro

Die elektrifizierte Westküstenstrecke verbindet Kuala Lumpur mit Ipoh, Butterworth gegenüber Penang und weiter bis zur thailändischen Grenze. Schnell, pünktlich und angenehm.

Unser TippDer ETS-Zug nach Butterworth ist dem Bus deutlich überlegen. Von dort setzt die Fähre nach George Town über, das gehört zur Ankunft dazu.

Grab

2 bis 12 Euro

Der Fahrdienst funktioniert in allen Städten zuverlässig, mit festem Preis vorab. In Kuala Lumpur, Penang und Kota Kinabalu die einfachste Lösung.

Unser TippInstallier die App vor der Reise und hinterleg eine Karte. Bezahlen in bar geht auch, dann brauchst du passendes Kleingeld.

Mietwagen

25 bis 50 Euro pro Tag

In Malaysia fährt man links, die Straßen sind gut und beschildert. Für die Cameron Highlands und Sabah abseits der Städte ist ein eigenes Auto die entspannteste Lösung.

Unser TippInternationaler Führerschein mitnehmen. In Kuala Lumpur selbst brauchst du kein Auto, der Verkehr und die Parkplatzsuche kosten mehr Nerven als sie wert sind.

Fähre

3 bis 15 Euro

Nach Langkawi, Penang, Tioman und zu den Perhentians. Die Verbindungen richten sich nach dem Monsun, auf der Ostküste fahren von November bis Februar viele gar nicht.

Unser TippPrüf die Saison, bevor du eine Insel buchst. Und plan nie einen Rückflug auf denselben Tag wie die Fähre, Wetter schlägt Fahrplan.

Internet, SIM und die Apps, die helfen

Malaysia hat eines der besten Netze Südostasiens, und zwar auch dort, wo man es nicht erwartet.

SIM oder eSIM
Maxis, Celcom und Digi haben alle gute Abdeckung. Eine Touristen-SIM mit reichlich Daten kostet am Flughafen um die zehn Euro. eSIM funktioniert ebenfalls problemlos.
Wo das Netz dünn wird
Im Landesinneren Borneos, im Mulu-Nationalpark und am oberen Kinabatangan. Die Lodges haben meist WLAN, aber keines, mit dem man arbeiten könnte. Lade Karten vorher herunter.
Bezahlen
Karten werden fast überall genommen, auch in kleinen Läden. An Hawker-Ständen und auf Märkten brauchst du Bargeld, aber selten viel. Geldautomaten sind flächendeckend und die Gebühren moderat.
Nützliche Apps
Grab für Fahrten, Moovit oder Google Maps für den Nahverkehr in Kuala Lumpur, Setel fürs Tanken. Für die Einreise die offizielle MDAC-Seite, nicht irgendeine App aus dem Store.

Schritt zwei

Fertige Routen

Zwei fertige Abläufe. Der erste bleibt auf der Halbinsel, der zweite nimmt Borneo dazu. Beide sind so gelegt, dass du nicht gegen den Monsun reist.

Die Halbinsel

14 Nächte

Wenn du Malaysia zum ersten Mal siehst. Städte, Highlands und eine Insel. Zwischen März und Mai oder zwischen Juni und August.

  • 3 NKuala Lumpur

    Ankommen, Batu Caves am frühen Morgen, die Petronas Towers von unten und abends, und zwei Abende in den Garküchen von Jalan Alor und Kampung Baru.

  • 2 NMelaka

    Zwei Stunden südlich. Holländerplatz, Jonker Street, Peranakan-Häuser und eine Küche, die es sonst nirgends gibt. Zwei Nächte reichen, am Wochenende ist es voll.

  • 3 NPenang

    George Town zu Fuß, die Clanjetties, die Straßenkunst und vor allem das Essen. Plan einen Tag nur fürs Essen ein, das ist kein Scherz.

  • 2 NCameron Highlands

    Teeplantagen, Mossy Forest und fünfzehn Grad. Nach zwei Wochen Hitze fühlt sich das an wie Urlaub im Urlaub. Nimm eine Jacke mit.

  • 4 NLangkawi oder die Perhentians

    Je nach Jahreszeit. März bis Mai geht beides, Juni bis August die Perhentians, November bis Februar nur Langkawi.

Halbinsel und Borneo

21 Nächte

Das ganze Land. Die Halbinsel kompakt, dann Borneo mit Regenwald und Bergen. Am besten zwischen März und Mai.

  • 3 NKuala Lumpur

    Stadt, Essen, Batu Caves. Der Flughafen ist das Drehkreuz für alle Weiterflüge nach Borneo.

  • 3 NPenang

    George Town, Essen, Kek Lok Si und ein Nachmittag am Penang Hill.

  • 3 NKuching

    Flug nach Sarawak. Die Uferpromenade, das Borneo Cultures Museum und ein Tag im Nationalpark Bako mit Nasenaffen.

  • 3 NMulu-Nationalpark

    Nur per Flugzeug erreichbar. Die Deer Cave, aus der abends Millionen Fledermäuse strömen, und der Pinnacles-Aufstieg für alle, die es ernst meinen.

  • 4 NKinabalu-Nationalpark

    Weiter nach Sabah. Die Besteigung dauert zwei Tage mit Übernachtung auf halber Höhe. Permits sind streng begrenzt, buch Monate vorher.

  • 3 NKinabatangan

    Zwei Bootsfahrten täglich, morgens und abends. Orang-Utans, Nasenaffen, Hornvögel und mit Glück Zwergelefanten.

  • 2 NKota Kinabalu

    Letzte Nächte, ein Tag auf den vorgelagerten Inseln des Tunku-Abdul-Rahman-Parks und der Rückflug.

Die rote Christ Church am Holländerplatz in Melaka
Teeplantagen in geschwungenen Reihen in den Cameron Highlands
Nashornvogel auf einem Ast im Regenwald von Borneo

Städte

Jeder Ort einzeln

Zwölf Orte, jeder mit dem, was du gesehen haben solltest, mit dem, was in keinem Reiseführer steht, und mit dem, wo man isst. Aufklappen, was dich interessiert.

Kuala Lumpur Halbinsel · 3 Nächte Eine Hauptstadt, die in dreißig Jahren aus dem Regenwald gewachsen ist. Zwillingstürme, Höhlentempel und die wahrscheinlich beste Straßenküche der Region.

Das solltest du sehen

  1. Die Petronas Towers. Bis 2004 die höchsten Gebäude der Welt und immer noch die höchsten Zwillingstürme. Die Aussichtsbrücke ist nett, der bessere Blick ist der von unten am Abend, wenn sie beleuchtet sind, oder von der Dachbar eines Nachbargebäudes.
  2. Die Batu Caves. Vor den Toren der Stadt, mit der Bahn in einer halben Stunde. Zweihundertzweiundsiebzig farbige Stufen, eine riesige Kalksteinhöhle mit Schreinen und davor eine goldene Statue. Geh vor acht Uhr.
  3. Merdeka Square und das koloniale Zentrum. Hier wurde 1957 die Unabhängigkeit ausgerufen. Rings um den Platz stehen der alte Bahnhof, das Sultan-Abdul-Samad-Gebäude und die Masjid Jamek an der Flussgabelung, nach der die Stadt benannt ist.
  4. Jalan Alor am Abend. Eine ganze Straße aus Garküchen, ab sechs Uhr abends. Gegrillter Stachelrochen, Satay, Hühnerflügel und Durian für alle, die sich trauen.
  5. Islamic Arts Museum. Eines der besten Museen Südostasiens und bei Besuchern erstaunlich unbekannt. Architekturmodelle, Textilien, Kalligrafie, dazu ein ruhiger Innenhof. Zwei Stunden, und sie sind gut angelegt.

Geheimtipps

  • Kampung Baru am Freitagabend. Ein malaiisches Dorf mitten in der Stadt, mit Holzhäusern direkt vor der Skyline. Freitags gibt es einen Nachtmarkt, auf dem fast nur Einheimische essen.
  • Mit der Bahn statt im Taxi. Die LRT und MRT sind sauber, klimatisiert und decken alles ab, was du brauchst. Im Berufsverkehr bist du damit dreimal schneller als jedes Auto.
  • Die Thean Hou Tempelanlage. Ein sechsstöckiger chinesischer Tempel auf einem Hügel, mit Blick über die Stadt. Kaum Besucher, und zum chinesischen Neujahr hängen Tausende Laternen darin.
  • Frühstück im Kopitiam. Die alten Kaffeehäuser servieren Toast mit Kaya, weich gekochte Eier und starken Kaffee mit Kondensmilch. Ein Frühstück für knapp zwei Euro und hundert Jahre alt.

