Die Skyline von Seoul in der Dämmerung mit dem Fernsehturm auf dem Namsan

Verenza · Ostasien

Südkorea, das unterschätzte Ostasien

Japan ist voll, und das weiß inzwischen jeder. Südkorea liegt zwei Flugstunden entfernt, ist ähnlich gut organisiert, deutlich günstiger und hat einen Bruchteil der Besucher. Dazu kommt etwas, das Japan so nicht hat: eine Esskultur, die abends draußen stattfindet, laut, gesellig und bis spät. Wer Ostasien zum ersten Mal sieht, hat hier den leichteren Einstieg.

0Visum nötig
12 bis 16Tage ideal
90 Tagevisumfrei
Apr bis Maibeste Zeit

Palast und Hochhäuser in Seoul · Foto: Unsplash

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Der größte Planungsfehler bei Südkorea ist, zu viel Zeit in Seoul zu lassen. Seoul ist großartig und braucht vier bis fünf Nächte, aber das Land dahinter wird regelmäßig übersehen: Gyeongju mit tausend Jahren Königsgräbern, Busan mit Bergdörfern über dem Meer und Jeju mit Vulkankratern und Steilküsten. Der Schnellzug KTX bringt dich in zweieinhalb Stunden von Seoul nach Busan, Inlandsflüge nach Jeju kosten oft weniger als ein Abendessen. Es gibt keinen guten Grund, nur die Hauptstadt zu sehen.

Schritt eins

Wo du hinfährst

Fünf Regionen. Die erste kennt jeder, die anderen vier sind der Grund, warum sich die Reise lohnt.

Das Tor Gwanghwamun vor dem Palast Gyeongbokgung, dahinter die Berge

Nordwesten

Seoul und Umgebung

Zehn Millionen Menschen, fünf Königspaläste aus der Joseon-Zeit und dazwischen Hochhäuser, Kaffeehäuser und Nachtmärkte. Seoul funktioniert rund um die Uhr und ist dabei erstaunlich sicher. In einer halben Stunde mit der U-Bahn steht man am Fuß eines Bergs mit Wanderwegen.

Für: Paläste, Essen, Nachtleben, der erste Eindruck

Koreanische Pagode zwischen herbstlich gefärbten Bäumen

Südosten

Gyeongju und Andong

Gyeongju war tausend Jahre lang Hauptstadt des Silla-Reichs, und die Stadt ist heute ein Freilichtmuseum: Grabhügel mitten im Wohngebiet, der Bulguksa-Tempel und eine Grotte mit einem Buddha, der seit dem achten Jahrhundert ins Tal schaut. Andong daneben hat ein bewohntes Dorf aus der Joseon-Zeit.

Für: Geschichte, Tempel, der ruhigere Teil des Landes

Stadtstrand von Busan mit Hochhäusern direkt am Meer

Süden

Busan und die Südküste

Die zweitgrößte Stadt, am Meer gebaut, mit Stränden mitten in der Stadt, einem riesigen Fischmarkt und einem Bergdorf aus bunten Häusern über dem Hafen. Entspannter als Seoul und mit einer eigenen Küche. Von hier aus erreicht man die Inseln der Südküste.

Für: Meer, Fisch, Stadtstrand, eine andere Stimmung

Der Tuffkegel Seongsan Ilchulbong, der auf Jeju aus dem Meer aufsteigt

Süden, Insel

Jeju

Eine Vulkaninsel eine Flugstunde südlich, mit dem höchsten Berg des Landes in der Mitte, Lavatunneln, Steilküsten und Frauen, die bis heute ohne Gerät nach Muscheln tauchen. Für Koreaner das Flitterwochenziel, für Besucher die Gegenwelt zur Großstadt.

Für: Wandern, Küste, Vulkan, Natur

Granitgipfel über herbstlich gefärbtem Wald im Seoraksan

Osten und Mitte

Seoraksan und die Berge

Siebzig Prozent Südkoreas sind Gebirge, und die Koreaner wandern leidenschaftlich. Der Seoraksan im Nordosten ist der bekannteste Nationalpark, mit Granitgipfeln, Tempeln im Wald und im Oktober einer Laubfärbung, für die das halbe Land anreist.

Für: Wandern, Herbstfarben, Tempelübernachtung

Timing

Wann du fliegst

Südkorea hat vier sehr ausgeprägte Jahreszeiten, deutlicher als die meisten Reiseländer Asiens. Zwei davon sind großartig, zwei anstrengend.

ZeitraumSeoulBusanJejuWas das heißt
Apr bis Maisehr gutsehr gutsehr gutDie beste Zeit. Kirschblüte Anfang April, danach milde fünfzehn bis zweiundzwanzig Grad und wenig Regen. Alles blüht, und die Luft ist klarer als im Winter
Jun bis Augschwül, RegenzeitschwülTaifuneDie Regenzeit Jangma liegt meist in Juli und Anfang August, danach wird es heiß und sehr schwül, über dreißig Grad bei hoher Luftfeuchtigkeit. Taifune sind von Juli bis September möglich. Das ist die unangenehmste Zeit
Sep bis Novsehr gutsehr gutsehr gutDie zweite sehr gute Zeit, für viele die beste. Trocken, klar, angenehme Temperaturen, und ab Mitte Oktober die Laubfärbung, die von Norden nach Süden wandert. Hotels in den Bergen sind dann früh ausgebucht
Dez bis Märkalt und trockenmilderwindigRichtig kalt, in Seoul oft unter minus zehn Grad mit scharfem Wind. Dafür ist es trocken und sonnig, die Preise sind niedrig und die Skigebiete offen. Wer Kälte verträgt, hat die Städte fast für sich

Praxis

Einreise, Anreise und unterwegs

Südkorea ist unkompliziert, hat aber zwei Punkte, bei denen Reisende regelmäßig stolpern: die Einreisekarte und die Mitnahme von Medikamenten.

Einreise und Dokumente

Kein Visum, derzeit auch keine K-ETA, aber eine Einreisekarte. Und beim Gepäck ist Korea strenger, als man denkt.

Kein Visum nötig
Für touristische Aufenthalte bis 90 Tage ohne Erwerbstätigkeit brauchst du kein Visum. Das gilt für Österreich, Deutschland und die Schweiz gleichermaßen.
K-ETA derzeit ausgesetzt
Die elektronische Einreisegenehmigung K-ETA ist für Österreich und Deutschland bis zum 31. Dezember 2026 ausgesetzt. Du brauchst sie derzeit nicht. Für die Schweiz ist diese Befreiung nicht bestätigt, die Schweiz steht nicht auf der offiziellen Liste der befreiten Länder. Schweizer prüfen das bitte auf k-eta.go.kr, dort kostet sie 10.000 Won und gilt drei Jahre.
Elektronische Einreisekarte
Pflicht. Du füllst sie online kostenlos bis zu drei Kalendertage vor der Einreise aus oder bekommst im Flugzeug eine Papierkarte. Wer freiwillig eine K-ETA beantragt hat, ist von der Einreisekarte befreit.
Reisepass
Muss bei der Einreise gültig sein. Eine Mindestrestgültigkeit von sechs Monaten verlangt Südkorea ausdrücklich nicht, das ist eine angenehme Ausnahme. Vorläufiger Reisepass und Kinderreisepass werden akzeptiert, ein Personalausweis nicht. Ausreisen musst du mit demselben Pass, mit dem du eingereist bist.
Biometrische Erfassung
Alle Ausländer ab 17 Jahren geben bei der Einreise Fingerabdrücke und ein Foto ab. Das geht schnell, sorgt aber in der Hochsaison für Schlangen.
Medikamente
Der Punkt, an dem die meisten scheitern. Für Betäubungsmittel und psychoaktive Medikamente brauchst du eine Einfuhrgenehmigung der Arzneimittelbehörde MFDS. Die Bearbeitung dauert rund zehn Werktage, der Antrag muss mindestens zwei Wochen vor der Einreise gestellt werden. Für alle anderen verschreibungspflichtigen Mittel nimm ein englischsprachiges Attest mit.
Lebensmittel
Fleisch, Wurst, Milchprodukte, Obst, Gemüse, Nüsse, Reis und Samen dürfen nicht eingeführt werden. Das wird kontrolliert. Waffen aller Art sind verboten.
Bargeld
Ein- und Ausfuhr sind unbegrenzt, ab einem Gegenwert von 10.000 US-Dollar musst du deklarieren.

Das kostet dich sonst die ReiseWenn du regelmäßig ein verschreibungspflichtiges Medikament nimmst, das unter das Betäubungsmittelrecht fällt oder psychoaktiv wirkt, kümmere dich mindestens zwei Wochen vor Abflug um die Einfuhrgenehmigung der MFDS. Ohne sie wird das Mittel am Flughafen einbehalten, und zwar unabhängig davon, ob du ein Rezept dabei hast. Das ist in keinem Reiseführer prominent genug, und es trifft jedes Jahr Leute.

Offizielle QuellenK-ETA, offizielle SeiteAuswärtiges Amt, Reise- und Sicherheitshinweise SüdkoreaÖAMTC Länderinfo SüdkoreaQ-CODE der Gesundheitsbehörde, falls verlangt

Wie du hinkommst

Incheon ist eines der großen Drehkreuze Asiens und wird regelmäßig unter die besten Flughäfen der Welt gewählt. Es gibt Direktflüge aus Wien, Frankfurt, München und Zürich, rechne mit elf Stunden nonstop.

ICN

Incheon International

50 km westlich von Seoul

Zwei Terminals, Direktverbindungen aus Europa und das Drehkreuz für ganz Ostasien. Sehr gut organisiert, mit Duschen, Ruhezonen und einem Kulturprogramm für Umsteiger.

Weiter von hierDer AREX-Expresszug fährt in dreiundvierzig Minuten zum Hauptbahnhof Seoul, der Allzug braucht knapp eine Stunde und kostet die Hälfte. Flughafenbusse fahren direkt zu den großen Hotels.

