Steile grüne Klippen, die an der Ostküste Taiwans senkrecht ins türkisfarbene Meer abfallen

Verenza · Ostasien

Taiwan, die freundlichste Insel Asiens

Taiwan ist etwa so groß wie die Schweiz und hat fast dreitausend Meter hohe Berge, eine Steilküste, die senkrecht ins Meer fällt, und über hundert Nachtmärkte. Dazu kommt etwas, das in jedem Reisebericht auftaucht und trotzdem stimmt: eine Hilfsbereitschaft, die einen am Anfang irritiert. Wer in Taipeh mit einer Karte in der Hand steht, wird angesprochen, bevor er fragen kann.

0Visum nötig
10 bis 14Tage ideal
90 Tagevisumfrei
Okt bis Aprbeste Zeit

Berge über der Ostküste Taiwans · Foto: Unsplash

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Der größte Planungsfehler bei Taiwan ist, die Insel im Uhrzeigersinn zu umrunden, weil die Bahn das so nahelegt. Dabei liegt der interessanteste Teil im Osten, und der braucht Zeit: Die Taroko-Schlucht, die Ostküste nach Taitung und das Hochtal dahinter sind die Gegenwelt zu Taipeh. Nimm den Hochgeschwindigkeitszug für die Westküste, weil dort ohnehin wenig liegt, und lass dir für den Osten vier bis fünf Tage. Und plan einen Puffertag ein, Taifune und Erdbeben sperren hier regelmäßig Straßen.

Schritt eins

Wo du hinfährst

Fünf Regionen. Die erste kennt jeder, die zweite ist der Grund zu kommen, und die anderen drei sind der Grund zu bleiben.

Der Turm Taipei 101 über der nächtlichen Skyline von Taipeh

Norden

Taipeh und der Norden

Eine Hauptstadt, in der ein Wolkenkratzer, ein Tempel aus dem achtzehnten Jahrhundert und ein Nachtmarkt in derselben Straße stehen. Ringsum liegen heiße Quellen in Beitou, die Teeberge von Maokong und an der Küste Jiufen, ein ehemaliger Goldgräberort an einem Steilhang.

Für: Essen, Tempel, Nachtmärkte, der Einstieg

Türkisfarbener Fluss zwischen den Marmorwänden der Taroko-Schlucht

Osten

Taroko und die Ostküste

Die Taroko-Schlucht hat sich auf zwanzig Kilometern durch Marmor gefressen, mit Wänden, die senkrecht hunderte Meter aufsteigen. Südlich davon läuft die Küstenstraße zwischen Pazifik und Bergen, und dahinter liegt das Ostrifttal mit Reisfeldern zwischen zwei Gebirgsketten.

Für: Schlucht, Küste, Radfahren, der schönste Teil der Insel

Der Sonne-Mond-See mit bewaldeten Bergen am Ufer

Mitte

Sonne-Mond-See und Alishan

Der größte See der Insel liegt auf achthundert Metern zwischen bewaldeten Hügeln, mit einem Radweg rundherum. Weiter südlich steigt Alishan auf zweitausend Meter, mit einer Schmalspurbahn, Zypressenwäldern und einem Wolkenmeer, über dem morgens die Sonne aufgeht.

Für: Berge, Tee, Bahnfahren, Wolkenmeer

Taiwanischer Tempel mit geschwungenem Schwalbenschwanzdach

Süden

Tainan und Kaohsiung

Tainan war zweihundert Jahre lang Hauptstadt und ist heute die Stadt mit den meisten Tempeln und der besten Küche Taiwans. Kaohsiung daneben ist Hafenstadt mit umgebauten Lagerhallen, einem Kunstviertel und dem wärmsten Klima der Insel.

Für: Essen, Geschichte, Tempel, Winterwärme

Strand mit türkisfarbenem Wasser und Bergen im Hintergrund

Süden und vorgelagert

Kenting und die Inseln

Ganz im Süden liegt der Kenting-Nationalpark mit Stränden und Korallenfels. Vor der Ostküste liegen die Grüne Insel und die Orchideeninsel, letztere bewohnt von den Tao, die bis heute Auslegerboote bauen. Weit im Westen liegen die Penghu-Inseln mit Basaltsäulen im Meer.

Für: Strand, Tauchen, indigene Kultur, echtes Abseits

Timing

Wann du fliegst

Taiwan liegt auf dem Wendekreis des Krebses, der Norden ist subtropisch und der Süden tropisch. Die wichtigste Größe für die Planung ist nicht die Temperatur, sondern die Taifunsaison.

ZeitraumTaipehOstenSüdenWas das heißt
Okt bis Dezsehr gutsehr gutsehr gutDie beste Zeit. Die Taifunsaison klingt ab, es ist trocken und mild, zwanzig bis fünfundzwanzig Grad. Im Norden kann es ab Dezember feucht werden, der Süden bleibt sonnig
Jan bis Märkühl, oft Nieselregenkühlsehr gutDer Norden ist grau und feucht, mit zehn bis siebzehn Grad, und die Heizung fehlt in den meisten Gebäuden. Der Süden dagegen ist jetzt am besten. Im Februar liegt oft das Laternenfest, und dann ist alles unterwegs
Apr bis JungutgutwarmAngenehm warm, die Berge sind grün, und im Mai gibt es im Norden die Pflaumenregenzeit mit kurzen, kräftigen Güssen. Insgesamt eine sehr gute Zeit, besonders für die Höhenlagen
Jul bis Sepheiß, TaifuneTaifuneheiß, TaifuneHeiß, schwül und die Hauptzeit für Taifune. Ein Taifun sperrt Straßen, legt Züge still und schließt Nationalparks, teils für Tage. Wer in diesen Monaten reist, braucht Puffertage und eine flexible Buchung

Praxis

Einreise, Anreise und unterwegs

Taiwan ist einfach zu bereisen, hat aber zwei Einfuhrverbote, die europäische Reisende regelmäßig kalt erwischen.

Einreise und Dokumente

Kein Visum, dafür eine digitale Einreisekarte und ein strenger Zoll. Beides ist in fünf Minuten erledigt, wenn man es vorher weiß.

Kein Visum nötig
Österreich, Deutschland und die Schweiz stehen auf der amtlichen Liste der visumfrei einreiseberechtigten Staaten, mit 90 Tagen. Dieser Aufenthalt ist nicht verlängerbar.
Taiwan Arrival Card
Pflicht seit dem 1. Oktober 2025 und kostenlos. Die Einwanderungsbehörde nennt ein Fenster von drei Tagen vor der Ankunft. Eine Person kann das Formular für bis zu sechzehn Mitreisende ausfüllen, die E-Mail-Bestätigung ist Pflicht. Wer es vergessen hat, kann beim Check-in einen QR-Code scannen und es bei der Ankunft ausfüllen.
Nur auf twac.immigration.gov.tw
Das ist die Seite der Behörde, und sie kostet nichts. Das Auswärtige Amt warnt ausdrücklich davor, andere Seiten zu nutzen. Wir verlinken die richtige unten.
Reisepass
Mindestens sechs Monate über die Einreise hinaus gültig. Nur gewöhnliche Reisepässe sind visumfrei zugelassen. Mit einem vorläufigen Reisepass bekommst du höchstens ein Landing Visa für dreißig Tage, und das nur an bestimmten Flughäfen.
Rückflugticket ist Voraussetzung
Taiwan verlangt ein bestätigtes Rück- oder Weiterreiseticket per Flug oder Schiff mit bestätigtem Sitzplatz. Das ist hier keine Formalie, sondern steht so in der amtlichen Liste. Ein Geldmittelnachweis wird für Österreich, Deutschland und die Schweiz nicht verlangt.
Nur über gelistete Häfen
Visumfrei einreisen kannst du nur über die zehn internationalen Flughäfen, darunter Taoyuan, Songshan, Taichung und Kaohsiung, sowie über sieben Seehäfen.
E-Zigaretten sind verboten
Verdampfer, E-Zigaretten, Liquids, erhitzte Tabakprodukte, Snus, Kau- und Schnupftabak sowie Shisha-Tabak dürfen nicht eingeführt werden, auch nicht für den Eigenbedarf. Lass das Gerät zu Hause.
Kein Schweinefleisch im Gepäck
Wegen der Afrikanischen Schweinepest wird Gepäck aus Europa darauf geprüft. Die Strafen reichen bis rund 28.000 Euro, dazu kann ein Einreiseverbot kommen. Bei Obst und Agrarprodukten liegen sie zwischen 80 und 400 Euro. Im Zweifel vor der Kontrolle entsorgen oder den Zoll ansprechen.

Das übersehen fast alleZwei Verbote, die in Europa niemand auf dem Schirm hat. Erstens: E-Zigaretten und Verdampfer sind in Taiwan vollständig verboten, auch im Koffer und auch für den Eigenbedarf. Zweitens: keine Wurst, kein Schinken, kein Speck im Gepäck, die Strafen bei Schweinefleisch sind existenziell hoch. Beides wird am Flughafen tatsächlich kontrolliert. Fünf Minuten Kofferkontrolle zu Hause sparen dir hier sehr viel Ärger.

Offizielle QuellenTaiwan Arrival Card, offizielle Seite der EinwanderungsbehördeBureau of Consular Affairs, visumfreie EinreiseAuswärtiges Amt, Reise- und Sicherheitshinweise TaiwanÖAMTC Länderinfo Taiwan

Wie du hinkommst

Es gibt keine Direktflüge aus Österreich. Du fliegst über Frankfurt, Wien mit Umstieg, Amsterdam, Istanbul, Doha oder Bangkok. Rechne mit vierzehn bis achtzehn Stunden.

TPE

Taoyuan International

40 km westlich von Taipeh

Der Hauptflughafen des Landes mit zwei Terminals und Verbindungen nach ganz Asien, Europa und Nordamerika. Gut organisiert und mit kurzen Wegen.

Weiter von hierDie Flughafen-MRT fährt in rund fünfunddreißig Minuten zum Hauptbahnhof Taipeh, der Expresszug ist schneller als der Allzug. Busse fahren rund um die Uhr und sind günstiger.

TSA

Taipei Songshan

im Stadtgebiet von Taipeh

Der Stadtflughafen, vor allem für Inlandsflüge und kurze Strecken nach Tokio, Seoul und Shanghai. Mitten in der Stadt und mit eigener MRT-Station.

