Der Tempel Wat Xieng Thong in Luang Prabang, abends angestrahlt

Verenza · Südostasien

Laos, das langsamste Land Asiens

Laos ist das einzige Land Südostasiens ohne Meer, und vielleicht ist genau das sein Glück. Es gibt hier keinen Strand, an dem sich alle treffen, also bleibt das Land, wie es ist: Flüsse, Berge, Klöster und ein Tempo, an das man sich erst gewöhnen muss. Wer aus Thailand kommt, merkt den Unterschied am ersten Abend. Und seit die Bahn fährt, kommt man endlich auch hin, ohne zwei Tage im Bus zu sitzen.

1Visum, vorher online
12 bis 16Tage ideal
2 StundenBahn Vientiane, Luang Prabang
Nov bis Febbeste Zeit

Luang Prabang am Mekong · Foto: Unsplash

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Der häufigste Planungsfehler bei Laos ist, es als Zwischenstopp zu behandeln. Drei Nächte Luang Prabang, weiter nach Vietnam, fertig. Dabei ist Luang Prabang zwar der schönste Ort des Landes, aber der Süden mit der Bolaven-Hochebene und den 4000 Inseln ist der ruhigere und für viele der schönere Teil. Plan zwölf bis sechzehn Tage, nimm die Bahn für die lange Nordstrecke und einen Inlandsflug nach Pakse, dann bekommst du beide Hälften des Landes, ohne ganze Tage im Minibus zu verlieren.

Schritt eins

Wo du hinfährst

Fünf Regionen. Die erste kennt jeder, die anderen vier sind der Grund, warum man länger bleibt.

Luang Prabang von oben, die Halbinsel zwischen Mekong und Nam Khan

Norden

Luang Prabang

Eine Halbinsel zwischen Mekong und Nam Khan, dreiunddreißig Klöster auf engem Raum, französische Villen unter Mangobäumen. Seit 1995 Weltkulturerbe, und man merkt, dass jemand aufpasst: keine Hochhäuser, keine Leuchtreklame. Morgens um halb sechs ziehen die Mönche barfuß durch die Straßen.

Für: Klöster, Essen, der Ort, an dem man länger bleibt als geplant

Karstberge spiegeln sich im Fluss bei Nong Khiaw

Norden

Nong Khiaw und der Nam Ou

Karstberge, die senkrecht aus dem Fluss steigen, Dörfer, die man nur mit dem Boot erreicht, und abends Nebel im Tal. Was Vang Vieng vor zwanzig Jahren war, bevor die Partyboote kamen. Von Nong Khiaw geht es weiter nach Muang Ngoi, wo es bis vor kurzem keine Straße gab.

Für: Berge, Flussfahrten, Wandern ohne Menschenmassen

Heißluftballon über den Kalksteinbergen von Vang Vieng im Morgennebel

Mitte

Vang Vieng und die Ebene der Krüge

Vang Vieng hat seinen Ruf als Partyort hinter sich gelassen und ist heute ein Kletter- und Ballonort zwischen Kalksteintürmen. Weiter östlich liegt die Ebene der Krüge bei Phonsavan, Tausende steinerne Gefäße aus der Eisenzeit, deren Zweck bis heute niemand sicher kennt.

Für: Landschaft, Höhlen, Archäologie, die niemand erklären kann

Der goldene Stupa Pha That Luang in Vientiane vor blauem Himmel

Mitte

Vientiane

Die wahrscheinlich ruhigste Hauptstadt Asiens. Kein Gedränge, kein Lärm, dafür französische Bäckereien, der goldene Pha That Luang und eine Uferpromenade am Mekong, auf der abends die ganze Stadt spazieren geht. Zwei Nächte reichen, und die sind angenehm.

Für: Ankommen, Essen, ein ruhiger erster oder letzter Tag

Der Mekong im Morgendunst zwischen bewaldeten Hügeln

Süden

Bolaven, Pakse und die 4000 Inseln

Auf der Bolaven-Hochebene wächst der beste Kaffee des Landes, dazwischen stürzen Wasserfälle über die Kante der Ebene. Weiter südlich wird der Mekong so breit, dass er sich in Hunderte Inseln auflöst. Auf Don Det und Don Khon hört man nachts nur den Fluss.

Für: Kaffee, Wasserfälle, Hängematten, der langsamste Teil eines langsamen Landes

Timing

Wann du fliegst

Laos hat eine Trocken- und eine Regenzeit, dazu einen echten Winter im Norden, mit dem kaum jemand rechnet.

ZeitraumLuang PrabangVientianeSüdenWas das heißt
Nov bis Febsehr gutsehr gutsehr gutDie beste Zeit. Trocken, klare Luft, angenehme Temperaturen. In den Bergen im Norden wird es nachts empfindlich kühl, bis unter zehn Grad, pack eine Jacke ein. Hochsaison und höchste Preise
Mär bis Maiheiß und diesigsehr heißsehr heißDie heißeste Zeit mit bis zu vierzig Grad. Dazu kommt im Norden der Rauch der Brandrodung, der im März und April die Sicht nimmt und auf die Atemwege geht. Wer auf Aussicht Wert legt, kommt in diesen Wochen nicht
Jun bis Auggrün, Schauergrün, SchauernassRegenzeit, aber meist als kräftiger Nachmittagsschauer statt Dauerregen. Das Land ist so grün wie nie, die Wasserfälle führen Wasser und die Preise sind niedrig. Straßenverbindungen im Norden können ausfallen
Sep bis Oktabklingendabklingendsehr nassDer Regen lässt nach, der Mekong steht hoch. Die Wasserfälle auf der Bolaven-Hochebene sind jetzt am spektakulärsten. Im Süden ist es die nasseste Zeit, dafür hat man Don Det fast für sich

Praxis

Visum, Anreise und unterwegs

Laos ist unkompliziert, hat aber zwei Punkte, bei denen man vorher etwas tun muss: das Visum und die Registrierung. Beides online, beides schnell.

Einreise und Visum

Anders als bei Thailand kommst du hier nicht ohne Visum rein. Das ist halb so wild, wenn du es ein paar Tage vorher erledigst.

Visum ist Pflicht
Für Österreich, Deutschland und die Schweiz gleichermaßen. Es gibt keine visumfreie Einreise für Touristen. Zwei Wege: das E-Visum online oder ein Visum bei der laotischen Botschaft.
E-Visum, der einfachste Weg
Beantragt auf laoevisa.gov.la. Du lädst ein Passfoto im Format vier mal sechs Zentimeter und die Passseite hoch, die Bearbeitung dauert in der Regel drei Werktage. Die Gebühr hängt von der Staatsbürgerschaft ab und wird im Rechner der Behörde angezeigt, dazu kommt eine Bankgebühr. Beantrage es spätestens eine Woche vor Abflug.
Nur auf laoevisa.gov.la
Das ist die offizielle Adresse, wir verlinken sie unten. Es gibt zahlreiche Agenturseiten mit ähnlichen Namen und Staatswappen, die das Doppelte bis Dreifache verlangen und nichts anderes tun, als dasselbe Formular auszufüllen. Tipp die Adresse von Hand ein.
Wo das E-Visum gilt
Nicht an jedem Grenzübergang. Zugelassen sind unter anderem die Flughäfen Vientiane, Luang Prabang und Pakse, die laotisch-thailändischen Freundschaftsbrücken eins, zwei und vier sowie Boten an der chinesischen Grenze, dort auch der Bahnhof. Wenn du über einen kleinen Landübergang einreisen willst, prüf vorher die Liste auf der offiziellen Seite.
Elektronische Registrierung
Zusätzlich zum Visum ist vor der Einreise eine elektronische Registrierung nötig. Mach sie zu Hause fertig und nimm den Ausdruck mit, am Schalter willst du nicht erst ein Formular suchen.
Reisepass
Bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig, auch bei Kindern. Prüf den Einreisestempel gleich am Schalter und heb eine Kopie von Stempel und Passseite auf, das rät das Außenministerium ausdrücklich.
Rückflug und Geldmittel
Du musst ein Rück- oder Weiterreiseticket und ausreichende Geldmittel nachweisen können. In der Praxis wird selten gefragt, aber wenn, dann an der Grenze, und dort diskutiert man nicht.
Überziehen
Kostet 10 US-Dollar pro Tag und wird bei der Ausreise fällig. Bei längerem Überziehen drohen Schubhaft und Abschiebung. Verlängern lässt sich das Visum in Vientiane bei der Einwanderungsbehörde.

Der häufigste FehlerDie ersten Suchtreffer zu Laos Visum sind fast immer bezahlte Anzeigen von Agenturen. Sie sehen amtlich aus, verlangen aber ein Vielfaches und schicken dein Formular anschließend an dieselbe Behörde. Geh direkt auf laoevisa.gov.la. Wenn eine Seite Express-Zuschläge oder Bearbeitungspakete anbietet, ist sie nicht die Behörde.

Offizielle QuellenOffizielles E-Visum LaosÖAMTC Länderinfo LaosAußenministerium Österreich, Reiseinformation

Wie du hinkommst

Direktflüge aus Europa gibt es nicht. Du fliegst über Bangkok, Hanoi, Singapur oder Seoul und steigst dort um. Rechne mit sechzehn bis zwanzig Stunden. Luang Prabang hat eigene internationale Verbindungen, du musst also nicht zwingend in Vientiane anfangen.

VTE

Vientiane Wattay International

Hauptstadt

Der größte Flughafen des Landes, mit Verbindungen nach Bangkok, Hanoi, Singapur, Seoul und Kunming. Klein, übersichtlich, in zwanzig Minuten durch.

Weiter von hierIns Zentrum rund fünfzehn Minuten mit dem Taxi. Der Bahnhof für die Schnellzüge liegt dagegen deutlich außerhalb, plan dafür eine halbe Stunde ein.

LPQ

Luang Prabang International

4 km von der Altstadt

Praktischer Einstieg, wenn du im Norden anfangen willst. Verbindungen nach Bangkok, Hanoi, Chiang Mai und Siem Reap. Der Flughafen liegt so nah an der Stadt, dass man fast zu Fuß gehen könnte.

Weiter von hierZehn Minuten in die Altstadt. Die meisten Häuser holen ab, sonst stehen Taxis mit Festpreis am Ausgang.

PKZ

Pakse International

Süden

Das Tor zur Bolaven-Hochebene und zu den 4000 Inseln. Hauptsächlich Inlandsflüge aus Vientiane und Luang Prabang, dazu einzelne Verbindungen nach Bangkok und Siem Reap.