GMP

Gimpo International

im Stadtgebiet von Seoul

Der alte Stadtflughafen, heute vor allem für Inlandsflüge und kurze Verbindungen nach Tokio, Osaka, Shanghai und Taipeh. Deutlich näher an der Stadt als Incheon.

Weiter von hierMit der U-Bahn Linie 5 oder 9 direkt ins Zentrum, rund dreißig Minuten. Für Inlandsflüge nach Jeju ist das der bequemere Flughafen.

PUS

Busan Gimhae International

Südküste

Für alle, die im Süden anfangen oder aufhören wollen. Verbindungen nach Japan, China und Südostasien, dazu Inlandsflüge nach Jeju.

Weiter von hierMit der Light Rail und der U-Bahn in rund fünfzig Minuten ins Zentrum. Nach Jeju fliegt man von hier in einer knappen Stunde.

CJU

Jeju International

Insel Jeju

Eine der meistbeflogenen Strecken der Welt ist Seoul nach Jeju. Entsprechend oft und entsprechend günstig fliegt man, oft für dreißig bis fünfzig Euro.

Weiter von hierIn die Stadt Jeju fünfzehn Minuten. Für die Insel selbst brauchst du einen Mietwagen oder planst mit dem Bus, der gut funktioniert, aber Zeit kostet.

Wie du vor Ort weiterkommst

Südkorea hat eines der besten Verkehrsnetze Asiens, und es ist auffallend günstig. Für Fernstrecken nimmst du den KTX, in den Städten die U-Bahn.

KTX, der Schnellzug

25 bis 50 Euro

Bis zu dreihundert Stundenkilometer. Seoul nach Busan dauert zweieinhalb Stunden, Seoul nach Gyeongju gut zwei. Sauber, pünktlich auf die Minute und mit reichlich Beinfreiheit.

Unser TippBuch über die App Korail oder am Automaten, die Züge sind an Wochenenden und Feiertagen voll. Es gibt einen KR Pass für Besucher, der sich aber nur rechnet, wenn du mehr als drei lange Strecken fährst.

U-Bahn

ab etwa 1 Euro

In Seoul, Busan, Daegu, Daejeon und Gwangju. Das Netz in Seoul ist eines der größten der Welt, komplett zweisprachig beschildert und sehr zuverlässig.

Unser TippKauf dir als Erstes eine T-Money-Karte an einem Automaten oder im Convenience Store. Sie gilt landesweit für U-Bahn, Bus und sogar Taxi, und du zahlst damit weniger als mit Einzelfahrscheinen.

Fernbus

10 bis 30 Euro

Dichter als die Bahn und erreicht auch kleine Orte und Nationalparks. Die Premium-Busse haben drei breite Sitze pro Reihe, die man fast flach stellen kann.

Unser TippFür den Seoraksan und andere Nationalparks ist der Bus oft die einzige direkte Verbindung. Buch über die App oder am Terminal.

Taxi

3 bis 15 Euro

Günstig und mit Taxameter. Die App Kakao T funktioniert wie Uber und ist praktisch, weil du die Zieladresse nicht aussprechen musst.

Unser TippNicht alle Fahrer sprechen Englisch. Zeig die Adresse auf Koreanisch auf dem Telefon, oder nutz Kakao T, dann erübrigt sich das Thema.

Mietwagen

40 bis 70 Euro pro Tag

Auf dem Festland brauchst du keinen, das Bahnnetz ist besser. Auf Jeju dagegen ist ein Auto fast Pflicht, weil die Sehenswürdigkeiten über die ganze Insel verteilt liegen.

Unser TippInternationaler Führerschein ist nötig. Auf Jeju früh buchen, in der Hochsaison sind die Wagen weg.

Inlandsflug

30 bis 80 Euro

Vor allem nach Jeju, eine der meistbeflogenen Strecken der Welt. Von Seoul oder Busan in einer knappen Stunde.

Unser TippGimpo in Seoul ist für Inlandsflüge praktischer als Incheon, weil er mitten in der Stadt liegt.

Internet, SIM und die Apps, die helfen

Südkorea hat das schnellste Mobilnetz der Welt, und kostenloses WLAN gibt es in U-Bahnen, Bussen und fast jedem Lokal.

SIM, eSIM oder Pocket-WLAN
Alle drei am Flughafen erhältlich. Eine Touristen-SIM mit unbegrenzten Daten kostet für zehn Tage rund dreißig Euro. Pocket-WLAN lohnt sich, wenn ihr zu zweit oder zu dritt reist.
Google Maps funktioniert nur eingeschränkt
Aus gesetzlichen Gründen gibt Südkorea keine detaillierten Kartendaten an ausländische Anbieter weiter. Fußgängernavigation funktioniert deshalb schlecht. Nimm stattdessen Naver Map oder Kakao Map, beide gibt es auf Englisch und beide funktionieren hervorragend.
Bezahlen
Karten werden fast überall akzeptiert, Korea ist weitgehend bargeldlos. Das Problem ist das Abheben: Viele europäische Debitkarten funktionieren an koreanischen Automaten nicht. Such gezielt Automaten mit der Aufschrift Global ATM und nimm eine Kreditkarte mit.
Nützliche Apps
Naver Map oder Kakao Map für Wege, Kakao T für Taxi, Papago für Übersetzung, weil es bei Koreanisch deutlich besser ist als die Alternativen, und Korail für Zugtickets.

Schritt zwei

Fertige Routen

Zwei fertige Abläufe. Beide nutzen den Schnellzug, damit du nicht halbe Tage im Verkehr verlierst.

Die erste Reise

12 Nächte

Wenn du Südkorea zum ersten Mal siehst. Seoul, Geschichte und das Meer. Am besten im April, Mai, Oktober oder November.

  • 5 NSeoul

    Gyeongbokgung am frühen Morgen, Bukchon und Ikseon-dong zu Fuß, ein Abend in Gwangjang und einer in Euljiro, dazu ein halber Tag auf dem Bukhansan und das Kriegsmuseum.

  • 2 NGyeongju

    Mit dem KTX in zwei Stunden. Die Grabhügel, Bulguksa und die Seokguram-Grotte am Morgen, abends der beleuchtete Teich Donggung.

  • 3 NBusan

    Eine Stunde weiter. Gamcheon, der Jagalchi-Fischmarkt, der Tempel Haedong Yonggungsa am Meer und ein Abend am Strand von Gwangalli mit Blick auf die beleuchtete Brücke.

  • 2 NSeoul

    Zurück mit dem KTX, letzte Einkäufe und das, was beim ersten Mal keinen Platz hatte. Der Flughafen liegt eine Stunde außerhalb.

Mit Jeju und den Bergen

16 Nächte

Wenn du mehr Zeit hast. Dieselbe Grundstruktur, dazu die Insel und ein Nationalpark. Am schönsten im Oktober.

  • 4 NSeoul

    Paläste, Viertel, Essen und ein Tag für die DMZ-Tour, wenn sie dich interessiert.

  • 2 NSeoraksan

    Zweieinhalb Stunden mit dem Bus nach Sokcho. Wandern im Nationalpark, mit der Seilbahn hoch oder zu Fuß zum Ulsanbawi, und eine Nacht in einem Tempel.

  • 2 NGyeongju

    Grabhügel, Bulguksa, Seokguram und das Nationalmuseum. Leih dir ein Rad, die Stadt ist flach.

  • 3 NBusan

    Markt, Strände, Bergdorf, Tempel am Meer. Von hier geht der Flug nach Jeju.

  • 4 NJeju

    Der Krater Seongsan Ilchulbong bei Sonnenaufgang, ein Stück Olle-Weg an der Küste, ein Lavatunnel und, wenn das Wetter mitspielt, der Aufstieg auf den Hallasan.

  • 1 NSeoul

    Rückflug ab Jeju nach Seoul, letzte Nacht am Flughafen oder in der Stadt.

Gasse mit traditionellen Hanok-Häusern in Seoul
Die beleuchtete Gwangan-Brücke in Busan bei Nacht
Küste aus schwarzem Lavagestein auf Jeju

Städte

Jeder Ort einzeln

Elf Orte, jeder mit dem, was du gesehen haben solltest, mit dem, was in keinem Reiseführer steht, und mit dem, wo man isst. Aufklappen, was dich interessiert.

Seoul Nordwesten · 4 bis 5 Nächte Zehn Millionen Menschen, fünf Königspaläste und ein Nachtleben, das erst um zwei Uhr in Fahrt kommt. Dazwischen Berge mit Wanderwegen.

Das solltest du sehen

  1. Gyeongbokgung. Der Hauptpalast der Joseon-Dynastie von 1395, mehrfach zerstört und wieder aufgebaut. Wachwechsel am Tor meist um zehn und vierzehn Uhr. Wer im Hanbok kommt, zahlt keinen Eintritt, und Verleihe gibt es ringsum.
  2. Bukchon Hanok Village. Ein Viertel aus traditionellen Holzhäusern zwischen zwei Palästen, und es ist bewohnt. Die Gassen sind steil, die Aussicht über die Dächer bis zu den Hochhäusern ist das Bild, das man von Seoul mitnimmt.
  3. Changdeokgung und der Geheime Garten. Der schönste der fünf Paläste, Weltkulturerbe, mit einem Garten, der nur mit Führung zugänglich ist. Buch die online, die Plätze sind begrenzt.
  4. Der Bukhansan. Ein Nationalpark mit Granitgipfeln, erreichbar mit der U-Bahn. In zwei bis vier Stunden ist man oben und schaut auf eine Zehnmillionenstadt hinunter. Es gibt wenige Städte, bei denen das geht.
  5. Das Kriegsmuseum. Groß, kostenlos und sehr gut gemacht. Wer verstehen will, warum Korea so ist, wie es ist, verbringt hier zwei Stunden.