Wo du isst

  • Nasi Lemak. Das Nationalgericht: Kokosreis mit Sambal, Ei, Erdnüssen und getrockneten Sardellen. Zum Frühstück, im Bananenblatt.
  • Banana Leaf Rice. In Brickfields, dem indischen Viertel. Reis auf einem Bananenblatt, dazu kommen Currys und Beilagen, bis du genug sagst. Mit der rechten Hand.
  • Satay. Spieße vom Holzkohlegrill mit Erdnusssauce. In Kajang vor der Stadt sagt man, die besten des Landes.
  • Durian, wenn du dich traust. Die Frucht riecht wie ein Unfall und schmeckt wie Vanillepudding mit Zwiebel. Im Hotelzimmer verboten, und das aus gutem Grund.
George Town, Penang Halbinsel, Nordwesten · 3 Nächte Weltkulturerbe, Shophouses in allen Zuständen und für viele die beste Essensstadt Asiens. Chinesisch, malaiisch und indisch in derselben Straße.

Das solltest du sehen

  1. Die Clanjetties. Holzstege im Hafen, auf denen seit dem neunzehnten Jahrhundert chinesische Großfamilien wohnen, jeder Steg einem Clan. Der Chew Jetty ist der bekannteste, die anderen sind ruhiger und ehrlicher.
  2. Khoo Kongsi. Die prächtigste Clanhalle der Stadt, mit Schnitzwerk, das aus China hergebracht wurde. Der Innenhof allein ist den Eintritt wert.
  3. Die Straßenkunst. 2012 hat ein litauischer Künstler ein paar Wandbilder gemalt, und daraus ist ein halber Stadtrundgang geworden. Dazu kommen schmiedeeiserne Comics an den Hauswänden, die Stadtgeschichten erzählen.
  4. Kek Lok Si. Der größte buddhistische Tempel Malaysias, am Hang über Air Itam, mit einer siebenstöckigen Pagode, die drei Baustile vereint, und einer dreißig Meter hohen Guanyin-Statue.
  5. Penang Hill. Mit der Standseilbahn in zehn Minuten auf achthundert Meter. Oben ist es deutlich kühler, es gibt einen Regenwaldsteg und den Blick über die ganze Insel bis zur Brücke.

Geheimtipps

  • Essen nach Uhrzeit planen. Viele der besten Stände gibt es nur zu bestimmten Zeiten. Char Kway Teow abends, Nasi Kandar rund um die Uhr, Assam Laksa nachmittags. Frag im Hotel nach dem aktuellen Stand, die Stände wechseln.
  • Das Hin Bus Depot. Ein alter Busbahnhof, heute Kunstraum mit Markt am Sonntag und gutem Kaffee. Dort trifft man die Leute, die George Town am Leben halten.
  • Mit dem Rad statt zu Fuß. Die Altstadt ist größer, als sie aussieht, und es ist heiß. Ein Fahrrad kostet wenig und macht aus drei Stunden Laufen einen angenehmen Vormittag.
  • Teluk Bahang im Nordwesten. Hinter dem Nationalpark liegen ein Schmetterlingspark und ein Strand, den kaum jemand kennt. Dorthin fährt der Bus 101 für kleines Geld.

Wo du isst

  • Char Kway Teow. Breite Reisnudeln mit Garnelen, Blutmuscheln und Ei, über sehr starkem Feuer gebraten. Der Rauchgeschmack ist der Punkt.
  • Assam Laksa. Saure Fischsuppe mit Tamarinde, Minze und Ananas. Schmeckt beim ersten Löffel seltsam und danach großartig.
  • Nasi Kandar. Reis mit mehreren Currysaucen übereinander gegossen. Die Lokale haben oft seit Generationen dieselbe Familie.
  • Cendol. Grüne Reismehlnudeln in Kokosmilch mit Palmzucker und Eis. Die beste Abkühlung der Stadt, und es gibt Schlangen davor.
Melaka Halbinsel, Südwesten · 2 Nächte Portugiesen, Niederländer und Briten haben hier nacheinander regiert, und alle haben etwas dagelassen. Dazu die Peranakan-Kultur und ihre eigene Küche.

Das solltest du sehen

  1. Der Holländerplatz. Das rote Stadthuys von 1650 ist das älteste niederländische Gebäude Asiens. Drumherum die Christ Church und die Uhrturmanlage, alles in demselben Rot.
  2. A Famosa und St. Paul's Hill. Vom portugiesischen Fort steht noch ein Tor, oben auf dem Hügel die Ruine der Kirche, in der Franz Xaver zeitweise begraben war. Der Aufstieg dauert zehn Minuten und lohnt am späten Nachmittag.
  3. Jonker Street. Die Hauptgasse der Altstadt mit Antiquitätenläden, Peranakan-Häusern und am Wochenende einem Nachtmarkt, der die ganze Straße füllt.
  4. Die Harmony Street. Eine Straße, in der eine chinesische Tempelanlage, ein Hindutempel und die älteste funktionierende Moschee Malaysias nebeneinander stehen. Der Name ist kein Marketing, die Nachbarschaft ist dreihundert Jahre alt.
  5. Das Baba-Nyonya-Museum. Ein original erhaltenes Peranakan-Haus, in dem noch die Familie wohnt, die es besitzt. Führung nur mit Guide, und die ist gut.

Geheimtipps

  • Unter der Woche kommen. Am Wochenende ist Melaka voll mit Tagesgästen aus Kuala Lumpur und Singapur. Dienstag bis Donnerstag gehört die Stadt fast dir allein.
  • Das portugiesische Viertel. Am Stadtrand lebt eine kleine Gemeinschaft, die seit fünfhundert Jahren ein portugiesisches Kreol spricht. Abends gibt es dort Fisch am Wasser.
  • Nicht im Trishaw fahren. Die bunt geschmückten Fahrradrikschas mit Lautsprecher sind laut und teuer. Die Altstadt ist klein genug, um sie zu Fuß zu sehen.
  • Frühmorgens an den Fluss. Die Flusspromenade mit ihren Wandbildern gehört vor neun Uhr den Anwohnern und den Waranen, die im Wasser liegen.

Wo du isst

  • Nyonya Laksa. Die Peranakan-Variante: Kokosmilch statt Tamarinde, mit Garnelen und Tofu. Anders als in Penang und genauso gut.
  • Ayam Pongteh. Huhn mit fermentierter Sojabohnenpaste und Kartoffeln, langsam geschmort. Das Sonntagsessen der Peranakan-Familien.
  • Chicken Rice Balls. Hühnerreis, zu Kugeln geformt. Eine Melaka-Eigenheit, die es sonst nirgends gibt.
  • Satay Celup. Spieße, die man selbst in einen Topf mit kochender Erdnusssauce taucht. Macht Flecken und Spaß.
Cameron Highlands Halbinsel, Hochland · 2 Nächte Fünfzehnhundert Meter hoch, fünfzehn bis zwanzig Grad, Teeplantagen bis zum Horizont. Die Briten haben hier ihre Sommerfrische gebaut.

Das solltest du sehen

  1. Die Teeplantagen. Hektarweise akkurate Reihen über die Hügel gelegt. Mehrere Betriebe haben Terrassen, auf denen man Tee trinkt und über die Felder schaut. Früh hingehen, ab Mittag kommen die Busse.
  2. Mossy Forest. Ein Nebelwald auf über zweitausend Metern, in dem alles von Moos überzogen ist, auch die Äste. Es gibt einen Holzsteg, und zugänglich ist er nur mit Guide.
  3. Die Erdbeerfarmen. Im kühlen Klima wächst, was sonst in Malaysia nicht geht. Zum Pflücken, und als Kuriosität in einem tropischen Land durchaus unterhaltsam.
  4. Der Gunung Brinchang. Mit zweitausend Metern der höchste Punkt, den man mit dem Auto erreicht. Oben steht ein Aussichtsturm, und wenn der Nebel aufreißt, sieht man weit.

Geheimtipps

  • Eine Jacke mitnehmen. Nachts fällt die Temperatur auf zehn bis zwölf Grad, und die Zimmer haben keine Heizung. Nach zwei Wochen Tiefland unterschätzt man das jedes Mal.
  • Die kurvige Anfahrt. Von Ipoh oder Tapah geht es in engen Serpentinen hoch. Wer leicht reisekrank wird, sitzt vorne und nimmt etwas mit.
  • Nicht am Wochenende. Die Highlands sind das Wochenendziel für Kuala Lumpur. Freitag bis Sonntag stehen die Autos auf der einzigen Straße.
  • Wanderwege statt Touren. Es gibt ein nummeriertes Wegenetz, das man ohne Guide gehen kann. Frag im Hotel nach dem aktuellen Zustand, manche Wege sind nach Regen gesperrt.

Wo du isst

  • Steamboat. Ein Topf mit Brühe auf dem Tisch, in den man Gemüse, Fleisch und Nudeln gibt. In der Kühle genau richtig und das Abendessen der Region.
  • Scones mit Tee. Die Briten haben nicht nur den Tee dagelassen. Mehrere Häuser servieren einen vollständigen Afternoon Tea, was hier weniger albern wirkt als es klingt.
Langkawi Halbinsel, Westküste · 4 Nächte Neunundneunzig Inseln, zollfrei, mit Flughafen und guten Resorts. Die verlässliche Insel für November bis März, wenn die Ostküste zu ist.