Weiter von hierZehn Minuten in die Stadt. Nach Don Det sind es weitere drei Stunden mit Minibus und Boot, plan den Transfer am Vormittag.

BKK

Bangkok als Zubringer

Thailand

Für viele der praktischste Weg: Langstrecke nach Bangkok, dann eine gute Stunde weiter nach Vientiane oder Luang Prabang. Oft günstiger als ein durchgehendes Ticket.

Weiter von hierÜber Land geht es ab Nong Khai mit dem Zug über die erste Freundschaftsbrücke. Das ist ein schöner Weg, kostet aber einen ganzen Tag. Prüf vorher, ob dein E-Visum für diesen Übergang gilt.

Wie du vor Ort weiterkommst

Laos hat sich in den letzten Jahren stärker verändert als die Nachbarländer, und zwar wegen einer einzigen Sache: der Bahn. Was früher ein ganzer Tag im Minibus war, sind heute zwei Stunden.

Schnellzug

12 bis 25 Euro

Die Strecke Vientiane, Vang Vieng, Luang Prabang und weiter nach Boten an der chinesischen Grenze. Vientiane bis Luang Prabang dauert rund zwei Stunden, mehrmals täglich, moderne Wagen mit Klimaanlage und festen Sitzplätzen.

Unser TippBuch ein paar Tage im Voraus, beliebte Abfahrten sind schnell ausverkauft. Und rechne die Bahnhöfe mit ein: Sie liegen außerhalb der Orte, jeweils etwa eine halbe Stunde Transfer.

Inlandsflug

60 bis 120 Euro

Vor allem für die Strecke in den Süden nach Pakse. Eine Stunde statt eines ganzen Tages im Bus. Für Nord und Süd in einer Reise ist das kein Luxus, sondern der Unterschied zwischen zwei und vier verlorenen Tagen.

Unser TippDas Streckennetz ist dünn und die Maschinen sind klein. Buch früh und plane keinen Anschlussflug am selben Tag.

Minibus und Bus

5 bis 20 Euro

Zwischen allen Orten ohne Bahnanschluss, etwa Luang Prabang nach Nong Khiaw oder innerhalb des Südens. Die Straßen im Norden sind kurvig, drei Stunden auf der Karte können vier werden.

Unser TippWenn du leicht reisekrank wirst, nimm im Norden einen Platz vorne und etwas gegen Übelkeit mit. Die Serpentinen zwischen Luang Prabang und Nong Khiaw sind kein Spaß im hinteren Teil.

Boot

5 bis 30 Euro

Auf dem Nam Ou ab Nong Khiaw, auf dem Mekong zwischen den 4000 Inseln und als Zweitagesfahrt von Huay Xai nach Luang Prabang im langsamen Boot.

Unser TippNimm für die lange Mekongfahrt ein Sitzkissen und Proviant mit. Die Schnellboote auf derselben Strecke sind laut, hart und gefährlich, nimm die nicht.

Roller

8 bis 15 Euro pro Tag

Der beste Weg über die Bolaven-Hochebene und rund um Vang Vieng. Ein A-Führerschein plus internationaler Führerschein ist Pflicht, sonst zahlt im Schadensfall keine Versicherung.

Unser TippFotografier den Roller vor der Übergabe von allen Seiten, trag einen Helm und fahr nicht im Dunkeln. Gib niemals deinen Reisepass als Pfand, eine Kopie und eine Kaution reichen.

Tuk-Tuk und Jumbo

1 bis 4 Euro

Innerorts. Es gibt kaum Taxameter, der Preis wird vorher vereinbart.

Unser TippFrag im Hotel, was eine Strecke ungefähr kostet, bevor du losgehst. Dann verhandelst du nicht im Blindflug.

Internet, SIM und die Apps, die helfen

Das Netz ist besser, als man erwartet, zumindest dort, wo Menschen wohnen. In den Bergen hört es schnell auf, und das ist Teil der Sache.

SIM oder eSIM
Unitel und Lao Telecom haben die beste Abdeckung. Eine lokale SIM mit reichlich Daten kostet wenige Euro und ist am Flughafen in fünf Minuten erledigt. Eine eSIM funktioniert auch, ist aber meist teurer.
Wo das Netz aufhört
In Nong Khiaw und Muang Ngoi wird es dünn, auf dem Fluss und in den Bergen gibt es gar nichts. Lade Karten und Tickets vorher herunter.
Bargeld ist wichtiger als anderswo
Außerhalb von Vientiane und Luang Prabang wird fast alles bar bezahlt. Geldautomaten geben pro Abhebung maximal zwei Millionen Kip aus und nehmen jedes Mal Gebühr, hol also lieber seltener und mehr.
Nützliche Apps
Maps.me oder Organic Maps für Offlinekarten, da sie mehr Feldwege kennen als Google. Loca ist der lokale Fahrdienst in Vientiane. Für die Bahn gibt es Verkaufsstellen und Agenturen vor Ort, verlass dich nicht auf eine einzige App.

Schritt zwei

Fertige Routen

Zwei fertige Abläufe. Beide nutzen die Bahn für den Norden und einen Inlandsflug für den Süden, damit du keine Tage im Bus verlierst.

Die erste Reise

12 Nächte

Wenn du Laos zum ersten Mal siehst. Der Norden in Ruhe, dazu die Hauptstadt. Zwischen November und Februar.

  • 2 NVientiane

    Ankommen, Pha That Luang, der Buddha-Park und ein Abend am Mekong. Zwei Nächte reichen, und sie sind der sanfteste Einstieg, den Südostasien zu bieten hat.

  • 2 NVang Vieng

    Mit der Bahn eine Stunde. Kalksteintürme, die Blaue Lagune früh am Morgen, eine Höhlentour und, wenn das Wetter mitspielt, ein Ballonflug bei Sonnenaufgang.

  • 4 NLuang Prabang

    Der Kern der Reise. Die Klöster, der Morgenmarkt, die Kuang-Si-Wasserfälle an einem frühen Vormittag, ein Sonnenuntergang vom Phousi und ein Tag ohne Programm.

  • 3 NNong Khiaw

    Drei Stunden nach Norden, dann Karstberge und Fluss. Der Aussichtspunkt über dem Nam Ou am frühen Morgen, eine Bootsfahrt nach Muang Ngoi und ein Tag im Dorf.

  • 1 NLuang Prabang

    Zurück, letzte Nacht, Abflug am nächsten Morgen. Wer früh fliegt, schläft lieber hier als in Nong Khiaw.

Nord und Süd

16 Nächte

Das ganze Land, ohne zu hetzen. Der Norden mit der Bahn, der Süden nach einem kurzen Inlandsflug. Zwischen November und Februar.

  • 4 NLuang Prabang

    Direkt hier anfangen, es gibt internationale Flüge. Klöster, Markt, Kuang Si und ein Kochkurs.

  • 3 NNong Khiaw

    Berge, Fluss, Wandern. Der Teil, von dem die meisten hinterher am längsten erzählen.

  • 2 NVang Vieng

    Auf dem Rückweg nach Süden, mit der Bahn. Lagune, Höhlen, Ballon.

  • 1 NVientiane

    Eine Nacht zum Umsteigen, dazu ein Abend am Fluss. Am nächsten Morgen der Flug nach Pakse.

  • 3 NBolaven-Hochebene

    Kaffeeplantagen, die Tad-Fane-Zwillingsfälle und eine Schleife mit dem Roller über die Hochebene. Oben ist es deutlich kühler als im Tal.

  • 3 NDon Det und Don Khon

    Die 4000 Inseln. Fahrrad, Hängematte, der alte französische Bahndamm und mit etwas Glück Irawadi-Delfine am Südzipfel.

Der Triumphbogen Patuxai in Vientiane zwischen Palmen
Grünes Flusstal mit Feldern in Nordlaos
Tief stehende Sonne über dem Mekong

Städte

Jeder Ort einzeln

Zwölf Orte, jeder mit dem, was du gesehen haben solltest, mit dem, was in keinem Reiseführer steht, und mit dem, wo man isst. Aufklappen, was dich interessiert.

Luang Prabang Norden · 3 bis 5 Nächte Eine Halbinsel zwischen zwei Flüssen, dreiunddreißig Klöster, französische Villen und ein Tempo, das einen nach zwei Tagen übernimmt.

Das solltest du sehen

  1. Wat Xieng Thong. Der schönste Tempel des Landes, 1560 gebaut, mit einem Dach, das fast bis zum Boden reicht, und einer Rückwand aus rotem Mosaik mit dem Lebensbaum. Geh früh, wenn das Licht noch flach einfällt.
  2. Der Tak Bat am Morgen. Ab halb sechs ziehen die Mönche durch die Straßen. Wenn du zusiehst, dann aus der Entfernung, im Sitzen, ohne Blitz. Es ist eine religiöse Handlung, kein Programmpunkt.
  3. Der Phousi bei Sonnenuntergang. Dreihundert Stufen auf den Hausberg mitten in der Stadt, mit Blick über beide Flüsse. Oben wird es voll, deshalb lieber eine Stunde früher hoch und den Abstieg über die Ostseite nehmen.
  4. Das Nationalmuseum im alten Königspalast. Der Palast des letzten Königs, bis 1975 bewohnt, heute Museum. Nebenan steht in einer eigenen Halle der Phra Bang, die goldene Buddhafigur, nach der die Stadt benannt ist.
  5. Der Nachtmarkt in der Sisavangvong Road. Jeden Abend ab fünf, und ungewöhnlich ruhig für einen asiatischen Nachtmarkt. Textilien der Hmong und Khmu, Papierlampen, und am Ende der Gasse die Garküchen.

Geheimtipps

  • Die Fähre ans andere Ufer. Vom Mekongufer setzt ein kleines Boot für wenig Geld über. Drüben liegen Chomphet und ein paar fast leere Klöster im Wald. Halber Tag, kaum jemand macht es.
  • Frühstück im Morgenmarkt statt im Hotel. Der Markt hinter dem Palast ist ab halb sechs wach. Khao Jee Pate, das laotische Baguette, und ein Kaffee mit Kondensmilch kosten zusammen gut einen Euro.
  • Die Bärenstation bei Kuang Si. Direkt am Eingang zu den Wasserfällen leben beschlagnahmte Kragenbären. Fünf Minuten Umweg, und es erklärt, warum man keine Produkte mit Bärengalle kauft.
  • UXO Laos Visitor Centre. Ein kleines Informationszentrum zur Bombenräumung, kostenlos. Zwanzig Minuten, und danach versteht man das halbe Land besser.
  • Nachmittags über die Bambusbrücke. In der Trockenzeit wird über den Nam Khan eine Bambusbrücke gebaut, die jede Regenzeit weggespült und danach neu errichtet wird. Drüben liegen ein paar ruhige Cafés am Wasser.