Weiter von hierMit der braunen MRT-Linie in zwanzig Minuten ins Zentrum. Für Flüge auf die vorgelagerten Inseln ist das der Flughafen.

KHH

Kaohsiung International

Süden

Für alle, die im Süden anfangen oder aufhören wollen. Verbindungen nach Japan, Korea und Südostasien.

Weiter von hierMit der roten MRT-Linie in rund zwanzig Minuten ins Zentrum. Nach Kenting fährt ein direkter Bus in zwei Stunden.

RMQ

Taichung International

Mitte

Klein, mit Verbindungen nach Japan, Vietnam und Festlandchina. Praktisch, wenn du mit dem Sonne-Mond-See anfangen willst.

Weiter von hierBus ins Zentrum von Taichung, rund fünfzig Minuten. Von dort Direktbusse zum Sonne-Mond-See.

Wie du vor Ort weiterkommst

Taiwan ist ein ausgezeichnetes Bahnland. Der Westen ist mit dem Hochgeschwindigkeitszug in zwei Stunden durchquert, der Osten braucht die langsamere, dafür schönere Küstenstrecke.

Hochgeschwindigkeitszug HSR

20 bis 45 Euro

Die Westküste von Taipeh über Taichung und Tainan nach Kaohsiung in knapp zwei Stunden. Pünktlich, bequem und mit großem Sitzabstand.

Unser TippEs gibt Rabatte für frühe Buchung und einen Pass für Besucher. Die HSR-Bahnhöfe liegen oft außerhalb der Städte, plan für den Anschluss zwanzig bis dreißig Minuten ein.

Taiwan Railway TRA

5 bis 20 Euro

Das klassische Netz, das die ganze Insel umrundet, auch den Osten. Die Strecke Hualien nach Taitung läuft zwischen Bergen und Pazifik und ist eine der schönsten Bahnstrecken Asiens.

Unser TippDie Züge an der Ostküste sind in der Hochsaison und an Feiertagen ausgebucht. Buch online vorab, Stehplätze gibt es sonst auch, aber stundenlang.

MRT in den Städten

ab etwa 0,70 Euro

Taipeh, Kaohsiung und Taichung haben moderne U-Bahnen, sauber, zweisprachig beschildert und sehr zuverlässig. In Taipeh ist das Netz so dicht, dass du nichts anderes brauchst.

Unser TippKauf dir als Erstes eine EasyCard. Sie gilt für MRT, Bus, viele Züge, Leihräder und sogar im Convenience Store. In der MRT ist Essen und Trinken verboten, auch Wasser.

Leihrad YouBike

unter 1 Euro pro halbe Stunde

In fast jeder Stadt und entlang vieler Radwege. Mit der EasyCard freigeschaltet, Rückgabe an jeder Station.

Unser TippFür das Ostrifttal und rund um den Sonne-Mond-See gibt es eigene Leihstationen mit besseren Rädern, teils mit Rückgabe an einem anderen Ort.

Roller und Auto

Roller ab 15 Euro, Auto ab 50 Euro pro Tag

Für die Ostküste, das Rifttal und Kenting die freieste Lösung. Gefahren wird rechts, die Straßen sind gut.

Unser TippDer österreichische Führerschein gilt nur zusammen mit dem Internationalen Führerschein. Die Promillegrenze liegt bei 0,15, also faktisch null. Helmpflicht auf dem Roller.

Fernbus

5 bis 15 Euro

Dichtes Netz, oft mit sehr bequemen Liegesitzen, und nachts eine Alternative zur Bahn. Besonders nach Kenting und zum Sonne-Mond-See.

Internet, SIM und die Apps, die helfen

Taiwan hat ein sehr gutes Netz und kostenloses öffentliches WLAN in vielen Städten. Eine lokale SIM ist trotzdem sinnvoll, und zwar aus einem Sicherheitsgrund.

Lokale SIM kaufen, nicht nur eSIM
Chunghwa Telecom, Taiwan Mobile und FarEasTone verkaufen Touristen-SIMs mit unbegrenzten Daten am Flughafen, für wenige Euro. Das Auswärtige Amt rät ausdrücklich zu einer taiwanischen Karte, weil sich ausländische SIM-Karten im Notfall schwer orten lassen. Bei Erdbeben und Taifunen ist das kein theoretisches Argument.
Warn-Apps installieren
Die Behörden senden Erdbeben- und Taifunwarnungen per Cell Broadcast auf taiwanische Nummern. Dazu gibt es die App der Feuerwehr. Den Wetterdienst CWA und den englischsprachigen Radiosender ICRT auf 100,7 FM kannst du bei aufziehendem Taifun verfolgen.
Bezahlen
Karten werden in Städten breit akzeptiert, auf Nachtmärkten und in kleinen Lokalen brauchst du Bargeld. Geldautomaten gibt es in jedem 7-Eleven, und die sind zuverlässig.
Nützliche Apps
Google Maps funktioniert in Taiwan sehr gut, inklusive Nahverkehr. Dazu die Bahn-App der TRA für Tickets und eine Übersetzungs-App, weil Speisekarten in kleinen Lokalen oft nur auf Chinesisch sind.

Schritt zwei

Fertige Routen

Zwei fertige Abläufe. Beide nutzen den Hochgeschwindigkeitszug für den Westen und lassen dem Osten die Zeit, die er braucht.

Die erste Reise

11 Nächte

Wenn du Taiwan zum ersten Mal siehst. Taipeh, die Schlucht und der Süden. Am besten zwischen Oktober und April.

  • 4 NTaipeh

    Longshan-Tempel am Morgen, der Elefantenberg zum Sonnenuntergang, zwei Nachtmärkte, das Nationale Palastmuseum und ein Tagesausflug nach Jiufen und Shifen.

  • 3 NHualien und Taroko

    Zwei Stunden mit dem Zug entlang der Küste. Zwei Tage in der Schlucht, ein Tag an der Küste mit dem Rad. Prüf vorher, welche Wege offen sind.

  • 2 NTainan

    Mit dem Zug weiter nach Süden. Tempel, die älteste Straße der Insel und die beste Küche Taiwans. Iss dich hier durch.

  • 2 NTaipeh

    Mit dem Hochgeschwindigkeitszug in knapp zwei Stunden zurück. Letzte Tage für Beitou, Maokong oder das, was noch offen ist.

Die ganze Insel

16 Nächte

Mit den Bergen und der Ostküste in ganzer Länge. Am besten im Oktober oder November.

  • 4 NTaipeh

    Stadt, Nachtmärkte, Tempel und ein Tag an der Nordküste.

  • 3 NHualien und Taroko

    Die Schlucht in Ruhe, dazu ein Tag an der Küste.

  • 2 NOstrifttal nach Taitung

    Mit dem Rad oder dem Roller durch Reisfelder zwischen zwei Gebirgsketten. In Chishang steht der berühmteste Baum der Insel in einem Reisfeld.

  • 2 NKenting

    Der Süden mit Stränden, Korallenfels und dem südlichsten Punkt der Insel.

  • 2 NAlishan

    Mit der Schmalspurbahn hinauf, Zypressenwald, Sonnenaufgang über dem Wolkenmeer und Oolong-Tee direkt vom Hang.

  • 2 NSonne-Mond-See

    Radweg rund um den See, Seilbahn und ein Abend am Wasser. Der ruhigste Teil der Reise.

  • 1 NTaipeh

    Mit dem Hochgeschwindigkeitszug zurück, letzte Nacht vor dem Abflug.

Die Skyline von Taipeh im Abendlicht
Dichter Bambuswald in den Bergen Taiwans
Holzsteg am Ufer des Sonne-Mond-Sees

Städte

Jeder Ort einzeln

Elf Orte, jeder mit dem, was du gesehen haben solltest, mit dem, was in keinem Reiseführer steht, und mit dem, wo man isst. Aufklappen, was dich interessiert.

Taipeh Norden · 4 Nächte Eine Hauptstadt, in der ein Wolkenkratzer, ein Tempel aus dem achtzehnten Jahrhundert und ein Nachtmarkt in dieselbe Straße passen.

Das solltest du sehen

  1. Longshan-Tempel. Von 1738, mehrfach zerstört und wieder aufgebaut, und bis heute kein Museum, sondern ein voller Gebrauchstempel. Morgens und abends wird gesungen und geopfert. Besucher sind willkommen.
  2. Taipei 101. Bis 2007 das höchste Gebäude der Welt, mit einem begehbaren Pendel im achtundachtzigsten Stock, das Erdbeben und Taifune ausgleicht. Die Aussichtsplattform ist gut, der bessere Blick kommt vom Elefantenberg.
  3. Der Elefantenberg. Zwanzig Minuten Treppen von der MRT-Station Xiangshan, und man steht auf Augenhöhe mit dem Turm. Zum Sonnenuntergang wird es eng, geh eine Stunde früher und einen Pfad weiter.
  4. Nationales Palastmuseum. Eine der bedeutendsten Sammlungen chinesischer Kunst der Welt, 1949 vom Festland hierher gebracht. Die berühmtesten Stücke sind ein Jadekohl und ein Stein, der aussieht wie ein Stück Schweinebauch. Plan drei Stunden ein.
  5. Die Nachtmärkte. Shilin ist der größte, Raohe der schönste mit dem Tempel am Eingang, Ningxia der beste zum Essen. Ab sechs Uhr abends, und man geht nicht hin, um etwas zu kaufen, sondern um zu essen.

Geheimtipps

  • Beitou für einen Nachmittag. Eine halbe Stunde mit der MRT, und man sitzt in schwefelhaltigen Thermalquellen. Es gibt öffentliche Bäder für wenig Geld und private Räume in den Hotels. Ein Erbe der japanischen Zeit.
  • Maokong mit der Seilbahn. Von Taipeh Zoo aus geht eine Seilbahn in die Teeberge über der Stadt. Oben gibt es Teehäuser mit Terrasse, und abends sieht man die Lichter der Stadt.
  • Das Viertel Dadaocheng. Die alte Handelsstraße Dihua, wo mit Tee, Kräutern und Stoff gehandelt wurde. Heute stehen in den alten Häusern Cafés und Läden, und es ist deutlich ruhiger als die bekannten Viertel.
  • Mit dem Rad am Fluss. Taipeh hat über hundert Kilometer Radwege entlang seiner Flüsse, mit YouBike-Stationen überall. Ein Nachmittag am Danshui-Fluss bis zur Mündung ist einer der schönsten Wege, die Stadt zu sehen.
  • Der Nachtmarkt Ningxia statt Shilin. Shilin ist der bekannteste und entsprechend voll. Ningxia ist kleiner, hat die älteren Stände und das bessere Essen.

