Gestufte Reisterrassen im Hochland von Bali

Verenza · Südostasien

Indonesien, jenseits von Canggu

Welche Ecke Balis noch Bali ist, wann welche Insel funktioniert und wie du Vulkane, Riffe und Reisterrassen in eine Reise bekommst, ohne im Stau auf der Insel zu stehen.

17.000Inseln, 6 davon reichen
16 bis 21Tage ideal
30 TageVisum bei Ankunft
Apr bis Oktbeste Zeit

Reisterrassen bei Tegallalang, Bali · Foto: Unsplash

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Der größte Fehler bei Indonesien ist, Bali für Indonesien zu halten. Bali ist eine einzige Insel von 17.000 und gleichzeitig die mit Abstand vollste. Wer nur den Süden sieht, kommt mit dem Eindruck zurück, Indonesien sei ein Dauerstau zwischen Beachclubs. Zehn Kilometer weiter oder eine Fähre weiter beginnt ein anderes Land.

Schritt eins

Wo du hinfährst

Sechs Regionen, die sich anfühlen wie sechs verschiedene Länder. Die ersten drei gehören in jede erste Reise, die anderen drei sind der Grund, warum man wiederkommt.

Grasbewachsener Grat des Campuhan Ridge Walk bei Ubud

Bali, Zentrum

Ubud und das Hochland

Reisterrassen, Tempel in Schluchten, Kunsthandwerk und eine Dichte an guten Restaurants, die für eine Kleinstadt absurd ist. Das Zentrum selbst ist voll geworden, aber fünf Kilometer in jede Richtung liegen Dörfer, in denen noch gearbeitet statt dekoriert wird.

Für: Kultur, Yoga, Kochkurse, grüner Ausgleich zum Strand

Tempelanlage auf der Steilklippe von Uluwatu über dem Meer

Bali, Süden

Bukit, Uluwatu und Sanur

Die Klippenküste im Süden mit den besten Surfspots und den spektakulärsten Hotels des Landes. Sanur auf der Ostseite ist das ruhige Gegenstück mit flachem Wasser und ohne Partylärm. Canggu und Seminyak lassen wir bewusst aus, dazu sagen wir weiter unten etwas.

Für: Surfen, Sonnenuntergänge, Resorts, Familien in Sanur

Traditionelle Jukung-Auslegerboote am Strand im Abendlicht

Bali, Osten und vorgelagert

Amed, Sidemen und die Nusa-Inseln

Der Osten ist das Bali, das die meisten suchen und nicht finden, weil sie nicht hinfahren. Schwarze Strände, Tauchen am Wrack von Tulamben, Reisterrassen in Sidemen ohne Eintrittskassen. Vor der Küste liegen Nusa Penida, Lembongan und Ceningan.

Für: Tauchen, Schnorcheln, Ruhe, zweite Balireise

Die Tempeltürme der hinduistischen Anlage Prambanan auf Java

Java

Yogyakarta, Bromo und Ijen

Zwei der größten buddhistischen und hinduistischen Tempelanlagen der Welt und zwei Vulkane, die jeder vom Bild kennt. Java ist deutlich anstrengender zu bereisen als Bali und dafür um Längen eindrucksvoller.

Für: Vulkane, Tempel, Fotografie, Reisende mit Kondition

Weißer Sandstrand mit flachem, klarem Wasser auf den Gili-Inseln

Lombok und Gilis

Lombok, Gili-Inseln und Rinjani

Eine Fähre östlich von Bali, muslimisch geprägt, deutlich ruhiger und mit einem 3.726 Meter hohen Vulkan in der Mitte. Die drei Gili-Inseln sind autofrei, Gili Meno ist die stille von ihnen.

Für: Strände ohne Trubel, Schnorcheln mit Schildkröten, Trekking

Buchten und grüne Hügel im Komodo-Nationalpark von oben

Flores und Komodo

Labuan Bajo, Komodo und Flores

Komodowarane, rosa Strände, Mantarochen und eine Inselwelt, die man per Boot bereist. Dahinter liegt Flores mit den dreifarbigen Kraterseen des Kelimutu und Dörfern, in denen noch in Clanhäusern gelebt wird.

Für: Bootstouren, Tauchen auf Weltniveau, zweite Indonesienreise

Timing

Wann du fliegst

Indonesien liegt auf dem Äquator, deshalb gibt es keine Jahreszeiten im europäischen Sinn, sondern eine Trocken- und eine Regenzeit. Entscheidend ist, dass die nicht überall gleich liegen.