Geheimtipps

  • Euljiro am Abend. Ein Viertel voller Metallwerkstätten, in dem abends in Hinterhöfen und zweiten Stöcken winzige Bars aufmachen. Ohne Schild, oft nur an der Schlange zu erkennen. Das lebendigste Seoul, und kaum Besucher.
  • Ikseon-dong statt Bukchon. Ein zweites Hanok-Viertel, kleiner, flacher und voller Cafés und Lokale in alten Höfen. Deutlich angenehmer zu laufen und mindestens so schön.
  • Die Paläste am Abend. Changdeokgung und Gyeongbokgung öffnen mehrmals im Jahr abends mit Beleuchtung. Tickets gehen in Minuten weg, aber es lohnt den Versuch.
  • Noryangjin Fischmarkt. Im Erdgeschoss aussuchen, im ersten Stock zubereiten lassen. Deutlich günstiger und frischer als jedes Restaurant, und ein Erlebnis für sich.
  • Der Seoullo 7017. Eine ehemalige Hochstraße, zur begrünten Fußgängerbrücke umgebaut, über dem Hauptbahnhof. Zehn Minuten, und ein guter Blick auf die Stadt.

Wo du isst

  • Korean Barbecue. Samgyeopsal, Schweinebauch, oder Galbi, Rinderrippe, selbst am Tisch gegrillt. Dazu Salatblätter, Knoblauch und Ssamjang.
  • Bibimbap. Reis mit Gemüse, Ei und Gochujang in einer Schüssel, bei der Steinvariante knuspert der Reis am Boden.
  • Bindaetteok am Gwangjang-Markt. Mungbohnenpuffer vom Blech, direkt vor dir gemahlen und gebacken.
  • Kalguksu. Handgeschnittene Weizennudeln in klarer Brühe. Das koreanische Trostessen, besonders im Winter.
Busan Südosten · 3 Nächte Die zweitgrößte Stadt, am Meer und an Berge gebaut. Entspannter als Seoul, mit eigener Küche und Stadtstränden.

Das solltest du sehen

  1. Gamcheon Culture Village. Ein Hangdorf aus bunten Häusern über dem Hafen, entstanden als Flüchtlingssiedlung im Koreakrieg. Heute Kunstprojekt und immer noch Wohngebiet, also leise sein und nicht in Fenster fotografieren.
  2. Haedong Yonggungsa. Ein buddhistischer Tempel direkt auf den Felsen über dem Meer, einer der wenigen Küstentempel Koreas. Früh hingehen, ab zehn wird es sehr voll.
  3. Jagalchi-Fischmarkt. Der größte Fischmarkt des Landes, von Frauen betrieben, die man Jagalchi Ajumma nennt. Im ersten Stock wird zubereitet, was du unten aussuchst.
  4. Gwangalli Beach. Ein Stadtstrand mit Blick auf die beleuchtete Gwangan-Brücke. Abends sitzen hier alle im Sand, und an manchen Wochenenden gibt es eine Drohnenshow.
  5. Der Küstenweg Igidae. Ein Felsenpfad über dem Meer mit Blick zurück auf die Skyline. Zwei Stunden, wenig Besucher und der beste Blick der Stadt.

Geheimtipps

  • Die alte Bahntrasse in Haeundae. Eine stillgelegte Küstenbahn, heute ein Fußweg mit einem kleinen Zug, der daneben fährt. Der Abschnitt zwischen Mipo und Cheongsapo ist der schönste.
  • Busan isst anders. Dwaeji Gukbap, eine Schweinebrühe mit Reis, ist das Gericht der Stadt. Entstanden im Koreakrieg aus dem, was übrig blieb, und heute eine Institution.
  • Mit dem Zug statt dem Flugzeug. Der KTX von Seoul braucht zweieinhalb Stunden, von Tür zu Tür ist das schneller als der Flug und deutlich angenehmer.
  • Taejongdae am Morgen. Ein Klippenpark am südlichen Ende der Stadt mit Leuchtturm und Kiefernwald. Vor neun Uhr ist dort niemand.

Wo du isst

  • Dwaeji Gukbap. Schweinebrühe mit Reis, die man selbst mit Garnelenpaste und Frühlingszwiebeln abschmeckt. Das Gericht der Stadt.
  • Milmyeon. Kalte Weizennudeln in eisiger Brühe, die Busaner Variante des nordkoreanischen Naengmyeon.
  • Roher Fisch am Jagalchi. Unten aussuchen, oben essen. Mit Sesamöl, Knoblauch und Chilipaste.
Gyeongju Südosten · 2 Nächte Tausend Jahre Hauptstadt des Silla-Reichs, und das sieht man überall. Ein Freilichtmuseum, in dem Leute wohnen.

Das solltest du sehen

  1. Die Grabhügel von Daereungwon. Dreiundzwanzig königliche Gräber als grüne Kuppeln mitten im Stadtgebiet. Einer ist begehbar und zeigt den Aufbau samt Grabbeigaben.
  2. Bulguksa. Ein Tempel aus dem achten Jahrhundert mit zwei berühmten Steinpagoden, Weltkulturerbe. Geh am frühen Morgen, dann ist es ruhig.
  3. Seokguram. Eine künstliche Grotte am Berg über Bulguksa, in der ein Buddha aus Granit sitzt und ins Tal blickt. Technisch wie künstlerisch das Beste, was Silla hinterlassen hat.
  4. Donggung und der Teich Wolji. Die Reste eines Palastgartens, abends beleuchtet und im Wasser gespiegelt. Der schönste Abendspaziergang der Stadt.
  5. Das Nationalmuseum Gyeongju. Goldkronen, Schmuck und die berühmte Emille-Glocke. Kostenlos und sehr gut sortiert.

Geheimtipps

  • Mit dem Fahrrad statt dem Bus. Die Stadt ist flach und die Orte liegen verstreut. Räder gibt es überall zu mieten, und so wird aus zwei anstrengenden Tagen ein leichter.
  • Keine Hochhäuser. Gyeongju hat eine Bauordnung, die Höhe und Dachform vorschreibt. Deshalb sieht die ganze Stadt aus wie ein großes Dorf, und das ist beabsichtigt.
  • Das Dorf Yangdong in der Nähe. Ein weiteres Weltkulturerbe, ein bewohntes Joseon-Dorf mit Strohdächern. Vierzig Minuten mit dem Bus und fast ohne Besucher.
  • Im Frühling wegen der Kirschblüte. Gyeongju gilt als einer der schönsten Blüteorte des Landes, besonders rund um die Grabhügel. Entsprechend voll ist es dann aber auch.

Wo du isst

  • Ssambap. Ein Tisch voller kleiner Schalen, dazu Blätter zum Einwickeln. Die lokale Spezialität und ein guter Überblick über die koreanische Küche.
  • Hwangnam-Brot. Ein kleines Gebäck mit roter Bohnenpaste, seit 1939 am selben Ort gebacken.
Jeju Süden, Insel · 3 bis 4 Nächte Eine Vulkaninsel eine Flugstunde südlich, mit dem höchsten Berg des Landes, Lavatunneln und einer Küste aus schwarzem Fels.

Das solltest du sehen

  1. Seongsan Ilchulbong. Ein Tuffkegel, der aus dem Meer aufsteigt, mit einem Krater von sechshundert Metern Durchmesser. Zwanzig Minuten Aufstieg über Treppen, am besten zum Sonnenaufgang, daher der Name Sunrise Peak.
  2. Der Hallasan. Mit 1947 Metern der höchste Berg Südkoreas, ein erloschener Vulkan mit Kratersee. Zwei Routen führen auf den Gipfel, acht bis zehn Stunden hin und zurück, und beide haben feste Umkehrzeiten.
  3. Manjanggul. Einer der längsten Lavatunnel der Welt, ein Kilometer davon begehbar. Es ist kühl und feucht, nimm eine Jacke mit.
  4. Die Olle-Wege. Sechsundzwanzig Etappen, zusammen über vierhundert Kilometer rund um die Insel. Die Küstenabschnitte sind die schönsten, und man kann einzelne Etappen ohne Planung gehen.
  5. Die Haenyeo. Taucherinnen, die ohne Sauerstoffgerät nach Muscheln und Seeohren tauchen, viele über siebzig. Die Tradition ist Weltkulturerbe, und an mehreren Stellen kann man ihnen zusehen oder im Museum mehr erfahren.

Geheimtipps

  • Mietwagen oder nichts. Die Insel ist groß und die Orte liegen auseinander. Mit dem Bus geht es, kostet aber jeden Tag Stunden. Buch den Wagen früh, in der Saison sind sie weg.
  • Die Westseite ist leerer. Der Osten mit Seongsan ist der Touristenteil. Der Westen mit Hallim und der Südwesten um Sanbangsan sind deutlich ruhiger und genauso schön.
  • Der Hallasan hat Umkehrzeiten. Wer bis zu einer festen Uhrzeit nicht an der Zwischenstation ist, wird zurückgeschickt. Die Zeiten hängen von der Jahreszeit ab, starte früh.
  • Jeju hat eigenes Essen. Schwarzes Schwein, Seeohrensuppe und Mandarinen von der Insel. Das sind keine Touristengerichte, sondern wirklich lokale Spezialitäten.
  • Wind einplanen. Jeju ist windig, und Flüge fallen bei Sturm regelmäßig aus. Plan keinen internationalen Anschluss am selben Tag wie den Rückflug von der Insel.

Wo du isst

  • Heukdwaeji. Schwarzes Schwein vom Grill, die bekannteste Spezialität der Insel.
  • Jeonbokjuk. Reisbrei mit Seeohren, die die Haenyeo tauchen. Mild und sehr gut.
  • Galchi. Degenfisch, gegrillt oder als Eintopf. Auf Jeju frischer als überall sonst im Land.
Seoraksan Nordosten · 2 Nächte Der bekannteste Nationalpark des Landes, mit Granitgipfeln, Tempeln im Wald und der berühmtesten Laubfärbung Koreas.