Wo du isst

  • Beef Noodle Soup. Das inoffizielle Nationalgericht: geschmortes Rindfleisch in dunkler Brühe mit dicken Nudeln. Es gibt jährlich einen Wettbewerb um die beste.
  • Xiaolongbao. Gefüllte Teigtaschen mit Brühe im Inneren. Vorsichtig anbeißen, sonst verbrennst du dir den Mund.
  • Gua Bao. Ein aufgeklapptes Dampfbrötchen mit geschmortem Schweinebauch, eingelegtem Senfkohl und Erdnusspulver.
  • Stinky Tofu. Fermentierter Tofu, frittiert. Riecht beachtlich und schmeckt besser, als der Geruch verspricht. Einmal musst du.
Hualien und Taroko Osten · 3 Nächte Die Marmorschlucht ist der Grund, warum man in den Osten fährt. Hualien davor ist eine entspannte Küstenstadt mit gutem Essen.

Das solltest du sehen

  1. Die Taroko-Schlucht. Zwanzig Kilometer durch Marmor, mit Wänden, die senkrecht hunderte Meter aufsteigen, und einer Straße, die in den Fels gehauen wurde. Prüf vorher, welche Abschnitte offen sind, nach Beben und Taifunen wird regelmäßig gesperrt.
  2. Der Schwalbengrotten-Weg. Shakadang und Yanzikou sind die beiden klassischen kurzen Wege, beide direkt an der Schlucht und beide auch ohne Kondition machbar. Helm wird am Eingang ausgegeben, trag ihn.
  3. Der Tempel der ewigen Frühlings. Ein Schrein über einem Wasserfall, gebaut zum Gedenken an die Arbeiter, die beim Bau der Straße ums Leben kamen. Das erklärt, mit welchem Aufwand diese Straße entstanden ist.
  4. Qixingtan Beach. Ein Kieselstrand bei Hualien mit einem Bogen, der sich kilometerweit zieht, und den Bergen direkt dahinter. Zum Schwimmen ist die Strömung zu stark, zum Sitzen perfekt.

Geheimtipps

  • Die Lage vorher prüfen. Taroko ist nach Erdbeben und Taifunen oft in Teilen gesperrt, teils monatelang. Die Seite des Nationalparks führt den aktuellen Stand. Plan nicht fest mit einem bestimmten Weg.
  • Mit dem Roller statt dem Bus. Der Bus durch die Schlucht fährt selten und hält nicht überall. Mit dem Roller aus Hualien bist du frei, und die Strecke selbst ist schon das Erlebnis.
  • Früh in die Schlucht. Vor acht Uhr sind die Busgruppen noch nicht da, und das Licht fällt dann so in die Schlucht, dass man überhaupt etwas sieht. Mittags steht sie im Schatten.
  • Der Nachtmarkt Dongdamen. Hualiens Nachtmarkt ist größer als erwartet und hat einen eigenen Bereich mit Gerichten der indigenen Völker, die es sonst kaum zu essen gibt.

Wo du isst

  • Küche der Amis. Die größte indigene Gruppe Taiwans lebt hier. Wildgemüse, Flussfisch und in Bambus gegarter Reis.
  • Mochi aus Hualien. Die Stadt ist im ganzen Land für ihre Klebreiskuchen bekannt, mit Erdnuss-, Sesam- oder Taro-Füllung.
  • Wan Tun am Markt. Hualiens Version der gefüllten Teigtaschen in klarer Brühe.
Tainan Süden · 2 Nächte Zweihundert Jahre lang Hauptstadt, heute die Stadt mit den meisten Tempeln und dem besten Essen Taiwans.

Das solltest du sehen

  1. Der Konfuziustempel. Von 1665, der älteste des Landes, mit einer Schule im selben Hof. Ruhig, schattig und ein guter Startpunkt.
  2. Anping und das alte Fort. Die Niederländer bauten hier 1624 ihr Fort Zeelandia. Daneben steht ein Haus, das vollständig von Banyanwurzeln überwachsen ist, das Anping Tree House.
  3. Der Chihkan-Turm. Auf den Fundamenten der niederländischen Festung Provintia, später chinesisch überbaut. Die Schichten der Stadtgeschichte an einem Ort.
  4. Die Shennong-Straße. Eine der ältesten erhaltenen Gassen Taiwans, mit alten Holzhäusern, in denen heute Bars und Läden sind. Abends die schönste Straße der Stadt.
  5. Der Große Mazu-Tempel. Der Meeresgöttin geweiht, und in Tainan besonders bedeutend, weil die Stadt vom Meer lebte. Hier werden auch Wahrsagungen mit Mondblöcken gemacht.

Geheimtipps

  • Essen ist hier der Programmpunkt. Tainan gilt den Taiwanern als Hauptstadt des Essens. Viele Lokale haben seit Generationen ein einziges Gericht auf der Karte und schließen, wenn es aus ist. Geh früh und folge den Schlangen.
  • Mit dem Rad durch die Altstadt. Tainan ist flach und die Tempel liegen dicht beieinander. Ein Rad ist hier schneller als jedes andere Verkehrsmittel.
  • Der Salzberg von Qigu. Eine halbe Stunde außerhalb, ein weißer Berg aus Meersalz, dazu Salzfelder und im Winter Löffler, die hier überwintern.
  • Die Gassen hinter der Hauptstraße. Tainan belohnt Abbiegen. Hinter fast jeder belebten Straße liegt eine Gasse mit einem Tempel, einem Hof und einem Lokal mit vier Tischen.

Wo du isst

  • Danzai-Nudeln. Dünne Nudeln in Garnelenbrühe mit Hackfleisch, erfunden von Fischern, die in der Taifunsaison nicht aufs Meer konnten.
  • Garnelenrollen. Frittierte Rollen mit Garnelen und Schweinefleisch, eine Spezialität aus Anping.
  • Milchfischsuppe. Das Frühstück der Stadt, mild und sehr fein. Mit Reis und eingelegtem Gemüse.
  • Guanmiao-Nudeln. Sonnengetrocknete Nudeln aus dem Nachbarort, mit Sojasauce und Schalotten.
Kaohsiung Süden · 2 Nächte Hafenstadt mit umgebauten Lagerhallen, einem Kunstviertel und dem wärmsten Klima der Insel. Im Winter das beste Ziel Taiwans.

Das solltest du sehen

  1. Der Lotus-Teich. Ein See voller Tempel, darunter die Drachen- und Tigerpagoden, die man durch das Maul des Drachen betritt und durch das des Tigers verlässt. Das soll Unglück in Glück verwandeln.
  2. Pier-2 Art Center. Alte Hafenlager, die zu Ateliers, Galerien und Läden umgebaut wurden, mit einer stillgelegten Bahntrasse als Grünzug. Taiwans bestes Beispiel für Industrieumnutzung.
  3. Cijin Island. Mit der Fähre in zehn Minuten. Eine schmale Insel mit Strand, Leuchtturm, Meeresfrüchtelokalen und deutlich weniger Betrieb als die Stadt.
  4. Die Formosa Boulevard Station. Eine U-Bahn-Station mit einem der größten Glaskunstwerke der Welt in der Deckenkuppel. Kostet nichts außer dem Fahrschein.
  5. Der Affenberg. Ein Hügel über der Stadt mit Wanderwegen, Blick auf den Hafen und freilebenden Formosa-Makaken. Nicht füttern und keine Plastiktüte sichtbar tragen.

Geheimtipps

  • Im Winter hierherkommen. Während Taipeh im Januar grau und nass ist, hat Kaohsiung zweiundzwanzig bis sechsundzwanzig Grad und Sonne. Das ist der eigentliche Grund, warum man im Winter in den Süden fährt.
  • Mit dem Rad am Hafen. Von Pier-2 führt ein Radweg auf der alten Bahntrasse am Wasser entlang. Räder gibt es überall, und die Strecke ist flach.
  • Nachtmarkt Ruifeng. Größer und authentischer als der bekanntere Liuhe-Markt, mit deutlich mehr Einheimischen und besseren Preisen.
  • Von hier nach Kenting. Der Bus in den Süden fährt vom Bahnhof und braucht gut zwei Stunden. Kaohsiung ist der natürliche Ausgangspunkt dafür.

Wo du isst

  • Meeresfrüchte auf Cijin. Aussuchen und zubereiten lassen, direkt am Hafen.
  • Papaya-Milch. Eine Spezialität des Südens, am Nachtmarkt frisch gemixt.
  • Tonkotsu-artige Rindernudeln. Kaohsiung hat eine eigene, kräftigere Variante der Beef Noodle Soup.
Alishan Mitte, Berge · 2 Nächte Zweitausend Meter hoch, Zypressenwald, Schmalspurbahn und ein Sonnenaufgang über dem Wolkenmeer.

Das solltest du sehen

  1. Der Sonnenaufgang am Zhushan. Vor fünf Uhr fährt ein Zug zum Aussichtspunkt. Unter dir liegt ein Wolkenmeer, aus dem der Yushan ragt, der höchste Berg Ostasiens außerhalb des Himalaya. Zieh dich warm an, es sind unter zehn Grad.
  2. Die Waldbahn. Eine Schmalspurbahn von 1912, gebaut für den Zypressentransport, die sich in Spitzkehren den Berg hinaufarbeitet. Abschnittsweise in Betrieb, prüf vorher, welcher Teil fährt.
  3. Der Zypressenwald. Bäume mit über tausend Jahren, teils mit eigenen Namen, verbunden durch gut angelegte Holzstege. Morgens zieht Nebel zwischen den Stämmen, und dann versteht man, warum die Japaner diesen Wald so geschätzt haben.
  4. Die Teeplantagen. Rund um Alishan wächst einer der besten Oolong-Tees der Welt, auf über tausend Metern. Mehrere Farmen zeigen die Verarbeitung und lassen probieren.

