Angkor Wat im warmen Morgenlicht, gespiegelt im Wasserbecken davor

Verenza · Südostasien

Kambodscha, mehr als Angkor

Fast alle kommen für drei Tage wegen der Tempel und fliegen wieder. Dabei beginnt das eigentliche Land erst danach: an der Südküste, auf Inseln ohne Strom und in einem Nordosten, in dem Elefanten im Wald leben statt im Camp.

1Visum, vorher online
14 bis 18Tage ideal
30 TageE-Visum
Nov bis Febbeste Zeit

Angkor Wat bei Sonnenaufgang · Foto: Unsplash

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Der größte Planungsfehler bei Kambodscha ist, drei Nächte für Angkor einzuplanen und den Rest des Landes als Durchreise zu behandeln. Angkor braucht drei Tage, das stimmt. Aber der Süden, die Inseln und der Nordosten sind der Grund, warum Leute aus Kambodscha anders zurückkommen als aus Thailand. Rechne zwei Wochen, nicht eine.

Schritt eins

Wo du hinfährst

Sechs Regionen. Die ersten beiden kennt jeder, die anderen vier sind der Grund, warum sich die Reise lohnt.

Steinweg mit Palmen auf den Haupttempel von Angkor Wat zu

Nordwesten

Siem Reap und Angkor

Die größte religiöse Anlage der Welt, über vierhundert Quadratkilometer, gebaut zwischen dem neunten und fünfzehnten Jahrhundert. Dazu eine Stadt, die vom Tourismus lebt und das auch zeigt. Drei Tage für die Tempel, dann weiter.

Für: Tempel, Geschichte, der unverzichtbare Teil

Goldene Dächer des Königspalasts vor den Hochhäusern von Phnom Penh

Zentrum

Phnom Penh

Die Hauptstadt am Zusammenfluss von Mekong und Tonle Sap, mit französischem Erbe, einem Königspalast und zwei Orten, die man gesehen haben muss, auch wenn man es nicht will: Tuol Sleng und Choeung Ek.

Für: Geschichte verstehen, Essen, zwei Nächte

Einzelnes Boot auf dem spiegelglatten Fluss bei Kampot in der Dämmerung

Süden

Kampot, Kep und die Küste

Pfefferplantagen, eine verfallene französische Bergstation im Nebel, Krabbenmarkt am Meer und ein Fluss, auf dem man abends treibt. Der entspannteste Teil des Landes und völlig anders als Siem Reap.

Für: Entschleunigen, Essen, Roller fahren

Heller Sandstrand und flaches türkisfarbenes Wasser ohne Menschen

Golf von Thailand

Koh Rong und die stillen Inseln

Weißer Sand, Biolumineszenz im Wasser und auf manchen Inseln bis heute kein durchgehender Strom. Zwanzig Jahre hinter Thailand, und genau das ist der Punkt.

Für: Strand ohne Betrieb, Schnorcheln, abschalten

Bewaldete grüne Hügel im Hochland im Osten Kambodschas

Nordosten

Mondulkiri und Ratanakiri

Hügelland mit Wasserfällen, Kaffeeplantagen, Minderheitendörfern und Elefantenprojekten, in denen die Tiere im Wald leben und nicht geritten werden. Die Anfahrt ist lang und lohnt sich.

Für: Natur, Elefanten ohne Reiten, zweite Reise

Alter Khmer-Ziegeltempel zwischen Bäumen

Nordwesten abseits

Battambang und die alten Tempel

Eine Kolonialstadt am Fluss mit der lebendigsten Kunstszene des Landes, dazu Tempelanlagen wie Koh Ker, Sambor Prei Kuk und Wat Banan, die so alt sind wie Angkor und an denen fast niemand steht.

Für: Tempel ohne Menschen, Kunst, Zugfahrt

Timing

Wann du fliegst

Kambodscha hat eine klare Trocken- und eine Regenzeit. Die Regenzeit ist nicht das Ausschlusskriterium, für das sie oft gehalten wird.

ZeitraumAngkorKüste und InselnNordostenWas das heißt
Nov bis Febsehr gutsehr gutangenehmDie beste Zeit, trocken und für kambodschanische Verhältnisse kühl. Hochsaison und höchste Preise
Mär bis Maisehr heißheißheißBis zu vierzig Grad. Angkor ist ab zehn Uhr kaum auszuhalten, dafür sind die Preise niedrig
Jun bis Auggrün, SchauerwechselhaftnassNachmittagsregen statt Dauerregen. Die Tempel sind grün, die Gräben voll und die Anlagen leer. Unser Geheimfavorit
Sep bis OktnassMonsunWege schwierigDie nasseste Phase. Dafür steht der Tonle Sap am höchsten und die schwimmenden Dörfer sind wirklich schwimmend

Praxis

Visum, Anreise und unterwegs

Kambodscha ist einfach zu bereisen und bei genau einem Punkt heikel: beim Visum, weil die Suchergebnisse voll von Agenturseiten sind.

Einreise und Visum

Du brauchst ein Visum. Es gibt drei Wege, und einer davon ist eine Falle.

E-Visum, der einfachste Weg
Online beantragt, gültig für eine Einreise und 30 Tage. Die Gebühr liegt bei rund 30 US-Dollar plus Bearbeitungsgebühr. Du bekommst ein PDF, das du ausdruckst und mitnimmst. Das Auswärtige Amt rät, den Antrag mindestens zwei Wochen vor Reiseantritt zu stellen. Beachte: Das E-Visum gilt nur an einer begrenzten Zahl von Grenzübergängen, an den Flughäfen immer.
Nur auf evisa.gov.kh
Das ist die einzige offizielle Adresse, und wir verlinken sie unten. Es gibt Dutzende Seiten mit ähnlichen Namen und Staatswappen, die das Doppelte bis Dreifache verlangen. Tipp die Adresse von Hand ein.
Visum bei Ankunft
Möglich an den Flughäfen Phnom Penh, Siem Reap und Sihanoukville sowie an den größeren Landgrenzen. Kostet ähnlich viel, du brauchst ein Passfoto und zahlst bar in US-Dollar. An Landgrenzen kommt es regelmäßig zu inoffiziellen Aufschlägen.
e-Arrival Card
Bei Anreise mit dem Flugzeug Pflicht und kostenlos. Auszufüllen innerhalb von sieben Tagen vor Ankunft, Ausdruck empfohlen. Diese Karte ist neu und wird noch oft übersehen.
Reisepass
Bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig, mit mindestens einer freien Seite. Statt eines Stempels bekommst du einen Aufkleber mit QR-Code. Prüf die Daten darauf gleich am Schalter.
Verlängern
Das Touristenvisum lässt sich in Phnom Penh bei der Einwanderungsbehörde einmal um einen Monat verlängern.
Überziehen
Kostet eine Tagesgebühr und wird bei der Ausreise fällig. Bei längerem Überziehen drohen Einreisesperre und Abschiebung.

Hier wird am meisten Geld verbranntSuch nicht nach Cambodia Visa und klick auf das erste Ergebnis. Die oberen Treffer sind fast immer bezahlte Anzeigen von Agenturen, die für dasselbe Dokument das Doppelte verlangen. Die einzige richtige Adresse ist evisa.gov.kh. Wir verdienen hier bewusst nichts, obwohl Visa-Agenturen gute Provisionen zahlen.

Offizielle QuellenOffizielles E-Visum Kambodschae-Arrival Card KambodschaAußenministerium ÖsterreichAuswärtiges Amt Deutschland

Wie du hinkommst

Direktflüge aus Europa gibt es nicht. Du fliegst über Bangkok, Singapur, Doha, Kuala Lumpur oder Ho-Chi-Minh-Stadt. Rechne mit sechzehn bis zwanzig Stunden. Viele hängen Kambodscha an Thailand oder Vietnam an, und das bleibt eine gute Idee. Nur der Weg dorthin hat sich geändert, siehe Kasten.

Wichtig für deine PlanungDie Landgrenzen zwischen Thailand und Kambodscha sind geschlossen, seit Juni 2025 und nach Stand vom 13. Oktober 2026 weiterhin. Der klassische Landweg Bangkok, Poipet, Siem Reap fällt damit aus. Von Thailand kommst du derzeit nur mit dem Flugzeug nach Kambodscha, und das ganz normal: Bangkok nach Siem Reap dauert eine Stunde und wird mehrmals täglich geflogen. Buch früh, seit der Sperre sind die Maschinen voll. Die Übergänge nach Vietnam und Laos sind offen.

SAI

Siem Reap Angkor International

40 km östlich der Stadt

Der neue Flughafen für Angkor, seit 2023 in Betrieb. Er liegt deutlich weiter draußen als der alte, dafür schützt das die Tempel vor Erschütterungen.

Weiter von hierTransfer in die Stadt rund 45 Minuten. Die meisten Hotels holen ab, das ist bequemer und oft günstiger als ein Taxi vor Ort.

PNH

Phnom Penh Techo International

Hauptstadt

Das Drehkreuz des Landes mit den meisten internationalen Verbindungen. Der neue Großflughafen südlich der Stadt hat den alten abgelöst.

Weiter von hierTransfer ins Zentrum je nach Verkehr 45 bis 90 Minuten. Grab funktioniert in Phnom Penh zuverlässig.

KOS

Sihanoukville

Südküste

Das Tor zu den Inseln. Wenige internationale Verbindungen, dafür Inlandsflüge ab Phnom Penh und Siem Reap.

Weiter von hierZum Fährhafen 20 Minuten. Die Boote nach Koh Rong und Koh Rong Samloem fahren mehrmals täglich, letzte Abfahrt meist am späten Nachmittag.

BKK

Bangkok als Zubringer

Thailand

Für viele der praktischste Weg: Langstrecke nach Bangkok, dann eine Stunde weiter nach Siem Reap. Oft günstiger als ein Direktticket nach Kambodscha.

Weiter von hierDer Landweg über Poipet funktioniert aktuell nicht, alle Grenzübergänge nach Thailand sind geschlossen. Plane den Anschluss als Flug, buche ihn früh, die Strecke ist seit der Sperre gut gefüllt.

Wie du vor Ort weiterkommst

Kambodscha ist kompakt und die Hauptstrecken sind inzwischen gut asphaltiert. Siem Reap nach Phnom Penh dauert sechs Stunden, Phnom Penh nach Kampot vier. Alles, was in den Nordosten führt, dauert deutlich länger.

Bus und Minivan

7 bis 20 Euro

Zwischen allen größeren Orten, mehrmals täglich. Die besseren Anbieter haben Klimaanlage, Beinfreiheit und feste Sitzplätze. Minivans sind schneller und enger.