Wo du isst

  • Laap. Das Nationalgericht: fein gehacktes Fleisch oder Fisch mit Kräutern, Limette, Chili und geröstetem Reismehl. Die laotische Version ist bitterer und besser als die thailändische.
  • Khao Soi auf laotische Art. Nicht zu verwechseln mit dem thailändischen: hier Reisnudeln in klarer Brühe mit einer Sauce aus Schweinefleisch, Tomate und fermentierten Sojabohnen.
  • Mok Pa. Fisch mit Kräutern und Chili im Bananenblatt gedämpft, ein Gericht, das man außerhalb von Laos selten gut bekommt.
  • Am Abend an die Garküchen. Die Gassen am Nachtmarkt bieten für zwei bis drei Euro Gegrilltes, Suppen und laotische Würste.
Nong Khiaw Norden · 2 bis 3 Nächte Karstberge, die senkrecht aus dem Nam Ou steigen, und morgens Nebel im Tal. Der Ort, von dem die meisten hinterher am längsten erzählen.

Das solltest du sehen

  1. Pha Daeng Peak. Eine gute Stunde Aufstieg über Stufen, Wurzeln und ein paar Leitern. Oben drei Aussichtspunkte über dem Flusstal. Geh im Dunkeln los, mit Stirnlampe, dann bist du oben, wenn der Nebel noch steht.
  2. Die Brücke über den Nam Ou. Von der Straßenbrücke schaut man in beide Richtungen auf die Felswände. Der beste Platz der Stadt, und er kostet nichts.
  3. Die Pha-Tok-Höhlen. Zwei Kilometer außerhalb. Hier lebte die laotische Verwaltung während der Bombardierungen jahrelang im Berg. Nimm eine Taschenlampe mit.
  4. Der Wasserfall Tad Mok. Etwa eine Stunde zu Fuß durch Reisfelder und Wald, am Ende ein Becken zum Schwimmen. In der Trockenzeit eher ein Rinnsal, nach der Regenzeit beeindruckend.

Geheimtipps

  • Weiter nach Muang Ngoi. Eine Stunde flussaufwärts mit dem Boot. Bis vor kurzem gab es keine Straße, und man merkt es immer noch. Eine Nacht dort ist besser als ein Tagesausflug.
  • Das Boot vorne besetzen. Auf den langen Holzbooten sitzt man vorne auf dem Bug am besten. Geh zehn Minuten früher hin, die Plätze sind schnell weg.
  • Abends ist Schluss. In Nong Khiaw gibt es kaum Straßenbeleuchtung und das Netz ist dünn. Nimm eine Stirnlampe und lade alles vorher herunter. Genau deshalb kommt man her.
  • Wandern mit Dorfübernachtung. Mehrere lokale Anbieter führen zweitägige Touren zu Khmu- und Hmong-Dörfern. Frag nach, ob die Gastgeberdörfer wechseln, das verteilt das Geld im Tal.

Wo du isst

  • Flussfisch vom Grill. Direkt aus dem Nam Ou, mit Zitronengras gefüllt und über Holzkohle gegrillt.
  • Khao Piak Sen. Dicke, weiche Reisnudeln in Hühnerbrühe. Das laotische Frühstück gegen die Morgenkühle in den Bergen.
  • Die Gärten der Gästehäuser. Mehrere Häuser am Fluss kochen gut und einfach, mit Blick auf die Felswand. Mehr braucht es hier nicht.
Vang Vieng Mitte · 2 Nächte Der frühere Partyort ist heute ein Kletter-, Höhlen- und Ballonziel zwischen Kalksteintürmen. Die Landschaft war immer schon großartig.

Das solltest du sehen

  1. Ballonfahrt bei Sonnenaufgang. Eine knappe Stunde über den Karstbergen, wenn der Nebel in den Tälern steht. Geht nur bei ruhigem Wetter, leg den Termin deshalb auf den ersten Morgen, dann bleibt ein Ersatztag.
  2. Die Blaue Lagune. Mehrere Lagunen, nummeriert von eins bis fünf. Nummer eins ist am bekanntesten und ab zehn Uhr voll, die Nummern drei und fünf sind weiter draußen und deutlich ruhiger.
  3. Tham Phu Kham und Tham Chang. Zwei Höhlen, die man gut mit den Lagunen verbindet. In Tham Phu Kham liegt ein liegender Buddha im Halbdunkel, der Aufstieg ist steil und rutschig.
  4. Kajak auf dem Nam Song. Ruhiges Wasser zwischen den Felstürmen, meist als Halbtagestour mit Höhlenbesuch. Die zivile Nachfolge dessen, wofür der Ort einmal berüchtigt war.

Geheimtipps

  • Der Aussichtspunkt Nam Xay. Vierzig Minuten steiler Aufstieg, oben steht ein Motorrad als Fotorequisite auf einem Felsen. Klingt albern, der Blick über das Tal ist trotzdem der beste im Ort.
  • Mit dem Roller nach Westen. Hinter den Lagunen hört der Verkehr auf. Dörfer, Reisfelder und Felswände, und nach zwanzig Minuten ist man allein.
  • Der Bahnhof liegt außerhalb. Rund vier Kilometer vom Ort entfernt. Vereinbare den Transfer mit dem Hotel, sonst stehst du nach der Ankunft in der Sonne und verhandelst.

Wo du isst

  • Am Flussufer. Die Lokale am Nam Song haben die beste Lage des Ortes, besonders zum Sonnenuntergang hinter den Karstbergen.
  • Laotisches Barbecue, Sin Dat. Ein Grillkegel auf dem Tisch, ringsum Brühe. Man grillt und kocht gleichzeitig, und es dauert den ganzen Abend.
  • Bäckerei am Morgen. Von der französischen Zeit ist in Laos vor allem das Baguette geblieben, und das ist überraschend gut.
Vientiane Hauptstadt · 1 bis 2 Nächte Die wahrscheinlich ruhigste Hauptstadt Asiens. Kein Gedränge, dafür Bäckereien, ein goldener Stupa und eine Promenade am Mekong.

Das solltest du sehen

  1. Pha That Luang. Der goldene Stupa ist das Nationalsymbol und steht auf jedem laotischen Geldschein. Im November ist er Mittelpunkt des größten Fests der Stadt.
  2. Wat Si Saket. Der älteste erhaltene Tempel der Stadt, 1818 gebaut und als einziger von der siamesischen Zerstörung verschont. In den Wandnischen stehen Tausende kleine Buddhafiguren.
  3. Patuxai. Der laotische Triumphbogen, aus Zement gebaut, der eigentlich für eine Startbahn gedacht war. Man kann hinauf, und oben hat man die Stadt im Blick.
  4. Die Uferpromenade am Mekong. Abends geht die halbe Stadt hier spazieren, es gibt einen Nachtmarkt und Aerobic-Gruppen unter freiem Himmel. Drüben liegt Thailand.
  5. Der Buddha-Park. Fünfundzwanzig Kilometer außerhalb: ein Garten voller skurriler Betonfiguren aus buddhistischer und hinduistischer Mythologie, angelegt von einem Mystiker in den Fünfzigern. Kein Tempel, eher ein Traum aus Beton.

Geheimtipps

  • COPE Visitor Centre. Ein Zentrum für Prothesen für Blindgängeropfer, mit einer kleinen, sehr gut gemachten Ausstellung. Kostenlos, eine Stunde, und man geht anders wieder raus.
  • Französische Bäckereien als Mittagessen. In kaum einer asiatischen Hauptstadt isst man so gut zu Mittag für so wenig Geld. Baguette, Pâté, Kaffee, fertig.
  • Der Bahnhof liegt weit draußen. Rund eine halbe Stunde nördlich der Stadt. Wer einen Morgenzug nimmt, muss entsprechend früh los.
  • Zwei Nächte reichen wirklich. Vientiane ist angenehm, aber kein Ziel für eine Woche. Nutz es als sanften Einstieg oder als Umsteigepunkt zum Flug nach Pakse.

Wo du isst

  • Ping Kai. Gegrilltes Hähnchen mit Klebreis und scharfer Sauce, am besten von den Ständen an der Promenade.
  • Tam Mak Hung. Der laotische Papayasalat, kräftiger und fischiger als der thailändische Som Tam. Sag dazu, wie viel Chili du verträgst.
  • Französisch essen. Von der Kolonialzeit sind ein paar erstaunlich gute Lokale geblieben, zu Preisen, die in Europa undenkbar wären.
Pakse Süden · 1 bis 2 Nächte Keine Schönheit, aber das Tor zum Süden. Von hier startet man auf die Bolaven-Hochebene und zu den 4000 Inseln.

Das solltest du sehen

  1. Wat Phou bei Champasak. Eine Khmer-Tempelanlage am Berghang, älter als Angkor Wat und seit 2001 Weltkulturerbe. Eine Treppe führt über Terrassen hinauf, flankiert von Frangipani. Etwa eine Stunde von Pakse.
  2. Der Markt von Pakse. Einer der größten des Südens, mit allem von Kaffeebohnen bis Textilien der Bergvölker.
  3. Der Blick vom Phou Salao. Ein großer goldener Buddha auf dem Hügel gegenüber der Stadt, mit Blick auf den Zusammenfluss von Mekong und Xe Don. Besonders am späten Nachmittag.

Geheimtipps

  • Pakse ist Stützpunkt, nicht Ziel. Plan hier eine Nacht zum Ankommen und eine zum Abreisen, den Rest der Zeit verbringst du auf der Hochebene und auf den Inseln.
  • Roller hier mieten, nicht oben. Die Auswahl und die Preise sind in Pakse besser als auf der Hochebene, und viele Vermieter nehmen den Roller am Ende der Schleife auch anderswo zurück.
  • Kaffee direkt beim Röster. Mehrere Betriebe aus der Bolaven-Region haben in Pakse ein Café. Der Unterschied zu dem, was im Supermarkt als Laos-Kaffee verkauft wird, ist beachtlich.

Wo du isst

  • Nudelsuppe am Morgen. Foe, die laotische Variante der vietnamesischen Pho, mit einem Korb Kräuter dazu.
  • Am Flussufer. Ein paar einfache Lokale am Mekong mit Grillfisch und Blick auf den Sonnenuntergang.
Bolaven-Hochebene Süden · 2 bis 3 Nächte Tausend Meter hoch, kühler als das Tal, voller Kaffee und Wasserfälle. Die schönste Rollerstrecke des Landes.