Das solltest du sehen

  1. Ulsanbawi. Ein Granitmassiv aus sechs Felszacken, erreichbar über gut viertausend Stufen. Drei bis vier Stunden hin und zurück, und oben steht man über dem ganzen Park.
  2. Der Tempel Sinheungsa. Am Parkeingang, mit einem vierzehn Meter hohen bronzenen Buddha davor. Gegründet im siebten Jahrhundert und damit eines der ältesten Zen-Klöster der Welt.
  3. Die Seilbahn zum Gwongeumseong. In wenigen Minuten auf achthundert Meter, oben noch ein kurzer Aufstieg über Fels. Die bequeme Variante mit fast demselben Blick.
  4. Biseondae und die Schlucht. Ein leichter Weg entlang eines Baches über glatte Felsplatten. Eine gute Stunde und auch für weniger Geübte machbar.

Geheimtipps

  • Unter der Woche im Oktober. An Wochenenden im Oktober stehen auf den Wegen Schlangen, das ist kein Scherz. Dienstag bis Donnerstag hast du dieselben Farben ohne das Gedränge.
  • In Sokcho übernachten. Die Hafenstadt am Park hat mehr Auswahl und besseres Essen als die Orte am Eingang. Und sie liegt am Meer.
  • Eine Nacht im Tempel. Mehrere Klöster im Park bieten Templestay an. Das verbindet sich sehr gut mit einem Wandertag.
  • Früh starten wegen der Busse. Der letzte Bus zurück nach Sokcho fährt früher, als man denkt. Prüf die Zeiten, bevor du losläufst.

Wo du isst

  • Sokcho Dakgangjeong. Frittiertes Hähnchen in süßscharfer Sauce, am Hafenmarkt von Sokcho eine Institution.
  • Ojingeo Sundae. Gefüllter Tintenfisch, eine Spezialität der Ostküste.
  • Sanchae Bibimbap. Bibimbap mit Berggemüse und Wildkräutern, das Gericht der Nationalparks.
Andong Mitte · 1 bis 2 Nächte Das konservativste Korea: ein bewohntes Joseon-Dorf, Maskentanz und eine Akademie aus dem sechzehnten Jahrhundert.

Das solltest du sehen

  1. Hahoe Folk Village. Ein Dorf aus der Joseon-Zeit in einer Flussschleife, Weltkulturerbe und bewohnt. Strohdächer, Lehmmauern und Höfe, in denen Familien seit Jahrhunderten leben.
  2. Der Maskentanz. Der Hahoe Byeolsingut Talnori, eine satirische Tanzaufführung, in der die einfachen Leute den Adel verspotten. Wird mehrmals wöchentlich aufgeführt.
  3. Dosanseowon. Eine konfuzianische Akademie von 1574, Weltkulturerbe, in einem Kiefernwald am Fluss. Sehr still und sehr schön.
  4. Die Brücke Woryeonggyo. Die längste Holzfußgängerbrücke Koreas, abends beleuchtet, über dem Nakdong.

Geheimtipps

  • Der Blick von Buyongdae. Ein Felsen gegenüber dem Dorf, von dem man die ganze Flussschleife sieht. Mit dem kleinen Boot übersetzen oder außen herumfahren.
  • Andong Jjimdak. Geschmortes Huhn mit Glasnudeln, Kartoffeln und Sojasauce, das Gericht der Stadt. In der Jjimdak-Gasse am Markt gibt es ein Dutzend Lokale nebeneinander.
  • Soju aus Andong. Hier wird traditioneller Soju gebrannt, mit fünfundvierzig Prozent deutlich stärker als die grünen Flaschen aus dem Supermarkt. Es gibt ein Museum dazu.

Wo du isst

  • Andong Jjimdak. Geschmortes Huhn mit Glasnudeln und Gemüse, scharf oder mild.
  • Heotjesabap. Ein Gericht aus Zeremonienresten, einfach und sehr traditionell.
Jeonju Südwesten · 1 bis 2 Nächte Die Stadt, in der Bibimbap erfunden wurde, mit dem größten Hanok-Viertel des Landes. Für Koreaner die Hauptstadt des Essens.

Das solltest du sehen

  1. Das Hanok-Viertel. Über siebenhundert traditionelle Holzhäuser auf engem Raum, viele davon Lokale, Teehäuser und Pensionen. Abends ist es beleuchtet und voller Leute in Tracht.
  2. Gyeonggijeon. Ein Schrein mit dem Porträt des ersten Joseon-Königs, in einem Bambushain. Ruhig mitten im Trubel.
  3. Die katholische Kathedrale Jeondong. Ein Backsteinbau von 1914 an der Stelle, an der die ersten koreanischen Katholiken hingerichtet wurden. Ein ungewöhnlicher Anblick neben den Holzhäusern.
  4. Jaman Mural Village. Ein Hangviertel mit Wandbildern über dem Hanok-Viertel, mit gutem Blick über die Dächer.

Geheimtipps

  • Abends bleiben. Die meisten kommen als Tagesausflug aus Seoul. Nach fünf Uhr leert sich das Viertel, und dann ist es am schönsten.
  • Makgeolli-Gasse. Bestellst du eine Kanne des milchigen Reisweins, kommen kostenlos Beilagen dazu. Bei der zweiten Kanne kommen mehr. Ein eigenes System, und ein langer Abend.
  • Bibimbap am Ursprungsort. Die Jeonju-Variante kommt mit Rinderhack, Sojasprossen und rohem Eigelb in einer Messingschale. Mehrere Lokale streiten sich um das Original, nimm irgendeines mit Schlange.

Wo du isst

  • Jeonju Bibimbap. Die Urform, in der Messingschale, mit über zwanzig Zutaten.
  • Kongnamul Gukbap. Sojasprossensuppe mit Reis, das Katerfrühstück der Stadt.
  • Choco Pie aus Jeonju. Eine lokale Bäckerei hat das Industrieprodukt neu erfunden, und es gibt Schlangen davor.
Sokcho und die Ostküste Nordosten · 1 bis 2 Nächte Hafenstadt am Fuß des Seoraksan, mit dem besten Fischmarkt der Ostküste und einem langen, leeren Strand.

Das solltest du sehen

  1. Der Fischmarkt. Frischer als in Seoul und deutlich günstiger. Oben wird zubereitet, was unten ausgesucht wird.
  2. Die Handkahn-Fähre Gaetbae. Ein kleines Floß, das von Hand an einem Seil über den Kanal gezogen wird. Kostet fast nichts und ist ein Rest des alten Sokcho.
  3. Der Strand. Kilometerlang, grob, mit Kiefern dahinter. Im Sommer Badeort, den Rest des Jahres weitgehend leer.
  4. Das Abai-Dorf. Gegründet von Flüchtlingen aus dem Norden, die nach dem Krieg nicht zurückkonnten. Hier isst man nordkoreanische Gerichte, die es sonst kaum gibt.

Geheimtipps

  • Ojingeo Sundae probieren. Mit Glasnudeln und Gemüse gefüllter Tintenfisch, in Scheiben gebraten. Ein Flüchtlingsgericht aus dem Norden und die Spezialität des Abai-Dorfs.
  • Als Basis für den Nationalpark. Von Sokcho fährt der Bus in dreißig Minuten zum Parkeingang. Hier zu schlafen ist angenehmer als in den Orten direkt am Park.
  • Der Bus aus Seoul ist schneller als der Zug. Zweieinhalb Stunden mit dem Expressbus, direkt vom Terminal. Eine Bahnverbindung gibt es auf dieser Strecke praktisch nicht.

Wo du isst

  • Dakgangjeong. Frittiertes Hähnchen in süßscharfer Glasur, am Markt in Papiertüten.
  • Roher Fisch am Hafen. Direkt aus den Becken, mit Blick auf die Boote.
Suwon bei Seoul · Tagesausflug Eine Festungsstadt aus dem achtzehnten Jahrhundert, Weltkulturerbe, eine halbe Stunde von Seoul.

Das solltest du sehen

  1. Die Festung Hwaseong. Fünfeinhalb Kilometer Mauer mit Toren, Bastionen und Wachtürmen, gebaut von 1794 bis 1796. Man kann die ganze Mauer umrunden, das dauert gut zwei Stunden.
  2. Der Palast Hwaseong Haenggung. Der Nebenpalast, in dem der König wohnte, wenn er die Festung besuchte. Mit Vorführungen von Bogenschießen und Wachwechsel.
  3. Der Bogenschießstand. An der Festung kann man für wenig Geld traditionelles koreanisches Bogenschießen ausprobieren. Überraschend schwer und überraschend unterhaltsam.

Geheimtipps

  • Als Halbtagesausflug von Seoul. Mit der U-Bahn Linie 1 oder dem Zug eine halbe Stunde. Gut für einen Nachmittag, wenn Seoul zu viel wird.
  • Suwon Galbi. Die Stadt ist im ganzen Land für ihre Rinderrippen bekannt. Mehrere Lokale betreiben das seit Generationen.
  • Die Mauer bei Sonnenuntergang. Von der Westbastion schaut man über die Stadt, und die Mauer wird abends beleuchtet.

Wo du isst

  • Suwon Galbi. Rinderrippen, groß geschnitten und am Tisch gegrillt. Die Spezialität der Stadt.
Damyang und der Süden Südwesten · Tagesausflug Ein Bambuswald, durch den man läuft, und eine Allee aus Metasequoien. Der ruhige Südwesten, den kaum jemand auf dem Plan hat.

Das solltest du sehen

  1. Juknokwon, der Bambuswald. Ein angelegter Wald aus Riesenbambus mit mehreren Wegen. Das Geräusch der Halme im Wind ist der eigentliche Grund hinzufahren.
  2. Die Metasequoien-Allee. Zwei Kilometer schnurgerade Straße, beidseitig von Urweltmammutbäumen gesäumt. Im Herbst rostrot.
  3. Soswaewon. Ein Gelehrtengarten aus dem sechzehnten Jahrhundert, der bewusst so angelegt ist, dass er nicht wie ein Garten aussieht. Ein Bach läuft mitten hindurch.