Unser TippBuch bei einem Anbieter mit Namen und festen Plätzen, nicht beim günstigsten Straßenschalter. Der Unterschied kostet fünf Euro und spart dir sechs Stunden Ärger.

Privatfahrer

60 bis 100 Euro am Tag

Für Strecken wie Siem Reap nach Battambang oder in den Nordosten die bequemste Lösung, weil du unterwegs anhalten kannst.

Unser TippVereinbare vorher schriftlich, welche Stopps dabei sind. Sonst endet die Fahrt in Souvenirläden, an denen der Fahrer mitverdient.

Tuk-Tuk und Remorque

2 bis 20 Euro

Das Standardverkehrsmittel. In Siem Reap bekommst du ein Tuk-Tuk für einen ganzen Tempeltag für rund zwanzig Dollar, und der Fahrer wartet an jedem Tempel.

Unser TippNimm für die Tempel denselben Fahrer über drei Tage. Er lernt dein Tempo und ist am dritten Tag der beste Planer, den du haben kannst.

Grab und PassApp

1 bis 5 Euro

Funktionieren in Phnom Penh und Siem Reap. Preis steht vorher fest, keine Verhandlung.

Unser TippPassApp ist die lokale App und oft günstiger als Grab. Beide lohnen sich auf dem Handy.

Boot

10 bis 30 Euro

Siem Reap nach Battambang über den Tonle Sap dauert je nach Wasserstand fünf bis neun Stunden und führt durch schwimmende Dörfer. Dazu die Fähren zu den Inseln.

Unser TippDie Bootsfahrt lohnt sich nur bei hohem Wasserstand, also von August bis Januar. In der Trockenzeit wird daraus eine Schlammpartie mit Umsteigen.

Roller

5 bis 10 Euro am Tag

In Kampot, Kep und auf dem Land eine gute Idee. In Phnom Penh und rund um Angkor raten wir ab, dort ist der Verkehr unübersichtlich.

Unser TippDu brauchst den internationalen Führerschein mit Zweiradeintrag. Im Angkor-Park ist das Fahren mit eigenem Motorrad für Ausländer ohnehin eingeschränkt.

Inlandsflug

50 bis 110 Euro

Zwischen Phnom Penh, Siem Reap und Sihanoukville. Spart gegenüber dem Bus vier bis fünf Stunden.

Unser TippLohnt sich nur bei knapper Zeit. Die Busstrecke Siem Reap nach Phnom Penh ist gut ausgebaut und kostet ein Zehntel.

Internet, SIM und die Apps, die wirklich helfen

Kambodscha hat überraschend gutes und sehr günstiges Mobilnetz. Auf den Inseln wird es dünn, und das ist dort eher ein Vorteil.

eSIM
Vor dem Abflug buchen, nach der Landung sofort online. Rund 6 bis 12 Euro für 10 bis 20 Gigabyte.
SIM vor Ort
Cellcard und Smart haben Schalter in den Ankunftshallen. Touristenpakete ab etwa fünf Dollar mit sehr viel Datenvolumen. Pass mitnehmen.
Roaming
Die EU-Roaming-Regelung gilt in Kambodscha nicht. Ohne gebuchtes Paket wird es sehr teuer.
PassApp und Grab
Die beiden Fahrdienst-Apps. PassApp ist lokal und meist günstiger.
Auf den Inseln offline sein
Auf Koh Ta Kiev, Koh Totang und der Westseite von Koh Rong Samloem gibt es kaum Netz und teils nur stundenweise Strom. Lade vorher herunter, was du brauchst, und sag zu Hause Bescheid.
Telegram statt Mail
Viele kleine Veranstalter, Fahrer und Inselunterkünfte sind über Telegram oder WhatsApp erreichbar und antworten dort innerhalb von Minuten.
Karten offline
Lade das Land vorher in Google Maps herunter. Im Nordosten und auf den Inseln brauchst du das.
Khmer-Schrift übersetzen
Google Lens liest Speisekarten und Schilder. Die Khmer-Schrift hat keine Wortzwischenräume und ist für Reisende sonst nicht zu entziffern.

Schritt zwei

Fertige Routen

Zwei fertige Abläufe. Beide so gelegt, dass du Angkor früh siehst und danach das Land kennenlernst.

Der Klassiker

15 Nächte

Für die erste Kambodschareise zwischen November und Februar. Tempel, Hauptstadt, Küste und eine Insel. Alles über Land, kein Inlandsflug nötig.

  • 4 NSiem Reap

    Drei Tempeltage mit Dreitagespass: der kleine Kreis, der große Kreis und ein Tag für Banteay Srei und Beng Mealea. Dazu ein Nachmittag am Tonle Sap.

  • 2 NBattambang

    Mit dem Boot über den Tonle Sap oder per Bus. Bambuszug, Fledermaushöhle am Abend, Kunstschulen in der Altstadt.

  • 2 NPhnom Penh

    Königspalast, Nationalmuseum und die beiden Orte, die zur Geschichte gehören: Tuol Sleng und Choeung Ek.

  • 3 NKampot und Kep

    Pfefferplantage, Bokor-Bergstation, Krabbenmarkt in Kep und ein Abend auf dem Fluss.

  • 4 NKoh Rong Samloem

    Fähre ab Sihanoukville. Saracen Bay oder die stillere Westseite, Schnorcheln und abends Biolumineszenz im Wasser.

Die zweite Reise

18 Nächte

Wenn du Angkor kennst. Tempel ohne Menschen, der Nordosten und der Mekong. Zwischen November und Februar. Die beiden großen Grenztempel, Banteay Chhmar und Preah Vihear, haben wir bewusst draußen gelassen: Sie liegen im Grenzstreifen zu Thailand, vor dem derzeit gewarnt wird. Was hier steht, kannst du heute fahren.

  • 3 NSiem Reap

    Diesmal nur die abgelegenen Tempel: Beng Mealea, Koh Ker und Preah Khan von Kompong Svay, wo du oft allein bist.

  • 2 NSambor Prei Kuk

    Backsteintürme im Wald, dreihundert Jahre älter als Angkor und seit 2017 Weltkulturerbe. Weit weg von der Grenze und fast immer menschenleer.

  • 2 NBattambang

    Die ruhigste Stadt des Landes, französische Fassaden, die beste Künstlerszene Kambodschas und Tempelberge wie Phnom Sampeau direkt vor der Tür.

  • 3 NKratie und Koh Trong

    Irawadi-Delfine im Mekong, dazu eine Flussinsel, auf der man mit dem Rad zwischen Pomelogärten fährt.

  • 4 NMondulkiri

    Hügelland, Wasserfälle und ein Elefantenprojekt, in dem die Tiere im Wald leben. Kein Reiten, kein Baden mit Touristen.

  • 4 NKoh Ta Kiev oder Koh Totang

    Eine Insel ohne Strom zum Abschluss. Hängematte, Kerzenlicht, Sternenhimmel.

Tuk Tuk wartet an einer Straße in Kambodscha
Leuchtend grünes Reisfeld mit einzelner Zuckerpalme
Häuser auf hohen Stelzen über dem Wasser in einem Dorf am Fluss

Städte

Jeder Ort einzeln

Zwölf Orte, jeder mit dem, was du gesehen haben solltest, mit dem, was fast niemand kennt, und mit der Antwort auf die Frage, wo du isst.

Siem Reap Tor zu Angkor · 4 Nächte Eine Stadt, die komplett vom Tourismus lebt und das nicht verbirgt. Als Basis für drei Tempeltage trotzdem angenehm, mit sehr guter Küche.

Das solltest du sehen

  1. Angkor Wat. Der größte religiöse Bau der Welt, zwölftes Jahrhundert, ursprünglich für Vishnu. Die Reliefs im Umgang erzählen auf achthundert Metern das Mahabharata. Nimm dir zwei Stunden allein dafür.
  2. Angkor Thom und Bayon. Die ummauerte Stadt mit den zweihundert Steingesichtern im Zentrum. Dazu die Elefantenterrasse und der Baphuon. Am schönsten im Nachmittagslicht.
  3. Ta Prohm. Der Tempel im Wald, mit Würgefeigen über den Mauern. Früh hingehen, ab neun Uhr steht man an.
  4. Banteay Srei. Vierzig Minuten nördlich, aus rosa Sandstein, mit den feinsten Reliefs der ganzen Khmer-Kunst. Klein und für viele der schönste Tempel überhaupt.
  5. Tonle Sap und die schwimmenden Dörfer. Kampong Phluk oder Kampong Khleang. Letzteres ist größer, echter und weniger besucht. Nur zwischen August und Januar wirklich schwimmend.

Geheimtipps

  • Beng Mealea. Eine Stunde östlich, ein Tempel aus derselben Zeit wie Angkor Wat, komplett eingestürzt und vom Wald überwachsen. Man klettert über Stege durch die Trümmer und ist oft fast allein.
  • Koh Ker. Zwei Stunden nördlich, kurzzeitig Hauptstadt des Khmer-Reichs, mit einer siebenstufigen Pyramide von sechsunddreißig Metern. Seit der Minenräumung zugänglich und immer noch fast leer.
  • Der Südteich von Angkor Wat. Für den Sonnenaufgang stehen am Nordteich dreitausend Menschen. Am Südteich sind es dreißig, und die Spiegelung ist dieselbe.
  • Phnom Kulen. Der heilige Berg, auf dem das Khmer-Reich gegründet wurde, mit einem Wasserfall und dem Flussbett der tausend Lingas, in den Fels gehauen. Eigener Eintritt, nicht im Angkor-Pass enthalten.
  • Die Werkstätten der Artisans Angkor. Eine Ausbildungswerkstatt für Steinmetz, Lackarbeit und Seide, aus der viele Restaurierungen in Angkor stammen. Kostenlose Führung, kein Verkaufsdruck.

Wo du isst

  • Fish Amok. Fisch in Kokosmilch und Kroeung, im Bananenblatt gedämpft. Das Nationalgericht und in einem guten Lokal ganz anders als in der Touristenzeile.
  • Lok Lak. Gewürfeltes Rindfleisch mit Pfeffer-Limetten-Dip, dazu Reis und ein Spiegelei.
  • Nachtmarkt und Garküchen. Zwei Straßen hinter der Pub Street kostet dasselbe Essen ein Drittel.
  • Kroeung verstehen. Die gelbe Gewürzpaste aus Zitronengras, Galgant, Kurkuma und Kaffirlimette trägt fast jedes Khmer-Gericht. Ein Kochkurs lohnt sich allein dafür.
Phnom Penh Hauptstadt · 2 Nächte Am Zusammenfluss von Mekong und Tonle Sap, mit französischem Erbe, sehr guter Küche und zwei Orten, an denen man versteht, was diesem Land passiert ist.