Das solltest du sehen

  1. Die Sky Bridge. Eine gekrümmte Hängebrücke auf siebenhundert Metern, erreichbar mit einer sehr steilen Seilbahn. Der Blick geht über die Inselwelt bis nach Thailand.
  2. Mangroven-Bootstour im Kilim-Geopark. Durch enge Mangrovenkanäle, mit Seeadlern, Makaken und Fledermaushöhlen. Nimm einen Anbieter, der die Adler nicht füttert, sonst wird aus Natur eine Show.
  3. Tanjung Rhu. Der schönste Strand der Insel, im Norden, mit feinem Sand und Kalkfelsen im Wasser. Bei Ebbe kann man zu einer vorgelagerten Insel laufen.
  4. Pulau Payar Marine Park. Eine Stunde mit dem Boot, das beste Schnorcheln der Westküste. Geht nur bei ruhiger See, also eher vormittags.

Geheimtipps

  • Zollfrei heißt wirklich zollfrei. Alkohol und Schokolade kosten auf Langkawi einen Bruchteil des Festlandspreises. Das ist der einzige Ort in Malaysia, an dem ein Glas Wein nicht wehtut.
  • Ein Auto mieten. Die Insel ist größer, als sie aussieht, und die Taxis haben Festpreise, die sich summieren. Ein Mietwagen kostet um die fünfundzwanzig Euro am Tag.
  • Nicht nur Cenang. Der Hauptstrand ist laut und voll. Im Norden und Osten liegen ruhige Buchten mit besseren Häusern und demselben Wasser.
  • Die Fähre nach Koh Lipe. Von Langkawi fährt in der Saison ein Boot ins thailändische Koh Lipe, in gut einer Stunde. Eine ungewöhnliche und sehr schöne Art, zwei Länder zu verbinden.

Wo du isst

  • Gegrillter Fisch am Strand. Abends stellen mehrere Lokale Tische in den Sand. Der Fisch ist frisch, die Preise sind fair.
  • Nasi Campur. Ein Teller mit Reis, zu dem man sich aus zwanzig Töpfen nimmt. Das Mittagessen der Insel.
Perhentian-Inseln Halbinsel, Ostküste · 4 Nächte Zwei Inseln, klares Wasser, Riffe direkt vom Strand und fast keine Straßen. Von März bis Oktober, danach macht der Monsun zu.

Das solltest du sehen

  1. Schnorcheln vom Strand. An mehreren Buchten beginnt das Riff zehn Meter vom Sand entfernt. Schildkröten sieht man fast täglich, Riffhaie regelmäßig.
  2. Tauchen. Die Perhentians sind einer der günstigsten Orte der Welt für einen Tauchschein, und die Bedingungen sind für Anfänger ideal: flach, warm, ruhig.
  3. Die Wanderung zwischen den Buchten. Auf Kecil führt ein Dschungelpfad von Long Beach nach Coral Bay, in zwanzig Minuten. Fester Schuh und Wasser mitnehmen, und nicht im Dunkeln.
  4. Sonnenuntergang an der Coral Bay. Die Westseite von Kecil, der einzige Ort der Insel, an dem die Sonne im Meer versinkt.

Geheimtipps

  • Besar oder Kecil entscheiden. Besar ist ruhiger, mit besseren Häusern und Familien. Kecil hat Long Beach, Backpacker und Bars. Zwischen beiden pendeln Boote in zehn Minuten.
  • Bargeld mitnehmen. Geldautomaten gibt es praktisch nicht, und viele Häuser nehmen keine Karten. Heb auf dem Festland in Kuala Besut ab.
  • Strom und Netz sind nicht durchgehend. Manche Häuser haben nachts Generatorbetrieb, das Netz ist schwach. Das ist Teil des Reizes, aber man sollte es vorher wissen.
  • Die Saison endet abrupt. Ende Oktober schließen viele Häuser, und ab November fahren die Fähren unregelmäßig oder gar nicht. Buch nicht gegen den Monsun.

Wo du isst

  • In den Gästehäusern. Es gibt kaum unabhängige Restaurants. Das Essen ist einfach, frisch und meist besser als erwartet.
  • Gegrillter Fisch am Abend. Auf beiden Inseln legen die Lokale abends den Fang des Tages auf den Grill, Preis nach Gewicht.
Kuching Borneo, Sarawak · 3 Nächte Eine der angenehmsten Städte Südostasiens. Flusspromenade, Kolonialbauten und als Ausgangspunkt der Regenwald direkt vor der Tür.

Das solltest du sehen

  1. Die Waterfront. Eine Promenade am Sarawak, abends voller Familien, mit Blick auf das neue Parlamentsgebäude und den Astana des weißen Rajas. Kleine Boote setzen für wenige Cent ans andere Ufer über.
  2. Borneo Cultures Museum. Fünf Stockwerke über die Völker Sarawaks, modern gemacht und unerwartet gut. Zwei bis drei Stunden, und danach versteht man den Rest der Reise besser.
  3. Nationalpark Bako. Eine Stunde Fahrt plus zwanzig Minuten im Boot. Nasenaffen, Bartschweine, Kannenpflanzen und sechzehn Wanderwege. Der zugänglichste Regenwald des Landes.
  4. Semenggoh Nature Reserve. Ein Auswilderungszentrum für Orang-Utans, die frei im Wald leben und zu den Fütterungszeiten kommen oder eben nicht. Wenn viele Früchte im Wald hängen, bleiben sie weg, und das ist ein gutes Zeichen.
  5. Die Katzenstatuen. Kuching heißt auf Malaiisch Katze, und die Stadt nimmt das sehr ernst. Es gibt mehrere Denkmäler und ein Katzenmuseum. Charmant albern.

Geheimtipps

  • Bako früh buchen. Die Boote fahren nur bei passender Tide, und die Übernachtungsplätze im Park sind begrenzt. Wer bleibt, sieht die Tiere zur besten Zeit, nämlich am frühen Morgen.
  • Der Sonntagsmarkt. Ab Samstagnachmittag und bis Sonntagmittag bringen die Dayak aus dem Umland ihre Erzeugnisse in die Stadt. Hier siehst du Dinge, die in keinem Supermarkt liegen.
  • Sarawak Laksa zum Frühstück. Das Frühstück der Stadt, und viele sagen, es sei die beste Laksa Malaysias. Die guten Stände sind um zehn Uhr ausverkauft.
  • Mulu von hier aus planen. Die Flüge nach Mulu gehen ab Kuching und Miri, sind klein und oft voll. Buch sie früh und nie mit knappem Anschluss.

Wo du isst

  • Sarawak Laksa. Eine Brühe aus Kokos, Tamarinde und Garnelenpaste mit Hühnchen und Omelettstreifen. Anders als jede andere Laksa des Landes.
  • Kolo Mee. Trockene Eiernudeln mit Schweinefleisch und Schalotten, das zweite Frühstück der Stadt.
  • Midin. Ein Farn aus dem Regenwald, mit Knoblauch oder Garnelenpaste gebraten. Gibt es nur auf Borneo.
  • Umai. Roher Fisch mit Limette, Chili und Zwiebeln, das Gericht der Melanau an der Küste.
Mulu-Nationalpark Borneo, Sarawak · 3 Nächte Weltnaturerbe, nur per Flugzeug erreichbar. Höhlen in einer Größe, die man sich nicht vorstellen kann, und abends Millionen Fledermäuse.

Das solltest du sehen

  1. Deer Cave und Lang Cave. Die Deer Cave hat einen der größten Höhlendurchgänge der Welt, man könnte eine Kathedrale hineinstellen. Lang Cave daneben ist kleiner und voller Tropfsteine.
  2. Der Fledermausausflug. Abends gegen halb sechs verlassen Millionen Fledermäuse die Deer Cave in einem zusammenhängenden Band und ziehen Spiralen in den Himmel. Dauert gut eine halbe Stunde. Bei Regen bleiben sie drin.
  3. Clearwater Cave und Wind Cave. Mit dem Boot flussaufwärts, dann durch ein Höhlensystem, durch das ein Fluss läuft. Danach kann man im klaren Wasser davor schwimmen.
  4. Die Pinnacles. Ein Feld messerscharfer Felsnadeln auf dem Gunung Api. Drei Tage, zwei Übernachtungen, und der Aufstieg ist steil und hart. Wer ihn macht, redet danach lange darüber.
  5. Der Canopy Walk. Vierhundertachtzig Meter Hängebrücken in zwanzig Metern Höhe durch den Kronenraum. Frühmorgens, wenn die Vögel aktiv sind.

Geheimtipps

  • Zwei Abende für die Fledermäuse. Bei Regen fliegen sie nicht. Wer nur eine Nacht bleibt und Pech hat, sieht nichts. Drei Nächte sind die sichere Variante.
  • Im Park selbst buchen. Die Parkverwaltung vermietet Zimmer und Betten direkt an der Anlage, günstiger und näher als die Lodges außerhalb. Früh reservieren, es gibt wenige.
  • Das Gepäcklimit ernst nehmen. Die Maschinen nach Mulu sind klein, das Freigepäck ist knapp bemessen. Lass den großen Koffer in Kuching oder Miri.
  • Blutegelsocken. Auf den Waldwegen gibt es Landblutegel. Harmlos, aber unangenehm. Lange Socken über die Hose gezogen lösen das Problem.