Geheimtipps

  • Oben übernachten. Wer den Sonnenaufgang sehen will, muss im Erholungsgebiet schlafen. Die Auswahl ist klein, buch früh, besonders an Wochenenden.
  • Warme Kleidung mitnehmen. Auf zweitausend Metern ist es auch im Sommer morgens unter zehn Grad. Viele Besucher stehen in kurzer Hose am Aussichtspunkt und frieren erbärmlich.
  • Die Fahrt hinauf ist Teil davon. Ob mit Bahn oder Bus, die Strecke führt durch mehrere Klimazonen, von subtropisch über Bambus bis in den Nebelwald. Setz dich ans Fenster.
  • Nicht nur am Wochenende. Alishan ist ein beliebtes Inlandsziel. Unter der Woche hast du den Wald fast für dich.

Wo du isst

  • Wildgemüse der Tsou. Die indigene Gruppe der Region kocht mit Farn, Bambussprossen und Bergkräutern.
  • Alishan-Oolong. Nicht nur trinken, sondern eine Packung mitnehmen. Direkt am Hang kostet er einen Bruchteil des Exportpreises.
Sonne-Mond-See Mitte · 2 Nächte Der größte See der Insel auf achthundert Metern, mit einem Radweg rundherum und Tempeln am Ufer.

Das solltest du sehen

  1. Der Radweg am Ufer. Rund dreißig Kilometer um den See, abschnittsweise auf Stegen direkt über dem Wasser. Gilt als einer der schönsten Radwege der Welt, und das ist nicht übertrieben.
  2. Der Wenwu-Tempel. Am Nordufer, dreistöckig und mit Blick über den ganzen See. Konfuzius und zwei Kriegsgötter in einem Haus.
  3. Die Ci-En-Pagode. Ein kurzer Aufstieg zu einer Pagode auf einem Hügel, von deren Spitze man den See in ganzer Länge sieht. Morgens liegt oft Nebel darüber.
  4. Die Seilbahn zum Dorf der Ureinwohner. Vom Ostufer über einen Bergrücken, mit sehr gutem Blick. Unten liegt ein Kulturdorf, das von mehreren indigenen Gruppen betrieben wird.

Geheimtipps

  • Mit dem Boot zwischen den Anlegern. Es gibt drei Anleger, und das Boot ist Teil des Verkehrsnetzes. Ein Tagesticket verbindet Boot, Bus und Seilbahn und spart Geld.
  • Früh aufs Rad. Vor acht Uhr liegt oft Nebel über dem Wasser und auf dem Weg ist niemand. Ab zehn kommen die Busgruppen.
  • Die Thao sind die kleinste indigene Gruppe Taiwans. Sie leben am See, und das Dorf Ita Thao gehört ihnen. Dort gibt es Essen, das man sonst nirgends bekommt.
  • Assam-Tee aus Yuchi. Die Japaner haben hier Assam angepflanzt, und der Tee aus dieser Gegend ist ungewöhnlich und sehr gut. Mehrere Farmen in der Nähe lassen probieren.

Wo du isst

  • Präsidentenfisch. Ein Fisch aus dem See, angeblich das Lieblingsgericht eines früheren Präsidenten. Gedämpft mit Ingwer.
  • Wildpilze und Bambus. Die Küche der Region, einfach und sehr frisch.
Jiufen und die Nordostküste Norden · Tagesausflug oder 1 Nacht Ein Goldgräberort an einem Steilhang über dem Meer, mit Treppengassen und roten Laternen. Nach vier Uhr der schönste Ort Nordtaiwans.

Das solltest du sehen

  1. Die Jishan-Straße. Die enge Hauptgasse, überdacht, voller Teehäuser und Essensstände. Eng, laut und voll, und abends mit Laternen beleuchtet.
  2. Das Teehaus über der Treppe. Mehrere alte Holzhäuser an der Shuqi-Treppe haben Terrassen mit Blick aufs Meer. Ein Kännchen Oolong dort ist das Beste, was man in Jiufen tun kann.
  3. Die Goldmine in Jinguashi. Nebenan, mit einem Museum zur Minengeschichte und einem Barren aus zweihundert Kilo Gold, den man anfassen darf. Dazu ein Denkmal für die Kriegsgefangenen, die hier arbeiten mussten.
  4. Shifen und der Wasserfall. Ein Dorf, dessen Hauptstraße aus Bahngleisen besteht. Hier lässt man Laternen steigen, und zwanzig Minuten entfernt liegt der breiteste Wasserfall Taiwans.
  5. Die Nordostküste. Von Keelung bis Fulong laufen Steilküste, Felsformationen und Buchten nebeneinander. Bei Yehliu stehen bizarre, vom Wind geformte Sandsteinfelsen.

Geheimtipps

  • Nach vier Uhr bleiben. Die Tagesbusse fahren gegen vier Uhr ab. Danach gehen die Laternen an, und der Ort wird zu dem, wofür er bekannt ist. Wer übernachtet, hat ihn morgens noch einmal fast für sich.
  • Den letzten Bus kennen. Nach Taipeh fährt abends der Bus 1062, und er ist der letzte. Schreib dir die Zeit auf, Taxis sind dort teuer.
  • Mit dem Zug nach Ruifang. Von Taipeh vierzig Minuten, von dort Bus hinauf. Günstiger und oft schneller als der Direktbus.
  • Die Laternen haben einen Haken. In Shifen landet das Papier in der Landschaft. Es gibt inzwischen Anbieter mit abbaubarem Material, frag ausdrücklich danach.

Wo du isst

  • Taro-Bällchen. Die Spezialität von Jiufen, in warmer oder kalter Süßsuppe.
  • Fischbällchensuppe. Von der Küste, mit Fischpaste von Hand geformt.
Das Ostrifttal Osten · 2 Nächte Ein Tal zwischen zwei Gebirgsketten, voller Reisfelder, mit dem schönsten Radweg Taiwans und fast ohne Besucher.

Das solltest du sehen

  1. Chishang und der Brown-Boulevard. Eine Straße zwischen Reisfeldern ohne einen einzigen Strommast, mit einem einzelnen Baum, der auf der Insel berühmt ist. Mit dem Rad in einer Stunde.
  2. Der Wendekreis des Krebses. Bei Ruisui steht ein Denkmal auf dem Breitengrad, der die Insel in subtropisch und tropisch teilt. Ein Foto, das sich erklärt.
  3. Die heißen Quellen von Ruisui. Eisenhaltiges Wasser, das sich rostrot färbt. Ungewöhnlich und sehr entspannend nach einem Radtag.
  4. Der Liushishi-Berg. Im August und September blühen hier Taglilien und färben einen ganzen Hang orange. Ein Bild, das kaum ein Besucher auf dem Plan hat.

Geheimtipps

  • Räder mit Einwegmiete. In Hualien oder Chishang leihen, in Taitung zurückgeben. Mehrere Anbieter machen das, und so braucht man nicht zurückzufahren.
  • Minsu statt Hotel. Im Tal gibt es familiengeführte Pensionen mit Frühstück aus eigenem Anbau. Das ist die schönste Art, hier zu wohnen, und sie kosten wenig.
  • Der Reis aus Chishang ist eine Marke. Er gilt als der beste Taiwans und wurde früher an den Kaiserhof geliefert. Die Lunchboxen am Bahnhof von Chishang sind landesweit bekannt.
  • Mit dem Zug zwischen den Orten. Die Strecke durch das Tal ist langsam und sehr schön. Räder darf man in bestimmten Zügen mitnehmen, frag am Schalter.

Wo du isst

  • Chishang-Lunchbox. Reis, Schweinefleisch, Ei und eingelegtes Gemüse in der Schachtel. Am Bahnhof gekauft und im Zug gegessen.
  • Küche der Amis und Bunun. Im Tal leben mehrere indigene Gruppen. Wildgemüse, Flussfisch und in Bambus gegarter Reis.
Taitung und Kenting Süden · 2 bis 3 Nächte Das ruhige Ende der Ostküste und der Nationalpark ganz im Süden, mit Stränden und Korallenfels.

Das solltest du sehen

  1. Der Strand von Jialeshuei und Baishawan. Im Kenting-Nationalpark, mit klarem Wasser und, an den richtigen Stellen, brauchbaren Wellen. Baishawan ist der schönste Sandstrand.
  2. Der südlichste Punkt. Ein Kap mit Aussichtsplattform, an dem sich Pazifik, Südchinesisches Meer und die Taiwanstraße treffen.
  3. Die Korallenlandschaft im Kenting-Park. Gehobenes Korallenriff, heute Wald mit Spalten, Höhlen und bizarren Felsen. Kühler als der Strand und oft fast leer.
  4. Taitung und der Nationalmuseum-Vorplatz. Taitung selbst ist klein und entspannt, mit einem Küstenpark, einem Wochenendmarkt und einem Museum zur Vorgeschichte der Insel.

Geheimtipps

  • Kenting nicht am Wochenende. An Wochenenden und in den Sommerferien ist der Nationalpark ein taiwanisches Massenziel. Unter der Woche ist es eine andere Welt.
  • Von Taitung auf die Inseln. Die Grüne Insel und die Orchideeninsel liegen vor der Küste, erreichbar mit Boot oder kleinem Flugzeug. Beide lohnen deutlich mehr als Kenting.
  • Das Hochtal ist näher als man denkt. Taitung liegt am Südende des Ostrifttals. Wer von Norden kommt, verbindet beides logisch miteinander.
  • Heißluftballons im Sommer. Bei Luye findet von Juni bis August ein Ballonfestival statt, mit Fahrten bei Sonnenaufgang über dem Tal.

Wo du isst

  • Mifen aus Taitung. Reisnudeln, hier besonders fein.
  • Meeresfrüchte in Kenting. Direkt am Hafen von Houbihu, aussuchen und zubereiten lassen.
Taichung Mitte · 1 bis 2 Nächte Die Stadt in der Mitte, mit dem besten Wetter des Landes, einem Kunstmuseum und als Ausgangspunkt für Sonne-Mond-See und Alishan.

Das solltest du sehen

  1. Das Nationale Theater. Ein Bau ohne gerade Wände, entworfen von einem japanischen Architekten, mit Innenräumen wie Höhlen. Auch ohne Vorstellung zugänglich.
  2. Die Gasse Shenji Xincun. Ein ehemaliges Beamtenwohnviertel, heute voller kleiner Läden und Cafés unter alten Bäumen.
  3. Der Rainbow Village. Eine Siedlung, die ein Veteran vollständig bemalt hat, um den Abriss zu verhindern. Klein, bunt und in zwanzig Minuten gesehen.
  4. Der Fengjia-Nachtmarkt. Der größte Nachtmarkt Taiwans, rund um eine Universität, und entsprechend experimentell beim Essen. Hier entstehen die Trends, die später in Taipeh ankommen.