Das solltest du sehen

  1. Tuol Sleng, das Gefängnis S-21. Ein ehemaliges Gymnasium, in dem die Roten Khmer zwischen 1975 und 1979 Tausende folterten. Von den Gefangenen überlebten eine Handvoll. Nimm den Audioguide, er wird von Überlebenden gesprochen.
  2. Choeung Ek. Fünfzehn Kilometer außerhalb, eines der Killing Fields. Ein Stupa mit Schädeln, ein Feld mit Gruben und ein Baum, an dem Kinder getötet wurden. Nach starkem Regen kommen bis heute Knochen und Kleidungsreste an die Oberfläche.
  3. Königspalast und Silberpagode. Die Residenz des Königs, teilweise begehbar, mit einem Boden aus fünftausend Silberplatten in der Pagode. Schultern und Knie bedeckt.
  4. Nationalmuseum. Die weltweit bedeutendste Sammlung von Khmer-Skulptur, in einem roten Pavillonbau mit Innenhof. Geh vor Angkor hin, nicht danach, dann verstehst du die Tempel besser.
  5. Promenade am Sisowath Quay. Abends spazieren, Aerobic-Gruppen am Fluss, Essensstände. Der entspannteste Teil der Stadt.

Geheimtipps

  • Zentralmarkt und Russischer Markt. Der Zentralmarkt ist ein Art-déco-Bau von 1937 mit einer gewaltigen Kuppel. Der Russische Markt ist enger, heißer und der Ort, an dem die Stadt tatsächlich einkauft.
  • Wat Phnom am frühen Abend. Der Hügel, nach dem die Stadt benannt ist. Einheimische kommen zum Beten und Freilassen von Vögeln. Kauf keine Vögel frei, sie werden danach wieder eingefangen.
  • Ein Konzert von Cambodian Living Arts. Eine Organisation, die traditionelle Musik und Tanz wiederbelebt, nachdem unter den Roten Khmer neunzig Prozent aller Künstler umgebracht wurden. Die Aufführungen sind keine Folklore, sondern Rekonstruktion.
  • Koh Dach, die Seideninsel. Eine Mekonginsel vor der Stadt, mit Webstühlen unter den Häusern und einem Sandstrand am Fluss. Mit dem Rad an einem Nachmittag.

Wo du isst

  • Nom Banh Chok. Reisnudeln mit grünem Fischcurry, das klassische Frühstück. Wird morgens von fliegenden Händlerinnen verkauft.
  • Kuy Teav. Nudelsuppe zum Frühstück, in jedem Viertel etwas anders.
  • Bai Sach Chrouk. Gegrilltes Schwein auf Reis mit eingelegtem Gemüse. Das Straßenfrühstück schlechthin, für einen Dollar.
  • Moderne Khmer-Küche. Phnom Penh hat mehrere sehr gute Restaurants, die alte Rezepte neu interpretieren. Die Stadt wird kulinarisch unterschätzt.
Kampot Süden, am Fluss · 3 Nächte Eine verschlafene Kolonialstadt am Fluss, umgeben von Pfefferplantagen, mit einem Berg im Nebel dahinter. Der Ort, an dem Reisende hängenbleiben.

Das solltest du sehen

  1. Pfefferplantagen. Kampot-Pfeffer hat eine geschützte Herkunftsbezeichnung und gilt unter Köchen als der beste der Welt. Mehrere Farmen zeigen den Anbau und lassen grünen, roten, schwarzen und weißen Pfeffer probieren.
  2. Bokor-Nationalpark. Eine französische Bergstation auf tausend Metern, 1925 gebaut, später verlassen. Das alte Casino steht als Ruine im Nebel. Dazu ein Wasserfall und ein Blick bis nach Vietnam.
  3. Der Fluss am Abend. Fast jede Unterkunft am Wasser hat Stege und Boote. Man treibt flussabwärts, während hinter dem Bokor die Sonne untergeht.
  4. Die Altstadt. Französische Häuser, ein alter Markt, ein Kreisverkehr mit einem riesigen Durian-Denkmal. In zwei Stunden zu Fuß erkundet.

Geheimtipps

  • Die Höhlen von Phnom Chhngok. Eine Kalksteinhöhle mit einem Hindutempel aus dem siebten Jahrhundert darin, älter als Angkor. Dorfkinder führen für ein paar Dollar hindurch und machen das gut.
  • Secret Lake. Ein Stausee, den die Roten Khmer durch Zwangsarbeit anlegen ließen und bei dessen Bau Tausende starben. Heute ein stiller Ort mit Blick auf den Bokor, und fast niemand kennt die Geschichte dahinter.
  • Krabbenmarkt in Kep. Fünfundzwanzig Minuten entfernt. Die Körbe mit lebenden Krabben werden aus dem Wasser geholt, nebenan mit grünem Pfeffer gewokt. Das beste Essen des Landes.
  • Mit dem Roller über Land. Die Straßen rund um Kampot sind leer und gut. Eine Runde über Kep, die Salzfelder und zurück ist der schönste Tag der Region.

Wo du isst

  • Krabben mit Kampot-Pfeffer. In Kep, am Markt direkt am Wasser. Unbedingt die grüne Pfefferversion.
  • Fisch Amok am Fluss. Die Lokale in Kampot machen es oft besser als in Siem Reap.
  • Salz aus Kep. Zwischen Kampot und Kep liegen Salzfelder, in der Trockenzeit wird geerntet.
Kep Süden, am Meer · 2 Nächte Ein ehemaliger Badeort der französischen Elite, in dem zwischen Mangobäumen noch die Ruinen ihrer Villen stehen. Klein, ruhig und mit den besten Krabben Kambodschas.

Das solltest du sehen

  1. Krabbenmarkt. Der Grund, warum man kommt. Mittags am lebendigsten, direkt am Wasser gegrillt und gewokt.
  2. Kep-Nationalpark. Ein acht Kilometer langer Rundweg um den Berg hinter dem Ort, durch Wald, mit Blick auf das Meer und einem Café auf halber Höhe.
  3. Die Villenruinen. Modernistische Häuser der fünfziger und sechziger Jahre, von den Roten Khmer zerstört und seither überwachsen. Ein merkwürdiger, stiller Ort.
  4. Koh Tonsay, die Kanincheninsel. Zwanzig Minuten mit dem Boot, ein Strand, ein paar Bungalows ohne Strom, sonst nichts. Perfekt für eine Nacht.

Geheimtipps

  • Sonnenuntergang an der Statue. Die weiße Frauenfigur am Ende der Küstenstraße ist der Treffpunkt der Einheimischen am Abend.
  • Pfeffer direkt an der Farm essen. Mehrere Plantagen zwischen Kep und Kampot haben Restaurants, in denen mit dem eigenen Pfeffer gekocht wird. Besser und günstiger als am Markt.
  • Die Salzfelder im März. Zwischen Kep und Kampot wird in der Trockenzeit Meersalz geerntet, von Hand und in Reihen. Ein fotogener Arbeitsplatz, an dem niemand Eintritt verlangt.
  • Übernachten auf Koh Tonsay. Nach dem letzten Boot um sechzehn Uhr bleiben zwanzig Leute auf der Insel. Es gibt Kerzen, Grillfisch und Sterne.

Wo du isst

  • Krabben mit grünem Pfeffer. Das Gericht der Region. Nach Gewicht, vorher den Preis klären.
  • Tintenfisch vom Grill. Direkt am Markt, frisch aus dem Becken.
  • Mangos aus Kep. Die Gegend ist dafür bekannt, im März und April am besten.
Koh Rong Samloem Insel im Golf · 3 bis 4 Nächte Die ruhige der beiden großen Inseln. Weißer Sand, klares Wasser, auf der Westseite nicht einmal eine Straße, und nachts leuchtet das Meer.

Das solltest du sehen

  1. Saracen Bay. Die Hauptbucht, zwei Kilometer weißer Sand, mehrere Unterkünfte und ein ruhiges, flaches Meer. Die Boote aus Sihanoukville landen hier.
  2. Lazy Beach und Sunset Beach. Auf der Westseite, zu Fuß über den Hügel in zwanzig bis vierzig Minuten. Keine Straße, kein Strom am Tag, Sonnenuntergang über dem offenen Meer.
  3. Biolumineszenz. Nachts schwimmen und sehen, wie das Plankton bei jeder Bewegung blau leuchtet. Am stärksten bei Neumond. Die meisten Unterkünfte bieten eine Tour an, es geht aber auch einfach vom Strand.
  4. Schnorcheln und Tauchen. Die Riffe sind nicht spektakulär, aber intakt, und es gibt Tauchschulen für den Open-Water-Schein zu sehr günstigen Preisen.

Geheimtipps

  • M'Pai Bay im Norden. Ein kleines Fischerdorf mit Hostels, Reggae-Bar und einer Gemeinschaft, die sich um Müllsammlung kümmert. Deutlich lebendiger als Saracen Bay und trotzdem ruhig.
  • Der Weg über die Insel bei Dämmerung nicht gehen. Der Pfad nach Lazy Beach führt durch Wald und ist nicht beleuchtet. Geh ihn bei Tageslicht oder nimm abends das Boot. Das klingt banal, ist aber der häufigste Fehler hier.
  • Koh Ta Kiev. Eine Insel weiter, ohne durchgehenden Strom und mit Unterkünften, die aus Hütten und Hängematten bestehen. Für manche zu einfach, für andere der Höhepunkt.
  • Nach der Hochsaison kommen. Zwischen Mai und Oktober ist die See rauer und viele Unterkünfte schließen. November bis Februar ist die beste Zeit, März und April sind heiß und leer.

Wo du isst

  • Grillfisch am Strand. Abends in jeder Bucht, nach Gewicht.
  • Im Guesthouse. Es gibt kaum unabhängige Lokale, die Unterkünfte kochen.
  • Frühstück mit Blick aufs Wasser. Praktisch überall.
Sambor Prei Kuk Kampong Thom · 1 bis 2 Nächte Backsteintürme im Wald, dreihundert Jahre älter als Angkor. Weltkulturerbe seit 2017 und trotzdem fast immer menschenleer.

Das solltest du sehen

  1. Die drei Tempelgruppen. Über hundert Bauwerke aus dem siebten Jahrhundert, Hauptstadt des Reichs Chenla und damit der Vorläufer von Angkor. Backstein statt Sandstein, achteckige Türme, die es sonst nirgends gibt.
  2. Der Löwentempel. Prasat Yeai Poeun, von Wurzeln umschlossen wie Ta Prohm, nur ohne Absperrung und ohne Reisegruppe. Für viele der schönste Moment des Tages.
  3. Die Fliegenden Paläste. Reliefs an den Außenwänden, die Gebäude auf Wolken zeigen. Sehr fein gearbeitet und gut erhalten, weil kaum jemand sie anfasst.
  4. Der Wald drumherum. Die Anlage liegt in Dipterocarpus-Wald, die Wege sind beschildert. Morgens zwischen sieben und neun ist das Licht zwischen den Stämmen am besten.