Wo du isst

  • Die Parkkantine. Eine einzige Kantine für alle, einfache malaysische Gerichte zu festen Zeiten. Wer spät von einer Tour kommt, sollte vorher Bescheid geben.
  • Proviant mitbringen. Snacks und Riegel gibt es im Park kaum und wenn, dann teuer.
Kota Kinabalu und der Kinabalu Borneo, Sabah · 4 Nächte Eine entspannte Küstenstadt mit Sonnenuntergängen und dem höchsten Berg Südostasiens zwischen Himalaya und Neuguinea vor der Haustür.

Das solltest du sehen

  1. Der Gunung Kinabalu. Viertausendfünfundneunzig Meter, in zwei Tagen zu besteigen, ohne Klettertechnik. Übernachtung auf dreitausendzweihundert Metern, Aufbruch um zwei Uhr nachts, Sonnenaufgang über den Wolken. Permits sind streng limitiert.
  2. Kinabalu Park. Auch ohne Besteigung lohnt sich der Park: botanischer Garten, Wanderwege im Bergnebelwald und mit Glück eine blühende Rafflesia, die größte Einzelblüte der Welt.
  3. Tunku Abdul Rahman Park. Fünf Inseln, zwanzig Bootsminuten vor der Stadt. Strand und Schnorcheln als Tagesausflug, am Wochenende allerdings voll.
  4. Die Poring Hot Springs. Heiße Quellen am Fuß des Bergs, dazu ein Baumwipfelpfad. Nach der Besteigung ist das kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit.
  5. Sonnenuntergang an der Waterfront. Kota Kinabalu hat einen der zuverlässigsten Sonnenuntergänge Asiens, direkt von der Promenade aus, mit den Inseln als Silhouette.

Geheimtipps

  • Permits zuerst, Flüge danach. Die Zahl der Berggenehmigungen mit Hüttenplatz ist der Engpass der ganzen Reise. Sichere sie Monate vorher und leg alles andere danach.
  • Zwei Tage Puffer nach dem Berg. Die Abstiegsmuskeln melden sich am Tag danach. Plan nach der Besteigung nichts, wofür du laufen musst.
  • Der Filipino Market am Abend. Grillstände am Wasser, Fisch nach Gewicht, und gleich daneben der Kunsthandwerksmarkt. Günstig und gut.
  • Mari Mari statt Postkartendorf. Das Kulturdorf vor der Stadt wird von Angehörigen der gezeigten Völker betrieben und ist informativer, als solche Einrichtungen sonst sind.

Wo du isst

  • Hinava. Roher Fisch mit Limette, Ingwer und Chili, das Gericht der Kadazandusun. Sehr frisch und sehr gut.
  • Tuaran Mee. Handgemachte Eiernudeln mit Ei und Schweinefleisch, eine Spezialität aus dem Ort nördlich der Stadt.
  • Fisch am Filipino Market. Aussuchen, wiegen lassen, grillen lassen. Das beste Abendessen der Stadt für wenig Geld.
Kinabatangan Borneo, Sabah · 3 Nächte Ein Fluss, an dessen Ufern sich zusammendrängt, was vom Regenwald Sabahs übrig ist. Deshalb sieht man hier so viel, und deshalb ist es auch traurig.

Das solltest du sehen

  1. Bootsfahrt am frühen Morgen. Um halb sechs auf dem Wasser. Nasenaffen springen zwischen den Bäumen, Hornvögel fliegen über den Fluss, und Orang-Utans sitzt man manchmal direkt gegenüber.
  2. Bootsfahrt am Abend. Die zweite Chance des Tages, mit anderem Licht und anderen Tieren. Krokodile liegen am Ufer, Makaken suchen Schlafplätze.
  3. Nachtwanderung. Mit der Lampe hinter die Lodge. Frösche, Insekten, Schlangen und Augen in den Bäumen. Wer bisher dachte, der Wald sei nachts leer, lernt hier etwas.
  4. Die Gomantong-Höhlen. Auf dem Weg, mit Millionen Fledermäusen und den Nestern der Salanganen, aus denen die chinesische Suppe gemacht wird. Der Geruch ist beachtlich.
  5. Sepilok auf dem Weg. Das bekannteste Orang-Utan-Rehabilitationszentrum Borneos, dazu nebenan ein Zentrum für Malaienbären. Beide seriös, beide einen Vormittag wert.

Geheimtipps

  • Kleine Boote wählen. Manche Lodges fahren mit zwanzig Leuten raus, andere mit sechs. Der Unterschied entscheidet, ob du etwas siehst oder nur Rücken fotografierst.
  • Zwei Nächte sind das Minimum. Vier Bootsfahrten geben eine echte Chance. Wer nur eine Nacht bleibt, hat zwei Versuche und viel Pech möglich.
  • Fernglas mitnehmen. Das wichtigste Gepäckstück am Kinabatangan. Die Lodges haben selten genug für alle.
  • Die Palmölplantagen ansehen. Auf der Fahrt zur Lodge fährt man eine Stunde durch Monokultur. Das gehört zum Bild dazu und erklärt, warum die Tiere am Fluss zusammengedrängt sind.

Wo du isst

  • In der Lodge. Buffet zu festen Zeiten, einfache malaysische Küche. Etwas anderes gibt es nicht, und nach der Morgentour ist man ohnehin dankbar.
Tioman Halbinsel, Ostküste · 3 bis 4 Nächte Eine bergige Dschungelinsel mit Riffen vor der Tür, ruhiger als die Perhentians und mit eigenem Flugplatz. Saison von März bis Oktober.

Das solltest du sehen

  1. Schnorcheln an der Renggis-Insel. Ein kleines Riff vor der Westküste, mit Schildkröten und flachem, klarem Wasser. Vom Strand aus mit dem Boot in zehn Minuten.
  2. Der Dschungeltrek nach Juara. Von Tekek quer über die Insel zur Ostküste, drei bis vier Stunden durch Regenwald, mit Blick vom Pass. Fester Schuh, viel Wasser.
  3. Die Asah-Wasserfälle. Im Süden der Insel, mit einem Becken zum Schwimmen. Erreichbar mit dem Boot und einem kurzen Fußweg.
  4. Tauchen an den Wracks. Vor der Insel liegen zwei im Zweiten Weltkrieg versenkte britische Schiffe. Für Fortgeschrittene, und ein außergewöhnlicher Tauchgang.

Geheimtipps

  • Zollfrei wie Langkawi. Auch Tioman ist zollfreies Gebiet. Alkohol kostet hier spürbar weniger als auf dem Festland.
  • Die Buchten sind verschieden. Tekek hat die Infrastruktur, Salang die Bars, Juara auf der Ostseite die Ruhe und den besten Strand. Entscheide vorher, es gibt keine Straße zwischen allen.
  • Der Flug spart einen halben Tag. Die Fähre ab Mersing dauert zwei Stunden plus Anfahrt. Ab Subang bei Kuala Lumpur fliegt eine kleine Maschine direkt auf die Insel.
  • Bargeld mitnehmen. Wie auf den Perhentians gibt es kaum Automaten und viele Häuser nehmen keine Karten.

Wo du isst

  • In den Strandlokalen. Frischer Fisch, Nasi Goreng, Roti. Einfach und gut, und abends sitzt man im Sand.
  • Roti Canai zum Frühstück. Fladenbrot mit Linsencurry, der Klassiker des Landes, und auf der Insel besonders gut.

Abgelegen

Die Inseln und die stillen Ecken

Malaysia hat Inseln auf beiden Seiten der Halbinsel, und dazu die Küsten Borneos. Welche für dich passt, entscheidet vor allem der Monat. Zwölf Orte, mit ehrlicher Einordnung, wann sie wirklich gehen.

Perhentian Besar

Ostküste, vor Kuala Besut

Die größere der beiden Schwesterinseln, ruhiger und mit besseren Häusern. Riffe direkt vor dem Strand, Schildkröten fast täglich, abends sehr still.

Anfahrt
Schnellboot ab Kuala Besut, 30 bis 45 Min.
Beste Zeit
März bis Oktober, danach Monsun
Betten
Von Strandhütte bis gehobenem Resort
Für wen
Paare, Familien, Schnorcheln ohne Trubel

Perhentian Kecil

Ostküste, vor Kuala Besut

Die kleinere und lebendigere Insel. Long Beach hat die Bars und die jüngeren Gäste, Coral Bay auf der anderen Seite den Sonnenuntergang.

Anfahrt
Schnellboot ab Kuala Besut, 30 bis 45 Min.
Beste Zeit
März bis Oktober
Betten
Einfache Hütten und mittlere Häuser
Für wen
Tauchkurse, junge Reisende, Abende am Strand

Tioman

Ostküste, vor Mersing

Bergig, bewaldet und größer als die Perhentians, mit mehreren Buchten und einem eigenen Flugplatz. Dschungelwege quer über die Insel.