Geheimtipps

  • Von Gwangju aus. Damyang liegt eine halbe Stunde von Gwangju entfernt, das selbst eine lebendige Stadt mit guter Küche ist und selten besucht wird.
  • Bambusgerichte probieren. Reis, in einem Bambusrohr gegart, und Tee aus Bambusblättern. Klingt nach Folklore, schmeckt aber tatsächlich anders.

Wo du isst

  • Daetongbap. Reis mit Nüssen und Bohnen, im Bambusrohr gegart, mit vielen Beilagen.
  • Tteokgalbi. Gehacktes Rindfleisch, zu Buletten geformt und gegrillt. Die Spezialität der Region.
Die DMZ Norden von Seoul · Tagesausflug Die entmilitarisierte Zone zwischen Nord und Süd, zugänglich nur mit zugelassenen Touren. Beklemmend und schwer zu vergessen.

Das solltest du sehen

  1. Der Aussichtspunkt Dora. Von hier schaut man mit dem Fernglas nach Nordkorea, auf ein Dorf und die Propagandafahnen dahinter.
  2. Der dritte Infiltrationstunnel. Einer von vier entdeckten Tunneln, die von Norden nach Süden gegraben wurden. Man geht ein Stück hinein, gebückt und mit Helm.
  3. Bahnhof Dorasan. Ein moderner Bahnhof mit Gleisen Richtung Pjöngjang, auf denen nichts fährt. Der stillste und seltsamste Ort der ganzen Tour.
  4. Die Freiheitsbrücke. Über sie kehrten nach dem Waffenstillstand von 1953 die Kriegsgefangenen zurück. Am Zaun hängen heute Tausende Bänder mit Botschaften.

Geheimtipps

  • Nur mit zugelassenem Anbieter. Individuell kommt man nicht hinein. Die Touren starten früh in Seoul und dauern einen halben bis ganzen Tag. Pass unbedingt mitnehmen.
  • Was zugänglich ist, ändert sich. Je nach politischer Lage sind einzelne Teile gesperrt, besonders die gemeinsame Sicherheitszone. Buch mit einem Anbieter, der kurzfristig umplanen kann.
  • Kleiderordnung beachten. Für manche Abschnitte gelten Vorgaben zur Kleidung. Der Anbieter sagt dir das vorher, halt dich daran, sonst darfst du nicht mit.
  • Nicht fotografieren, wo es verboten ist. Die Hinweise sind eindeutig, und die Soldaten verstehen keinen Spaß. Das ist kein Ausflugsziel wie andere.

Wo du isst

  • In Paju auf dem Rückweg. Die Gegend ist für Sojabohnengerichte bekannt, und viele Touren halten dort.

Abgelegen

Die Inseln und die stillen Ecken

Südkorea hat über dreitausend Inseln, und außer Jeju kennt kaum ein Besucher eine davon. Dazu kommen Nationalparks, in denen man an einem Wochentag im Mai fast allein ist. Zwölf Orte für die ruhige Seite.

Jeju

Süden, Flugstunde von Seoul

Die große Vulkaninsel mit dem höchsten Berg des Landes, Lavatunneln, Steilküsten und den Taucherinnen Haenyeo. Für Koreaner das Flitterwochenziel.

Anfahrt
Flug ab Seoul Gimpo oder Busan, rund 1 Std.
Beste Zeit
April bis Juni und September bis November
Betten
Von der Pension bis zum Küstenresort
Für wen
Wandern, Küste, Vulkan, ein eigener Teil der Reise

Udo

vor der Ostküste Jejus

Eine kleine Insel vor Jeju, in zwei Stunden mit dem Rad zu umrunden. Weißer Korallenstrand, schwarze Lavafelsen und Erdnussfelder.

Anfahrt
Fähre ab Seongsan, 15 Min.
Beste Zeit
April bis Oktober
Betten
Wenige Pensionen, meist Tagesausflug
Für wen
Radfahren, ein ruhiger Tag neben Jeju

Ulleungdo

Ostmeer, 130 km vor der Küste

Eine steile Vulkaninsel weit draußen im Ostmeer, mit einer Küstenstraße in den Fels gesprengt und Wanderwegen in den Kratern. Kaum ausländische Besucher.

Anfahrt
Fähre ab Mukho oder Pohang, 3 bis 4 Std.
Beste Zeit
Mai bis Oktober
Betten
Einfache Pensionen und Minbak
Für wen
Wandern, Steilküsten, ein echtes Abseits

Namhae

Südküste

Eine hügelige Insel mit Reisterrassen am Meer, einem deutschen Dorf koreanischer Rückkehrer und stillen Buchten. Über eine Brücke erreichbar.

Anfahrt
Bus ab Busan oder Jinju, rund 2 Std.
Beste Zeit
April bis Oktober
Betten
Pensionen und kleine Hotels
Für wen
Autotour, Küste, Ruhe

Geojedo

Südküste, bei Busan

Die zweitgrößte Insel des Landes, mit Kiefernwäldern, Felsküsten und dem Windy Hill über dem Meer. Von Busan über eine Unterwasserstraße erreichbar.

Anfahrt
Bus ab Busan, rund 1 Std.
Beste Zeit
April bis Oktober
Betten
Hotels und Pensionen
Für wen
Tagesausflug oder Nacht ab Busan

Tongyeong und die Hallyeo-Inseln

Südküste

Eine Hafenstadt mit Seilbahn und davor ein Meer aus Inseln, das als Nationalpark geschützt ist. Boote fahren zu mehreren davon.

Anfahrt
Bus ab Busan, rund 1,5 Std.
Beste Zeit
April bis Oktober
Betten
In Tongyeong gute Auswahl
Für wen
Inselhüpfen, Meeresfrüchte, Bootsfahrten

Seoraksan Nationalpark

Nordosten

Granitgipfel, Tempel und die berühmteste Laubfärbung des Landes. Der bekannteste Nationalpark, und im Oktober am Wochenende voll.

Anfahrt
Bus ab Seoul nach Sokcho, 2,5 Std.
Beste Zeit
Mai bis Juni und Oktober
Betten
In Sokcho oder im Tempel
Für wen
Wandern, Herbstfarben, Templestay

Jirisan Nationalpark

Süden, Landesinneres

Der größte Nationalpark des Landes und das wichtigste Wandergebiet, mit einem Hauptkamm, den man in drei Tagen begeht. Hier wachsen die besten grünen Tees Koreas.

Anfahrt
Bus ab Jinju oder Namwon
Beste Zeit
Mai bis Juni und Oktober
Betten
Berghütten im Park, früh buchen
Für wen
Mehrtagestouren, Tee, Tempel

Bukhansan

direkt bei Seoul

Ein Nationalpark mit Granitgipfeln, erreichbar mit der U-Bahn. In wenigen Stunden steht man über einer Zehnmillionenstadt.

Anfahrt
U-Bahn und Bus ab Seoul, rund 1 Std.
Beste Zeit
ganzjährig, am besten im Herbst
Betten
Keine, Tagesausflug
Für wen
Ein halber Tag Berge mitten in der Städtereise

Boseong

Südwesten

Teeplantagen in geschwungenen Reihen über die Hügel gelegt, die bekanntesten des Landes. Im Winter gibt es dort ein Lichterfestival.

Anfahrt
Bus ab Gwangju, rund 1,5 Std.
Beste Zeit
April bis Oktober
Betten
Wenige Häuser, meist Tagesausflug
Für wen
Fotografie, Tee, ein ruhiger Nachmittag

Suncheonman

Südküste

Eine riesige Schilfbucht mit Wattflächen, Rastplatz für Zugvögel und mit einem Steg mitten hindurch. Bei Sonnenuntergang golden.

Anfahrt
Bus oder KTX nach Suncheon, dann Bus
Beste Zeit
Oktober bis März für Vögel, Herbst für das Schilf
Betten
In Suncheon
Für wen
Vogelbeobachtung, Landschaft, Stille

Gangneung und die Ostküste

Osten

Lange Sandstrände, Kaffeeröstereien an der Straße und das Meer, das Koreaner zum Sonnenaufgang besuchen. Mit dem KTX von Seoul in knapp zwei Stunden.

Anfahrt
KTX ab Seoul, 1 Std. 50 Min.
Beste Zeit
Mai bis Oktober
Betten
Gute Auswahl in allen Klassen
Für wen
Strand, Kaffee, Sonnenaufgang am Meer

Must-see

Was du gesehen haben solltest

Die Dinge, die den Weg wirklich rechtfertigen, mit dem Hinweis, wann du hingehst und was die meisten falsch machen.

Besucherinnen im traditionellen Hanbok im Hof eines koreanischen Palasts
01

vor neun Uhr

Gyeongbokgung und der Wachwechsel

Der größte der fünf Joseon-Paläste, 1395 gegründet, mehrfach zerstört und wieder aufgebaut. Der Wachwechsel am Tor findet zweimal täglich statt, meist um zehn und um vierzehn Uhr. Wer in koreanischer Tracht kommt, einem Hanbok, zahlt keinen Eintritt, und es gibt rund um den Palast dutzende Verleihe. Geh trotzdem früh, ab zehn wird es voll.

Essensstand auf einem koreanischen Markt mit Gästen an der Theke
02

ab sechs Uhr

Abends in Gwangjang und Euljiro

Der Gwangjang-Markt ist eine überdachte Halle voller Stände mit Bindaetteok, Mungbohnenpuffer vom Blech, und Mayak Gimbap. Zwei Stationen weiter liegt Euljiro, ein ehemaliges Werkstattviertel, in dem abends zwischen den Metallbetrieben winzige Bars aufmachen. Zusammen der beste Abend in Seoul, und er kostet fast nichts.