Geheimtipps

  • Als Zwischenstopp fahren. Kampong Thom liegt genau zwischen Siem Reap und Phnom Penh. Statt die Strecke durchzufahren, hängst du hier eine Nacht dran und hast einen ganzen Tempelbezirk fast für dich.
  • Der Eintritt ist eigenständig. Sambor Prei Kuk hat sein eigenes Ticket, der Angkor-Pass gilt hier nicht.
  • Guides aus dem Dorf. Am Eingang vermittelt ein Gemeinschaftsprogramm ausgebildete Guides aus den umliegenden Dörfern. Das Geld bleibt im Ort, und sie kennen jeden Turm.
  • Weit weg von der Grenze. Anders als die großen Tempel im Nordwesten liegt Sambor Prei Kuk mitten im Land. Von den Spannungen an der thailändischen Grenze merkt man hier nichts.

Wo du isst

  • In Kampong Thom am Fluss. Einfache Lokale mit Flussfisch und Amok.
  • Num Banh Chok zum Frühstück. Der Markt von Kampong Thom ist ab halb sechs wach.
  • Proviant mitnehmen. Am Tempelbezirk selbst gibt es nur Getränkestände.
Battambang Nordwesten · 2 Nächte Die zweitgrößte Stadt des Landes, am Fluss gelegen, mit der lebendigsten Kunstszene Kambodschas und kaum Tourismus.

Das solltest du sehen

  1. Die Altstadt am Sangker. Französische Kolonialhäuser, ein Markt von 1936 und eine Uferpromenade. In zwei Stunden zu Fuß und sehr entspannt.
  2. Bambuszug. Eine Bambusplattform auf Achsen, von einem kleinen Motor über alte Gleise getrieben. Kommt ein Zug entgegen, baut die Besatzung mit weniger Passagieren ihren Wagen in einer Minute ab und wieder auf.
  3. Phnom Sampeau und die Fledermaushöhle. Ein Felsen mit Tempel und den Killing Caves, in die die Roten Khmer Opfer warfen. Abends gegen halb sechs strömen Millionen Fledermäuse in einem Band aus der Wand, fast dreißig Minuten lang.
  4. Phare Ponleu Selpak. Eine Zirkusschule, die nach dem Bürgerkrieg als Kunstprojekt für traumatisierte Kinder entstand. Die Abendvorstellungen sind großartig und finanzieren die Schule.

Geheimtipps

  • Die Bootsfahrt nach Siem Reap. Fünf bis neun Stunden über den Tonle Sap, durch schwimmende Dörfer und Mangrovenkanäle. Nur bei hohem Wasserstand von August bis Januar sinnvoll, dann aber eine der schönsten Fahrten Südostasiens.
  • Wat Ek Phnom. Eine Tempelruine aus dem elften Jahrhundert, zwölf Kilometer außerhalb, neben einer modernen Pagode. Mit dem Rad erreichbar und praktisch leer.
  • Die Kunstgalerien in der Altstadt. Battambang hat die bedeutendste Künstlerszene des Landes. Mehrere Galerien in der Street 2 und 2.5 zeigen zeitgenössische kambodschanische Arbeiten.
  • Das Dorfhandwerk im Umland. Reispapier, Fischpaste, Klebreis in Bambus und Reiswein werden rund um die Stadt in Familienbetrieben hergestellt. Mit einem Tuk-Tuk an einem Vormittag.

Wo du isst

  • Markthalle am Morgen. Der Psar Nath, ein Art-déco-Bau, vor acht Uhr am lebendigsten.
  • Kralan. Klebreis mit Bohnen und Kokos in einem Bambusrohr gegart, am Straßenrand.
  • Flusslokale am Abend. Entlang des Sangker, einfach und günstig.
Mondulkiri Nordosten · 3 bis 4 Nächte Hügelland auf achthundert Metern, kühl genug für eine Jacke am Abend, mit Wasserfällen, Kaffeeplantagen und Elefanten, die im Wald leben.

Das solltest du sehen

  1. Elefantenprojekte. Mehrere Projekte bei Sen Monorom lassen ehemalige Arbeitselefanten im Wald leben. Du gehst mit ihnen, schaust zu und fütterst. Kein Reiten, kein Baden mit Besuchern. Wer dir das anbietet, hat das Konzept nicht verstanden.
  2. Bou-Sra-Wasserfall. Zwei Stufen, die untere fast dreißig Meter hoch. Der bekannteste Wasserfall des Landes und auch bei Kambodschanern beliebt.
  3. Die Bunong-Dörfer. Die Bunong sind die größte indigene Gruppe der Region, mit eigener Sprache und Animismus. Besuche nur mit einem Guide aus der Gemeinschaft.
  4. Kaffeeplantagen. Mondulkiri baut Robusta und etwas Arabica an. Mehrere Farmen zeigen den Weg von der Kirsche zur Tasse.

Geheimtipps

  • Die Fahrt hinauf. Von Phnom Penh sieben Stunden, von Kratie fünf. Die letzte Stunde führt durch Hügelland, das so gar nicht nach Kambodscha aussieht, mit Kiefern und Weiden.
  • Sea Forest. Ein Aussichtspunkt über ein Tal, in dem morgens Nebel steht wie ein Meer. Der Name kommt daher, und es stimmt.
  • Übernachten im Dschungelcamp. Mehrere Projekte bieten eine Nacht im Wald an, mit Hängematte und Moskitonetz, geführt von Bunong-Guides. Das ist der eigentliche Grund herzukommen.
  • Nachts wird es kalt. Auf achthundert Metern fällt die Temperatur auf zwölf bis fünfzehn Grad. Nimm etwas Langärmeliges mit, das tut nach zwei Wochen Tiefland erstaunlich gut.

Wo du isst

  • In der Lodge. Sen Monorom hat wenige Lokale, die Unterkünfte kochen gut.
  • Kaffee aus der Region. Frisch geröstet, in mehreren Cafés im Ort.
  • Avocados und Erdbeeren. Das Klima erlaubt hier Dinge, die im Rest des Landes nicht wachsen.
Kratie Mekong, Nordosten · 2 Nächte Eine Kleinstadt am Mekong, in der man Irawadi-Delfine sieht, und gegenüber eine Flussinsel, auf der die Zeit stehen geblieben ist.

Das solltest du sehen

  1. Irawadi-Delfine bei Kampi. Fünfzehn Kilometer nördlich. Es leben nur noch rund hundert Tiere im Mekong, die Art ist stark bedroht. Boote fahren hinaus und halten Abstand, gefüttert wird nicht. Morgens und am späten Nachmittag sind die Chancen am besten.
  2. Koh Trong. Eine Flussinsel direkt gegenüber, mit der Fähre in fünf Minuten. Pomelogärten, ein Rundweg von neun Kilometern, Homestays und kein einziges Auto.
  3. Die Uferpromenade bei Sonnenuntergang. Der Mekong ist hier fast zwei Kilometer breit. Abends sitzt die halbe Stadt am Ufer.
  4. Die Hundertsäulenpagode. In Sambor, etwa dreißig Kilometer nördlich, eine der ungewöhnlichsten Pagoden des Landes.

Geheimtipps

  • Auf Koh Trong übernachten. In einem Homestay bei einer Familie, mit Abendessen und Fahrrad. Nach Sonnenuntergang gibt es auf der Insel fast kein Licht.
  • Mit dem Rad entlang des Mekong. Die Straße nach Norden Richtung Sambor führt durch Dörfer, in denen jeder grüßt. Kaum Verkehr, viel Fluss.
  • Der schwimmende Vietnamesen-Weiler. Vor Koh Trong liegt eine kleine schwimmende Siedlung vietnamesischer Fischer. Mit dem Boot erreichbar, respektvoll verhalten, es sind Wohnungen.
  • Von hier nach Laos weiterfahren. Kratie liegt auf der Strecke zur laotischen Grenze. Wer beide Länder verbindet, kommt ohnehin vorbei.

Wo du isst

  • Flussfisch. Am Markt und an der Promenade.
  • Krolan am Straßenrand. Klebreis im Bambusrohr, die Spezialität dieser Gegend.
  • Pomelo von Koh Trong. Die Insel lebt davon.
Sihanoukville Südküste, Hafen · Durchreise Ehrlich gesagt: kein Reiseziel. Die Stadt hat sich durch den Casinobau stark verändert. Du kommst her, um auf die Inseln zu fahren, und das ist in Ordnung.

Das solltest du sehen

  1. Der Fährhafen. Von hier legen die Boote nach Koh Rong und Koh Rong Samloem ab, mehrmals täglich, letzte Abfahrt am späten Nachmittag.
  2. Otres Beach. Der ruhigste Strandabschnitt, einige Kilometer außerhalb, mit einfachen Lokalen.
  3. Ream-Nationalpark. Mangroven, ein Fluss und Strände südlich der Stadt. Von der Bebauung teilweise betroffen, aber noch sehenswert.
  4. Wat Leu. Ein Tempel auf dem Hügel über der Stadt, mit Blick über die Bucht.

Geheimtipps

  • Hier nicht übernachten, wenn es sich vermeiden lässt. Plane deine Anreise so, dass du direkt auf die Fähre kommst. Wenn du eine Nacht brauchst, nimm ein Haus in Otres statt im Zentrum.
  • Was hier passiert ist. Ab 2017 wurde die Stadt in wenigen Jahren mit Casinos und Hochhäusern überbaut, vieles davon steht heute unfertig. Wir sagen das offen, weil viele Reiseführer Sihanoukville noch als Strandziel führen. Das ist es nicht mehr.
  • Koh Ta Kiev ab Otres. Von Otres fahren kleine Boote direkt zur Insel, günstiger und schneller als über den Hauptfährhafen.
  • Nachtbus statt Tagesfahrt. Wer von Siem Reap kommt, nimmt den Nachtbus und steht morgens am Hafen, statt den halben Tag im Bus zu verlieren.

Wo du isst

  • Meeresfrüchte in Otres. Einfach und günstig, direkt am Wasser.
  • Garküchen am Psar Leu. Der Hauptmarkt, lebendig und sehr günstig.
  • Proviant für die Insel. Auf den Inseln ist alles teurer. Wasser und Snacks hier kaufen.
Koh Ta Kiev Insel ohne Strom · 2 bis 3 Nächte Eine Insel, auf der es Hängematten, Kerzen und Sterne gibt und sonst fast nichts. Für manche zu wenig, für andere der Höhepunkt der Reise.