ZeitraumBaliJavaFlores und KomodoWas das heißt
Apr bis Junsehr gutsehr gutsehr gutDie beste Zeit im ganzen Land, trocken und noch nicht überlaufen
Jul bis Augtrockentrockentrocken, windigWetter top, dafür europäische Ferien, höchste Preise und volle Straßen
Sep bis Oktsehr gutsehr gutsehr gutUnser Favorit: trocken, deutlich leerer als im Hochsommer
Nov bis MärRegenzeitRegenzeitSee oft rauNachmittagsgewitter statt Dauerregen, dafür grün und günstig. Bootstouren nach Komodo fallen in dieser Zeit regelmäßig aus

Praxis

Visum, Anreise und unterwegs

Indonesien hat in den letzten Jahren mehr Einreiseformalitäten eingeführt als jedes andere Land in der Region. Keine davon ist kompliziert, aber keine davon darfst du vergessen.

Einreise und Visum

Drei Dinge sind zu erledigen, und zwei davon erst kurz vor dem Abflug. Hak dir das ab, dann geht am Flughafen alles schnell.

Visum bei Ankunft
Österreich, Deutschland und die Schweiz bekommen ein Visa on Arrival für 30 Tage, gegen Gebühr an bestimmten Flug- und Seehäfen. Es lässt sich einmal um 30 Tage verlängern, das erledigst du vor Ort bei der Immigrationsbehörde.
Besser vorab als e-VOA
Dasselbe Visum lässt sich vorher online beantragen. Dann stehst du bei der Ankunft nicht in der Zahlschlange, sondern gehst direkt zur Passkontrolle. Das spart in Denpasar regelmäßig eine Stunde.
Arrival Card
Eine kostenlose elektronische Registrierung, die frühestens 72 Stunden vor der Einreise möglich ist, über die offizielle Seite oder die App All Indonesia. Mach sie am Vorabend, nicht früher, sonst wird sie nicht angenommen.
Touristenabgabe für Bali
Wer nach Bali einreist, zahlt 150.000 Rupiah pro Person, umgerechnet rund neun Euro. Das gilt auch für Kinder und auch dann, wenn du aus einer anderen indonesischen Provinz kommst, also etwa von Java oder Lombok. Zahlbar vorab über Love Bali oder bei der Ankunft.
Reisepass
Bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig. Ein Rück- oder Weiterflugticket kann verlangt werden, in der Praxis fragt eher die Airline beim Einchecken danach als die Grenze.
Zoll und Geräte
Handys, Laptops und Kameras sind bei der Einreise zu deklarieren. Geräte mit IMEI-Nummer müssen registriert werden, begrenzt auf zwei pro Person. Für einen normalen Urlaub mit eigenem Handy ist das unproblematisch, bei längeren Aufenthalten mit lokaler SIM wird es relevant.
Was nicht ins Gepäck gehört
Frisches Obst, Tier- und Pflanzenprodukte sowie rezeptpflichtige Medikamente ohne ärztliche Bestätigung. Nimm für verschreibungspflichtige Mittel die Originalverpackung und eine Bescheinigung mit den Wirkstoffnamen auf Englisch mit.

Das ist kein ScherzIndonesien hat eines der härtesten Drogengesetze der Welt. Schon der Besitz kleiner Mengen führt zu mehrjährigen Haftstrafen, auf Handel steht die Todesstrafe, und sie wird verhängt. Das ist keine abstrakte Warnung, sondern der Grund, warum man in Bali auch nichts annimmt, was einem jemand an einem Strand anbietet, und warum man sein Gepäck nie für Fremde mitnimmt.

Offizielle QuellenOffizielle Arrival Card IndonesienLove Bali, TouristenabgabeAußenministerium ÖsterreichAuswärtiges Amt Deutschland

Wie du hinkommst

Nach Denpasar und Jakarta fliegst du ab dem deutschsprachigen Raum fast immer mit einem Stopp in Doha, Dubai, Singapur, Kuala Lumpur oder Istanbul. Rechne mit achtzehn bis zweiundzwanzig Stunden Gesamtreisezeit. Ein Rat, der eine ganze Reise verbessert: Wenn Java auf der Route steht, flieg nach Jakarta oder Yogyakarta hinein und ab Denpasar zurück. Dann fährst du die Insel in eine Richtung und endest am Meer.

DPS

Denpasar Ngurah Rai

Bali, 13 km südlich von Kuta

Das Tor zu Bali, Lombok und Flores. Die Ankunft kann zäh sein, weil hier Visum, Arrival Card und Touristenabgabe zusammenkommen. Mit e-VOA und vorab bezahlter Abgabe geht es deutlich schneller.

Weiter von hierNach Sanur 30 Min., nach Ubud 60 bis 90 Min., nach Uluwatu 45 Min. Festpreistaxis am Schalter, Grab ist am Flughafen eingeschränkt.

CGK

Jakarta Soekarno-Hatta

25 km westlich der Stadt

Der größte Flughafen des Landes und das Drehkreuz für alle Inlandsflüge. Wer nach Sumatra, Kalimantan oder Sulawesi will, kommt hier vorbei.

Weiter von hierFlughafenbahn ins Zentrum in 45 Min. Für Yogyakarta gibt es ab hier stündliche Flüge und einen sehr guten Zug.