Pavillon am Teich Wolji in Gyeongju, im Wasser gespiegelt
03

mit dem Fahrrad

Gyeongju an einem Tag

Tausend Jahre Hauptstadt des Silla-Reichs, und das sieht man an jeder Ecke: Grabhügel wie grüne Kuppeln mitten in der Stadt, der Bulguksa-Tempel mit zwei Steinpagoden aus dem achten Jahrhundert und die Seokguram-Grotte am Berg darüber, in der ein Buddha aus Granit ins Tal blickt. Die Stadt ist flach, leih dir ein Rad und fahr von Hügel zu Hügel.

Das bunte Hangdorf Gamcheon über dem Hafen von Busan
04

früher Nachmittag

Gamcheon in Busan

Ein Dorf aus bunten Häusern, terrassenförmig an einen Hang über dem Hafen gebaut, entstanden als Flüchtlingssiedlung im Koreakrieg. Heute leben hier immer noch Menschen, und das vergisst man leicht: Es ist kein Freilichtmuseum. Sprich leise, fotografier keine Fenster und bleib auf den Wegen.

Der grüne Kraterrand von Seongsan Ilchulbong über der Küste
05

Sonnenaufgang

Der Krater Seongsan Ilchulbong auf Jeju

Ein Tuffkegel, der vor etwa fünftausend Jahren aus dem Meer aufstieg, mit einem Krater von sechshundert Metern Durchmesser auf der Spitze. Der Aufstieg dauert zwanzig Minuten über Treppen. Unten am Wasser tauchen an manchen Tagen die Haenyeo, Frauen, die seit Jahrhunderten ohne Sauerstoffgerät nach Muscheln tauchen, viele davon heute über siebzig.

Bunte Lampions in den Farben des Regenbogens unter einem Tempeldach
06

zwei Tage

Eine Nacht im Tempel

Über hundert Klöster in Südkorea nehmen Gäste auf, das Programm heißt Templestay. Man schläft auf dem Boden, isst vegetarisch, steht um halb vier zur Morgenandacht auf und lernt die hundertacht Verbeugungen. Kein Wellness, sondern ein Tag nach Klosterregel, und für viele das Stärkste der ganzen Reise.

Abseits

Geheimtipps

Dinge, die in den meisten Reiseführern fehlen und eine Koreareise deutlich besser machen.

01

Medikamente sind der unterschätzte Punkt

Einreise

Für Betäubungsmittel und psychoaktive Medikamente brauchst du eine Einfuhrgenehmigung der Arzneimittelbehörde MFDS. Die Bearbeitung dauert rund zehn Werktage, der Antrag muss mindestens zwei Wochen vor der Einreise gestellt werden. Für alle anderen verschreibungspflichtigen Mittel nimm ein englischsprachiges Attest mit. Das ist die Regel, an der die meisten scheitern, weil sie niemand erwähnt.

02

Deine Bankomatkarte funktioniert oft nicht

Geld

Viele deutsche und österreichische Debitkarten werden an koreanischen Automaten nicht akzeptiert. Such gezielt nach Automaten mit der Aufschrift Global ATM und nimm eine Kreditkarte mit. Österreichische Karten müssen außerdem vorab für Abhebungen außerhalb Europas freigeschaltet werden.

03

Die T-Money-Karte ist das erste, was du kaufst

Verkehr

Eine aufladbare Karte für U-Bahn, Bus und Taxi im ganzen Land, erhältlich an jedem Automaten und in jedem Convenience Store. Ohne sie zahlst du mehr und verlierst Zeit. Es gibt sie auch als Variante für Besucher mit Rückerstattung des Restbetrags.

04

Essen bestellt man für den Tisch

Kultur

Koreanisches Essen funktioniert nicht als Einzelportion. Man bestellt zwei oder drei Gerichte für den Tisch, dazu kommen unaufgefordert Banchan, kleine Beilagen, die kostenlos nachgefüllt werden. Für Alleinreisende ist das manchmal schwierig, viele Lokale haben Mindestbestellmengen für zwei Personen.

05

Oktober ist die schönste und vollste Zeit

Reisezeit

Die Laubfärbung wandert ab Mitte Oktober von den Bergen im Norden nach Süden, und halb Korea fährt hinterher. Nationalparks sind an Wochenenden im Oktober wirklich voll. Fahr unter der Woche, dann hast du dieselben Farben ohne die Schlange am Gipfel.

06

Lebensmittel darfst du nicht einführen

Einreise

Fleisch, Wurst, Milchprodukte, Obst, Gemüse, Nüsse, Reis und Samen dürfen nicht eingeführt werden, und das wird kontrolliert. Die Wurstsemmel für den Flug lässt du besser zu Hause oder isst sie vor der Landung.

Schritt drei

Wo du schläfst

Südkorea hat ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bei Hotels, vor allem im Vergleich zu Japan. Die Zimmer sind oft klein, dafür ist die Lage meist ausgezeichnet, weil die U-Bahn alles erschließt.

Geprüft am 13. Oktober 2026Jede harte Angabe trägt ihr Prüfdatum.
Quellen offen gelegtNationalparks, Wetterdienste, Fachmedien, mit Link.
Echtes Unternehmen aus ÖsterreichWilding Consulting e.U., Firmenbuch FN 661191 s.
Antwort von einem Menschen[email protected]

Ikonisch

ab 350 € / Nacht

Seoul · Jongno oder Gangnam

Haus mit Blick auf den Palast

Einige Häuser in Jongno schauen direkt auf die Dächer von Gyeongbokgung. In Gangnam zahlst du dafür für Höhe und Skyline.

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Jeju · an der Küste

Resort über der Steilküste

Die Südküste Jejus hat mehrere Häuser direkt an der Klippe, mit Blick aufs Meer und dem Hallasan im Rücken.

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Sehr gut und bezahlbar

80 bis 160 € / Nacht

Seoul · Ikseon-dong oder Bukchon

Hanok, das traditionelle Holzhaus

Ein Innenhof, Papierfenster und beheizter Fußboden nach dem alten Ondol-Prinzip. Die Zimmer sind klein und man schläft auf einer Matte, dafür wohnt man mitten in der Altstadt.

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Busan · Haeundae oder Gwangalli

Hotel mit Meerblick

In Busan bekommt man für dieses Geld ein Zimmer mit Blick auf die Bucht, was in Seoul undenkbar wäre.

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Gyeongju · nahe den Grabhügeln

Modernes Haus im alten Stil

Die Stadt hat eine Bauordnung, die hohe Gebäude verbietet. Entsprechend niedrig und ruhig wohnt man hier.

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Klein und besonders

40 bis 90 € / Nacht

Beliebiger Nationalpark

Templestay im Kloster

Einfaches Zimmer, Essen aus der Klosterküche, Morgenandacht um halb vier. Kostet wenig und bleibt am längsten im Gedächtnis.

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Andong · Hahoe

Zimmer in einem Joseon-Dorf

Das Dorf Hahoe ist Weltkulturerbe und bewohnt. Einige Familien vermieten Zimmer in ihren Höfen, mit Ondol-Fußbodenheizung.

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Jeju · im Landesinneren

Pension zwischen den Mandarinenhainen

Abseits der Küste ist Jeju deutlich günstiger und ruhiger, und mit einem Mietwagen ist das kein Nachteil.

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Erlebnisse

Touren, die sich lohnen

Acht Erlebnisse, die den Unterschied zwischen Urlaub und Reise machen. Wir verlinken Anbieter nur, wenn wir sie empfehlen würden.

Koreanisches Barbecue mit rohem Fleisch und vielen kleinen Beilagen
Dampfender Garküchenstand auf einem Nachtmarkt in Korea
Koreanischer Tempel zwischen rot gefärbten Ahornbäumen
01

Templestay im Kloster

ein bis zwei Nächte

Über hundert Klöster bieten das Programm an, viele mit englischer Begleitung. Teezeremonie, Morgenandacht, Verbeugungen und ein langes Schweigen. Buch früh, die bekannten Klöster sind an Wochenenden voll.

02

Essenstour durch Seoul am Abend

drei Stunden

Vom Gwangjang-Markt über eine Sojuhalle nach Euljiro. Mit jemandem, der erklärt, was Banchan sind und warum man das Glas des Gegenübers füllt und nie das eigene.

03

Fahrrad durch Gyeongju

ein Tag

Die Stadt ist flach und die Sehenswürdigkeiten liegen verstreut. Mit dem Rad fährt man in einem Tag von den Grabhügeln über den Teich bis zum Bulguksa, und das ist deutlich angenehmer als mit dem Bus.

04

DMZ-Tour

ganzer Tag

Zur entmilitarisierten Zone zwischen Nord und Süd, mit Aussichtspunkt, Tunnel und Bahnhof, der nirgendwohin fährt. Nur mit zugelassenen Anbietern, Pass mitnehmen. Welche Teile zugänglich sind, hängt von der Lage ab und ändert sich kurzfristig.

05

Wanderung im Seoraksan

ein Tag

Zum Ulsanbawi über gut viertausend Stufen oder gemütlicher mit der Seilbahn und einem Rundweg. Im Oktober die schönsten Farben des Landes und die vollsten Wege, also unter der Woche gehen.

06

Kochkurs für Kimchi

halber Tag

Kimchi ist kein Beilagensalat, sondern ein Handwerk mit Dutzenden Varianten je nach Region und Jahreszeit. Der Kurs erklärt das besser als jedes Museum, und man nimmt ein Glas mit.

07

Olle-Weg auf Jeju

ein bis mehrere Tage

Ein Wanderwegnetz von über vierhundert Kilometern rund um die Insel, in sechsundzwanzig Etappen. Die Küstenabschnitte sind die schönsten, und man kann einzelne Etappen ohne Planung gehen.