Das solltest du sehen

  1. Der lange Strand. Weißer Sand, flaches Wasser, ein paar Hütten zwischen den Bäumen. Man geht und trifft niemanden.
  2. Schnorcheln an den Felsen. An beiden Enden des Strandes liegen kleine Riffe, erreichbar vom Ufer.
  3. Biolumineszenz. Wie auf Koh Rong Samloem, nur mit noch weniger Licht ringsum. Bei Neumond eindrucksvoll.
  4. Der Dschungelpfad. Quer über die Insel zur anderen Seite, eine Stunde durch Wald. Nimm Wasser und feste Schuhe mit.

Geheimtipps

  • Erwartung anpassen. Es gibt stundenweise Generatorstrom, kaltes Wasser, Plumpsklos in manchen Unterkünften und kein Netz. Wer das weiß, hat drei großartige Tage. Wer es nicht weiß, ist unglücklich.
  • Das letzte Boot. Die Verbindungen sind unregelmäßig und wetterabhängig. Plane nie den Rückflug auf den Tag nach einem Inselaufenthalt.
  • Koh Thmei nebenan. Teil des Ream-Nationalparks, mit einer einzigen kleinen Anlage und Vogelwelt. Noch stiller als Ta Kiev.
  • Taschenlampe mitnehmen. Klingt banal. Ohne Lampe findest du nach Sonnenuntergang deine Hütte nicht.

Wo du isst

  • In der Unterkunft. Es gibt nichts anderes, und das ist Teil des Konzepts.
  • Grillfisch am Abend. Was die Boote bringen.
  • Wasser mitbringen. Auf der Insel ist es deutlich teurer.
Banteay Chhmar Nordwesten, abgelegen · 2 Nächte Eine riesige Tempelanlage aus der Zeit von Angkor, halb im Wald, mit einem Homestay-Programm, das dem Dorf gehört. Einer der Orte, an denen man allein ist.Derzeit nicht empfohlen
Stand 14. Oktober 2026: Die Anlage liegt in der Provinz Banteay Meanchey nahe der thailändischen Grenze. Das Auswärtige Amt warnt vor dem Grenzstreifen und nennt genau diese Provinz als eine der am stärksten von Minen und Blindgängern betroffenen. Solange das so steht, gehört der Ort auf die Liste für später, nicht in die Route.

Das solltest du sehen

  1. Der Haupttempel. Ende des zwölften Jahrhunderts unter Jayavarman VII. erbaut, demselben König wie Bayon. Auch hier gibt es Gesichtertürme, dazu Reliefs mit achtarmigen Figuren, die weltweit einzigartig sind.
  2. Die Satellitentempel. Rund um die Hauptanlage liegen mehrere kleinere Tempel im Feld, zu denen man mit dem Ochsenkarren oder dem Rad fährt.
  3. Das Baray. Ein künstlicher Wasserspeicher aus der Khmer-Zeit, auf dem heute gefischt wird.
  4. Die Reliefs der Schlachtszenen. An der Außenmauer, teils eingestürzt, teils in Restaurierung. Man läuft darüber hinweg und versteht erst auf den zweiten Blick, worauf man steht.

Geheimtipps

  • Das Homestay-Programm. Das Dorf betreibt die Unterkünfte gemeinschaftlich, die Einnahmen gehen in einen Gemeindefonds. Du schläfst in einem Holzhaus auf Stelzen und isst mit der Familie.
  • Abendessen im Tempel. Auf Anfrage wird im Innenhof der Anlage ein Tisch gedeckt, mit Laternen. Klingt nach Kitsch und ist einer der eindrucksvollsten Abende, die Kambodscha zu bieten hat.
  • Der Weg hierher. Zweieinhalb Stunden von Siem Reap über Sisophon. Die Straße ist gut, und genau deshalb ist es erstaunlich, wie wenige Besucher kommen.
  • Auf den Wegen bleiben. Die Region liegt im früheren Grenzgebiet. Rund um die Anlage gilt besonders: nicht querfeldein laufen.

Wo du isst

  • Bei der Gastfamilie. Es gibt keine Restaurants, und das Essen ist gut.
  • Num Banh Chok am Morgen. Reisnudeln mit Fischcurry, wie überall auf dem Land.
  • Was der Garten hergibt. Hier wird gekocht, was gerade reif ist.
Preah Vihear Grenze zu Thailand · 1 bis 2 Nächte Ein Tempel auf einem Felsvorsprung mit fünfhundert Metern Blick in die Ebene. Weltkulturerbe, spektakulär und politisch heikel.Derzeit nicht empfohlen
Stand 14. Oktober 2026: Der Tempel liegt im 20 Kilometer breiten Grenzstreifen zu Thailand, vor dem das Auswärtige Amt derzeit warnt. Seit Ende Dezember 2025 gilt ein Waffenstillstand, die Lage bleibt angespannt. Wir lassen den Ort hier stehen, weil er großartig ist und die Sperre nicht ewig hält. Für eine Reise in den nächsten Monaten planen wir ihn nicht ein. Prüf den Stand bei deinem Außenministerium, bevor du etwas buchst.

Das solltest du sehen

  1. Der Tempel auf der Klippe. Über achthundert Meter zieht sich die Anlage entlang eines Bergrückens, mit fünf Gopuras hintereinander, und ganz am Ende fällt der Fels senkrecht ab.
  2. Der Aufstieg. Die letzten Kilometer sind so steil, dass man umsteigen muss, auf Allradfahrzeuge oder Motorradtaxis des örtlichen Verbands.
  3. Koh Ker auf dem Weg. Die siebenstufige Pyramide liegt auf der Strecke und lässt sich gut verbinden.
  4. Der Blick nach Norden. Von der Klippe sieht man bei klarem Wetter weit nach Thailand hinein. Das erklärt auch, warum um diesen Ort so lange gestritten wurde.

Geheimtipps

  • Vorher die Lage prüfen. Der Tempel liegt direkt an der umstrittenen Grenze. Es gab in den vergangenen Jahren mehrfach bewaffnete Zwischenfälle, zuletzt wieder. Prüfe vor der Fahrt die Reisehinweise des Außenministeriums und frag vor Ort nach. Wenn gesperrt ist, ist gesperrt.
  • Von Siem Reap aus als lange Tagestour. Vier Stunden pro Richtung. Wer übernachtet, nimmt Sra Em, den Ort am Fuß des Bergs.
  • Minenwarnschilder ernst nehmen. Rund um die Anlage liegen markierte Flächen. Auf dem Weg bleiben, immer.
  • Früh hinfahren. Mittags ist es auf dem Fels extrem heiß und schattenlos.

Wo du isst

  • In Sra Em. Einfache Lokale im Ort am Fuß des Bergs.
  • Proviant mitnehmen. Oben gibt es wenig.
  • Viel Wasser. Der Aufstieg und die Anlage sind ohne Schatten.

Abgelegen

Die stillen Inseln

Kambodschas Inseln sind das, was Thailands Inseln vor zwanzig Jahren waren. Hier sind die, die noch so sind, mit ehrlicher Einordnung.

Koh Rong Samloem

Golf von Thailand, vor Sihanoukville

Die ruhige Schwester von Koh Rong. Saracen Bay im Osten ist der bequeme Teil, die Westseite mit Lazy Beach und Sunset Beach hat keine Straße und keinen Tagstrom. Nachts leuchtet das Plankton.

Anfahrt
Schnellboot ab Sihanoukville, 45 bis 60 Min.
Beste Zeit
November bis April
Betten
Von einfacher Hütte bis gehobener Bungalow
Für wen
Paare, Ruhesuchende, erste Inselerfahrung in Kambodscha

Koh Ta Kiev

vor Sihanoukville

Eine Insel ohne durchgehenden Strom, mit Hütten zwischen Bäumen, Plumpsklos in manchen Anlagen und einem langen, fast leeren Strand. Minimal in jeder Hinsicht, und genau deshalb unvergesslich.

Anfahrt
Boot ab Otres Beach, 30 bis 45 Min.
Beste Zeit
November bis April
Betten
Einfache Hütten und Hängemattencamps
Für wen
Reisende ohne Komfortanspruch, Aussteigertage

Koh Thmei

Ream-Nationalpark

Teil eines Nationalparks, mit Mangroven, Vogelwelt und genau einer kleinen Anlage auf der ganzen Insel. Wer wirklich niemanden treffen will, kommt hierher.

Anfahrt
Boot ab Koh Kchhang Pier, 30 Min.
Beste Zeit
November bis April
Betten
Eine einzige Bungalowanlage
Für wen
Vogelbeobachter, Paare, absolute Ruhe

Koh Totang

Koh-Sdach-Archipel, Nordwesten

Eine winzige Insel mit einer Handvoll Bungalows, Solarstrom und ohne jede Straße. Das Wasser ist klar, die Riffe sind intakt, und es gibt keinen Handyempfang.

Anfahrt
Über Koh Sdach, erreichbar von Sihanoukville oder Koh Kong
Beste Zeit
November bis April
Betten
Wenige Bungalows, Vorausbuchung nötig
Für wen
Wer wirklich offline sein will

Koh Tonsay, die Kanincheninsel

vor Kep

Zwanzig Minuten vor der Küste, ein Strand, ein paar einfache Bungalows ohne Nachtstrom und Grillfisch am Abend. Als Tagesausflug bekannt, als Übernachtung fast unbekannt.

Anfahrt
Boot ab Kep, 20 Min.
Beste Zeit
November bis April
Betten
Sehr einfache Bungalows
Für wen
Eine Nacht abseits, von Kep aus

Koh Trong

Mekonginsel bei Kratie

Keine Meeresinsel, sondern eine Flussinsel im Mekong, neun Kilometer im Umfang. Pomelogärten, Homestays, ein Rundweg mit dem Fahrrad und kein einziges Auto. Abends sieht man von hier den Sonnenuntergang über dem Fluss.

Anfahrt
Fähre ab Kratie, 5 Min.
Beste Zeit
Ganzjährig, am schönsten November bis Februar
Betten
Homestays im Dorf, ein kleines Ecolodge-Projekt
Für wen
Radfahrer, Reisende auf dem Weg in den Nordosten

Koh Kong und Tatai

Südwesten, am Kardamomgebirge

Hier trifft Regenwald auf Mangroven. Der Tatai-Fluss mit seinem Wasserfall, Lodges auf Flößen und die Kardamomberge dahinter, eines der letzten großen zusammenhängenden Waldgebiete Südostasiens.

Anfahrt
Bus ab Sihanoukville oder Phnom Penh, 4 bis 5 Std.
Beste Zeit
November bis April
Betten
Flusslodges, Zeltcamps, einfache Gästehäuser
Für wen
Kajakfahrer, Naturinteressierte, Dschungelnächte

Koh Sdach

zwischen Sihanoukville und Koh Kong

Ein echtes Fischerdorf auf einer Insel, mit Bootsbau, Netzen und ohne Reiseinfrastruktur. Von hier erreicht man die kleineren Inseln der Gruppe.