Geheimtipps

  • Das beste Wetter der Insel. Taichung hat statistisch die meisten Sonnentage. Wenn Taipeh im Winter im Nebel liegt, ist es hier klar.
  • Bubble Tea kommt von hier. Zwei Teehäuser in Taichung streiten sich um die Erfindung in den Achtzigerjahren. Beide gibt es noch, und beide sind einen Besuch wert.
  • Als Knotenpunkt nutzen. Von Taichung fahren Direktbusse zum Sonne-Mond-See und Züge Richtung Alishan. Eine Nacht hier spart Umwege.

Wo du isst

  • Bubble Tea am Ursprungsort. Schwarzer Tee mit Milch und Tapiokaperlen, dort, wo er erfunden wurde.
  • Sonnenkuchen. Ein blättriger Kuchen mit Malzsirupfüllung, die Spezialität der Stadt.
Beitou und der Yangmingshan bei Taipeh · Tagesausflug Thermalquellen und ein Vulkangebiet, beide mit der U-Bahn aus Taipeh erreichbar.

Das solltest du sehen

  1. Die Thermalquellen von Beitou. Schwefelhaltiges Wasser, seit der japanischen Zeit gefasst. Es gibt öffentliche Bäder für wenig Geld und private Räume in den Hotels.
  2. Das Thermal Valley. Ein dampfender See mit über neunzig Grad heißem, saurem Wasser. Man kann nur ringsum gehen, aber der Anblick lohnt.
  3. Der Yangmingshan-Nationalpark. Ein Vulkangebiet direkt über der Stadt, mit Fumarolen, Schwefelfeldern und Wanderwegen. Im Frühling blühen hier Kirschen und Azaleen.
  4. Das Bibliotheksgebäude von Beitou. Eine Holzbibliothek im Park, mehrfach als eine der schönsten der Welt ausgezeichnet. Betreten kostet nichts.

Geheimtipps

  • Mit der U-Bahn hin. Die rote Linie bis Xinbeitou, eine halbe Stunde vom Zentrum. Billiger und schneller als jedes Taxi.
  • Das öffentliche Bad statt des Hotels. Das Millennium Hot Spring ist ein öffentliches Bad im Freien, terrassenförmig angelegt, und kostet ein paar Euro. Badeanzug ist Pflicht.
  • Yangmingshan im März. Dann blühen die Kirschen, und halb Taipeh ist oben. Unter der Woche gehen, oder einen der weniger bekannten Wege nehmen.

Wo du isst

  • In Beitou am Bach. Mehrere Lokale mit taiwanischer Küche entlang des heißen Bachs.
  • Wildgemüse am Yangmingshan. Die Lokale im Park kochen mit Bergkräutern und Hühnern aus der Gegend.

Abgelegen

Die Inseln und die stillen Ecken

Taiwan hat vorgelagerte Inseln, die kaum ein Besucher kennt, und Berge, in denen man an einem Wochentag allein unterwegs ist. Zwölf Orte für die ruhige Seite der Insel.

Grüne Insel, Lüdao

33 km vor Taitung

Eine Vulkaninsel mit klarem Wasser, gutem Tauchen und einer der wenigen Meerwasser-Thermalquellen der Welt, in die man vor Sonnenaufgang steigt. Dazu ein ehemaliges Gefängnis für politische Häftlinge, heute Gedenkstätte.

Anfahrt
Fähre ab Fugang bei Taitung, 50 Min., oder Kleinflugzeug
Beste Zeit
April bis Oktober, Fähren fallen bei Wellengang aus
Betten
Einfache Pensionen und Minsu
Für wen
Tauchen, Roller, Geschichte, ein ungewöhnlicher Ort

Orchideeninsel, Lanyu

90 km vor Taitung

Bewohnt von den Tao, die bis heute Auslegerboote bauen und fischen. Steile Küsten, kaum Infrastruktur und eine lebendige indigene Kultur, die auf Respekt besteht.

Anfahrt
Fähre ab Taitung oder Houbihu, 2 bis 3 Std., oder Kleinflugzeug
Beste Zeit
April bis Juni und September bis Oktober
Betten
Einfache Pensionen bei Familien
Für wen
Indigene Kultur, Abgeschiedenheit, Respekt vor Regeln

Penghu

Taiwanstraße, 50 km westlich

Ein Archipel aus neunzig Inseln mit Basaltsäulen im Meer, alten Steinmauern gegen den Wind und Stränden. Im Sommer Windsurfrevier, im Winter sehr windig.

Anfahrt
Flug ab Taipeh oder Kaohsiung, 50 Min., oder Fähre
Beste Zeit
April bis Oktober
Betten
Hotels und Pensionen auf der Hauptinsel
Für wen
Strand, Basaltformationen, Inselhüpfen

Xiao Liuqiu

vor Kaohsiung

Die einzige Koralleninsel Taiwans, in zwei Stunden mit dem Roller umrundet. Berühmt für grüne Meeresschildkröten, die man direkt vom Ufer aus sieht.

Anfahrt
Fähre ab Donggang, 25 Min.
Beste Zeit
ganzjährig, am besten April bis Oktober
Betten
Pensionen und kleine Hotels
Für wen
Schildkröten, Schnorcheln, ein einfacher Inseltag

Matsu

weit im Norden, nahe der chinesischen Küste

Eine Inselgruppe mit Steinhäusern im Fujian-Stil, alten Militäranlagen und im Frühling dem Blauen Tränenmeer, einem biolumineszenten Plankton.

Anfahrt
Flug ab Taipeh Songshan, 50 Min., Fähre ab Keelung
Beste Zeit
April bis Juni für das Leuchten, Flüge fallen bei Nebel oft aus
Betten
Wenige Pensionen
Für wen
Abgeschiedenheit, Militärgeschichte, Leuchten

Kinmen

direkt vor der chinesischen Stadt Xiamen

Eine Insel, die näher an Festlandchina liegt als an Taiwan, mit Bunkern, Tunneln, Schlachtfeldern des Kalten Kriegs und erstaunlich gut erhaltener Fujian-Architektur.

Anfahrt
Flug ab Taipeh, 1 Std.
Beste Zeit
ganzjährig, am besten Oktober bis April
Betten
Hotels und umgebaute alte Häuser
Für wen
Geschichte, Architektur, ein Ort, den kaum ein Tourist kennt

Taroko Nationalpark

Osten, bei Hualien

Die Marmorschlucht, der bekannteste Nationalpark des Landes. Nach Beben und Taifunen regelmäßig in Teilen gesperrt, deshalb vorher prüfen.

Anfahrt
Bus, Roller oder Mietwagen ab Hualien, 40 Min.
Beste Zeit
Oktober bis April
Betten
In Hualien oder im Park
Für wen
Schlucht, Wandern, der Hauptgrund für den Osten

Yushan Nationalpark

Mitte, Hochgebirge

Der höchste Berg Ostasiens außerhalb des Himalaya mit 3952 Metern. Die Zahl der Genehmigungen ist streng begrenzt und wird verlost.

Anfahrt
Ab Chiayi oder Shuili, Permit erforderlich
Beste Zeit
Oktober bis April, im Winter Schnee
Betten
Berghütte Paiyun, nur mit Permit
Für wen
Ernsthaftes Bergsteigen, Monate im Voraus planen

Yangmingshan

direkt über Taipeh

Ein Vulkangebiet mit Fumarolen, Schwefelfeldern und Wanderwegen, mit der U-Bahn und einem Bus erreichbar. Im März blühen Kirschen und Azaleen.

Anfahrt
MRT und Bus ab Taipeh, rund 1 Std.
Beste Zeit
ganzjährig, März für die Blüte
Betten
Keine, Tagesausflug
Für wen
Vulkanlandschaft und Wandern direkt neben der Hauptstadt

Alishan

Mitte, Berge

Zypressenwald auf zweitausend Metern, Schmalspurbahn und das Wolkenmeer bei Sonnenaufgang. Dazu einer der besten Oolong-Tees der Welt.

Anfahrt
Bus oder Bahn ab Chiayi, 2 bis 3 Std.
Beste Zeit
ganzjährig, März für die Kirschblüte
Betten
Wenige Häuser im Gebiet
Für wen
Sonnenaufgang, Wald, Tee

Das Ostrifttal

Osten, zwischen Hualien und Taitung

Reisfelder zwischen zwei Gebirgsketten, mit dem schönsten Radweg des Landes und fast ohne ausländische Besucher.

Anfahrt
Bahn ab Hualien oder Taitung
Beste Zeit
Oktober bis April, Juni für grüne Felder
Betten
Minsu, familiengeführte Pensionen
Für wen
Radfahren, Reisfelder, indigene Küche

Die Nordostküste

von Keelung bis Fulong

Steilküste, vom Wind geformte Sandsteinfelsen bei Yehliu, Buchten und ein Radweg, der durch einen alten Eisenbahntunnel führt.

Anfahrt
Bahn ab Taipeh, 40 bis 90 Min.
Beste Zeit
ganzjährig, am besten Oktober bis April
Betten
In Keelung oder Fulong
Für wen
Küste, Radfahren, Tagesausflug aus Taipeh

Must-see

Was du gesehen haben solltest

Die Dinge, die den Weg wirklich rechtfertigen, mit dem Hinweis, wann du hingehst und was die meisten falsch machen.

Blaugrünes Wasser zwischen hohen Felswänden in der Taroko-Schlucht
01

zwei Tage, Lage vorher prüfen

Die Taroko-Schlucht

Zwanzig Kilometer Schlucht, die sich durch Marmor gegraben hat, mit Wänden, die senkrecht hunderte Meter aufsteigen, und einer Straße, die in den Fels gehauen wurde. Wichtig: Taiwan liegt in einer der aktivsten Erdbebenzonen der Welt, und nach stärkeren Beben und Taifunen sind einzelne Wege und Abschnitte oft monatelang gesperrt. Prüf vor der Anreise auf der Seite des Nationalparks, was geöffnet ist, und plan nicht fest mit einem bestimmten Weg.