Das solltest du sehen

  1. Tad Fane. Zwei Strahlen fallen über hundert Meter nebeneinander in eine bewaldete Schlucht. Der beste Blick ist von der gegenüberliegenden Seite, am Vormittag, bevor der Dunst steigt.
  2. Tad Yuang und Tad Champee. Zwei kleinere Fälle in der Nähe, bei denen man unten baden kann. Weniger spektakulär, dafür zugänglich.
  3. Eine Kaffeefarm besuchen. Mehrere Betriebe zeigen den Weg von der Kirsche zur Bohne und rösten vor Ort. Die Hochebene ist das einzige Gebiet des Landes, in dem Arabica gedeiht.
  4. Tad Lo und die Dörfer dahinter. Ein kleiner Ort an einem Wasserfall, umgeben von Dörfern der Katu und Alak. Der ruhigste Platz auf der ganzen Schleife.

Geheimtipps

  • Die kleine Schleife reicht. Zwei Tage über Paksong, Tad Lo und zurück. Die große Schleife braucht drei bis vier und führt über schlechtere Straßen. Für den ersten Besuch nimm die kleine.
  • Oben ist es kalt. Auf tausend Metern fällt die Temperatur nachts auf unter fünfzehn Grad, auf dem Roller im Fahrtwind fühlt es sich kälter an. Jacke einpacken.
  • Nicht in der Dämmerung fahren. Freilaufende Kühe und Fahrzeuge ohne Licht. Plan jede Etappe so, dass du vor Sonnenuntergang ankommst.
  • Tanken, wenn du kannst. Zwischen den Orten liegen lange Strecken ohne Tankstelle. Kleine Läden verkaufen Benzin in Flaschen, aber verlass dich nicht darauf.

Wo du isst

  • Auf den Farmen. Mehrere Kaffeefarmen kochen für ihre Gäste, meist einfach und sehr gut, mit Gemüse aus dem eigenen Garten.
  • Kaffee direkt von der Quelle. Hier trinkst du den Kaffee dort, wo er wächst, frisch geröstet und für wenig Geld.
Don Det und Don Khon Süden, 4000 Inseln · 2 bis 3 Nächte Zwei Mekonginseln, durch eine alte französische Eisenbahnbrücke verbunden. Fahrrad, Hängematte, Fluss. Mehr Programm gibt es nicht und mehr braucht es nicht.

Das solltest du sehen

  1. Die Khone-Phapheng-Fälle. Nach Wassermenge die größten Wasserfälle Südostasiens. Kein hoher Sturz, sondern eine gewaltige Breite, über die sich der ganze Mekong wälzt.
  2. Li-Phi-Fälle auf Don Khon. Kleiner, aber zu Fuß oder mit dem Rad von der Unterkunft erreichbar. Nicht schwimmen, die Strömung ist tückisch.
  3. Der alte französische Bahndamm. Die einzige Eisenbahn, die Laos je hatte, gebaut, um Schiffe um die Fälle herumzutragen. Reste von Lokomotive, Brücke und Damm sind erhalten.
  4. Irawadi-Delfine am Südzipfel. Am Zusammenfluss zur kambodschanischen Grenze leben die letzten Delfine des Mekong, nur noch wenige. Boote fahren am frühen Morgen und am späten Nachmittag hinaus. Garantie gibt es keine.

Geheimtipps

  • Don Khon ist ruhiger als Don Det. Don Det hat die Bars und die jüngeren Gäste, Don Khon die Ruhe. Beide sind über die Brücke in zehn Minuten verbunden, du kannst also dort schlafen, wo es leiser ist.
  • Zimmer mit Blick nach Westen. Die Sonnenuntergangsseite ist jeden Aufpreis wert. Frag beim Buchen ausdrücklich danach, die Häuser sagen es von sich aus selten.
  • Strom und Netz sind unzuverlässig. Beides gibt es, aber nicht immer. Lad alles auf, wenn es geht, und nimm eine Powerbank mit.
  • Die Anreise dauert. Von Pakse rund drei Stunden mit Minibus und Boot. Fahr am Vormittag los, die letzten Boote gehen am späten Nachmittag.

Wo du isst

  • Flussfisch. Direkt aus dem Mekong, gegrillt oder im Curry. Frag nach dem Fang des Tages statt nach der Karte.
  • Frühstück auf der Veranda. Fast jedes Gästehaus serviert Obst, Omelett und Kaffee mit Blick auf den Fluss. Das ist der eigentliche Grund, hier zu sein.
Phonsavan und die Ebene der Krüge Nordosten · 2 Nächte Tausende steinerne Krüge auf einer kargen Hochebene, dazu die Geschichte des Bombenkriegs. Kein hübscher Ort, aber ein wichtiger.

Das solltest du sehen

  1. Fundstelle eins. Die größte und am leichtesten erreichbare, mit über dreihundert Krügen und einer Höhle, die als Krematorium gedient haben könnte. Daneben liegen Bombenkrater.
  2. Fundstellen zwei und drei. Kleiner, auf Hügeln zwischen Kiefern und Reisfeldern gelegen, und deutlich stimmungsvoller als die erste. Hierher kommen wenige.
  3. Das MAG-Informationszentrum. Die Minenräumorganisation zeigt in Phonsavan, womit das Land bis heute zu tun hat. Kostenlos, und unbedingt vor dem Besuch der Fundstellen.
  4. Das Dorf der Löffelmacher. In Ban Napia werden aus eingeschmolzenem Bombenaluminium Löffel gegossen. Ein makabres und sehr laotisches Beispiel dafür, wie man weitermacht.

Geheimtipps

  • Zwischen den weißen Markierungen bleiben. Geräumte Pfade sind mit weißen Steinen markiert, ungeräumtes Gelände mit roten. Diese Regel ist nicht dekorativ. Halt dich daran, auch wenn alles harmlos aussieht.
  • Nimm einen lokalen Führer. Nicht nur wegen der Krüge, sondern weil er die Krater und die Geschichte dazu erklärt. Ohne das bleibt es ein Feld mit Steintöpfen.
  • Warm anziehen. Phonsavan liegt über tausend Meter hoch und ist im Winter nachts empfindlich kalt.
  • Die Anfahrt ist lang. Von Luang Prabang sieben bis acht Stunden über kurvige Straßen. Wer leicht reisekrank wird, nimmt besser den Flug ab Vientiane.

Wo du isst

  • Einfache laotische Küche. Phonsavan ist keine Feinschmeckerstadt. Nudelsuppe, Grillfleisch, Klebreis, und das ist völlig in Ordnung.
  • Hmong-Spezialitäten. In manchen Lokalen bekommt man Gerichte der Hmong, die man sonst im Land selten findet.
Luang Namtha Hoher Norden · 2 bis 3 Nächte Basis für Wanderungen im Nam-Ha-Schutzgebiet und für Dörfer der Akha, Khmu und Lanten. Der Teil des Landes, in dem am wenigsten Englisch gesprochen wird.

Das solltest du sehen

  1. Nam Ha National Protected Area. Eines der ersten Schutzgebiete Südostasiens mit gemeindebasiertem Tourismus. Ein- bis dreitägige Wanderungen mit Übernachtung im Dorf, organisiert über die Anbieter im Ort.
  2. Der Morgenmarkt. Hier kaufen die Bergvölker ein, nicht die Touristen. Ab halb sechs, und nach acht ist das meiste vorbei.
  3. Die Stupa auf dem Hügel. That Phum Phuk, am Abend golden in der Sonne, mit Blick über das ganze Tal.

Geheimtipps

  • Anbieter mit Zertifikat wählen. Die Touren im Schutzgebiet werden lizenziert und die Dörfer rotieren, damit nicht immer dieselben Familien die Last tragen. Frag danach, seriöse Anbieter erklären es gern.
  • Fotografieren nur nach Nachfrage. In den Dörfern der Akha ist das nicht selbstverständlich. Kurz fragen kostet nichts und ändert die Begegnung.
  • Mit dem Rad ins Tal. Rund um Luang Namtha liegen Reisfelder und Dörfer in Fahrradentfernung. Ein schöner halber Tag ohne Führer.

Wo du isst

  • Khao Lam. Klebreis mit Kokos in einem Bambusrohr gegart, am Straßenrand verkauft.
  • Nachtmarkt. Klein, aber mit gegrilltem Fluss- und Bergfleisch und einer eigenen Auswahl an Kräutern, die man weiter südlich nicht sieht.
Muang Ngoi Norden · 1 bis 2 Nächte Ein Dorf am Nam Ou, bis vor kurzem nur mit dem Boot erreichbar. Eine Hauptgasse, Hängematten, Felswände ringsum.

Das solltest du sehen

  1. Der Blick aus dem Dorf. Die Gasse endet am Fluss, und darüber steht die Felswand. Mehr Programm hat der Ort nicht, und das ist der Punkt.
  2. Die Höhle Tham Kang. Vierzig Minuten zu Fuß durch Reisfelder, eine Höhle mit Bach, in der das Dorf während der Bombardierungen Schutz suchte.
  3. Wanderung nach Ban Na und Huay Bo. Zwei Dörfer im Tal dahinter, zu Fuß in zwei bis drei Stunden erreichbar. In beiden kann man übernachten.

Geheimtipps

  • Strom nur zeitweise. In manchen Häusern gibt es ihn nur abends für ein paar Stunden. Powerbank mitnehmen und sich darauf einlassen.
  • Das letzte Boot geht früh. Die Verbindung nach Nong Khiaw fährt am Vormittag und am frühen Nachmittag. Verpass sie nicht, sonst wird aus einer Nacht zwangsläufig eine zweite, was allerdings selten jemanden stört.
  • Bargeld mitbringen. Es gibt keinen Geldautomaten im Ort. Heb in Nong Khiaw oder Luang Prabang ab.

Wo du isst

  • In den Gästehäusern. Es gibt kaum eigenständige Restaurants, und das Essen in den Häusern am Fluss ist einfach und gut.
  • Gegrillter Fisch am Abend. Direkt aus dem Nam Ou, mit Klebreis und Kräutern.
Champasak Süden · 1 Nacht Ein verschlafener Ort am Mekong mit einer einzigen Straße und einer Khmer-Tempelanlage, die älter ist als Angkor.