Anfahrt
Boot ab Sihanoukville oder über die Küstenstraße
Beste Zeit
November bis April
Betten
Wenige Gästehäuser
Für wen
Erfahrene Reisende, Zwischenstopp zu Koh Totang

Koh Rong

Golf von Thailand

Die große Schwesterinsel. Koh Touch im Süden ist die Partyzone und für viele zu laut, aber Long Set Beach und der stille Norden um Sok San sind großartig. Sechzig Kilometer Strand insgesamt.

Anfahrt
Schnellboot ab Sihanoukville, 45 Min.
Beste Zeit
November bis April
Betten
Von Hostel bis gehobenes Resort
Für wen
Wer Infrastruktur will, Junge, Strandwanderer

Kardamomgebirge

Südwesten

Keine Insel, sondern das größte Regenwaldgebiet Südostasiens, Heimat von Elefanten, Sonnenbären und einigen der letzten Siam-Krokodile. Mehrere Projekte arbeiten gegen Wilderei und finanzieren sich über Besucher.

Anfahrt
Ab Koh Kong oder Chi Phat, Anfahrt je nach Ziel 3 bis 6 Std.
Beste Zeit
November bis April
Betten
Zeltcamps, Homestays in Chi Phat
Für wen
Wanderer, Naturschutzinteressierte, Kajakfahrer

Chi Phat

Kardamomgebirge

Ein Dorf, dessen Bewohner früher vom Wildern und Abholzen lebten und heute vom Ökotourismus. Ein Gemeinschaftsprojekt mit Homestays, Wanderungen, Kajaktouren und Nachtwanderungen. Eines der ehrlichsten Tourismusprojekte der Region.

Anfahrt
Bus bis Andoung Tuek, dann Boot oder Moto, zusammen rund 5 Std. ab Phnom Penh
Beste Zeit
November bis April
Betten
Homestays und einfache Gästehäuser im Dorf
Für wen
Wer Natur und einen echten Beitrag verbinden will

Koh Russey, die Bambusinsel

vor Sihanoukville

Klein, nah und in den letzten Jahren mit einem gehobenen Resort bebaut. Der öffentliche Teil der Insel ist weiterhin zugänglich und als Tagesausflug beliebt, mit sehr klarem Wasser.

Anfahrt
Boot ab Sihanoukville, 25 Min.
Beste Zeit
November bis April
Betten
Ein Resort, sonst Tagesbesuch
Für wen
Kurzer Inseltag ohne weite Anfahrt

Must-see

Was du gesehen haben solltest

Die Dinge, die den Weg wirklich rechtfertigen, mit dem Hinweis, wann du hingehen solltest.

Die Türme von Angkor Wat als Silhouette vor orangem Himmel, gespiegelt im Teich
01

fünf Uhr

Angkor Wat bei Sonnenaufgang

Der größte religiöse Bau der Welt, im zwölften Jahrhundert für Vishnu errichtet. Zum Sonnenaufgang stehen dreitausend Menschen am Nordteich. Unser Rat: Geh zum Südteich, dort sind es dreißig, und das Bild ist dasselbe.

In Stein gehauenes Gesicht an einem Turm des Bayon-Tempels
02

später Nachmittag

Die Gesichter von Bayon

Zweihundert riesige Steingesichter auf vierundfünfzig Türmen, alle mit demselben halben Lächeln. Morgens ist der Tempel voll, zwischen vier und sechs Uhr nachmittags fällt weiches Licht hinein und die Busse sind weg.

Mächtige Baumwurzeln wachsen über das Tor eines Tempels in Angkor
03

früh hin

Ta Prohm und die Würgefeigen

Der Tempel, den man im Wald gelassen hat, mit Baumwurzeln über den Mauern. Um halb acht ist es ruhig, ab neun Uhr steht man Schlange für das bekannte Motiv.

04

ein halber Tag

Tuol Sleng und Choeung Ek

Ein ehemaliges Gymnasium, das die Roten Khmer zum Gefängnis S-21 machten, und ein Feld außerhalb der Stadt. Schwer auszuhalten und notwendig, wenn man verstehen will, warum dieses Land ist, wie es ist. Nimm den Audioguide und plane danach nichts mehr.

Händlerin sortiert frische Krabben auf dem hölzernen Steg des Markts von Kep
05

Mittag

Krabbenmarkt in Kep

Frauen holen die Körbe mit lebenden Krabben aus dem Wasser, nebenan wird sie mit grünem Kampot-Pfeffer gewokt. Das beste einzelne Essen des Landes, für wenige Euro.

Holzsteg über klarem türkisfarbenem Wasser vor Koh Rong, tagsüber aufgenommen
06

Neumond

Biolumineszenz vor Koh Rong Samloem

Plankton, das bei Bewegung blau leuchtet. Du schwimmst nachts und jeder Armzug zieht einen Lichtschweif. Am stärksten bei Neumond und ohne Mondlicht.

Abseits

Geheimtipps

Dinge, die in den meisten Reiseführern fehlen und eine Kambodschareise spürbar besser machen.

01

Angkor rückwärts besichtigen

der beste Trick

Alle fahren morgens dieselbe Runde in derselben Richtung. Fahr sie gegen den Uhrzeigersinn, und du begegnest den Gruppen, statt hinter ihnen zu stehen. Und nimm den Sonnenaufgang am dritten Tag, nicht am ersten, dann bist du nicht müde.

02

Dreitagespass statt Tagespass

62 statt 37 Dollar

Der Dreitagespass gilt an drei frei wählbaren Tagen innerhalb einer Woche. Du kannst also morgens zwei Stunden gehen, mittags am Pool liegen und abends zurückkommen. Mit dem Tagespass hetzt du.

03

Koh Rong Samloem statt Koh Rong

Geheimtipp

Koh Rong hat die Partyszene, Samloem nebenan die Ruhe. Und auf der Westseite von Samloem, in Lazy Beach und Sunset Beach, gibt es nicht einmal eine Straße.

04

Kampot-Pfeffer direkt bei der Plantage

ab 8 € pro 100 g

Geschützte Herkunftsbezeichnung, von Köchen weltweit gesucht. Auf der Plantage kostet er einen Bruchteil des Preises im Laden und du siehst, wie er wächst.

05

Die Tempel abseits der Hauptroute

Koh Ker, Beng Mealea

Zwei Stunden von Siem Reap stehen Tempel aus derselben Zeit, in denen du manchmal der einzige Besucher bist. Koh Ker hat eine siebenstufige Pyramide, Beng Mealea ist ein eingestürzter Wald aus Stein.

06

Dollar und Riel verstehen

Währungstrick

Bezahlt wird in US-Dollar, Wechselgeld unter einem Dollar kommt in Riel zurück, zum Kurs von viertausend. Nimm kleine Dollarnoten mit, Hunderter kann niemand wechseln, und beschädigte oder eingerissene Scheine werden abgelehnt.

Schritt drei

Wo du schläfst

Kambodscha hat für sein Preisniveau erstaunlich gute Häuser, besonders in Siem Reap. Preise sind Richtwerte für die Nebensaison.

Geprüft am 13. Oktober 2026Jede harte Angabe trägt ihr Prüfdatum.
Quellen offen gelegtNationalparks, Wetterdienste, Fachmedien, mit Link.
Echtes Unternehmen aus ÖsterreichWilding Consulting e.U., Firmenbuch FN 661191 s.
Antwort von einem Menschen[email protected]

Ikonisch

ab 350 € / Nacht

Siem Reap · Altstadt

Koloniales Grandhotel

Die großen Häuser aus der französischen Zeit stehen noch, mit Pool im Garten und zehn Minuten zu den Tempeln.

Buchungslink folgt

Küste · eigene Bucht

Inselresort im Golf

Vor Sihanoukville liegen einige sehr gute Häuser auf eigenen Inseln, mit Bootstransfer und ohne Nachbarn.

Buchungslink folgt

Kardamomberge · Zelt

Zeltcamp im Regenwald

Feste Zelte am Fluss im Kardamomgebirge, mit Rangern und Projekten gegen Wilderei. Eines der wenigen echten Naturhäuser des Landes.

Buchungslink folgt

Der Sweetspot

80 bis 200 € / Nacht

Siem Reap · Wat Bo

Boutiquehaus im Wohnviertel

Fünf Minuten von der Pub Street und doch ruhig, mit Pool im Innenhof.

Buchungslink folgt

Kampot · Flussufer

Haus am Wasser mit Steg

Abends treibt man auf dem Fluss, morgens sieht man den Bokor im Nebel.

Buchungslink folgt

Koh Rong Samloem · Lazy Beach

Bungalow ohne Straße

Zu Fuß über den Hügel erreichbar, Strom aus dem Generator, Hängematte vor der Tür.

Buchungslink folgt

Gut und bezahlbar

20 bis 70 € / Nacht

Siem Reap · Altstadt

Gästehaus mit Pool

Für dreißig Euro bekommst du hier, was anderswo hundert kostet. Kambodscha ist in dieser Klasse unschlagbar.

Buchungslink folgt

Battambang · Fluss

Kolonialhaus am Sangker

Hohe Decken, Holzläden, Frühstück auf der Terrasse.

Buchungslink folgt

Mondulkiri · Hügel

Lodge über dem Tal

Einfach, mit Kamin für die kühlen Nächte und Blick über den Wald.

Buchungslink folgt

Erlebnisse

Touren, die sich lohnen

Acht Erlebnisse, die den Unterschied zwischen Urlaub und Reise machen. Preise sind Richtwerte pro Person.

Mehrere Khmer-Gerichte in Schalen auf einem Tisch
Mönche in orangen Roben gehen durch einen Tempelgang in Angkor
Gang durch eine volle Markthalle mit Obst und Gemüse
01

Angkor mit einem Guide, der Khmer-Geschichte studiert hat

ca. 40 €

Der Unterschied zwischen hübschen Steinen und einer verstandenen Hochkultur. Offizielle Guides tragen einen Ausweis und sind ihr Geld wert.

02

Tempel mit dem Fahrrad

ca. 5 € Leihgebühr

Der kleine Kreis ist flach und schattig. Mit dem Rad bist du zwischen den Anlagen allein, statt im Tuk-Tuk hinter einer Kolonne.

03

Elefantenprojekt in Mondulkiri

ca. 50 €

Du gehst mit den Tieren durch den Wald und schaust zu, wie sie fressen. Kein Reiten, kein Baden mit Besuchern, kein Haken. Genau deshalb empfehlen wir es.