Belebter Nachtmarkt in Taiwan mit Essensständen und Leuchtschildern
02

ab sechs Uhr abends

Ein Nachtmarkt, und zwar der richtige

Taiwan hat über hundert Nachtmärkte, und sie sind keine Touristenattraktion, sondern Abendessen. Shilin in Taipeh ist der größte und der vollste, Raohe der schönste mit dem Tempel am Eingang, und Ningxia der beste zum Essen. Probier Gua Bao, Austernomelett, Pfeffer-Fleischtaschen und, wenn du mutig bist, Stinky Tofu. Bring Bargeld mit.

Enge Gasse in Jiufen mit roten Laternen und Teehäusern
03

nach vier Uhr

Jiufen am späten Nachmittag

Ein ehemaliger Goldgräberort an einem Steilhang über dem Meer, mit engen Treppengassen und roten Laternen. Tagsüber ist es voll mit Bussen, aber die fahren gegen vier Uhr ab. Danach gehen die Laternen an, und der Ort wird zu dem, wofür er bekannt ist. Nimm den Bus zurück nach Taipeh, nicht den letzten.

Grüner Weg entlang der Küste Taiwans
04

ein bis drei Tage

Die Ostküste mit dem Rad

Zwischen Hualien und Taitung läuft die Straße zwischen Pazifik und Bergen, und parallel dazu das Ostrifttal mit Reisfeldern. Taiwan ist ein Radland mit eigener Infrastruktur, Leihstationen und Rückgabe an einem anderen Ort. In Chishang steht der berühmteste Baum der Insel allein in einem Reisfeld.

Die rote Schmalspurbahn von Alishan im Zypressenwald
05

Sonnenaufgang

Alishan und das Wolkenmeer

Mit der historischen Schmalspurbahn geht es auf über zweitausend Meter, durch Bambus, Zypressen und mehrere Klimazonen. Vor Sonnenaufgang fährt ein Zug zum Aussichtspunkt, von dem man über ein Wolkenmeer schaut, aus dem der höchste Berg der Insel ragt. Zieh dich warm an, oben sind es auch im Sommer unter zehn Grad.

Garküche mit taiwanischen Gerichten und Gästen davor
06

zwei Tage

Tainan essen

Zweihundert Jahre lang Hauptstadt, und das schmeckt man. Tainan gilt den Taiwanern als Hauptstadt des Essens, mit Gerichten, die es nur hier gibt: Danzai-Nudeln, Garnelenrollen, Milchfischsuppe zum Frühstück. Viele Lokale haben seit Generationen dasselbe eine Gericht auf der Karte und schließen, wenn es aus ist.

Abseits

Geheimtipps

Dinge, die in den meisten Reiseführern fehlen und eine Taiwanreise deutlich besser machen.

01

E-Zigaretten sind komplett verboten

Einreise

Verdampfer, E-Zigaretten, Liquids, erhitzte Tabakprodukte, Snus und Shisha-Tabak dürfen nicht nach Taiwan eingeführt werden, auch nicht für den Eigenbedarf. Das wird am Flughafen kontrolliert. Es ist der Punkt, an dem europäische Reisende am häufigsten überrascht werden.

02

Keine Wurst, kein Schinken im Gepäck

Einreise

Wegen der Afrikanischen Schweinepest wird bei Einreisen aus Europa das Gepäck auf Schweinefleischprodukte geprüft. Die Strafen beginnen im vierstelligen Bereich und können bis zu rund achtundzwanzigtausend Euro gehen, dazu ein mögliches Einreiseverbot. Im Zweifel vor der Zollkontrolle entsorgen oder den Zoll ansprechen.

03

Die Taiwan Arrival Card nicht vergessen

Einreise

Seit Oktober 2025 Pflicht für alle Einreisenden und kostenlos. Die Einwanderungsbehörde nennt ein Fenster von drei Tagen vor der Ankunft. Eine Person kann das Formular für bis zu sechzehn Personen ausfüllen. Nur über die offizielle Seite der Behörde, niemals über eine Agentur.

04

Puffertag für Taifun und Erdbeben

Planung

Taiwan liegt in einer der seismisch aktivsten Zonen der Welt, und von Mai bis November ist Taifunsaison. Beides sperrt regelmäßig Straßen und Wanderwege, teils für Monate. Plan mindestens einen flexiblen Tag ein und buche Inlandsflüge und Wanderungen nicht auf den letzten Reisetag.

05

Die EasyCard ist das Erste, was du kaufst

Verkehr

Eine aufladbare Karte für U-Bahn, Bus, viele Züge, Leihräder und sogar Convenience Stores. Gibt es an jedem Automaten und in jedem 7-Eleven. Ohne sie stehst du ständig am Ticketautomaten.

06

Der Norden ist im Winter ungemütlicher als gedacht

Packen

Von Januar bis März liegt über Taipeh oft wochenlang Nieselregen bei zwölf bis fünfzehn Grad, und Gebäude haben in der Regel keine Heizung. Das fühlt sich kälter an, als die Zahl vermuten lässt. Nimm eine wasserdichte Jacke mit und plan den Süden ein.

Schritt drei

Wo du schläfst

Taiwan hat ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis bei Hotels, deutlich besser als Japan. Die Zimmer sind oft klein, dafür ist der Service bemerkenswert und die Lage meist sehr gut.

Geprüft am 13. Oktober 2026Jede harte Angabe trägt ihr Prüfdatum.
Quellen offen gelegtNationalparks, Wetterdienste, Fachmedien, mit Link.
Echtes Unternehmen aus ÖsterreichWilding Consulting e.U., Firmenbuch FN 661191 s.
Antwort von einem Menschen[email protected]

Ikonisch

ab 250 € / Nacht

Taipeh · Xinyi oder Zhongshan

Designhotel mit Blick auf den Turm

Einige Häuser im Xinyi-Viertel schauen direkt auf den Taipei 101. Taiwan ist bei Spitzenhotels deutlich günstiger als Japan oder Korea.

Buchungslink folgt

Beitou · Thermalquellen

Ryokan-artiges Haus mit eigener Quelle

In Beitou, einer halben Stunde von Taipeh, sprudelt heißes Schwefelwasser. Mehrere Häuser haben private Thermalbäder auf dem Zimmer, ein Erbe der japanischen Zeit.

Buchungslink folgt

Sehr gut und bezahlbar

60 bis 120 € / Nacht

Taipeh · nahe einer MRT-Station

Modernes Mittelklassehotel

Das Netz in Taipeh ist so gut, dass die Lage fast egal ist, solange eine Station in der Nähe ist. Für dieses Geld bekommst du ein sehr ordentliches Zimmer.

Buchungslink folgt

Hualien · nahe dem Bahnhof

Familiengeführtes Haus

In Hualien wohnt man gut und günstig, und die meisten Häuser organisieren Transfer oder Mietwagen für die Schlucht.

Buchungslink folgt

Tainan · Altstadt

Boutiquehaus in einem alten Gebäude

Tainan hat mehrere schöne Umbauten alter Häuser, und abends ist das Essen vor der Tür.

Buchungslink folgt

Klein und besonders

35 bis 80 € / Nacht

Ostrifttal · zwischen Reisfeldern

Minsu, die taiwanische Pension

Familiengeführte Gästehäuser auf dem Land, oft mit Frühstück aus eigenem Anbau. Das ist die schönste Art, den Osten zu erleben.

Buchungslink folgt

Alishan · im Nationalpark

Einfaches Haus auf zweitausend Metern

Wer den Sonnenaufgang sehen will, muss oben schlafen. Die Auswahl ist klein und die Häuser sind einfach, buch früh.

Buchungslink folgt

Jiufen · an der Gasse

Zimmer mit Blick aufs Meer

Wer in Jiufen übernachtet, hat den Ort nach vier Uhr und vor zehn Uhr fast für sich. Das ist der ganze Trick.

Buchungslink folgt

Erlebnisse

Touren, die sich lohnen

Acht Erlebnisse, die den Unterschied zwischen Urlaub und Reise machen. Wir verlinken Anbieter nur, wenn wir sie empfehlen würden.

Gedränge zwischen den Ständen eines taiwanischen Nachtmarkts
Beschriftete Papierlaterne, die in den Abendhimmel steigt
Frische Teeblätter auf einer Plantage in Taiwan
01

Nachtmarkt-Tour in Taipeh

ein Abend

Mit jemandem, der weiß, welcher Stand welches Gericht am besten macht, und der erklärt, was im Teig ist. In drei Stunden isst du an sechs Ständen und verstehst danach die taiwanische Küche.

02

Taroko mit lokalem Guide

ein Tag

Ein Guide kennt die aktuell offenen Wege, und das ist in Taroko mehr wert als anderswo, weil sich das nach Beben und Taifunen laufend ändert. Viele Guides gehören der Truku-Gemeinschaft an, nach der die Schlucht benannt ist.

03

Alishan-Waldbahn

halber Tag

Eine Schmalspurbahn von 1912, gebaut für den Zypressentransport, die sich in Spitzkehren den Berg hinaufarbeitet. Die Strecke ist abschnittsweise in Betrieb, prüf vorher, welcher Teil fährt.

04

Radtour im Ostrifttal

ein bis drei Tage

Zwischen zwei Gebirgsketten durch Reisfelder, mit Leihrädern und Rückgabestationen an mehreren Orten. Die angenehmste Art, den Osten zu sehen, und flach genug für jeden.

05

Teefarm in Maokong oder Alishan

halber Tag

Taiwan macht einige der besten Oolong-Tees der Welt. Auf einer Farm sieht man Pflückung, Welken und Rollen und trinkt danach fünf Aufgüsse desselben Tees, die alle anders schmecken.

06

Heiße Quellen in Beitou

ein Nachmittag

Eine halbe Stunde mit der U-Bahn aus Taipeh. Es gibt öffentliche Bäder für wenig Geld und private Räume in den Hotels. Das Wasser ist schwefelhaltig und riecht entsprechend.

07

Laternen steigen lassen in Shifen

halber Tag

Auf den Bahngleisen eines Dorfes lässt man beschriftete Papierlaternen steigen. Schön und zugleich ein Müllproblem, über das vor Ort diskutiert wird. Es gibt inzwischen Anbieter mit abbaubarem Material, frag danach.

08

Wandern auf den Jade-Berg

zwei Tage, Permit nötig

Der höchste Berg Ostasiens außerhalb des Himalaya, 3952 Meter. Die Zahl der Genehmigungen ist streng begrenzt und wird verlost, meist Monate im Voraus. Wer es ernst meint, plant die Reise um das Permit herum.