Anfahrt
Fähre ab Mersing 2 Std. oder Flug ab Subang
Beste Zeit
März bis Oktober
Betten
Von Bungalow bis Resort
Für wen
Wandern und Schnorcheln verbinden, Wracktauchen

Redang

Ostküste, vor Kuala Terengganu

Feiner weißer Sand, klares Wasser und überwiegend Resortbetrieb mit Pauschalpaketen. Weniger unabhängig bereisbar als die Nachbarinseln, dafür bequem.

Anfahrt
Boot ab Merang oder Shahbandar, 45 bis 90 Min.
Beste Zeit
März bis Oktober
Betten
Überwiegend Resorts mit Vollpension
Für wen
Wer Strand ohne Planung will

Langkawi

Westküste, nahe Thailand

Die verlässliche Insel für den Winter. Neunundneunzig Inseln, Mangroven, Seilbahn und zollfreier Einkauf, mit eigenem Flughafen.

Anfahrt
Direktflug ab Kuala Lumpur oder Fähre ab Kuala Perlis
Beste Zeit
ganzjährig, am besten November bis März
Betten
Vom Hostel bis zum Spitzenresort
Für wen
Winterreisen, Familien, Komfort

Pangkor

Westküste, vor Lumut

Eine kleine, wenig besuchte Insel mit Fischerdörfern, einem holländischen Fort und ruhigen Stränden im Westen. Kein Ziel für Postkarten, eher für Alltag.

Anfahrt
Fähre ab Lumut, 40 Min.
Beste Zeit
ganzjährig, am besten Dezember bis März
Betten
Einfache Häuser und zwei Resorts
Für wen
Ein paar ruhige Tage zwischen Penang und Kuala Lumpur

Pulau Kapas

Ostküste, vor Marang

Eine winzige Insel ohne Straßen und fast ohne Betrieb, zwanzig Bootsminuten vom Festland. Klares Wasser, ein paar Hütten, mehr nicht.

Anfahrt
Boot ab Marang, 20 Min.
Beste Zeit
März bis Oktober
Betten
Einfache Hütten, ein mittleres Haus
Für wen
Wer die Perhentians zu belebt findet

Bako

Sarawak, vor Kuching

Kein Insel, aber eine Halbinsel, die man nur per Boot erreicht. Nasenaffen, Bartschweine, Kannenpflanzen und sechzehn Wege durch sieben Vegetationstypen.

Anfahrt
Bus und Boot ab Kuching, zusammen rund 1,5 Std.
Beste Zeit
ganzjährig, Februar bis September etwas trockener
Betten
Einfache Hütten der Parkverwaltung
Für wen
Regenwald in Tagesreichweite einer Stadt

Mulu

Sarawak, Landesinneres

Weltnaturerbe mit den größten Höhlen der Erde, nur per Flugzeug erreichbar. Fledermausausflug, Canopy Walk und die Pinnacles für die Ehrgeizigen.

Anfahrt
Flug ab Kuching oder Miri, kleine Maschinen
Beste Zeit
ganzjährig, Mai bis September etwas trockener
Betten
Parkunterkunft und wenige Lodges
Für wen
Höhlen, Regenwald, mehrtägige Touren

Kinabatangan

Sabah, Osten

Der Fluss, an dem sich die Tierwelt Sabahs drängt. Orang-Utans, Nasenaffen, Zwergelefanten und acht Hornvogelarten, von kleinen Booten aus.

Anfahrt
Transfer ab Sandakan oder Kota Kinabalu, 2 bis 6 Std.
Beste Zeit
ganzjährig, Juli bis Oktober am besten
Betten
Lodges am Fluss, einfach bis gehoben
Für wen
Tierbeobachtung, Fotografie, Regenwald

Tunku Abdul Rahman Park

Sabah, vor Kota Kinabalu

Fünf Inseln in Sichtweite der Stadt, mit Stränden und Riffen. Als Tagesausflug perfekt, am Wochenende allerdings sehr voll.

Anfahrt
Boot ab Jesselton Point, 15 bis 25 Min.
Beste Zeit
ganzjährig
Betten
Zwei Resorts, sonst Tagesbetrieb
Für wen
Ein Strandtag ohne lange Anfahrt

Sipadan und Mabul

Sabah, Ostküste

Weltberühmte Tauchgebiete mit Schildkröten, Barrakudaschulen und Steilwänden. Wir führen sie der Vollständigkeit halber auf und empfehlen sie derzeit nicht, weil sie in der Eastern Sabah Safety Zone liegen.

Anfahrt
Ab Semporna, per Boot
Beste Zeit
tauchbar ganzjährig, Sicherheitslage beachten
Betten
Resorts auf Mabul und in Semporna
Für wen
Derzeit nicht empfohlen, siehe Sicherheitshinweise

Must-see

Was du gesehen haben solltest

Die Dinge, die den Weg wirklich rechtfertigen, mit dem Hinweis, wann du hingehst und was die meisten falsch machen.

Garküche mit Köchin an einem Hawker-Stand in Malaysia
01

den ganzen Tag

Essen in George Town

Penang gilt vielen als beste Essensstadt Asiens, und das liegt an der Mischung: chinesische, malaiische und indische Küche auf derselben Straße, seit zweihundert Jahren nebeneinander. Char Kway Teow, Assam Laksa, Nasi Kandar, Cendol. Iss an den Ständen mit der längsten Schlange und den ältesten Köchen, und geh zu den Zeiten, zu denen die Einheimischen essen: Frühstück ab sieben, Abendessen ab sechs.

Die goldene Murugan-Statue vor der Regenbogentreppe der Batu Caves
02

vor acht Uhr

Die Batu Caves

Zweihundertzweiundsiebzig regenbogenfarbene Stufen führen zu einer Kalksteinhöhle mit hinduistischen Schreinen, davor steht eine vierzig Meter hohe goldene Statue. Ab neun Uhr ist es voll und heiß. Geh vor acht, dann hast du die Treppe fast für dich. Schultern und Knie bedeckt, und pass auf die Affen auf, die klauen wirklich.

Nasenaffe mit der typisch langen Nase im Geäst
03

Boot um halb sechs

Nasenaffen am Kinabatangan

Der Fluss ist einer der wenigen Orte der Welt, an denen man Orang-Utans, Nasenaffen, Zwergelefanten und acht Hornvogelarten an einem Vormittag sehen kann. Die Tiere halten sich an den Ufern, weil dahinter Palmölplantagen beginnen, und das ist der traurige Grund, warum die Beobachtung so gut funktioniert. Zwei Nächte in einer Lodge, Bootsfahrten früh und spät.

04

nachmittags

Die Deer Cave in Mulu

Eine Höhlenpassage, in die man einen Kirchturm stellen könnte, und abends das eigentliche Schauspiel: Millionen Fledermäuse verlassen sie in einem zusammenhängenden Band und drehen dabei spiralförmige Figuren in den Himmel. Das dauert gut eine halbe Stunde. Bei Regen bleiben sie drin, plan deshalb zwei Abende ein.

Der zerklüftete Gipfel des Gunung Kinabalu über bewaldeten Hängen
05

zwei Tage, Monate vorher buchen

Der Kinabalu

Viertausendfünfundneunzig Meter, in zwei Tagen zu schaffen, ohne Klettern, aber nicht ohne Mühe. Man übernachtet auf etwa dreitausendzweihundert Metern und startet um zwei Uhr nachts, um oben die Sonne aufgehen zu sehen. Die Zahl der Permits ist streng begrenzt und die guten Termine sind Monate im Voraus weg.

Klares türkisfarbenes Wasser mit Felsen und Schnorchlern aus der Luft
06

März bis Oktober

Die Perhentians oder Tioman

Klares Wasser, Riffe direkt vom Strand, Schildkröten und kaum Entwicklung. Der Haken ist die Jahreszeit: Von November bis Februar schließt der Nordostmonsun die Inseln praktisch, Fähren fahren unregelmäßig oder gar nicht. Wer im Winter kommt, nimmt stattdessen Langkawi auf der Westseite.

Abseits

Geheimtipps

Dinge, die in den meisten Reiseführern fehlen und eine Malaysiareise deutlich besser machen.

01

Die MDAC nicht vergessen

Einreise

Die digitale Einreisekarte ist Pflicht und muss innerhalb von drei Tagen vor der Ankunft ausgefüllt werden. Kostenlos, zwei Minuten, und ohne sie wird es am Schalter unangenehm. Mach sie nicht zu früh, sonst wird sie nicht angenommen.

02

Zwei Monsune heißt: zuerst die Küste wählen

Reisezeit

Ostküste und Westküste haben ihre Regenzeit zu verschiedenen Zeiten. Leg zuerst fest, wann du reist, und wähle danach die Inseln. Wer das umdreht, bucht die Perhentians im Dezember und steht vor geschlossenen Häusern.