08

Baseballspiel in Busan

ein Abend

Koreanischer Baseball ist ein Volksfest mit Gesängen, Trommeln und Essen auf dem Platz. In Busan gilt die Stimmung als die beste des Landes. Tickets sind günstig und das Erlebnis ist größer als das Spiel.

Budget

Was ein Tag wirklich kostet

Südkorea ist deutlich günstiger als Japan, vor allem beim Essen und beim Nahverkehr. Teuer wird es nur bei Hotels in Seoul zur Hochsaison.

Gezahlt wird in Won. Karten werden fast überall genommen, Bargeld brauchst du kaum, außer auf manchen Märkten. Wichtig ist nur: Prüf vor der Reise, ob deine Karte in Korea funktioniert, und schalte österreichische Bankomatkarten für Abhebungen außerhalb Europas frei.

Sparsam

Pro Person und Tag

50 bis 80 Euro

  • SchlafenGuesthouse oder Motel, 30 bis 50 Euro
  • EssenGarküche, Kimbap, Convenience Store, 10 bis 18 Euro
  • FahrenU-Bahn und Bus mit T-Money, 3 bis 6 Euro
  • ErlebenPaläste, Wandern, Märkte, Tempel

Angenehm

Pro Person und Tag

120 bis 180 Euro

  • SchlafenHotel oder Hanok, 80 bis 130 Euro
  • EssenRestaurant und abends Grillen mit Soju, 30 bis 50 Euro
  • FahrenKTX zweiter Klasse, Taxi
  • ErlebenTemplestay, Essenstour, Nationalpark

Richtig gut

Pro Person und Tag

ab 350 Euro

  • SchlafenHaus mit Palastblick oder Resort auf Jeju, ab 280 Euro
  • EssenGehobene koreanische Küche, 80 Euro aufwärts
  • FahrenKTX erster Klasse, Fahrer, Inlandsflüge
  • ErlebenPrivatführung, Kochkurs, Spa

Geld, Karte und Trinkgeld

Essen ist auffallend günstig
Ein vollwertiges Mittagessen mit Beilagen kostet in einem normalen Lokal sechs bis zehn Euro. Die Beilagen, Banchan, sind kostenlos und werden nachgefüllt.
Der Nahverkehr kostet fast nichts
Eine U-Bahn-Fahrt in Seoul liegt bei etwa einem Euro, ein Taxi quer durch die Stadt bei zehn. Das ist ein Drittel dessen, was Japan kostet.
Grillen ist für zwei gedacht
Koreanisches Barbecue und viele Eintöpfe werden erst ab zwei Personen serviert. Alleinreisende essen deshalb oft anders, als sie wollten. Such nach Lokalen mit Einzelportionen oder geh an die Theke.
Kaffee ist teuer, Soju billig
Ein Kaffee kostet schnell vier bis fünf Euro, eine Flasche Soju im Lokal zwei. Die Kaffeekultur ist riesig und entsprechend bepreist.
Trinkgeld gibt es nicht
In Südkorea wird kein Trinkgeld gegeben, und der Versuch wird oft als unangenehm empfunden. Der Preis auf der Karte ist der Preis.
Hotels in Seoul im Oktober früh buchen
Die Laubfärbung und das angenehme Wetter machen Oktober zur teuersten Zeit. Wer flexibel ist, reist im Mai, dann ist es ähnlich schön und etwas günstiger.

Vor Ort

Gesund bleiben und nicht anecken

Südkorea ist eines der sichersten Länder der Welt, und die Umgangsformen sind klar geregelt. Wer drei Dinge über Alter und Hierarchie weiß, bewegt sich mühelos.

Gesundheit und Sicherheit

Wir sind keine Ärzte und geben keine medizinische Beratung. Was wir dir geben können, ist die ehrliche Einordnung, worauf es ankommt.

Impfungen
Für die Einreise ist keine Impfung vorgeschrieben. Was sinnvoll ist, entscheidet eine reisemedizinische Beratung, in Österreich etwa am Tropeninstitut Wien.
Medikamente mit Genehmigung
Betäubungsmittel und psychoaktive Medikamente brauchen eine Einfuhrgenehmigung der MFDS, Antrag mindestens zwei Wochen vorher. Für andere verschreibungspflichtige Mittel reicht ein englischsprachiges Attest.
Drogen
Hohe Haftstrafen, und das Gesetz unterscheidet nicht zwischen harten und weichen Drogen. Auch Kleinstmengen sind strafbar, und bei Verdacht können Tests angeordnet werden.
Medizinische Versorgung
Auf europäischem Niveau, in Seoul sehr gut. Es gibt kein Sozialversicherungsabkommen zwischen Österreich und Südkorea, eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ist deshalb wichtig.
Malaria
Geringes Risiko von März bis Dezember in ländlichen Gebieten im Norden einschließlich der DMZ. Seoul und die Reiseregionen im Süden sind malariafrei.
Naturgefahren
Südkorea liegt in einer seismisch aktiven Zone. Taifune und Überschwemmungen sind von Juli bis September möglich. Die App EmergencyReady der Behörden warnt auf Englisch.
Luftqualität
In den Ballungsräumen und im Frühjahr kann Feinstaub ein Thema sein, teils verstärkt durch Sandstürme aus dem Westen. Die Werte werden täglich veröffentlicht, bei hohen Werten tragen viele Einheimische Maske.
Nachts in Ausgehvierteln
Die Kriminalität ist sehr niedrig. In Seoul wird vereinzelt vor K.-o.-Tropfen in Hongdae und Itaewon gewarnt, lass dein Getränk nicht unbeaufsichtigt. Demonstrationen und große Menschenansammlungen meidet man besser.
Polizei112Rettung und Feuerwehr119Touristen-Hotline, mehrsprachig1330Notfall-Hotline Österreich+43 1 90115 4411

Das unterschätzen die meistenNicht die Sicherheitslage, sondern zwei Formalitäten. Erstens die Einfuhrgenehmigung für bestimmte Medikamente, die zwei Wochen Vorlauf braucht. Zweitens, dass viele europäische Debitkarten an koreanischen Geldautomaten nicht funktionieren. Beides klärt man in einer Viertelstunde zu Hause und ärgert sich sonst vor Ort tagelang.

Offizielle QuellenAuswärtiges Amt, Reise- und Sicherheitshinweise SüdkoreaÖAMTC Länderinfo Südkorea

Wie man sich benimmt

In Südkorea richtet sich fast alles nach Alter und Position. Als Besucher musst du das System nicht beherrschen, aber ein paar Gesten machen einen großen Unterschied.

Das kommt gut an

  • Mit beiden Händen geben und nehmen. Geld, Visitenkarten, Geschenke und vor allem Getränke. Bei Älteren hältst du die linke Hand stützend am rechten Unterarm.
  • Dem anderen einschenken, nie sich selbst. Am Tisch füllt man die Gläser der anderen und wartet, bis jemand das eigene füllt. Wer sich selbst nachschenkt, fällt auf.
  • Beim Trinken wegdrehen. Wenn jemand deutlich Älterer am Tisch ist, dreht man beim Trinken den Kopf leicht zur Seite. Eine kleine Geste, die sehr positiv auffällt.
  • Schuhe aus. In Privatwohnungen, Tempeln, Gästehäusern mit Ondol-Fußboden und in vielen traditionellen Lokalen mit Sitzplätzen am Boden.
  • Warten, bis der Älteste anfängt. Beim Essen beginnt die älteste Person, danach die anderen. Dasselbe gilt beim Aufstehen am Ende.
  • Den Löffel benutzen. Reis und Suppe isst man mit dem Löffel, Beilagen mit den Stäbchen. Die Schüssel hebt man nicht an, anders als in Japan.

Das besser nicht

  • Die Stäbchen nicht senkrecht in den Reis stecken. Das erinnert an Räucherstäbchen bei einer Totenfeier und gilt als sehr unangemessen.
  • Nicht mit roter Tinte schreiben. Namen in Rot sind traditionell Verstorbenen vorbehalten.
  • Kein lautes Telefonieren in der U-Bahn. Die Bahnen sind erstaunlich leise, und das wird auch von Besuchern erwartet. Die Sitze an den Enden sind für Ältere, Schwangere und Menschen mit Behinderung reserviert, und zwar strikt.
  • Keine militärischen Einrichtungen fotografieren. Besonders im Norden und in Hafengebieten. Drohnen brauchen eine Genehmigung.
  • Nicht das Trinkgeld hinlegen. Es ist nicht üblich und wird oft zurückgegeben.
  • Nicht über Nordkorea scherzen. Fast jede koreanische Familie hat eine Geschichte dazu. Interesse ist willkommen, Witze sind es nicht.

Acht Sätze, die Türen öffnen

Hangul, die koreanische Schrift, wurde im fünfzehnten Jahrhundert bewusst so entworfen, dass jeder sie schnell lernen kann. Zwei Stunden reichen zum Lesen, und das verändert die Reise.

Hallo

안녕하세요

an-njong-ha-se-jo

Danke

감사합니다

kam-sa-ham-ni-da

Entschuldigung

죄송합니다

tschö-song-ham-ni-da

Ja

네

ne

Nein

아니요

a-ni-jo

Wie viel kostet das?

얼마예요?

ol-ma-je-jo

Das schmeckt gut

맛있어요

ma-schi-sso-jo

Bitte, hier entlang, oder: hier bitte

여기요

jo-gi-jo

Kalender

Feste, Feiertage und was sie für dich bedeuten

Zwei koreanische Feiertage legen das halbe Land lahm, und beide richten sich nach dem Mondkalender. Prüf vor dem Buchen, ob einer in deine Reise fällt.

Januar oder Februar

Seollal, das Mondneujahr

landesweit

Der wichtigste Feiertag des Jahres, drei Tage lang. Familien fahren in ihre Heimatorte, es gibt Ahnenzeremonien und Tteokguk, eine Suppe mit Reiskuchen, mit der man ein Jahr älter wird.