Budget

Was ein Tag wirklich kostet

Taiwan ist für ostasiatische Verhältnisse günstig, vor allem beim Essen und bei Hotels. Teuer ist eigentlich nichts.

Gezahlt wird in Neuen Taiwan-Dollar. In Städten werden Karten breit akzeptiert, auf Nachtmärkten und in kleinen Lokalen brauchst du Bargeld. Geldautomaten gibt es in jedem Convenience Store. Deklarationspflicht besteht ab 100.000 NTD oder einem Gegenwert von 10.000 US-Dollar in Fremdwährung.

Sparsam

Pro Person und Tag

45 bis 70 Euro

  • SchlafenHostel oder einfaches Hotel, 25 bis 40 Euro
  • EssenNachtmarkt und einfache Lokale, 8 bis 15 Euro
  • FahrenTRA und MRT mit EasyCard, 5 bis 10 Euro
  • ErlebenTempel, Wandern, Nationalparks, meist gratis

Angenehm

Pro Person und Tag

100 bis 160 Euro

  • SchlafenMittelklassehotel oder Minsu, 60 bis 110 Euro
  • EssenRestaurant und Nachtmarkt, 25 bis 40 Euro
  • FahrenHochgeschwindigkeitszug, Roller, Taxi
  • ErlebenGuide in Taroko, Teefarm, heiße Quellen

Richtig gut

Pro Person und Tag

ab 280 Euro

  • SchlafenDesignhotel oder Thermalhaus in Beitou, ab 220 Euro
  • EssenGehobene taiwanische Küche, 60 Euro aufwärts
  • FahrenPrivater Fahrer, HSR erster Klasse
  • ErlebenPrivatführung, mehrtägige Bergtour mit Begleitung

Geld, Karte und Trinkgeld

Der Nachtmarkt ist das beste Preis-Leistungs-Verhältnis Asiens
Für zehn Euro isst man sich an fünf Ständen satt, und das ist keine Notlösung, sondern das, was Taiwaner abends tun.
Hotels kosten einen Bruchteil von Japan
Für sechzig bis hundert Euro bekommst du in Taipeh ein sehr gutes Zimmer. In Tokio zahlst du dafür das Doppelte bei weniger Platz.
Der Hochgeschwindigkeitszug lohnt nur für lange Strecken
Taipeh nach Kaohsiung ja, kurze Strecken nicht. Für den Osten gibt es ihn ohnehin nicht, dort fährt die normale Bahn.
Eintritte sind niedrig oder gratis
Nationalparks kosten nichts, Tempel nichts, Museen ein paar Euro. Das Budget geht hier nicht für Tickets drauf.
Trinkgeld ist nicht üblich
In Restaurants kommen oft zehn Prozent Service auf die Rechnung, mehr wird nicht erwartet. In einfachen Lokalen gar nichts.
Taifunsaison senkt die Preise
Juli bis September ist günstiger, aber das Risiko von Ausfällen ist real. Rechne das gegeneinander auf, und buche flexibel.

Vor Ort

Gesund bleiben und nicht anecken

Taiwan ist freundlich, sicher und sehr geordnet. Die wichtigsten Hinweise betreffen nicht das Benehmen, sondern Naturereignisse.

Gesundheit und Sicherheit

Wir sind keine Ärzte und geben keine medizinische Beratung. Was wir dir geben können, ist die ehrliche Einordnung, worauf es ankommt.

Impfungen
Bei direkter Einreise aus Europa ist keine Impfung vorgeschrieben. Was sinnvoll ist, entscheidet eine reisemedizinische Beratung, in Österreich etwa am Tropeninstitut Wien.
Erdbeben
Taiwan liegt in einer der aktivsten seismischen Zonen der Welt, jährlich gibt es tausende Beben. In Taipeh spürt man davon meist nur eine Handvoll deutlich. Mach dich mit dem Verhalten vertraut: unter einen Tisch, weg von Fenstern, nach dem Beben ruhig ins Freie. Hotels haben Hinweise auf dem Zimmer.
Taifune
Vor allem von Mai bis November, mit Überschwemmungen, Erdrutschen und Infrastrukturschäden. Besonders riskant bei Berg- und Radtouren. Verfolg den Wetterdienst CWA und ICRT auf 100,7 FM, und nimm bei Warnung keine Bergtour in Angriff.
Taiwanische SIM-Karte
Das Auswärtige Amt rät ausdrücklich dazu, weil sich ausländische Karten im Notfall schwer orten lassen und weil Warnungen per Cell Broadcast auf taiwanische Nummern gehen. Das kostet wenige Euro und ist hier mehr als Bequemlichkeit.
Dengue
Von Juni bis Oktober, besonders im Süden rund um Tainan und Kaohsiung. Die Mücken stechen tagsüber. Mittel mit DEET oder Icaridin und lange Kleidung am Abend.
Drogen
Schon geringe Mengen können hohe Freiheitsstrafen nach sich ziehen, bei größeren Mengen bis zur Todesstrafe. Transportier nichts für andere und nimm keine Pakete unbekannten Inhalts mit.
Medikamente
Verschreibungspflichtige Präparate nur mit Rezept und englischer Übersetzung mitführen. Verbindliche Auskunft gibt der taiwanische Zoll.
Medizinische Versorgung
Auf europäischem Niveau, in Taipeh sehr gut. Viele Krankenhäuser verlangen Vorauszahlung, und es gibt kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Eine Auslandskranken- und Rückholversicherung ist deshalb wichtig.
Verkehr
Die Promillegrenze liegt bei 0,15, also faktisch bei null. Der österreichische Führerschein gilt nur zusammen mit dem Internationalen Führerschein. Auf dem Roller besteht Helmpflicht.
Polizei110Rettung und Feuerwehr119Touristen-Hotline, 24 Stunden, englisch0800 011 765Notfall-Hotline Österreich+43 1 90115 4411

Das unterschätzen die meistenNicht die politische Lage, sondern die Natur. Taifune und Erdbeben sperren in Taiwan regelmäßig Straßen und Wanderwege, und zwar teils für Monate. Die Taroko-Schlucht war nach Beben mehrfach in Teilen geschlossen. Prüf vor der Anreise, was offen ist, plan einen Puffertag ein und kauf eine taiwanische SIM-Karte, damit dich die amtlichen Warnungen erreichen.

Offizielle QuellenAuswärtiges Amt, Reise- und Sicherheitshinweise TaiwanÖAMTC Länderinfo TaiwanWetterdienst Taiwan, Taifun- und Erdbebenwarnungen

Wie man sich benimmt

Taiwan ist entspannter als Japan und höflicher als die meisten Nachbarn. Die Regeln sind einfach, und Fehler werden freundlich übersehen.

Das kommt gut an

  • Mit beiden Händen überreichen. Visitenkarten, Geschenke und Geld. Eine Karte nimmt man entgegen, liest sie kurz und steckt sie nicht sofort weg.
  • In der Schlange stehen. An der MRT stehen die Leute in markierten Linien und lassen erst die Aussteigenden heraus. Das wird eingehalten, und zwar wirklich von allen.
  • Schuhe aus. In Privatwohnungen, in manchen Pensionen und in Tempeln mit Holzboden. Wenn Schuhe vor der Tür stehen, gehören deine dazu.
  • Im Tempel mitmachen dürfen. Besucher sind in taiwanischen Tempeln ausdrücklich willkommen. Räucherstäbchen liegen bereit, und wenn du nicht weiterweißt, zeigt dir jemand, wie es geht. Fragen ist völlig in Ordnung.
  • Hilfe annehmen. Du wirst angesprochen, wenn du suchend dastehst. Das ist ernst gemeint und keine Masche. Ein freundliches Xiexie reicht als Dank.
  • Müll mitnehmen. Öffentliche Mülleimer sind selten, weil Taiwan ein strenges Trennsystem hat. Nimm deinen Müll mit bis zum Hotel oder zum Convenience Store.

Das besser nicht

  • Keine E-Zigaretten mitbringen. Vollständig verboten, auch für den Eigenbedarf, und es wird am Flughafen kontrolliert.
  • Nicht in der MRT essen oder trinken. Auch kein Wasser und kein Kaugummi. Das ist bußgeldbewehrt und wird kontrolliert.
  • Die Stäbchen nicht senkrecht in den Reis stecken. Das erinnert an Räucherstäbchen für die Toten.
  • Nicht über die Vier sprechen, wenn es ums Schenken geht. Die Zahl vier klingt wie das Wort für Tod. Vier Stück von etwas zu verschenken, gilt als unglücklich. In vielen Gebäuden fehlt der vierte Stock.
  • Keine Uhren und keine Schirme verschenken. Beides klingt im Chinesischen nach Abschied oder Trennung.
  • Nicht rauchen, wo es nicht erlaubt ist. Das Rauchverbot gilt nahezu flächendeckend in öffentlichen Gebäuden, Hotels, Restaurants und an Bahnhöfen, mit Strafen bis etwa 350 Euro.

Acht Sätze, die Türen öffnen

In Taiwan spricht man Hochchinesisch, geschrieben in Langzeichen, dazu Taiwanisch. Englisch funktioniert in Taipeh gut, auf dem Land weniger. Ein paar Wörter werden sehr freundlich aufgenommen.

Hallo

你好

ni hao

Danke

謝謝

schië schië

Entschuldigung

不好意思

bu hao ji ssi

Ja, richtig

對

duei

Nein, nicht nötig

不用

bu jung

Wie viel kostet das?

多少錢

duo schao tschien

Sehr lecker

很好吃

hen hao tschr

Nicht scharf, bitte

不要辣

bu jao la

Kalender

Feste, Feiertage und was sie für dich bedeuten

Taiwans Feste richten sich nach dem Mondkalender, die Termine verschieben sich also jedes Jahr. Zwei davon legen das Land lahm, und zwei sind ein eigener Reisegrund.

Januar oder Februar

Chinesisches Neujahr

landesweit

Das größte Fest des Jahres, mit mehreren gesetzlichen Feiertagen. Familien kommen zusammen, Tempel sind voll, und am Vorabend wird gemeinsam gegessen.