04

Kochkurs in Siem Reap

ca. 25 €

Mit Marktbesuch. Khmer-Küche ist milder als die thailändische und arbeitet mit Kroeung, einer Gewürzpaste, die alles trägt. Amok im Bananenblatt gehört dazu.

05

Bambuszug in Battambang

ca. 5 €

Eine Bambusplattform auf Achsen, die über eine alte Gleisstrecke rattert. Kurios, kurz und ein Erlebnis, über das man noch lange redet.

06

Fledermaushöhle am Phnom Sampeau

kostenlos

Gegen halb sechs strömen Millionen Fledermäuse in einem einzigen Band aus der Felswand, fast eine halbe Stunde lang. Eines der eindrucksvollsten Naturschauspiele Südostasiens und es kostet nichts.

07

Pfefferplantage bei Kampot

ca. 10 €

Führung und Verkostung von grünem, rotem und schwarzem Pfeffer. Der Unterschied zwischen den Sorten ist größer, als man glaubt.

08

Schnorcheln und Biolumineszenz auf Koh Rong Samloem

ca. 20 €

Tagsüber Riff, nachts leuchtendes Plankton. Am besten bei Neumond und ohne Taschenlampen.

Budget

Was ein Tag wirklich kostet

Kambodscha gehört zu den günstigsten Reiseländern Asiens, mit einer Ausnahme: dem Angkor-Pass. Der ist teurer, als die meisten erwarten.

Währung: offiziell Riel (KHR), bezahlt wird aber fast überall in US-Dollar. Ein Dollar sind viertausend Riel. Wechselgeld unter einem Dollar bekommst du in Riel zurück. Ein Euro sind grob 1,08 Dollar.

Sparsam

Pro Person und Tag

25 bis 40 Euro

  • SchlafenGästehaus mit Pool, 10 bis 20 Euro
  • EssenGarküche und Markt, 1,50 bis 3 Euro
  • FahrenBus, geteiltes Tuk-Tuk
  • ErlebenAngkor-Pass anteilig, Tempel, Wasserfälle

Angenehm

Pro Person und Tag

75 bis 120 Euro

  • SchlafenGutes Boutiquehaus mit Pool, 40 bis 70 Euro
  • EssenMischung aus Garküche und Restaurant
  • FahrenEigenes Tuk-Tuk für den Tag, bessere Busse, Privatfahrer für Etappen
  • ErlebenGuide für Angkor, Kochkurs, Elefantenprojekt, Bootsfahrt

Gehoben

Pro Person und Tag

250 Euro und aufwärts

  • SchlafenKolonialhotel oder Inselresort, ab 200 Euro
  • EssenDie gehobene Khmer-Küche in Siem Reap und Phnom Penh ist sehr gut geworden
  • FahrenPrivatfahrer durchgehend, Inlandsflüge
  • ErlebenPrivatguide, Bootscharter, Zeltcamp im Kardamomgebirge

Geld, Karte und Trinkgeld

Der Angkor-Pass
Ein Tag kostet rund 37 US-Dollar, drei Tage 62, eine Woche 72. Der Dreitagespass gilt an drei frei wählbaren Tagen innerhalb einer Woche und ist für fast jeden die richtige Wahl. Gekauft wird am offiziellen Ticketschalter, nicht am Tempel, und mit Foto, das vor Ort gemacht wird.
Dollar und kleine Scheine
Nimm viele Eindollarnoten mit. Ein Hunderter ist außerhalb der Hotels kaum zu wechseln, und beschädigte, eingerissene oder stark abgegriffene Scheine werden abgelehnt. Das ist kein Misstrauen, sondern Praxis, weil die Banken sie auch nicht annehmen.
Geldautomaten
Geben meist Dollar aus. Die Fremdgebühr liegt bei vier bis sechs Dollar pro Abhebung, also größere Beträge auf einmal. Achte darauf, die Stückelung zu wählen, sonst bekommst du nur Hunderter.
Die Falle am Automaten
Wenn der Automat anbietet, in Euro abzurechnen, sag nein. Diese Währungsumrechnung kostet drei bis sechs Prozent.
Trinkgeld
Üblich und wichtig, weil die Löhne sehr niedrig sind. Dem Tuk-Tuk-Fahrer nach einem Tempeltag drei bis fünf Dollar, dem Guide fünf bis zehn, im Restaurant zehn Prozent. Das macht hier einen echten Unterschied.
Handeln
Auf Märkten üblich, freundlich und mit Humor. Bei Essen, in Geschäften mit Preisschild und bei Fahrten per App nicht. Denk daran, dass es um Beträge geht, die für dich Cent und für dein Gegenüber Einkommen sind.

Gut zu wissenDer Angkor-Pass wird regelmäßig kontrolliert, an jedem Tempel einzeln. Wer ohne erwischt wird, zahlt eine hohe Strafe. Kauf ihn am offiziellen Schalter und nicht bei jemandem, der ihn dir unterwegs anbietet.

Vor Ort

Gesund bleiben und nicht anecken

Kambodscha ist ein freundliches und sicheres Reiseland. Zwei Themen muss man trotzdem ernst nehmen, und eines davon ist tödlich.

Gesundheit und Sicherheit

Wir sind keine Ärzte und geben keine medizinische Beratung. Was wir dir geben können, ist die ehrliche Einordnung, worauf es ankommt.

Impfungen
Für die Einreise ist keine Impfung vorgeschrieben. Was sinnvoll ist, entscheidet eine reisemedizinische Beratung, in Österreich etwa am Tropeninstitut Wien. Geh sechs bis acht Wochen vor Abflug hin.
Landminen
Kambodscha gehört zu den am stärksten verminten Ländern der Welt. Die Hauptreisegebiete, Angkor eingeschlossen, sind geräumt. Gefährlich wird es in ländlichen Gebieten, vor allem in den Provinzen Banteay Meanchey und Oddar Meanchey entlang der thailändischen Grenze, wo noch Minen und Blindgänger liegen. Bleib auf befestigten Wegen, lauf nicht querfeldein und betritt niemals eine Fläche mit rotem Warnschild. Auch an abgelegenen Tempeln gilt das: markierte Wege nicht verlassen.
Grenzgebiet zu Thailand
Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in den Streifen von 20 Kilometern entlang der thailändischen Grenze. Seit Ende Dezember 2025 gilt ein Waffenstillstand, die Lage bleibt aber angespannt. Praktisch heißt das: Preah Vihear und Banteay Chhmar fallen für den Moment aus der Planung. Wer trotzdem in Grenznähe unterwegs ist, fotografiert dort nichts, Sicherheitskräfte reagieren empfindlich.
Leitungswasser
Nicht trinken. Flaschenwasser ist überall günstig, Nachfüllstationen verbreitet. Eine Filterflasche spart viel Plastik.
Moskitos
Dengue ist verbreitet, die Mücken stechen tagsüber. Mittel mit DEET oder Icaridin und lange, lockere Kleidung am Abend. Malaria gibt es in abgelegenen Waldgebieten im Nordosten und an den Grenzen, in den Reiseregionen praktisch nicht.
Medizinische Versorgung
Außerhalb von Phnom Penh und Siem Reap ist sie eingeschränkt. Bei etwas Ernstem wird nach Bangkok ausgeflogen. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ist deshalb hier besonders wichtig.
Verkehr
Die Unfallzahlen sind hoch. Fahr nicht nachts über Land, trag auf dem Roller einen Helm und steig nicht zu jemandem auf, der getrunken hat.
Taschendiebstahl in Phnom Penh
Vom Motorrad gerissene Taschen kommen vor. Trag die Tasche zur Hausseite, nicht zur Straße, und halte das Handy nicht offen in der Hand, während du am Straßenrand stehst.
Kinder und Waisenhaustourismus
Besuche keine Waisenhäuser und gib Kindern kein Geld. Beides hält ein System am Leben, in dem Kinder von ihren Familien getrennt werden, weil Besucher dafür zahlen. Wer helfen will, spendet an eine Organisation, die Familien stärkt.
Polizei117Rettung119Feuerwehr118Touristenpolizei Siem Reap012 402 424

Das ist kein historisches ThemaDie Landminen sind kein historisches Thema. Jedes Jahr werden in Kambodscha Menschen verletzt oder getötet, überwiegend Einheimische beim Feldarbeiten. Für dich heißt das schlicht: auf dem Weg bleiben. Das klingt banal und ist die einzige Regel, die zählt.

Offizielle QuellenReisehinweise Außenministerium ÖsterreichReisehinweise Auswärtiges Amt DeutschlandCambodian Mine Action Centre

Benehmen, das Türen öffnet

Khmer sind zurückhaltend, höflich und sehr geduldig. Ein paar Dinge ändern trotzdem, wie du behandelt wirst.

Das kommt gut an

  • Der Sampeah. Hände vor der Brust zusammen, leichte Verbeugung. Je höher die Hände, desto mehr Respekt. Für dich reicht Brusthöhe bei jeder Begrüßung.
  • Schultern und Knie bedeckt in Angkor. Das wird an den Haupttempeln kontrolliert, und wer in Trägershirt kommt, darf Angkor Wat nicht betreten. Ein Tuch im Rucksack löst das.
  • Schuhe aus. In Tempeln, Privathäusern und vielen kleinen Pensionen. Kopfbedeckung ebenfalls ab.
  • Leise bleiben. Wer laut wird, verliert das Gesicht und bekommt keine Lösung. Ruhe und ein Lächeln öffnen hier mehr als Nachdruck.
  • Mit beiden Händen geben. Geld, Visitenkarten, Geschenke. Eine Kleinigkeit, die sofort auffällt.
  • Nach der Geschichte fragen, wenn jemand davon anfängt. Fast jede Familie hat unter den Roten Khmer Angehörige verloren. Wenn jemand erzählen will, hör zu. Das ist oft der ehrlichste Moment einer Reise.

Das besser nicht

  • Nicht von dir aus über die Roten Khmer reden. Wenn du anfängst, bringst du dein Gegenüber in eine schwierige Lage. Täter und Opfer leben bis heute im selben Dorf.
  • Nicht auf den Kopf fassen. Auch bei Kindern nicht.
  • Keine Füße zeigen. Nicht auf Menschen, nicht auf Buddhafiguren richten. Im Tempel die Füße nach hinten anwinkeln.
  • Mönche nicht berühren. Frauen reichen einem Mönch nichts direkt in die Hand, sondern legen es ab.
  • Nicht auf Tempelbauten klettern. In Angkor ist das an vielen Stellen verboten und die Steine sind achthundert Jahre alt. Es gibt dafür markierte Treppen.
  • Nichts von Kindern kaufen. Kinder, die an Tempeln Armbänder verkaufen, gehen nicht zur Schule. Wer kauft, sorgt dafür, dass sie morgen wieder dort stehen. Das ist hart, aber es ist der Konsens aller Hilfsorganisationen vor Ort.