03

Borneo ist eine eigene Reise

Planung

Zwischen Kuala Lumpur und Kota Kinabalu liegen zweieinhalb Flugstunden. Wer beide Hälften in zwei Wochen will, verbringt davon zwei Tage in Flughäfen. Entweder drei Wochen einplanen oder bewusst eine Hälfte nehmen.

04

Permits für den Kinabalu sind der Engpass

Buchen

Nicht die Flüge und nicht die Hotels, sondern die begrenzte Zahl der Berggenehmigungen mit Übernachtung entscheidet, ob die Besteigung klappt. Buch sie als Allererstes und leg die Reise danach, nicht umgekehrt.

05

Alkohol ist teuer, Essen ist billig

Budget

Malaysia besteuert Alkohol hoch, ein Bier kostet im Restaurant oft mehr als das Essen. Dafür isst du an einem Hawker-Stand für zwei bis drei Euro hervorragend. Plan dein Budget entsprechend, nicht nach europäischem Muster.

06

Drogengesetze sind kein Thema zum Ausprobieren

Sicherheit

Auf Drogenhandel steht in Malaysia die Todesstrafe, und schon der Besitz bestimmter Mengen gilt als Handel. Die Gesetze gelten für Besucher uneingeschränkt. Das ist kein Hinweis zum Schmunzeln, sondern der härteste Unterschied zu den Nachbarländern.

Schritt drei

Wo du schläfst

Malaysia hat ein außergewöhnlich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bei Hotels, vor allem in den Städten. Auf Borneo zahlt man für Lage und Logistik, nicht für Luxus.

Geprüft am 13. Oktober 2026Jede harte Angabe trägt ihr Prüfdatum.
Quellen offen gelegtNationalparks, Wetterdienste, Fachmedien, mit Link.
Echtes Unternehmen aus ÖsterreichWilding Consulting e.U., Firmenbuch FN 661191 s.
Antwort von einem Menschen[email protected]

Ikonisch

ab 300 € / Nacht

Penang · George Town

Restauriertes Herrenhaus

Mehrere Peranakan-Villen und Kolonialhäuser sind zu Hotels geworden, mit Innenhöfen, Fliesenböden und zehn bis zwanzig Zimmern. Zu Fuß überall hin.

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Langkawi · eigener Strand

Resort im Regenwald über der Bucht

Langkawi hat einige der besten Resorts Südostasiens, in den Hang gebaut, mit Blick über die Andamanensee und Hornvögeln vor dem Balkon.

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Sehr gut und bezahlbar

70 bis 150 € / Nacht

Kuala Lumpur · Bukit Bintang

Hochhaushotel mit Dachpool

In KL bekommst du für dieses Geld ein Zimmer im dreißigsten Stock mit Blick auf die Türme. Das Preisniveau der Stadt ist für asiatische Hauptstädte auffallend niedrig.

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Kuching · am Fluss

Solides Haus an der Waterfront

Kuching ist klein genug, dass die Lage am Fluss alles erschließt. Abends sitzt man auf der Promenade.

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Cameron Highlands · zwischen den Plantagen

Haus im Tudorstil mit Kamin

Die Briten haben hier ihre Sommerfrische gebaut, und das Erbe steht noch. Abends wird der Kamin angezündet, und das ist in Südostasien eine Erfahrung.

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Klein und besonders

40 bis 90 € / Nacht

Kinabatangan · am Fluss

Dschungellodge mit Steg

Einfache Zimmer, Moskitonetz, Strom zeitweise. Du zahlst für den Platz am Fluss und die Bootsfahrten, nicht fürs Bad. Genau richtig so.

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Perhentian Kecil · Strandhütte

Bungalow direkt am Sand

Zwischen März und Oktober. Einfach, sauber, das Riff vor der Tür. Buch früh, die guten Häuser sind in der Saison voll.

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Melaka · Jonker Street

Shophouse mit Innenhof

Schmal, tief, mit Lichtschacht in der Mitte, so wie diese Häuser seit zweihundert Jahren gebaut werden. Mitten im Trubel und trotzdem ruhig.

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Erlebnisse

Touren, die sich lohnen

Acht Erlebnisse, die den Unterschied zwischen Urlaub und Reise machen. Wir verlinken Anbieter nur, wenn wir sie empfehlen würden.

Malaysisches Gericht mit Reis, Ei und Sambal auf einem Bananenblatt
Orang-Utan zwischen Blättern im Regenwald von Borneo
Strand mit großen Felsblöcken und bewaldeten Hügeln
01

Essenstour durch George Town

ein Abend

Mit jemandem, der weiß, welcher Stand welches Gericht am besten macht. In drei Stunden isst du an sechs Orten und verstehst danach, warum Penang seinen Ruf hat. Der beste Einstieg in die malaysische Küche.

02

Bootsfahrt am Kinabatangan

zwei Tage

Morgens und abends je zwei Stunden auf dem Fluss. Die Lodges organisieren das, such eine mit kleinen Booten und festem Guide, nicht mit zwanzig Leuten an Bord.

03

Nachtwanderung im Regenwald

zwei Stunden

In Bako, Mulu oder am Kinabatangan. Mit Taschenlampe durch den Wald, und plötzlich sieht man Stabheuschrecken, Froschlurche, Schlangen und Augen in den Bäumen. Der Wald ist nachts ein anderer Ort.

04

Kinabalu-Besteigung

zwei Tage

Mit Permit, Bergführer und Übernachtung in der Laban-Rata-Hütte. Technisch nicht schwierig, konditionell schon. Die Höhenluft merkt man ab etwa dreitausend Metern deutlich.

05

Höhlen in Mulu

zwei bis drei Tage

Die vier Schauhöhlen sind über Stege zugänglich, der Fledermausausflug am Abend ist kostenlos. Wer mehr will, nimmt die Pinnacles, einen sehr steilen Dreitagesausflug mit Übernachtung im Camp.

06

Teeplantage in den Cameron Highlands

halber Tag

Durch die Felder laufen, die Fabrik ansehen und oben auf der Terrasse einen Tee trinken, während unten der Nebel durch die Reihen zieht. Geh früh, ab Mittag kommen die Busse.

07

Schnorcheln an den Perhentians

ein Tag

Mehrere Stopps mit dem Boot, Schildkröten sind fast garantiert, Riffhaie möglich. Nimm Sonnenschutz, der riffverträglich ist, und fass nichts an.

08

Fahrrad durch Melaka am frühen Morgen

zwei Stunden

Bevor die Tagesbesucher kommen, gehören die Gassen den Bewohnern. Die Peranakan-Häuser, die chinesischen Tempel und die älteste funktionierende Moschee des Landes liegen alle in Fahrradentfernung.

Budget

Was ein Tag wirklich kostet

Malaysia ist günstiger als Thailand bei Hotels und Essen, aber teurer bei Alkohol und auf Borneo. Unterm Strich eines der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse der Region.

Gezahlt wird in Ringgit. Karten werden breit akzeptiert, Bargeld brauchst du vor allem an Essensständen und auf Märkten. Geldautomaten sind überall, und anders als in den Nachbarländern sind die Gebühren niedrig.

Sparsam

Pro Person und Tag

30 bis 50 Euro

  • SchlafenGästehaus oder einfaches Hotel, 15 bis 25 Euro
  • EssenHawker-Stände und Kopitiam, 2 bis 4 Euro
  • FahrenFernbus, Nahverkehr, Grab geteilt
  • ErlebenTempel, Wanderungen, Strände, Nationalparks

Angenehm

Pro Person und Tag

90 bis 150 Euro

  • SchlafenBoutiquehotel oder Hochhaus mit Pool, 60 bis 110 Euro
  • EssenRestaurant und ein Glas Wein, 25 bis 45 Euro
  • FahrenInlandsflug, Zug erster Klasse, Grab
  • ErlebenEssenstour, Tauchgang, Lodge am Fluss

Richtig gut

Pro Person und Tag

ab 300 Euro

  • SchlafenResort oder restauriertes Herrenhaus, ab 250 Euro
  • EssenGehobene Küche in Kuala Lumpur, 70 Euro aufwärts
  • FahrenPrivater Fahrer, Flüge, Transfers
  • ErlebenPrivatguide, Kinabalu mit Begleitung, mehrtägige Tauchtour

Geld, Karte und Trinkgeld

Essen ist der Schnäppchenteil
An einem Hawker-Stand isst du für zwei bis vier Euro so gut wie in einem Restaurant. In Penang ist das nicht die billige Alternative, sondern die beste Küche der Stadt.
Alkohol ist teuer
Malaysia besteuert Alkohol hoch. Ein Bier im Restaurant kostet oft mehr als das ganze Essen. In Langkawi ist es zollfrei und damit deutlich günstiger.
Borneo kostet spürbar mehr
Lodges, Permits, Inlandsflüge und Guides summieren sich. Rechne auf Borneo mit rund einem Drittel mehr pro Tag als auf der Halbinsel.
Der Kinabalu ist teuer, und das ist kein Abzocken
Permit, Pflichtführer, Übernachtung und Versicherung summieren sich auf mehrere hundert Euro. Die Zahl der Bergsteiger ist bewusst begrenzt, und das ist der Grund, warum der Berg nicht aussieht wie andere beliebte Gipfel.
Trinkgeld ist nicht üblich
In Restaurants kommen oft zehn Prozent Service und sechs Prozent Steuer auf die Rechnung. Darüber hinaus wird nichts erwartet. Für Guides und Fahrer ist ein Zuschlag trotzdem gern gesehen.
Die Monsunzeit senkt die Preise deutlich
An der Ostküste zwischen November und Februar und an der Westküste im Oktober zahlst du oft die Hälfte. Bei Inseln lohnt sich das nur, wenn die Fähren fahren, bei Städten immer.