Für dich heißt das: Züge und Flüge sind Wochen vorher ausgebucht, viele kleine Lokale und Geschäfte schließen für Tage, und die Preise steigen. Die Tempel sind dafür in einem Zustand, den man sonst nie sieht. Entweder bewusst mittendrin oder diese Tage meiden.

Februar

Laternenfest

landesweit, Pingxi und Taipeh

Zum Abschluss des Neujahrszeitraums. In Pingxi steigen tausende Papierlaternen gleichzeitig in den Nachthimmel, in den Städten gibt es große Laterneninstallationen.

Für dich heißt das: eines der schönsten Bilder, die Asien zu bieten hat, und entsprechend voll. Fahr früh nach Pingxi, die letzten Züge zurück sind überfüllt. Über die Umweltfolgen der Laternen wird vor Ort diskutiert, es gibt inzwischen abbaubare Varianten.

März oder April

Mazu-Pilgerfahrt

Westküste, von Dajia aus

Eine neuntägige Prozession, bei der die Statue der Meeresgöttin Mazu über dreihundert Kilometer getragen wird, begleitet von Hunderttausenden. Eines der größten religiösen Ereignisse der Welt.

Für dich heißt das: ein außergewöhnliches Erlebnis, wenn du zur richtigen Zeit an der Westküste bist. Entlang der Strecke verteilen Anwohner kostenlos Essen und Wasser an alle, auch an Besucher. Unterkünfte entlang der Route sind ausgebucht.

April

Qingming, das Gräberfest

landesweit

Familien reinigen die Gräber ihrer Vorfahren und bringen Opfergaben. Ein stiller Feiertag mit starkem Familienbezug.

Für dich heißt das: ein langes Wochenende, an dem viele unterwegs sind. Friedhöfe sind voll, Verkehr auf den Autobahnen zäh. Für eine Städtereise spielt es kaum eine Rolle.

Mai oder Juni

Drachenbootfest

landesweit, Taipeh und Lukang

Drachenbootrennen auf Flüssen und Kanälen, dazu Zongzi, in Bambusblätter gewickelte Klebreispäckchen mit Fleisch und Pilzen.

Für dich heißt das: ein sehenswerter Nachmittag am Wasser und ein gesetzlicher Feiertag. Die Zongzi gibt es nur in diesen Wochen, probier sie.

Juli und August

Geistermonat

landesweit

Im siebten Mondmonat gelten die Tore der Unterwelt als offen. Vor Häusern und Läden werden Opfergaben aufgestellt und Papiergeld verbrannt. In Keelung gibt es dazu ein großes Fest mit schwimmenden Laternen.

Für dich heißt das: eine ungewöhnliche Stimmung im Alltag. Viele Taiwaner vermeiden in diesem Monat Schwimmen im Meer, Umzüge und große Anschaffungen. Tritt nicht auf Opfergaben am Straßenrand.

September oder Oktober

Mondfest

landesweit

Zum Vollmond im achten Mondmonat. In Taiwan wird dazu landesweit gegrillt, eine Tradition, die es so in keinem Nachbarland gibt, dazu gibt es Mondkuchen und Pomelos.

Für dich heißt das: an diesem Abend riecht die ganze Insel nach Holzkohle, auch in den Städten. Wenn dich jemand einlädt, nimm an, das passiert öfter, als man denkt.

10. Oktober

Nationalfeiertag, Doppelter Zehnter

Taipeh

Der Staatsfeiertag mit Parade vor dem Präsidentenpalast und abends einem großen Feuerwerk, dessen Ort jedes Jahr wechselt.

Für dich heißt das: Straßensperren in Taipeh und ein langes Wochenende, an dem Hotels teurer sind. Das Feuerwerk ist sehenswert, prüf vorher, in welcher Stadt es stattfindet.

Oktober bis Dezember

Teeernte und Herbstlaub

Alishan, Maokong, Berge

Kein Fest, aber die beste Zeit für die Teeberge. Der Winter-Oolong wird geerntet, und in den Höhenlagen färbt sich das Laub.

Für dich heißt das: die beste Reisezeit fällt mit der besten Teezeit zusammen. Auf den Farmen kann man zusehen und probieren.

Januar oder Februar

Yanshui-Feuerwerksfest

Yanshui bei Tainan

Ein Fest, bei dem tausende Raketen waagrecht in die Menge geschossen werden, ursprünglich zur Vertreibung einer Seuche. Teilnehmer tragen Helme und dicke Jacken.

Für dich heißt das: eines der verrücktesten Feste Asiens, und zwar wörtlich nicht ungefährlich. Wer hingeht, braucht Integralhelm, feste Kleidung und Respekt vor der Sache. Zuschauen aus sicherer Entfernung geht auch.

Planung

Wir bauen dir die Route

Keine der fertigen Routen passt? Dann stellen wir dir eine zusammen, auf deine Daten, dein Budget und dein Tempo.

01

Fünf Minuten Fragebogen

Zeitraum, Personen, Budget pro Nacht, Reisestil, und ein Freitextfeld, in dem du schreibst, was unbedingt passieren soll. Der Preis stellt sich beim Ausfüllen automatisch ein.

02

Rückfragen und Recherche

Wir fragen drei bis fünf Dinge nach, die sich aus deinen Antworten ergeben, prüfen Reisezeit und Fahrzeiten und sortieren aus, was sich nicht lohnt.

03

Plan in 24 Stunden

Etappen mit Nächten, Verbindungen, Hotelvorschläge in drei Preisklassen, Touren pro Ort, dazu zu jeder Entscheidung ein Satz, warum. Eine Korrekturrunde ist inklusive.

Route für Taiwan planen lassenFünf Minuten Fragebogen, dann bekommst du sofort und kostenlos unsere Einschätzung zu deiner Reise. Der fertige Plan kommt innerhalb von 24 Stunden, eine Korrekturrunde inklusive.

Wir sagen dir, was wir an deiner Stelle tun würden.

Reiseportale zeigen dir vierhundert Hotels und überlassen dir die Entscheidung. Reiseführer sind zwei Jahre alt. Verenza macht es anders: aktuell geprüft, klar entschieden und ehrlich begründet. So planen Menschen ihre Reise heute, und so wollen wir es auch in zehn Jahren noch machen.

Geprüft, nicht abgeschrieben

Sperrzeiten, Eintritte und Reisezeiten stehen bei uns mit Quelle und Prüfdatum auf der Seite. Du siehst, worauf eine Angabe beruht und wie alt sie ist.

Eine Entscheidung statt vierzig Optionen

Wir nennen dir das Haus, den Strand und die Route, die wir nehmen würden, und sagen dazu, warum. Mit einer Liste kannst du nichts anfangen, mit einer Empfehlung schon.

Auch das, was niemand gern sagt

Welcher Strand um elf Uhr voll ist. Wann dein Wunschmonat der falsche ist. Wann drei Länder zwei zu viel sind. Das ist der Teil, für den du später dankbar bist.

Häufige Fragen

Bevor du buchst

Brauche ich als Österreicher ein Visum für Taiwan?

Nein. Österreich, Deutschland und die Schweiz stehen auf der amtlichen Liste der visumfrei einreiseberechtigten Staaten mit 90 Tagen. Dieser Aufenthalt ist nicht verlängerbar. Dein Reisepass muss noch mindestens sechs Monate über die Einreise hinaus gültig sein, und du brauchst ein bestätigtes Rück- oder Weiterreiseticket, das ist in Taiwan eine echte Voraussetzung und keine Formalie. Dazu kommt die Taiwan Arrival Card, die seit Oktober 2025 Pflicht und kostenlos ist.

Wie viele Nächte sollte ich einplanen?

Zehn bis vierzehn. Mit zehn Nächten schaffst du Taipeh, die Taroko-Schlucht und einen Abstecher nach Tainan. Für die ganze Insel mit Alishan, dem Ostrifttal und dem Süden brauchst du sechzehn. Taiwan ist klein, aber die Bergstraßen sind langsam.

Wann ist die beste Reisezeit?

Oktober bis April, mit Oktober und November als bester Zeit. Dann ist die Taifunsaison vorbei, es ist trocken und mild. Von Januar bis März ist der Norden grau und feucht, der Süden dagegen ideal. Juli bis September sind heiß, schwül und die Hauptzeit für Taifune.

Ist Taiwan sicher?

Ja. Es gibt weder eine Reisewarnung noch eine Teilreisewarnung, die Kriminalität ist niedrig und das Land innenpolitisch stabil. Die beiden realen Risiken sind Naturereignisse: Taifune von Mai bis November und Erdbeben, denn Taiwan liegt in einer sehr aktiven seismischen Zone. Beides sperrt regelmäßig Straßen und Wanderwege. Lad dir die Warn-App der Behörden herunter und kauf eine lokale SIM-Karte, ausländische Karten lassen sich im Notfall schwer orten.

Was ist mit den Spannungen mit China?

Weder das österreichische noch das deutsche Außenministerium führen dazu eine Warnung oder eine Reiseempfehlung, und der Alltag auf der Insel ist davon nicht berührt. Was praktisch zählt: Österreich und Deutschland unterhalten keine diplomatischen Beziehungen zu Taiwan, die Interessenvertretung läuft über eigene Büros in Taipeh. Notier dir die Kontaktdaten, bevor du reist. Und wenn du über Festlandchina umsteigst, gelten dort eigene Visabestimmungen.

Wie viel Geld brauche ich pro Tag?

Mit guten Mittelklassehotels, Essen auf Nachtmärkten und in Lokalen sowie Zugfahrten kommst du auf grob 90 bis 150 Euro pro Person und Tag. Taiwan ist deutlich günstiger als Japan, vor allem bei Hotels und Essen. Auf einem Nachtmarkt isst man sich für zehn Euro satt.

Taiwan oder Japan, wenn ich nur eines schaffe?

Japan ist perfekter, Taiwan ist wärmer, im doppelten Sinn. Die Natur ist dramatischer, weil Berge und Pazifik so nah beieinanderliegen, das Essen ist günstiger und zugänglicher, und die Hilfsbereitschaft ist das, was fast alle Rückkehrer als Erstes erwähnen. Dafür fehlt Taiwan die gestalterische Dichte, die Kyoto hat. Wer zum zweiten Mal nach Ostasien fährt und Japan schon kennt, macht mit Taiwan nichts falsch.

Keine Lust, das alles selbst zusammenzusuchen?Fünf Minuten Fragebogen, danach bekommst du kostenlos unsere Einschätzung zu deiner Reise.

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