Für dich heißt das: Züge und Busse sind Wochen vorher ausgebucht, die Autobahnen stehen, und viele Restaurants und Geschäfte schließen für zwei bis drei Tage. Seoul ist dafür leerer als sonst. Entweder bewusst in der Stadt bleiben oder diese Tage meiden.

Anfang April

Kirschblüte

landesweit, von Süd nach Nord

Kein Feiertag, aber das größte saisonale Ereignis. Die Blüte beginnt Ende März auf Jeju und in Busan und erreicht Seoul meist Anfang April. In Jinhae gibt es das größte Kirschblütenfest des Landes.

Für dich heißt das: zwei Wochen, in denen das Land am schönsten ist, und in denen Hotels teuer und voll sind. Die Blütevorhersage wird jedes Jahr ab Februar veröffentlicht, plan danach.

Mai

Buddhas Geburtstag

landesweit, Tempel

Wochenlang hängen bunte Laternen in den Tempeln und über den Straßen. In Seoul gibt es eine große Laternenparade, das Lotus Lantern Festival.

Für dich heißt das: einer der schönsten Anlässe im koreanischen Kalender, und er stört den Reiseablauf kaum. Die Tempel sind an diesem Tag besonders voll und besonders sehenswert.

Mai

Kindertag und Elterntag

landesweit

Der 5. Mai ist Kindertag und gesetzlicher Feiertag, der 8. Mai Elterntag. Familien sind unterwegs, Parks und Freizeitangebote sind voll.

Für dich heißt das: ein langes Wochenende, an dem Inlandsflüge und Hotels in Jeju teuer werden. Für Städte spielt es kaum eine Rolle.

Juni

Gedenktag

landesweit

Am 6. Juni wird der Gefallenen gedacht, mit einer landesweiten Schweigeminute um zehn Uhr. Ein stiller, ernster Tag.

Für dich heißt das: Behörden und Banken geschlossen, sonst wenig Einfluss. Wenn die Sirenen heulen, bleib einfach stehen wie alle anderen.

September oder Oktober

Chuseok, das Erntedankfest

landesweit

Das zweite große Familienfest, oft Erntedank genannt. Drei Tage, Ahnengräber werden besucht, und es gibt Songpyeon, gefüllte Reiskuchen in Halbmondform.

Für dich heißt das: dasselbe wie an Seollal. Alles ist unterwegs, Tickets sind Wochen vorher weg, viele Lokale haben zu. Die Paläste in Seoul sind an diesen Tagen allerdings oft kostenlos zugänglich, und viele Koreaner kommen in Tracht.

Oktober

Laubfärbung

von Norden nach Süden

Kein Feiertag, aber der zweite große saisonale Anlass. Die Färbung beginnt Anfang Oktober im Seoraksan und erreicht Ende Oktober den Süden. Die Nationalparks sind dann voll.

Für dich heißt das: die schönste Zeit im Land, und an Wochenenden im Oktober stehen auf manchen Wanderwegen Schlangen. Geh unter der Woche, dann hast du dieselben Farben für dich.

3. Oktober und 9. Oktober

Nationalfeiertag und Hangul-Tag

landesweit

Der 3. Oktober erinnert an die mythische Gründung des ersten koreanischen Reichs, der 9. Oktober an die Einführung der koreanischen Schrift im fünfzehnten Jahrhundert.

Für dich heißt das: zwei einzelne Feiertage mitten in der schönsten Reisezeit. Wenn sie an ein Wochenende grenzen, wird es in den Bergen voll.

Dezember und Januar

Winterfeste und Eisangeln

Hwacheon, Pyeongchang, Gangwon

In mehreren Orten im Norden gibt es Winterfeste mit Eisangeln, bei denen man durch ein Loch im Eis Forellen fängt und sie direkt daneben grillen lässt. Das größte ist das Sancheoneo-Festival in Hwacheon im Januar.

Für dich heißt das: ein guter Grund, auch im Winter zu kommen. Zieh dich warm an, es sind regelmäßig unter minus zehn Grad.

25. Dezember

Weihnachten

landesweit

Gesetzlicher Feiertag, in Korea aber eher ein Fest für Paare und Freunde als für die Familie. Die Städte sind aufwendig beleuchtet.

Für dich heißt das: Restaurants sind voll, Hotels teuer, aber nichts steht still. Anders als an Seollal und Chuseok läuft das Land normal weiter.

Planung

Wir bauen dir die Route

Keine der fertigen Routen passt? Dann stellen wir dir eine zusammen, auf deine Daten, dein Budget und dein Tempo.

01

Fünf Minuten Fragebogen

Zeitraum, Personen, Budget pro Nacht, Reisestil, und ein Freitextfeld, in dem du schreibst, was unbedingt passieren soll. Der Preis stellt sich beim Ausfüllen automatisch ein.

02

Rückfragen und Recherche

Wir fragen drei bis fünf Dinge nach, die sich aus deinen Antworten ergeben, prüfen Reisezeit und Fahrzeiten und sortieren aus, was sich nicht lohnt.

03

Plan in 24 Stunden

Etappen mit Nächten, Verbindungen, Hotelvorschläge in drei Preisklassen, Touren pro Ort, dazu zu jeder Entscheidung ein Satz, warum. Eine Korrekturrunde ist inklusive.

Route für Südkorea planen lassenFünf Minuten Fragebogen, dann bekommst du sofort und kostenlos unsere Einschätzung zu deiner Reise. Der fertige Plan kommt innerhalb von 24 Stunden, eine Korrekturrunde inklusive.

Wir sagen dir, was wir an deiner Stelle tun würden.

Reiseportale zeigen dir vierhundert Hotels und überlassen dir die Entscheidung. Reiseführer sind zwei Jahre alt. Verenza macht es anders: aktuell geprüft, klar entschieden und ehrlich begründet. So planen Menschen ihre Reise heute, und so wollen wir es auch in zehn Jahren noch machen.

Geprüft, nicht abgeschrieben

Sperrzeiten, Eintritte und Reisezeiten stehen bei uns mit Quelle und Prüfdatum auf der Seite. Du siehst, worauf eine Angabe beruht und wie alt sie ist.

Eine Entscheidung statt vierzig Optionen

Wir nennen dir das Haus, den Strand und die Route, die wir nehmen würden, und sagen dazu, warum. Mit einer Liste kannst du nichts anfangen, mit einer Empfehlung schon.

Auch das, was niemand gern sagt

Welcher Strand um elf Uhr voll ist. Wann dein Wunschmonat der falsche ist. Wann drei Länder zwei zu viel sind. Das ist der Teil, für den du später dankbar bist.

Häufige Fragen

Bevor du buchst

Brauche ich als Österreicher ein Visum für Südkorea?

Nein. Für touristische Aufenthalte bis 90 Tage brauchst du kein Visum. Die elektronische Einreisegenehmigung K-ETA ist für Österreich und Deutschland bis Ende 2026 ausgesetzt, du brauchst sie also derzeit nicht. Für die Schweiz ist diese Befreiung nicht bestätigt, Schweizer prüfen das bitte auf der offiziellen Seite k-eta.go.kr. Pflicht ist dagegen die elektronische Einreisekarte, die du online bis zu drei Kalendertage vor der Einreise kostenlos ausfüllst oder bei der Ankunft auf Papier.

Wie viele Nächte sollte ich einplanen?

Zwölf bis sechzehn. Mit zwölf Nächten schaffst du Seoul, Gyeongju und Busan in Ruhe. Für Jeju und einen Nationalpark brauchst du vier Nächte mehr. Seoul allein füllt problemlos fünf Tage, aber dann verpasst du den interessanteren Teil des Landes.

Wann ist die beste Reisezeit?

April bis Mai und September bis November. Im April blüht die Kirsche, im Oktober färbt sich das Laub, und beide Zeiten sind trocken und mild. Juli und August sind schwül mit Regenzeit und möglichen Taifunen, der Winter ist sehr kalt, dafür günstig und sonnig.

Ist Südkorea sicher, so nah an Nordkorea?

Ja. Es gibt weder eine Reisewarnung noch eine Teilreisewarnung, und das österreichische Außenministerium führt das Land in der niedrigsten Risikostufe. Die Beziehungen zu Nordkorea hatten bisher keine Auswirkungen auf Reisende, auch wenn kurzfristige Lageänderungen nicht auszuschließen sind. Entlang des 38. Breitengrads liegt ein militärisches Sperrgebiet, das man nur mit zugelassenen Touren betritt. Gelegentlich gibt es Zivilschutzübungen mit Sirenen, die Teilnahme ist für Ausländer freiwillig.

Komme ich mit Englisch zurecht?

In Seoul und Busan ja, in Hotels, Zügen und bei jüngeren Menschen gut. Auf dem Land wird es dünn. Die Beschilderung ist im ganzen Land zweisprachig, und Hangul, die koreanische Schrift, ist so logisch aufgebaut, dass man sie in zwei Stunden lesen lernt. Das lohnt sich wirklich, weil man dann Speisekarten und Stationsnamen entziffern kann.

Wie viel Geld brauche ich pro Tag?

Mit guten Mittelklassehotels, Restaurantessen und Zugfahrten kommst du auf grob 110 bis 180 Euro pro Person und Tag. Südkorea ist damit deutlich günstiger als Japan, vor allem beim Essen und beim Nahverkehr. Teuer sind nur Hotels in Seoul zur Hochsaison.

Südkorea oder Japan, wenn ich nur eines schaffe?

Wenn du zum ersten Mal in Ostasien bist und Ruhe, Ästhetik und Perfektion suchst, nimm Japan. Wenn du weniger Besucher, günstigere Preise und ein lauteres, geselligeres Land willst, nimm Südkorea. Praktisch gesehen ist Korea der einfachere Einstieg: Die Wege sind kürzer, das Land ist kleiner, und man kommt mit weniger Planung aus.

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