Vor Ort

Gesund bleiben und nicht anecken

Malaysia ist ein muslimisch geprägtes Land mit großen chinesischen und indischen Minderheiten. Das macht es offener, als viele erwarten, und an ein paar Stellen strenger.

Gesundheit und Sicherheit

Wir sind keine Ärzte und geben keine medizinische Beratung. Was wir dir geben können, ist die ehrliche Einordnung, worauf es ankommt.

Impfungen
Für die Einreise ist keine Impfung vorgeschrieben. Was sinnvoll ist, entscheidet eine reisemedizinische Beratung, in Österreich etwa am Tropeninstitut Wien. Geh sechs bis acht Wochen vor Abflug hin.
Drogen
Der wichtigste Punkt dieser Seite. Alle Drogen sind ausnahmslos verboten, auch Cannabis. Auf Handel steht die Todesstrafe, und schon der Besitz bestimmter Mengen gilt rechtlich als Handel. Für manche Delikte gibt es Stockschläge. Diese Gesetze werden gegenüber Ausländern uneingeschränkt angewendet.
Ostküste von Sabah
Für das Sulu-Archipel und die See davor besteht eine Reisewarnung. Von nicht notwendigen Reisen an die Ostküste Sabahs mit Sandakan, Lahad Datu und Semporna wird abgeraten, von Fahrten auf die vorgelagerten Inseln und zu den Tauchgebieten zwischen Terusan und Tawau dringend. In der Eastern Sabah Safety Zone gilt zwischen 18 und 6 Uhr ein Fahrverbot für Boote innerhalb von drei Seemeilen. Es gab dort Entführungen von Touristen.
Medizinische Versorgung
In Kuala Lumpur und Penang auf hohem Niveau, Malaysia ist sogar ein Ziel für Medizintourismus. Auf Borneo abseits der Städte eingeschränkt. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport gehört trotzdem dazu.
Leitungswasser
Nicht trinken. Flaschenwasser ist überall günstig, in Hotels stehen oft Nachfüllstationen.
Moskitos
Dengue ist in Malaysia verbreitet, auch in den Städten, und die Mücken stechen tagsüber. Mittel mit DEET oder Icaridin, lange Kleidung am Abend. Malaria gibt es nur noch im Landesinneren Borneos.
Hitze und Luftfeuchtigkeit
Beides ist in Malaysia höher als in Thailand, weil die Trockenzeit fehlt. Plan Besichtigungen für den Vormittag und gönn dir mittags eine Pause, besonders in Melaka und Kuala Lumpur.
Dunst im September
In manchen Jahren zieht Rauch von Bränden auf Sumatra und Borneo über das Land und trübt die Luft. Wer empfindliche Atemwege hat, informiert sich vor einer Reise im September über die Werte.
Polizei und Rettung999Vom Handy112Touristenpolizei+60 3 2149 6590Notfall-Hotline Österreich+43 1 90115 4411

Das unterschätzen die meistenZwei Dinge. Erstens die Drogengesetze: Auf Handel steht die Todesstrafe, und die Mengengrenze zum Handel ist niedriger, als die meisten denken. Nimm nichts an, trag nichts für andere, und lass dein Gepäck nicht aus den Augen. Zweitens die Ostküste Sabahs: Bekannte Tauchziele liegen in einem Gebiet, vor dem offiziell gewarnt wird. Wer in Malaysia tauchen will, hat auf der Halbinsel gute Alternativen.

Offizielle QuellenAuswärtiges Amt, Reise- und Sicherheitshinweise MalaysiaAußenministerium Österreich, Reiseinformation

Wie man sich benimmt

Malaysia ist entspannter als die Golfstaaten und strenger als Thailand. Die Regeln sind einfach, und wer sie kennt, bewegt sich überall mühelos.

Das kommt gut an

  • Mit der rechten Hand. Essen, geben, nehmen. Die linke gilt als unrein. Beim Überreichen von Geld oder Karten stützt die linke Hand den rechten Unterarm.
  • Schuhe aus. Vor Moscheen, Tempeln und in Privathäusern. In vielen kleinen Läden und Gästehäusern ebenso. Wenn Schuhe vor der Tür stehen, gehören deine dazu.
  • In der Moschee bedeckt. Lange Hose oder langer Rock, bedeckte Schultern, für Frauen ein Kopftuch. Die großen Moscheen verleihen am Eingang Umhänge, kostenlos.
  • Begrüßung mit der Hand aufs Herz. Statt eines Händedrucks legt man nach der Berührung kurz die Hand aufs Herz. Manche Musliminnen und Muslime geben dem anderen Geschlecht nicht die Hand, dann reicht die Geste allein.
  • Im Ramadan Rücksicht nehmen. Tagsüber in der Öffentlichkeit nicht essen, trinken oder rauchen, zumindest nicht auffällig. Restaurants haben offen, viele mit Vorhang.
  • Nach dem Foto fragen. Besonders bei Frauen mit Kopftuch und in den Dörfern auf Borneo. Ein kurzes Fragen wird fast immer mit einem Ja beantwortet.

Das besser nicht

  • Nicht mit dem Zeigefinger zeigen. Man deutet mit dem angewinkelten Daumen der rechten Hand. Das gilt für Menschen genauso wie für Dinge.
  • Keine Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit. Händchenhalten ist in den Städten in Ordnung, mehr nicht. In konservativen Bundesstaaten wie Kelantan und Terengganu, also an der Ostküste, noch weniger.
  • Kein Alkohol außerhalb von Lokalen und Hotels. In den Ostküstenstaaten wird Alkohol kaum ausgeschenkt. Trink nicht auf der Straße, das ist in Malaysia kein Kavaliersdelikt.
  • Nicht über die Religion und die Königsfamilie spotten. Beides ist strafbewehrt, auch in sozialen Netzwerken. Das ist keine Theorie, es gab Verfahren gegen Besucher.
  • Kein Kopftätscheln. Auch nicht bei Kindern, so freundlich es gemeint ist.
  • Keine Produkte aus geschützten Arten. Schildpatt, Elfenbein, Hornvogelschnäbel. Die Einfuhr nach Europa ist verboten und der Kauf hält den Handel am Leben.

Acht Sätze, die Türen öffnen

Englisch funktioniert in Malaysia fast überall. Ein paar Wörter Malaiisch verändern den Ton trotzdem spürbar, besonders außerhalb der Städte.

Hallo, Friede sei mit dir

Assalamualaikum

as-salamu-alaikum

Guten Morgen

Selamat pagi

se-lamat pa-gi

Danke

Terima kasih

te-ri-ma ka-sih

Gern geschehen

Sama-sama

sa-ma sa-ma

Ja

Ya

ja

Nein

Tidak

ti-dak

Wie viel kostet das?

Berapa harga?

be-ra-pa har-ga

Lecker

Sedap

se-dap

Kalender

Feste, Feiertage und was sie für dich bedeuten

Malaysia feiert muslimische, chinesische, hinduistische und christliche Feste, und alle sind gesetzliche Feiertage. Das ist charmant und für die Planung wichtig, weil an manchen das halbe Land unterwegs ist.

Januar oder Februar

Thaipusam

Batu Caves, Penang

Eines der eindrucksvollsten Hindufeste der Welt. Gläubige tragen auf einer Prozession schwere Gerüste, die Kavadi, viele mit Spießen durch Haut und Zunge. An den Batu Caves kommen über eine Million Menschen zusammen.

Für dich heißt das: ein außergewöhnlicher Anlass, aber mit enormem Andrang. Geh in der Nacht oder sehr früh, zieh feste Schuhe an und rechne damit, dass der Zugang zu den Höhlen stundenlang dauert.

Januar oder Februar

Chinesisches Neujahr

landesweit, besonders Penang und KL

Fünfzehn Tage, der erste und zweite sind gesetzliche Feiertage. Löwentänze, rote Laternen, Familienessen und in den Tempeln dichter Rauch von Räucherstäbchen.

Für dich heißt das: Flüge und Hotels sind teuer und ausgebucht, viele chinesische Geschäfte und Restaurants schließen für Tage. Dafür sind die Tempel und die Altstädte in einem Zustand, den man sonst nie sieht.

wandernd

Ramadan

landesweit

Ein Monat Fasten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Abends öffnen die Ramadan-Basare, und die sind kulinarisch das Beste, was Malaysia zu bieten hat: dutzende Stände mit Gerichten, die es sonst nicht gibt.