Das solltest du sehen

  1. Wat Phou. Eine Anlage aus dem fünften bis elften Jahrhundert, in Terrassen am Hang gebaut und auf eine Quelle ausgerichtet. Weltkulturerbe, und morgens hat man sie fast für sich.
  2. Die alte Hauptstraße. Französische Villen in verschiedenen Stadien des Verfalls, dazwischen Hühner. Zwanzig Minuten zu Fuß und ein sehr ruhiger Nachmittag.
  3. Das Fest von Wat Phou. Im Februar zum Vollmond wird die Anlage drei Tage lang zum Wallfahrtsort, mit Markt, Musik und Elefantenprozession.

Geheimtipps

  • Früh hoch, bevor es heiß wird. Die Treppen zum oberen Heiligtum liegen in der Sonne. Ab zehn Uhr ist der Aufstieg anstrengend.
  • Eine Nacht statt eines Tagesausflugs. Die meisten kommen für zwei Stunden aus Pakse. Wer bleibt, hat den Ort abends für sich.

Wo du isst

  • Am Flussufer. Ein paar kleine Lokale mit Blick auf den Mekong, einfache Karte, frischer Fisch.
Thakhek und die Schleife Mitte · 3 bis 4 Nächte Ausgangspunkt für eine viertägige Rollerschleife durch Karstlandschaft, vorbei an der Kong-Lor-Höhle, durch die man sieben Kilometer mit dem Boot fährt.

Das solltest du sehen

  1. Die Kong-Lor-Höhle. Ein Fluss hat einen ganzen Berg durchbohrt. Man fährt im Longtailboot sieben Kilometer durch völlige Dunkelheit und kommt auf der anderen Seite wieder heraus. Einer der eindrucksvollsten Orte Südostasiens.
  2. Die Thakhek-Schleife. Rund vierhundertfünfzig Kilometer in drei bis vier Tagen, durch Karstberge, an Stauseen mit abgestorbenen Bäumen vorbei und durch Dörfer ohne Tourismus.
  3. Der Buddha Cave. Eine Höhle, die 2004 beim Fledermaussuchen entdeckt wurde, mit Hunderten alten Bronzebuddhas darin.

Geheimtipps

  • Gepäck in Thakhek lassen. Fast alle Vermieter lagern den großen Rucksack kostenlos, solange du ihren Roller fährst. Auf der Schleife brauchst du nur eine kleine Tasche.
  • Nicht in der Regenzeit fahren. Teile der Strecke sind dann unbefestigt und schlammig. Zwischen November und Februar ist es ideal.
  • Die Höhle hat Öffnungszeiten. Die letzten Boote fahren am Nachmittag. Plan die Etappe so, dass du mittags in Kong Lor bist, nicht abends.
  • Helm, Führerschein, Fotos. Für die Schleife gilt wie überall: A-Führerschein plus internationaler Schein, Helm, und den Roller vor der Übergabe von allen Seiten fotografieren.

Wo du isst

  • Unterwegs in den Dörfern. Nudelsuppe und Klebreis, meist ohne Karte. Zeig auf den Topf, das funktioniert.
  • In Kong Lor. Ein paar Gästehäuser am Ort kochen abends für ihre Gäste. Eine große Auswahl gibt es nicht und braucht es nicht.

Abgelegen

Die Inseln im Mekong und die stillen Ecken

Laos hat kein Meer, aber es hat den Mekong, und der bringt Hunderte Inseln hervor. Dazu Flusstäler und Hochebenen, an denen niemand vorbeikommt, weil einfach niemand hinfährt. Zwölf Orte für den langsamen Teil der Reise.

Don Det

4000 Inseln, Süden

Die bekannteste der Mekonginseln. Im Norden die Sunrise- und Sunset-Seite mit Gästehäusern und Bars, im Süden Reisfelder und Stille. Fahrräder statt Autos.

Anfahrt
Minibus ab Pakse, dann Boot ab Nakasang, zusammen rund 3 Std.
Beste Zeit
November bis Februar
Betten
Von einfacher Hütte bis solidem Bungalow
Für wen
Erste Inselerfahrung in Laos, junge Reisende, lange Nachmittage

Don Khon

4000 Inseln, Süden

Die ruhigere Nachbarinsel, über die alte französische Eisenbahnbrücke zu Fuß erreichbar. Wasserfälle, Bahndamm, kaum Bars. Wer schlafen will, schläft hier.

Anfahrt
Wie Don Det, dann 10 Min. über die Brücke
Beste Zeit
November bis Februar
Betten
Gästehäuser und einzelne gehobene Bungalows
Für wen
Paare, Ruhesuchende, Radfahrer

Don Khong

4000 Inseln, Süden

Die größte der Inseln und die am wenigsten besuchte. Reisfelder, Dörfer und eine Straße rundherum, die man in einem Tag mit dem Rad schafft. Hier lebt man vom Fluss, nicht vom Tourismus.

Anfahrt
Minibus ab Pakse mit Fähre, rund 2,5 Std.
Beste Zeit
November bis Februar
Betten
Wenige einfache Häuser im Hauptort Muang Khong
Für wen
Radfahrer, Alleinreisende, wer wirklich niemanden treffen will

Don Daeng

Mekong bei Champasak

Eine Sandinsel gegenüber von Wat Phou, mit einem Ring aus Dörfern, einem einzigen gehobenen Haus und sonst nichts. Abends geht man um die Insel.

Anfahrt
Boot ab Champasak, 10 Min.
Beste Zeit
November bis Februar
Betten
Ein Ökoresort und ein Gemeinschaftsgästehaus
Für wen
Eine Nacht Stille nach Wat Phou

Muang Ngoi

Nam Ou, Norden

Kein Insel, aber genauso abgeschnitten: ein Dorf zwischen Felswänden, lange nur per Boot erreichbar. Eine Gasse, Hängematten, Strom am Abend.

Anfahrt
Boot ab Nong Khiaw, rund 1 Std.
Beste Zeit
November bis Februar
Betten
Einfache Gästehäuser am Fluss
Für wen
Entschleunigung, Wandern ins Tal, Lesen

Nong Khiaw

Nam Ou, Norden

Der Ort am Fluss mit den Karstbergen, Ausgangspunkt für Wanderungen und Bootsfahrten. Immer noch klein, aber inzwischen gut mit Unterkünften versorgt.

Anfahrt
Minibus ab Luang Prabang, 3 bis 4 Std.
Beste Zeit
November bis Februar
Betten
Bungalows am Fluss bis kleine Boutiquehäuser
Für wen
Berge, Aussicht, Ausgangspunkt für alles weiter nördlich

Tad Lo

Bolaven-Hochebene, Süden

Ein Weiler an einem Wasserfall, auf halbem Weg der Rollerschleife. Man bleibt eine Nacht und dann doch zwei.

Anfahrt
Roller oder Minibus ab Pakse, rund 2 Std.
Beste Zeit
November bis Februar
Betten
Gästehäuser am Fluss, einfache Lodges
Für wen
Pause auf der Bolaven-Schleife, Baden, Dörfer in der Umgebung

Kong Lor

Mitte, an der Thakhek-Schleife

Ein Dorf vor der sieben Kilometer langen Flusshöhle. Abends sitzt man zwischen Karstwänden und Reisfeldern, morgens fährt man durch den Berg.

Anfahrt
Roller auf der Thakhek-Schleife oder Minibus ab Thakhek, 4 Std.
Beste Zeit
November bis Februar
Betten
Einfache Gästehäuser und ein, zwei bessere Häuser
Für wen
Die Höhle, und den Abend davor

Nam Et-Phou Louey

Nordosten

Das größte Schutzgebiet des Landes, mit nächtlichen Bootssafaris, bei denen man mit Scheinwerfern nach Sambarhirschen und mit viel Glück nach Katzen sucht. Einnahmen gehen an die Dörfer, die auf Jagd verzichten.

Anfahrt
Ab Vieng Thong, organisiert über das Besucherzentrum
Beste Zeit
November bis März
Betten
Camp im Schutzgebiet, einfache Unterkunft
Für wen
Natur, Tierbeobachtung, wer etwas Ungewöhnliches sucht

Vieng Xai

Nordosten, nahe Vietnam

Ein Talkessel mit Höhlen, in denen während der Bombardierungen zwanzigtausend Menschen lebten, samt Krankenhaus, Schule und Theater. Der Audioguide ist einer der besten Südostasiens.

Anfahrt
Minibus ab Sam Neua, 1 Std.
Beste Zeit
Oktober bis März
Betten
Wenige einfache Häuser im Ort
Für wen
Geschichte, Höhlen, Reisende mit Zeit

Si Phan Don Südzipfel

Grenze zu Kambodscha

Wo der Mekong die Grenze erreicht, stehen die letzten Irawadi-Delfine des Flusses. Boote fahren früh und spät hinaus, gesehen wird, was sich zeigt.

Anfahrt
Boot ab Don Khon, 20 Min.
Beste Zeit
November bis Mai, bei niedrigem Wasser besser
Betten
Von Don Khon oder Don Det aus
Für wen
Delfine, früher Morgen, Geduld

Luang Namtha und das Nam-Ha-Gebiet

Hoher Norden

Bergwald, Dörfer der Akha und Khmu und ein Wandersystem, das den Dörfern gehört. Der entlegenste Teil des Landes, der sich ohne eigene Expedition bereisen lässt.

Anfahrt
Flug ab Vientiane oder Bus ab Luang Prabang, 8 Std.
Beste Zeit
November bis Februar
Betten
Einfache Häuser im Ort, Homestays im Gebiet
Für wen
Wandern, Bergvölker, mehrtägige Touren

Must-see

Was du gesehen haben solltest

Die Dinge, die den Weg wirklich rechtfertigen, mit dem Hinweis, wann du hingehst und was die meisten falsch machen.

Mönche in orangen Roben gehen in einer Reihe durch eine Straße in Luang Prabang
01

halb sechs

Tak Bat, der Almosengang in Luang Prabang

Jeden Morgen bei Sonnenaufgang ziehen Hunderte Mönche barfuß durch die Stadt und nehmen Reis entgegen. Das ist kein Schauspiel, sondern eine religiöse Handlung, und genau da gehen die meisten Besucher daneben. Wenn du zusiehst: aus der Entfernung, im Sitzen oder kniend, nicht im Weg, kein Blitz, keine Kamera ins Gesicht. Wenn du mitgibst, kauf den Reis nicht von den Ständen am Straßenrand, sondern am Morgenmarkt, und gib still.