Sätze, die du brauchst

Khmer hat keine Töne, was es für Europäer leichter macht als Thai oder Vietnamesisch. Männer hängen bat an, Frauen jah. Das ist die Höflichkeitssilbe und wichtiger als alles andere.

Hallo

សួស្តី

suos-dei

Danke

អរគុណ

aw-kun

Ja, Männer und Frauen

បាទ / ចាស

bat / jah

Was kostet das?

ថ្លៃប៉ុន្មាន

thlai pon-man

Zu teuer

ថ្លៃពេក

thlai peek

Sehr lecker

ឆ្ងាញ់ណាស់

chnganh nah

Wo ist die Toilette?

បង្គន់នៅឯណា

bong-kon nov ae na

Kein Problem

អត់អីទេ

ot ei te

Kalender

Feste, Feiertage und was sie für dich bedeuten

Kambodscha hat viele Feiertage, und zwei davon legen das ganze Land für mehrere Tage still.

Mitte April

Khmer-Neujahr, Chaul Chnam Thmey

landesweit

Das wichtigste Fest des Jahres, drei Tage lang. Die Familien kehren in ihre Dörfer zurück, es wird Wasser und Talkumpuder geworfen, in den Tempeln werden Sandhügel aufgeschüttet, und auf jedem Dorfplatz werden traditionelle Spiele gespielt.

Für dich heißt das: Busse und Züge sind tagelang ausgebucht, viele Geschäfte und Restaurants geschlossen, Angkor ist voller kambodschanischer Familien, was eine ganz eigene Stimmung erzeugt. Entweder bewusst mittendrin bleiben oder die Tage für Strand und Inseln nutzen.

Mai

Visak Bochea

landesweit

Der höchste buddhistische Feiertag, Geburt, Erleuchtung und Tod Buddhas. Kerzenprozessionen an den großen Pagoden.

Ein stiller, sehr schöner Abend. Keine Einschränkungen für deine Reise.

Mai

Königliche Pflugzeremonie

Phnom Penh

Zwei heilige Ochsen ziehen eine Furche und bekommen danach sieben Schalen angeboten. Woraus sie fressen, soll die Ernte des Jahres voraussagen. Ein Brauch, der älter ist als Angkor.

Ein Vormittag, der dir das Land besser erklärt als jedes Museum.

September / Oktober

Pchum Ben, das Ahnenfest

landesweit

Fünfzehn Tage lang bringen die Menschen vor Sonnenaufgang Reis in die Pagoden, für die Seelen der Verstorbenen. Die letzten drei Tage sind arbeitsfrei und die wichtigsten des Jahres nach Neujahr.

Das halbe Land ist unterwegs in die Heimatdörfer. Verkehrsmittel sind voll, viele Restaurants in den Städten geschlossen. Wer in einem Dorf ist und eingeladen wird, erlebt etwas, das kein Programm bieten kann.

Oktober / November

Bon Om Touk, das Wasserfest

Phnom Penh

Gefeiert wird, dass der Tonle Sap zweimal im Jahr seine Fließrichtung umkehrt, ein hydrologisches Phänomen, das es nur hier gibt. Dazu Bootsrennen mit Hunderten Ruderern auf dem Fluss und Millionen Zuschauern.

Phnom Penh ist in diesen drei Tagen komplett ausgebucht und extrem voll. Großartig, wenn du es willst, und ein schlechter Zeitpunkt, wenn du die Stadt in Ruhe sehen möchtest.

November

Unabhängigkeitstag

landesweit

Der 9. November, Unabhängigkeit von Frankreich 1953. Paraden und Feuerwerk am Unabhängigkeitsdenkmal in Phnom Penh.

Behörden und Banken geschlossen, sonst ohne Auswirkung auf deine Reise.

Januar / Februar

Chinesisches Neujahr

Phnom Penh, Städte

Die chinesisch-kambodschanische Gemeinschaft ist groß, entsprechend sichtbar wird das Fest in den Städten. Drachentänze, rote Laternen, geschlossene Läden.

Kein offizieller Feiertag, viele Geschäfte schließen trotzdem für ein bis zwei Tage.

ganzjährig

Hochzeiten in der Trockenzeit

überall auf dem Land

Zwischen November und März wird geheiratet, oft am Straßenrand unter einem Zelt, drei Tage lang und mit sehr lauter Musik ab fünf Uhr morgens.

Wenn du auf dem Land schläfst und nebenan ein Zelt steht, nimm Ohrstöpsel. Und wenn du eingeladen wirst, geh hin, das passiert öfter, als du denkst.

Februar / März

Meak Bochea

landesweit

Ein buddhistischer Feiertag zur Erinnerung an eine Versammlung von zwölfhundertfünfzig Mönchen. Abends Kerzenumrundungen der Pagoden.

Die Tempel sind an diesem Abend voller Menschen statt voller Besucher. Sehr sehenswert.

Juni bis Oktober

Der Tonle Sap steigt

Siem Reap und Umgebung

Kein Fest, sondern das Ereignis, das Kambodscha prägt. Der See wächst auf das Fünffache seiner Fläche, die schwimmenden Dörfer schwimmen wirklich und die Fischerei beginnt.

Wer die schwimmenden Dörfer sehen will, kommt zwischen August und Januar. In der Trockenzeit stehen die Häuser auf Stelzen im Schlamm, und die Bootstouren sind deutlich weniger eindrucksvoll.

Planung

Wir bauen dir die Route

Keine der fertigen Routen passt? Dann stellen wir dir eine zusammen, auf deine Daten, dein Budget und dein Tempo.

01

Fünf Minuten Fragebogen

Zeitraum, Personen, Budget pro Nacht, Reisestil, und ein Freitextfeld, in dem du schreibst, was unbedingt passieren soll. Der Preis stellt sich beim Ausfüllen automatisch ein.

02

Rückfragen und Recherche

Wir fragen drei bis fünf Dinge nach, die sich aus deinen Antworten ergeben, prüfen Reisezeit und Fahrzeiten und sortieren aus, was sich nicht lohnt.

03

Plan in 24 Stunden

Etappen mit Nächten, Verbindungen, Hotelvorschläge in drei Preisklassen, Touren pro Ort, dazu zu jeder Entscheidung ein Satz, warum. Eine Korrekturrunde ist inklusive.

Route für Kambodscha planen lassenFünf Minuten Fragebogen, dann bekommst du sofort und kostenlos unsere Einschätzung zu deiner Reise. Der fertige Plan kommt innerhalb von 24 Stunden, eine Korrekturrunde inklusive.

Wir sagen dir, was wir an deiner Stelle tun würden.

Reiseportale zeigen dir vierhundert Hotels und überlassen dir die Entscheidung. Reiseführer sind zwei Jahre alt. Verenza macht es anders: aktuell geprüft, klar entschieden und ehrlich begründet. So planen Menschen ihre Reise heute, und so wollen wir es auch in zehn Jahren noch machen.

Geprüft, nicht abgeschrieben

Sperrzeiten, Eintritte und Reisezeiten stehen bei uns mit Quelle und Prüfdatum auf der Seite. Du siehst, worauf eine Angabe beruht und wie alt sie ist.

Eine Entscheidung statt vierzig Optionen

Wir nennen dir das Haus, den Strand und die Route, die wir nehmen würden, und sagen dazu, warum. Mit einer Liste kannst du nichts anfangen, mit einer Empfehlung schon.

Auch das, was niemand gern sagt

Welcher Strand um elf Uhr voll ist. Wann dein Wunschmonat der falsche ist. Wann drei Länder zwei zu viel sind. Das ist der Teil, für den du später dankbar bist.

Häufige Fragen

Bevor du buchst

Wie viele Nächte sollte ich einplanen?

Vierzehn bis achtzehn. Angkor braucht drei Tage, Phnom Penh zwei, der Süden und eine Insel nochmal sieben bis acht. Wer nur vier Nächte für Kambodscha hat, sieht Tempel und kein Land.

Brauche ich ein Visum?

Ja. Österreich, Deutschland und die Schweiz brauchen ein Visum. Am einfachsten ist das E-Visum, online beantragt, gültig für eine Einreise und 30 Tage. Es gibt auch ein Visum bei Ankunft an den Flughäfen Phnom Penh, Siem Reap und Sihanoukville. Zusätzlich musst du bei Anreise mit dem Flugzeug die kostenlose e-Arrival Card ausfüllen. Details stehen oben im Abschnitt Praxis.

Wie viele Tage brauche ich für Angkor?

Drei. Mit einem Tag siehst du Angkor Wat, Bayon und Ta Prohm und bist abends erschöpft. Mit drei Tagen kannst du morgens und spätnachmittags gehen, wenn das Licht gut und die Hitze erträglich ist, und mittags im Pool liegen. Der Dreitagespass gilt an drei frei wählbaren Tagen innerhalb einer Woche.

Ist Kambodscha sicher?

In den Reiseregionen ja, und die sind von Minen geräumt, Angkor eingeschlossen. Zwei Dinge musst du wissen. Erstens liegen in ländlichen Gebieten, vor allem in den Provinzen Banteay Meanchey und Oddar Meanchey entlang der thailändischen Grenze, noch Minen und Blindgänger: auf Wegen bleiben, keine Fläche mit rotem Schild betreten. Zweitens warnt das Auswärtige Amt vor dem 20 Kilometer breiten Grenzstreifen zu Thailand. Seit Ende Dezember 2025 gilt dort ein Waffenstillstand, angespannt ist es trotzdem. Preah Vihear und Banteay Chhmar planen wir deshalb gerade nicht ein. Der Rest des Landes ist davon nicht betroffen.

Wie viel Geld brauche ich pro Tag?

Mit guten Mittelklassehotels, Restaurantessen, Guide und Touren kommst du auf grob 80 bis 130 Euro pro Person und Tag. Kambodscha ist in der Mittelklasse eines der günstigsten Länder Asiens.

Welche Währung brauche ich?

US-Dollar. Preise werden in Dollar genannt, Wechselgeld unter einem Dollar kommt in Riel zurück. Nimm kleine Scheine mit und achte darauf, dass sie unbeschädigt sind, eingerissene Noten werden nicht angenommen.

Welche Impfungen brauche ich?

Das hängt von Route, Jahreszeit und Vorgeschichte ab. Lass dich sechs bis acht Wochen vor Abflug reisemedizinisch beraten. Wir geben dazu bewusst keine Empfehlung ab.

Keine Lust, das alles selbst zusammenzusuchen?Fünf Minuten Fragebogen, danach bekommst du kostenlos unsere Einschätzung zu deiner Reise.

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