Für dich heißt das: Tagsüber Rücksicht nehmen, abends auf den Basar gehen. Restaurants haben offen. In den konservativen Ostküstenstaaten ist die Stimmung deutlich spürbarer als in Kuala Lumpur.

wandernd, nach dem Ramadan

Hari Raya Aidilfitri

landesweit

Das größte Fest des Landes. Die Städte leeren sich, weil fast jeder in sein Heimatdorf fährt, und wer Gäste hat, öffnet sein Haus für alle, die kommen.

Für dich heißt das: eine Woche lang sind Busse, Züge und Flüge ausgebucht, viele Geschäfte zu. Plan in diesen Tagen keine langen Strecken. Wenn dich jemand einlädt, nimm an, das ist ernst gemeint.

Mai oder Juni

Wesak

landesweit, Tempel

Der höchste buddhistische Feiertag, Geburt, Erleuchtung und Tod Buddhas an einem Tag. Abends ziehen Lichterprozessionen durch die Städte.

Für dich heißt das: ein ruhiger, stimmungsvoller Abend in den Tempeln. Besucher sind willkommen, wenn sie sich zurückhaltend verhalten.

Mai oder Juni

Gawai Dayak

Sarawak, Borneo

Das Erntedankfest der Dayak-Völker, am ersten und zweiten Juni. In den Langhäusern wird tagelang gefeiert, mit Tanz, Tracht und Reiswein.

Für dich heißt das: die beste Zeit, Sarawak zu besuchen, wenn du eine Langhausgemeinschaft erleben willst. Frag vorher an, ob Gäste willkommen sind, viele Gemeinschaften freuen sich darüber.

Mai

Kaamatan

Sabah, Borneo

Das Erntedankfest der Kadazandusun, mit Wettbewerben, Tänzen und dem traditionellen Reiswein Tapai. Höhepunkt am 30. und 31. Mai.

Für dich heißt das: in Kota Kinabalu und den Dörfern ringsum ein Fest, das wenig mit Tourismus zu tun hat. Hotels in der Stadt werden knapp.

August

Hungry Ghost Festival

chinesische Viertel, Penang

Im siebten Mondmonat gelten die Tore der Unterwelt als offen. Auf den Straßen werden Opfergaben verbrannt, und es gibt Opernaufführungen, deren erste Sitzreihe für die Geister freigehalten wird.

Für dich heißt das: eine seltsame und sehr sehenswerte Stimmung in George Town. Setz dich nicht in die erste Reihe einer Straßenoper, die ist nicht für dich gedacht.

31. August

Hari Merdeka, Nationalfeiertag

landesweit

Der Unabhängigkeitstag von 1957, mit Paraden am Merdeka Square in Kuala Lumpur und Flaggen an jedem Haus.

Für dich heißt das: ein langes Wochenende, an dem Malaysier selbst reisen. Hotels an den Küsten sind voll, in den Städten ist es dafür ruhiger.

Oktober oder November

Deepavali

landesweit, indische Viertel

Das hinduistische Lichterfest. Vor den Häusern werden Kolam gelegt, farbige Muster aus Reismehl, und die Tempel sind die ganze Nacht offen.

Für dich heißt das: Little India in Kuala Lumpur und George Town sind in diesen Tagen das Ziel. Viele Familien laden offen ein, das Konzept heißt Open House und meint genau das.

Planung

Wir bauen dir die Route

Keine der fertigen Routen passt? Dann stellen wir dir eine zusammen, auf deine Daten, dein Budget und dein Tempo.

01

Fünf Minuten Fragebogen

Zeitraum, Personen, Budget pro Nacht, Reisestil, und ein Freitextfeld, in dem du schreibst, was unbedingt passieren soll. Der Preis stellt sich beim Ausfüllen automatisch ein.

02

Rückfragen und Recherche

Wir fragen drei bis fünf Dinge nach, die sich aus deinen Antworten ergeben, prüfen Reisezeit und Fahrzeiten und sortieren aus, was sich nicht lohnt.

03

Plan in 24 Stunden

Etappen mit Nächten, Verbindungen, Hotelvorschläge in drei Preisklassen, Touren pro Ort, dazu zu jeder Entscheidung ein Satz, warum. Eine Korrekturrunde ist inklusive.

Route für Malaysia planen lassenFünf Minuten Fragebogen, dann bekommst du sofort und kostenlos unsere Einschätzung zu deiner Reise. Der fertige Plan kommt innerhalb von 24 Stunden, eine Korrekturrunde inklusive.

Wir sagen dir, was wir an deiner Stelle tun würden.

Reiseportale zeigen dir vierhundert Hotels und überlassen dir die Entscheidung. Reiseführer sind zwei Jahre alt. Verenza macht es anders: aktuell geprüft, klar entschieden und ehrlich begründet. So planen Menschen ihre Reise heute, und so wollen wir es auch in zehn Jahren noch machen.

Geprüft, nicht abgeschrieben

Sperrzeiten, Eintritte und Reisezeiten stehen bei uns mit Quelle und Prüfdatum auf der Seite. Du siehst, worauf eine Angabe beruht und wie alt sie ist.

Eine Entscheidung statt vierzig Optionen

Wir nennen dir das Haus, den Strand und die Route, die wir nehmen würden, und sagen dazu, warum. Mit einer Liste kannst du nichts anfangen, mit einer Empfehlung schon.

Auch das, was niemand gern sagt

Welcher Strand um elf Uhr voll ist. Wann dein Wunschmonat der falsche ist. Wann drei Länder zwei zu viel sind. Das ist der Teil, für den du später dankbar bist.

Häufige Fragen

Bevor du buchst

Brauche ich als Österreicher ein Visum für Malaysia?

Nein. Für Aufenthalte bis zu drei Monaten ohne Erwerbstätigkeit brauchst du kein Visum, das gilt genauso für Deutsche und Schweizer. Pflicht ist dagegen die Malaysia Digital Arrival Card, die du innerhalb von drei Tagen vor der Ankunft online ausfüllst. Dein Reisepass muss bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig, unbeschädigt und mit freien Seiten versehen sein.

Wie viele Nächte sollte ich einplanen?

Vierzehn bis einundzwanzig. Mit vierzehn Nächten machst du die Halbinsel mit Kuala Lumpur, Melaka, Penang, den Cameron Highlands und einer Insel. Wenn Borneo dazu soll, brauchst du einundzwanzig, weil allein die Flüge zwischen den Landesteilen Zeit kosten. Beides in zwei Wochen geht nicht gut aus.

Wann ist die beste Reisezeit?

März bis Mai ist landesweit am besten. Danach kommt es auf die Küste an: Von Juni bis August ist die Ostküste mit den Perhentians und Tioman ideal, von November bis Februar dagegen die Westküste mit Langkawi und Penang, weil der Nordostmonsun die Ostküste dann weitgehend schließt.

Ist Malaysia sicher?

In den üblichen Reisegebieten ja. Zwei Dinge musst du trotzdem wissen. Erstens gibt es für die Ostküste von Sabah auf Borneo amtliche Reisehinweise: Vor dem Sulu-Archipel und der See davor wird gewarnt, und von nicht notwendigen Reisen in die Region um Sandakan, Lahad Datu und Semporna sowie auf die vorgelagerten Inseln wird abgeraten. Das betrifft auch bekannte Tauchziele. Zweitens gilt in Malaysia auf Drogenhandel die Todesstrafe, und schon der Besitz bestimmter Mengen wird als Handel gewertet.

Kann ich in Sipadan tauchen?

Technisch ja, es werden Genehmigungen vergeben. Wir empfehlen es derzeit trotzdem nicht. Sipadan und die umliegenden Inseln liegen in der Eastern Sabah Safety Zone, und das Auswärtige Amt rät dringend von nicht notwendigen Reisen auf die Inseln und zu den Tauchgebieten in diesem Bereich ab. In der Vergangenheit kam es dort zu Entführungen von Touristen. Wer in Malaysia tauchen will, ist an den Perhentians, vor Tioman oder bei Layang-Layang besser aufgehoben.

Wie viel Geld brauche ich pro Tag?

Mit guten Mittelklassehotels, Restaurantessen und Touren kommst du auf grob 80 bis 140 Euro pro Person und Tag. Essen ist auffallend günstig, Alkohol dagegen teuer, und auf Borneo kosten Lodges und Inlandsflüge spürbar mehr als auf der Halbinsel.

Lohnt sich Malaysia neben Thailand?

Ja, und zwar aus einem anderen Grund, als die meisten erwarten. Die Strände sind nicht besser als in Thailand. Was Malaysia hat, ist die Mischung: In einer Straße in George Town stehen eine chinesische Clanhalle, ein Hindutempel und eine Moschee, und das Essen bildet genau das ab. Dazu kommt mit Borneo ein Regenwald, den Thailand so nicht hat.

Keine Lust, das alles selbst zusammenzusuchen?Fünf Minuten Fragebogen, danach bekommst du kostenlos unsere Einschätzung zu deiner Reise.

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