Türkisfarbene Sinterbecken der Kuang-Si-Wasserfälle im Wald
02

vor zehn Uhr

Die Kuang-Si-Wasserfälle

Türkisfarbene Kalksinterbecken, die sich über mehrere Stufen in den Wald ergießen. Ab Mittag kommen die Gruppen aus der Stadt, davor hast du die oberen Becken fast für dich. Nimm Badesachen mit, das Wasser ist kalt und genau deshalb gut. Am Eingang liegt eine Auffangstation für Kragenbären aus beschlagnahmtem Handel, die den Umweg wert ist.

Bewaldete Berge mit tief hängenden Wolken über Reisfeldern
03

früh am Morgen

Der Nam Ou bei Nong Khiaw

Der Aufstieg zum Pha Daeng Peak dauert gut eine Stunde über Stufen und Leitern und ist schweißtreibend. Oben steht man über einem Tal, in dem der Nebel zwischen den Karsttürmen hängt, bis die Sonne ihn wegnimmt. Für viele der Moment, an den sie sich von Laos erinnern.

04

mit Führer

Die Ebene der Krüge

Tausende steinerne Krüge, bis zu drei Meter hoch und über zweitausend Jahre alt, verstreut über die Hochebene bei Phonsavan. Wahrscheinlich Bestattungsgefäße, sicher weiß es niemand. Die Gegend wurde im Krieg schwer bombardiert, deshalb sind nur geräumte Pfade freigegeben, markiert mit weißen Steinen. Bleib zwischen den Markierungen, immer.

05

zwei bis drei Tage

Die Bolaven-Hochebene

Auf tausend Metern wächst der Kaffee, für den Laos bekannt ist, und an der Kante der Ebene stürzen die Flüsse in die Tiefe. Tad Fane fällt in zwei Strahlen über hundert Meter in eine Schlucht. Die kleine Schleife mit dem Roller dauert zwei Tage, die große drei, und beide führen durch Dörfer, in denen kaum jemand Englisch spricht.

Langes Passagierboot auf dem Mekong vor grünen Hügeln
06

drei Nächte

Die 4000 Inseln im Mekong

Hier wird der Mekong vierzehn Kilometer breit und zerfällt in Hunderte Inseln. Auf Don Det und Don Khon gibt es Fahrräder, Hängematten und den Rest einer französischen Schmalspurbahn, die Schiffe um die Khone-Fälle herumtragen sollte. Am Südzipfel leben die letzten Irawadi-Delfine des Mekong, ein paar Dutzend noch.

Abseits

Geheimtipps

Dinge, die in den meisten Reiseführern fehlen und eine Laosreise deutlich besser machen.

01

Nimm die Bahn, aber buche sie früh

Transport

Die Strecke Vientiane, Vang Vieng, Luang Prabang dauert mit dem Schnellzug rund zwei Stunden statt acht bis zehn im Minibus. Genau deshalb sind die Züge voll. Tickets gibt es ein paar Tage im Voraus, und beliebte Abfahrten sind schnell weg. Die Bahnhöfe liegen außerhalb der Orte, plan für den Transfer jeweils eine halbe Stunde ein.

02

Der Norden ist im Winter wirklich kalt

Packen

Zwischen Dezember und Februar fällt die Temperatur in Nong Khiaw und auf der Hochebene nachts auf unter zehn Grad, und laotische Zimmer haben keine Heizung. Eine Fleecejacke und lange Hose gehören ins Gepäck, auch wenn das für Südostasien verkehrt klingt.

03

März und April sind die Rauchmonate

Reisezeit

In der Brandrodungszeit liegt im Norden wochenlang Rauch über den Tälern. Die Aussichtspunkte, für die man kommt, zeigen dann grauen Dunst, und empfindliche Atemwege merken es sofort. Wenn du die Berge sehen willst, komm zwischen November und Februar.

04

Zwei Währungen, und Dollar hilft

Geld

Gezahlt wird in Kip, aber US-Dollar und thailändische Baht werden vielerorts gleichberechtigt angenommen. Geldautomaten geben pro Abhebung maximal zwei Millionen Kip aus, was nicht viel ist, und berechnen jedes Mal Gebühr. Nimm ein paar kleine Dollarnoten als Reserve mit. Kip darfst du offiziell weder ein- noch ausführen, tausch deshalb vor der Abreise zurück.

05

Finger weg von Gratisdrinks und Mixgetränken aus dubiosen Bars

Sicherheit

Im Raum Vang Vieng wurden mit Methanol versetzte Getränke nachgewiesen, mit Vergiftungen und Todesfällen. Das Außenministerium warnt ausdrücklich davor, besonders vor Gratisrunden und offenen Mixgetränken. Bleib bei Bier und Flaschen, die vor dir geöffnet werden, und lass dein Glas nicht stehen.

06

Bleib auf den Wegen, auch abseits der Ebene der Krüge

Sicherheit

Laos ist das am stärksten bombardierte Land der Geschichte, gemessen pro Kopf. Ein großer Teil der abgeworfenen Streumunition ist nicht detoniert und liegt bis heute im Boden, vor allem im Osten entlang der Route des Ho-Chi-Minh-Pfads. Touren dorthin nur mit Führer, und querfeldein geht man nirgends.

Schritt drei

Wo du schläfst

Laos hat wenige große Häuser, dafür ungewöhnlich schöne kleine. In Luang Prabang wohnt man in umgebauten Kolonialvillen, im Süden in Holzhäusern am Fluss.

Geprüft am 13. Oktober 2026Jede harte Angabe trägt ihr Prüfdatum.
Quellen offen gelegtNationalparks, Wetterdienste, Fachmedien, mit Link.
Echtes Unternehmen aus ÖsterreichWilding Consulting e.U., Firmenbuch FN 661191 s.
Antwort von einem Menschen[email protected]

Ikonisch

ab 300 € / Nacht

Luang Prabang · Halbinsel

Kolonialvilla mit Garten

Die schönsten Häuser der Stadt sind ehemalige Residenzen aus der französischen Zeit, mit Teakböden, hohen Decken und einem Pool zwischen Frangipani. Alles zu Fuß erreichbar.

Buchungslink folgt

Luang Prabang · Flussufer

Resort am Nam Khan

Ein paar Minuten außerhalb, dafür am Wasser und mit Blick auf die Berge. Shuttle in die Stadt gehört dazu, sonst wird der Weg abends lästig.

Buchungslink folgt

Sehr gut und bezahlbar

80 bis 160 € / Nacht

Luang Prabang · Altstadt

Boutiquehaus mit zehn Zimmern

Das Preis-Leistungs-Verhältnis in Laos ist auffallend gut. Für dieses Geld bekommst du hier ein Haus, für das du in Thailand das Doppelte zahlst.

Buchungslink folgt

Nong Khiaw · über dem Fluss

Bungalow mit Balkon zum Nam Ou

Nimm ein Zimmer mit Blick auf den Fluss und die Karstberge. Der Aufpreis ist klein und der Morgen danach ist ein anderer.

Buchungslink folgt

Pakse · Stadt

Solides Haus als Basis für den Süden

Pakse selbst ist kein Ziel, aber ein guter Stützpunkt für die Hochebene. Ein ordentliches Hotel für ein, zwei Nächte reicht völlig.

Buchungslink folgt

Klein und besonders

30 bis 70 € / Nacht

Don Khon · am Wasser

Holzbungalow mit Hängematte

Einfach, sauber, direkt am Mekong, und die Hängematte auf der Veranda ist der eigentliche Grund, warum Leute länger bleiben als geplant.

Buchungslink folgt

Bolaven · Kaffeefarm

Zimmer auf einer Plantage

Mehrere Farmen auf der Hochebene vermieten Zimmer und zeigen am Morgen, wie aus der Kirsche die Bohne wird. Nachts ist es oben angenehm kühl.

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Muang Ngoi · Dorf am Fluss

Gästehaus ohne Straße davor

Bis vor kurzem kam man nur mit dem Boot her. Strom gibt es, Komfort wenig, Ruhe dafür im Überfluss.

Buchungslink folgt

Erlebnisse

Touren, die sich lohnen

Acht Erlebnisse, die den Unterschied zwischen Urlaub und Reise machen. Wir verlinken Anbieter nur, wenn wir sie empfehlen würden.

Schalen mit Gewürzen und Saucen auf einem laotischen Tisch
Händler an einem Marktstand in Laos
Langes Boot von oben auf dem Fluss
01

Bootsfahrt von Nong Khiaw nach Muang Ngoi

ein Vormittag

Eine Stunde flussaufwärts im langen Holzboot, zwischen Felswänden hindurch, die senkrecht aus dem Wasser kommen. Die Boote fahren am Vormittag, sitz vorne, dort sieht man am meisten.

02

Kochkurs in Luang Prabang

halber Tag

Beginnt auf dem Morgenmarkt, wo erklärt wird, was all die Blätter und Pasten sind, und endet bei Laap und Klebreis aus dem Korb. Der beste Weg, die laotische Küche von der thailändischen unterscheiden zu lernen.

03

Wanderung mit Übernachtung im Dorf

zwei Tage

Ab Nong Khiaw oder Luang Namtha. Ein Tag Aufstieg durch Bambuswald, Nacht bei einer Familie, am nächsten Tag zurück. Such einen Anbieter, der die Gastgeberdörfer rotieren lässt, das verteilt das Geld.

04

Die Bolaven-Schleife mit dem Roller

zwei bis drei Tage

Wasserfälle, Kaffeefarmen und Dörfer der Katu und Alak. Die Straßen sind besser als ihr Ruf, aber fahr nicht im Dunkeln und nicht in der Regenzeit über die unbefestigten Abschnitte.

05

Kajak auf dem Nam Song bei Vang Vieng

halber Tag

Ruhiges Wasser zwischen Kalksteintürmen, meist kombiniert mit einer Höhlentour. Das ist die zivile Version dessen, wofür Vang Vieng früher berüchtigt war.

06

Ballonfahrt über Vang Vieng

Sonnenaufgang

Eine knappe Stunde über den Karstbergen, wenn der Nebel noch in den Tälern liegt. Geht nur bei ruhigem Wetter, also leg den Termin früh in den Aufenthalt, dann bleibt ein Ersatztag.

07

Die Ebene der Krüge mit lokalem Führer

ganzer Tag

Drei Fundstellen sind freigegeben und geräumt. Ein Führer erklärt nicht nur die Krüge, sondern auch die Bombenkrater daneben, und das gehört zusammen. Besuch dazu das Besucherzentrum der Minenräumer in Phonsavan.

08

Radtour auf Don Khon

ein Tag

Über den alten französischen Bahndamm zu den Khone-Phapheng-Fällen, den größten Wasserfällen Südostasiens nach Wassermenge. Am Nachmittag mit dem Boot zum Südzipfel, wo die Delfine stehen.

Budget

Was ein Tag wirklich kostet

Laos ist günstig, aber nicht mehr spottbillig. Die Preise für Unterkünfte sind auffällig niedrig, Transport und Touren kosten ungefähr so viel wie in Thailand.

Gezahlt wird in Kip. US-Dollar und thailändische Baht werden vielerorts gleichberechtigt angenommen, Kreditkarten vor allem in größeren Städten. Kip darfst du offiziell weder ein- noch ausführen, tausch deshalb vor der Abreise zurück. Ab einem Gegenwert von 10.000 US-Dollar musst du Devisen deklarieren.

Sparsam

Pro Person und Tag

25 bis 40 Euro

  • SchlafenGästehaus oder Bungalow, 8 bis 18 Euro
  • EssenMarkt, Nudelsuppe, Garküche, 1,50 bis 3 Euro
  • FahrenBus, Minibus, geteiltes Tuk-Tuk
  • ErlebenWasserfälle, Wanderungen, Tempel

Angenehm

Pro Person und Tag

70 bis 120 Euro

  • SchlafenBoutiquehaus mit Pool, 50 bis 90 Euro
  • EssenRestaurant und abends ein Glas Wein, 15 bis 30 Euro
  • FahrenBahn zweiter Klasse, Inlandsflug, privater Transfer
  • ErlebenKochkurs, Bootsfahrt, Führer für einen Tag

Richtig gut

Pro Person und Tag

ab 250 Euro

  • SchlafenKolonialvilla oder Flussresort, ab 200 Euro
  • EssenGehobene Küche in Luang Prabang, 50 Euro aufwärts
  • FahrenFahrer für die ganze Strecke, Flüge, Transfers
  • ErlebenPrivatführer, Ballonfahrt, mehrtägige Wanderung mit Begleitung

Geld, Karte und Trinkgeld

Unterkünfte sind der Schnäppchenteil
Für achtzig Euro bekommst du in Luang Prabang ein Haus, für das du in Thailand das Doppelte zahlst. Wenn du irgendwo mehr ausgibst als geplant, dann lohnt es sich hier.
Die Bahn spart Geld und Tage
Ein Zugticket Vientiane nach Luang Prabang kostet etwa so viel wie der Minibus, dauert aber ein Viertel der Zeit. Das ist die einfachste gute Entscheidung der ganzen Planung.
Der Inlandsflug in den Süden lohnt sich
Sechzig bis hundertzwanzig Euro klingen nach viel in einem günstigen Land. Dafür sparst du zwei ganze Reisetage, und die kosten dich an jedem anderen Posten mehr.
Eintritte sind niedrig
Kuang Si, die Ebene der Krüge, Tempel und Höhlen kosten jeweils ein bis fünf Euro. Das Budget geht hier nicht für Tickets drauf, sondern für Transport.
Trinkgeld ist nicht üblich, aber gern gesehen
In einfachen Lokalen rundet man auf. Für Führer und Fahrer sind fünf bis zehn Prozent ein freundliches Zeichen und für die Leute ein spürbarer Unterschied.
Nebensaison senkt die Preise deutlich
Zwischen Mai und September zahlst du für dieselben Häuser oft die Hälfte. Wenn dich Nachmittagsregen nicht stört, ist das ein sehr guter Tausch.

Vor Ort

Gesund bleiben und nicht anecken

Laos ist höflich und zurückhaltend, und es erwartet dasselbe. Wer das versteht, kommt hier außergewöhnlich gut durch.

Gesundheit und Sicherheit

Wir sind keine Ärzte und geben keine medizinische Beratung. Was wir dir geben können, ist die ehrliche Einordnung, worauf es ankommt.

Impfungen
Für die Einreise ist keine Impfung vorgeschrieben. Was sinnvoll ist, entscheidet eine reisemedizinische Beratung, in Österreich etwa am Tropeninstitut Wien oder im Impfzentrum Alserstraße. Geh sechs bis acht Wochen vor Abflug hin.
Methanol in Getränken
Im Raum Vang Vieng wurden Getränke mit Methanol nachgewiesen, mit Vergiftungen und Todesfällen. Das Außenministerium warnt ausdrücklich. Keine Gratisrunden, keine offenen Mixgetränke, keine Flasche, die nicht vor dir geöffnet wird. Lass dein Glas nicht unbeaufsichtigt. Bei Sehstörungen oder starker Übelkeit nach einem Abend sofort ins Krankenhaus, das ist ein Notfall.
Blindgänger
Laos ist pro Kopf das am stärksten bombardierte Land der Geschichte. Ein großer Teil der Streumunition ist nicht detoniert und liegt bis heute im Boden, vor allem im Osten entlang der Route des Ho-Chi-Minh-Pfads und rund um die Ebene der Krüge. Bleib auf markierten Wegen, geh nie querfeldein und fass nichts an, was im Boden steckt. Touren in belastete Gebiete nur mit Führer.
Medizinische Versorgung
Eingeschränkt, auch in Vientiane. Bei etwas Ernstem wird nach Bangkok oder Udon Thani in Thailand ausgeflogen. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ist in Laos deshalb kein Nice-to-have, sondern Pflicht.
Leitungswasser
Nicht trinken. Flaschenwasser ist überall günstig, Nachfüllstationen verbreitet. Eine Filterflasche spart viel Plastik.
Moskitos
Dengue kommt vor, die Mücken stechen tagsüber. Mittel mit DEET oder Icaridin und lange, lockere Kleidung am Abend. Malaria gibt es vor allem im Süden und in abgelegenen Gebieten, in den Reiseregionen praktisch nicht.
Verkehr
Gefahren wird rechts, aber vor allem wird nach Gefühl gefahren. Nachts über Land ist keine gute Idee, weil Fahrzeuge ohne Licht und freilaufendes Vieh dazukommen. Auf dem Roller immer Helm.
Grenzgebiete
Das Außenministerium rät derzeit vom Grenzgebiet zu Kambodscha ab und empfiehlt, nicht mit dem Pkw aus Myanmar einzureisen. Für die üblichen Reiserouten im Norden und Süden spielt das keine Rolle.
Polizei191Rettung195Feuerwehr190Notfall-Hotline Österreich+43 1 90115 4411

Das unterschätzen die meistenZwei Dinge in Laos sind keine Kleinigkeit und werden trotzdem ständig abgetan. Erstens: Gepanschter Alkohol ist hier real, es gab Todesfälle. Zweitens: Blindgänger liegen nicht nur in Sperrgebieten, sondern auch neben Feldwegen. Beides kostet dich nichts an Urlaubsqualität, wenn du dich daran hältst. Trink Flaschenbier und bleib auf dem Weg.

Offizielle QuellenÖAMTC Länderinfo LaosAußenministerium Österreich, ReiseinformationAuswärtiges Amt, Reise- und Sicherheitshinweise

Wie man sich benimmt

Laos ist zurückhaltender als Thailand und deutlich zurückhaltender als Vietnam. Lautstärke und Ungeduld fallen hier sofort auf, Freundlichkeit öffnet dagegen alles.

Das kommt gut an

  • Der Nop. Hände vor der Brust zusammen, leichte Verbeugung, wie das thailändische Wai. Für dich reicht Brusthöhe bei jeder Begrüßung. Älteren Menschen gegenüber etwas höher.
  • Schuhe aus. Vor jedem Tempel, in jedem Privathaus und in vielen kleinen Läden und Gästehäusern. Wenn Schuhe vor der Tür stehen, gehören deine dazu.
  • Schultern und Knie bedeckt. In Klöstern und Tempeln selbstverständlich, in Luang Prabang aber auch generell gern gesehen. Ein leichtes Tuch im Tagesrucksack löst das Problem.
  • Ruhig bleiben. Laute Stimme und sichtbarer Ärger gelten als Gesichtsverlust, und zwar deiner. Wer lächelnd nachfragt, bekommt hier fast immer, was er braucht.
  • Mit beiden Händen geben. Geld, Visitenkarten und Geschenke reicht man mit der rechten Hand, die linke stützt dabei den Unterarm. Eine kleine Geste, die sofort auffällt.
  • Beim Almosengang leise bleiben. Wenn du den Tak Bat ansiehst: Abstand halten, hinsetzen oder knien, kein Blitz, nicht in die Reihe treten. Wer mitgibt, kauft den Reis am Morgenmarkt, nicht bei den Händlern am Straßenrand, die ihn den Mönchen danach wieder abkaufen.

Das besser nicht

  • Mönche nicht berühren. Frauen reichen einem Mönch nichts direkt in die Hand, sondern legen es auf ein Tuch oder geben es über einen Mann weiter. Das ist keine Geringschätzung, sondern Ordensregel.
  • Nicht auf einen Buddha zeigen oder sich mit dem Rücken zu ihm fotografieren. Und nicht auf Buddhafiguren klettern, auch nicht für ein Foto.
  • Füße nicht auf Menschen oder Figuren richten. Im Tempel sitzt man mit den Füßen nach hinten. Der Kopf ist der höchste, die Füße der niedrigste Teil des Körpers, auch im übertragenen Sinn.
  • Kein Kopftätscheln. Auch nicht bei Kindern, so freundlich es gemeint ist.
  • Keine Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit. Händchenhalten ist in Ordnung, mehr nicht. Laos ist hier konservativer als seine Nachbarn.
  • Keine Buddhafiguren ausführen. Die Ausfuhr von Buddhabildnissen und Antiquitäten ist genehmigungspflichtig. Lass die Finger von Angeboten auf Märkten, auch wenn sie neu aussehen.

Acht Sätze, die Türen öffnen

Laotisch ist mit dem Thailändischen verwandt, Thai verstehen viele. Schon zwei Wörter auf Lao verändern hier aber spürbar den Ton.

Hallo

ສະບາຍດີ

sa-bai-dii

Danke

ຂອບໃຈ

khop-tschai

Vielen Dank

ຂອບໃຈຫຼາຍໆ

khop-tschai lai-lai

Ja

ແມ່ນແລ້ວ

men-leo

Nein

ບໍ່

bo

Wie viel kostet das?

ເທົ່າໃດ

thao-dai

Lecker

ແຊບ

saep

Kein Problem, macht nichts

ບໍ່ເປັນຫຍັງ

bo-pen-nyang

Kalender

Feste, Feiertage und was sie für dich bedeuten

Laotische Feste richten sich nach dem Mondkalender, die Termine verschieben sich also jedes Jahr. Prüf vor dem Buchen, ob eines in deine Reise fällt, das ändert alles, im Guten wie im Praktischen.

Januar oder Februar

Boun Khoun Khao, das Reisfest

ländliche Gebiete

Nach der Ernte wird in den Dörfern der Reisgeist geehrt, mit Zeremonien an den Speichern und gemeinsamem Essen auf dem Feld.

Für dich heißt das: ein stiller, sehr echter Anlass abseits der Touristenorte. Wenn du zu dieser Zeit auf dem Land unterwegs bist, frag im Gästehaus, ob es in der Nähe etwas gibt.

Februar

Boun Makha Bousa

landesweit, besonders Vientiane

Zum Vollmond des dritten Monats ziehen Gläubige mit Kerzen dreimal um die Tempel. In Vientiane ist der That Luang abends vollständig von Lichtern umringt.

Für dich heißt das: ein schöner Abend, zu dem Besucher willkommen sind, wenn sie sich ruhig verhalten. Schultern bedeckt, leise, kein Blitz.

Mitte April

Pi Mai Lao, das Neujahrsfest

landesweit, Zentrum Luang Prabang

Das größte Fest des Jahres, drei Tage lang. Buddhafiguren werden mit Wasser gewaschen, danach wird die ganze Stadt nass. In Luang Prabang gibt es Prozessionen, Sandstupas am Flussufer und eine Parade.

Für dich heißt das: Hotels sind Monate vorher ausgebucht und teuer, Busse und Züge voll, viele Geschäfte zu. Dafür erlebst du das Land in seinem ausgelassensten Zustand. Entweder bewusst mittendrin oder bewusst weit weg, dazwischen gibt es nichts. Elektronik wasserdicht verpacken.

Mai

Boun Bang Fai, das Raketenfest

Dörfer im Süden und in der Mitte

Selbstgebaute Bambusraketen werden in den Himmel geschossen, um den Regen zu rufen. Je höher, desto besser die Ernte, so die Überlieferung. Dazu Musik, Tanz und reichlich Lao-Lao.

Für dich heißt das: eines der ungewöhnlichsten Feste Südostasiens, wenn du es erwischst. Halt Abstand von den Abschussrampen, das ist kein organisiertes Feuerwerk.

Juli

Boun Khao Phansa, Beginn der Regenklausur

landesweit

Die dreimonatige Klausurzeit der Mönche beginnt. Sie bleiben im Kloster, viele junge Männer treten für diese Zeit ein. Die Klöster sind voller als sonst.

Für dich heißt das: eine gute Zeit, um Klosterleben zu sehen. Hochzeiten und große Feiern fallen in diesen Monaten aus, was es insgesamt ruhiger macht.

Oktober

Boun Ok Phansa und Bootsrennen

Vientiane, Luang Prabang, am Mekong

Zum Ende der Regenklausur werden abends Hunderte Bananenblattschiffchen mit Kerzen auf den Mekong gesetzt. Am Tag darauf messen sich lange Ruderboote mit bis zu fünfzig Ruderern.

Für dich heißt das: der schönste Abend, den Laos zu bieten hat, und die Uferpromenade in Vientiane ist dann ein einziger Markt. Hotels früh buchen, das Fest fällt in die beginnende Hochsaison.

November

Boun That Luang

Vientiane

Das wichtigste religiöse Fest der Hauptstadt, rund um den goldenen That Luang. Eine Woche mit Prozessionen, Markt und einer Kerzenumrundung des Stupas zum Vollmond.

Für dich heißt das: Vientiane ist für ein paar Tage alles andere als verschlafen. Wenn du ohnehin in der Hauptstadt bist, leg eine Nacht dazu.

Dezember

Nationalfeiertag

landesweit

Am zweiten Dezember wird die Gründung der Demokratischen Volksrepublik gefeiert, mit Paraden und offiziellen Veranstaltungen.

Für dich heißt das: Behörden und Banken geschlossen, sonst wenig Einfluss auf eine Reise. Erledige Visumverlängerungen nicht an diesem Tag.

wechselnd, meist Januar

Hmong-Neujahr

Bergdörfer im Norden, Luang Prabang, Phonsavan

Nach der Ernte feiern die Hmong ihr Neujahr, mit bestickten Trachten, Stierkämpfen und dem Ballspiel Pov Pob, bei dem junge Leute sich einen Ball zuwerfen und dabei anbandeln.

Für dich heißt das: einer der farbenprächtigsten Anlässe des Landes und ein guter Grund, im Januar in den Norden zu fahren. Frag vor Ort nach dem genauen Termin, er wird je nach Dorf unterschiedlich gelegt.

ganzjährig, Vollmondtage

Wan Sin, buddhistische Feiertage

landesweit

An den vier Mondphasentagen gehen viele Menschen morgens in den Tempel. In manchen Orten wird an diesen Tagen kein Alkohol ausgeschenkt.

Für dich heißt das: nichts Dramatisches, aber wundere dich nicht, wenn die Bar zu ist. Die Klöster sind an diesen Morgen besonders schön.

Planung

Wir bauen dir die Route

Keine der fertigen Routen passt? Dann stellen wir dir eine zusammen, auf deine Daten, dein Budget und dein Tempo.

01

Fünf Minuten Fragebogen

Zeitraum, Personen, Budget pro Nacht, Reisestil, und ein Freitextfeld, in dem du schreibst, was unbedingt passieren soll. Der Preis stellt sich beim Ausfüllen automatisch ein.

02

Rückfragen und Recherche

Wir fragen drei bis fünf Dinge nach, die sich aus deinen Antworten ergeben, prüfen Reisezeit und Fahrzeiten und sortieren aus, was sich nicht lohnt.

03

Plan in 24 Stunden

Etappen mit Nächten, Verbindungen, Hotelvorschläge in drei Preisklassen, Touren pro Ort, dazu zu jeder Entscheidung ein Satz, warum. Eine Korrekturrunde ist inklusive.

Route für Laos planen lassenFünf Minuten Fragebogen, dann bekommst du sofort und kostenlos unsere Einschätzung zu deiner Reise. Der fertige Plan kommt innerhalb von 24 Stunden, eine Korrekturrunde inklusive.

Wir sagen dir, was wir an deiner Stelle tun würden.

Reiseportale zeigen dir vierhundert Hotels und überlassen dir die Entscheidung. Reiseführer sind zwei Jahre alt. Verenza macht es anders: aktuell geprüft, klar entschieden und ehrlich begründet. So planen Menschen ihre Reise heute, und so wollen wir es auch in zehn Jahren noch machen.

Geprüft, nicht abgeschrieben

Sperrzeiten, Eintritte und Reisezeiten stehen bei uns mit Quelle und Prüfdatum auf der Seite. Du siehst, worauf eine Angabe beruht und wie alt sie ist.

Eine Entscheidung statt vierzig Optionen

Wir nennen dir das Haus, den Strand und die Route, die wir nehmen würden, und sagen dazu, warum. Mit einer Liste kannst du nichts anfangen, mit einer Empfehlung schon.

Auch das, was niemand gern sagt

Welcher Strand um elf Uhr voll ist. Wann dein Wunschmonat der falsche ist. Wann drei Länder zwei zu viel sind. Das ist der Teil, für den du später dankbar bist.

Häufige Fragen

Bevor du buchst

Brauche ich als Österreicher ein Visum für Laos?

Ja. Österreicherinnen und Österreicher brauchen ein Visum, und das gilt genauso für Deutsche und Schweizer. Du beantragst es entweder online als E-Visum auf laoevisa.gov.la oder bei der laotischen Botschaft. Zusätzlich ist vor der Einreise eine elektronische Registrierung nötig. Dein Reisepass muss bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein, und du musst ein Rück- oder Weiterreiseticket sowie ausreichende Geldmittel nachweisen können.

Wie viele Nächte sollte ich einplanen?

Zwölf bis sechzehn. Mit zwölf Nächten bekommst du den Norden in Ruhe, also Vientiane, Vang Vieng, Luang Prabang und Nong Khiaw. Für den Süden mit Bolaven-Hochebene und den 4000 Inseln brauchst du vier bis sechs Nächte mehr und einen Inlandsflug nach Pakse. Unter zehn Nächten lohnt sich die lange Anreise kaum.

Wann ist die beste Reisezeit?

November bis Februar. Dann ist es trocken, die Luft ist klar und die Temperaturen sind angenehm. Zwei Einschränkungen: Im Norden wird es nachts empfindlich kühl, teils unter zehn Grad, und im März und April liegt dort der Rauch der Brandrodung über den Tälern. Wer die Berge sehen will, kommt im Winter.

Wie komme ich im Land herum?

Seit die Bahn von Vientiane über Vang Vieng nach Luang Prabang fährt, ist der Norden einfach geworden: rund zwei Stunden statt acht bis zehn im Minibus. Buch die Tickets ein paar Tage im Voraus, die Züge sind voll. Für den Süden nimmst du einen Inlandsflug nach Pakse, sonst sitzt du einen ganzen Tag im Bus. Innerhalb der Regionen fährt man mit Minibus, Boot oder Roller.

Ist Laos sicher?

In den Reisegebieten ja, und die Kriminalität gegen Reisende ist niedrig. Drei Dinge muss man trotzdem wissen. Erstens wurden im Raum Vang Vieng mit Methanol versetzte Getränke gefunden, mit Vergiftungen und Todesfällen, deshalb keine Gratisrunden und keine offenen Mixgetränke. Zweitens liegt in weiten Teilen des Ostens nicht detonierte Streumunition im Boden, also bleib auf markierten Wegen und geh nie querfeldein. Drittens rät das Außenministerium derzeit vom Grenzgebiet zu Kambodscha ab.

Wie viel Geld brauche ich pro Tag?

Mit guten Mittelklassehotels, Restaurantessen, Führer und Touren kommst du auf grob 70 bis 120 Euro pro Person und Tag. Laos ist damit eines der günstigsten Länder der Region, vor allem bei Unterkünften.

Lohnt sich Laos, wenn ich schon Thailand und Vietnam kenne?

Gerade dann. Laos hat weder die Strände Thailands noch die Dichte Vietnams, und es will auch gar nicht mithalten. Was es hat, ist Tempo: weniger Verkehr, weniger Verkäufer, weniger Programm. Wer aus Hanoi oder Bangkok kommt, braucht zwei Tage, um sich darauf einzulassen, und will dann nicht mehr weg.

Keine Lust, das alles selbst zusammenzusuchen?Fünf Minuten Fragebogen, danach bekommst du kostenlos unsere Einschätzung zu deiner Reise.

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