YIA

Yogyakarta International

40 km westlich der Stadt

Der neue Flughafen für Zentraljava, Borobudur und Prambanan. Modern und übersichtlich, aber weiter draußen als der alte.

Weiter von hierFlughafenbahn in 40 Min. ins Zentrum, deutlich verlässlicher als Taxi.

LOP

Lombok Praya

Lombok, 40 km von Senggigi

Für Lombok, die Gili-Inseln und den Rinjani. Kurze Flüge ab Denpasar und Jakarta.

Weiter von hierNach Kuta Lombok 30 Min., zu den Gilis über den Hafen Bangsal rund 90 Min. plus Boot.

LBJ

Labuan Bajo Komodo

Flores, 3 km vom Hafen

Das Tor zum Komodo-Nationalpark. Klein, direkt am Ort, mit Flügen ab Denpasar und Jakarta.

Weiter von hierZum Hafen 10 Min. Die Bootstouren starten am frühen Morgen, plane die Ankunft einen Tag vorher.

SUB

Surabaya Juanda

Ostjava

Der nächste Flughafen zu Bromo und Ijen, wenn du nicht über Land aus Yogyakarta kommst. Spart eine lange Fahrt.

Weiter von hierNach Cemoro Lawang am Bromo rund 4 Std., nach Malang 1,5 Std.

Wie du vor Ort weiterkommst

Indonesien ist ein Inselstaat, und das bestimmt alles. Jeder Inselwechsel kostet mindestens einen halben Tag. Innerhalb der Inseln ist der Verkehr langsam, besonders im Süden Balis.

Fahrer für den Tag

30 bis 50 Euro

Auf Bali, Java, Lombok und Flores die mit Abstand beste Lösung. Acht bis zehn Stunden inklusive Sprit, meist günstiger als drei einzelne Fahrten, und du kannst anhalten, wo du willst.

Unser TippVereinbare vorher schriftlich, welche Stopps dabei sind und dass keine Souvenirläden eingebaut werden. Gute Fahrer sind auf Bali oft auch die besten Guides, frag im Hotel nach einem mit gutem Englisch.

Inlandsflug

30 bis 110 Euro

Garuda, Lion Air, Citilink und Batik Air verbinden alle größeren Inseln. Denpasar nach Labuan Bajo dauert anderthalb Stunden und ersetzt zwei Fährtage.

Unser TippFreigepäck ist bei den Billiganbietern knapp bemessen und am Schalter teuer. Buch es online dazu. Und plane bei Anschlussflügen großzügig, Verspätungen sind normal.

Schnellboot zu den Inseln

15 bis 40 Euro

Ab Sanur und Padang Bai nach Lembongan, Penida, Lombok und zu den Gilis. Dreißig Minuten bis zweieinhalb Stunden.

Unser TippNimm die erste Verbindung des Tages, dann bleibt Puffer. Bei Seegang fallen Boote aus, deshalb nie den Rückflug auf den Tag nach einem Inselaufenthalt legen. Ein Puffertag auf Bali rettet den Heimflug.

Roller

4 bis 8 Euro am Tag

Auf Bali, Lombok und den kleinen Inseln verbreitet und praktisch. In Sidemen, Amed und auf Lombok auch entspannt zu fahren.

Unser TippDu brauchst den internationalen Führerschein mit Zweiradeintrag, sonst zahlt keine Versicherung. Auf Nusa Penida raten wir vom Roller ab, dort sind die Straßen an Steilhängen teils Schotter.

Grab und Gojek

1 bis 5 Euro

Die beiden Fahrdienst-Apps, dazu Essenslieferung. Funktionieren in Denpasar, Jakarta, Yogyakarta und Surabaya gut.

Unser TippIn vielen Gegenden Balis, besonders in Ubud und auf den kleinen Inseln, sind sie durch lokale Fahrervereinigungen blockiert. Dort gilt der Schilderpreis am Straßenrand, und das ist in Ordnung.

Zug auf Java

8 bis 35 Euro

Javas Bahnnetz ist gut, pünktlich und angenehm. Jakarta nach Yogyakarta in sieben Stunden in der Executive Class ist deutlich entspannter als fliegen.

Unser TippBuch über die offizielle App oder am Bahnhof. Executive hat Klimaanlage und breite Sitze, Eksekutif Luxury sogar Liegesitze.

Bootscharter in Komodo

60 bis 200 Euro pro Person und Nacht

Zwei bis vier Nächte auf einem Holzboot zwischen den Inseln, mit Crew und Koch. Von einfachen Kabinen bis zu echten Segelyachten.

Unser TippFrag nach dem Sicherheitsstandard: Rettungswesten, Funk, ein zweiter Motor. Es hat in der Vergangenheit Zwischenfälle mit billigen Booten gegeben. Hier ist der günstigste Anbieter der falsche.

Internet, SIM und die Apps, die wirklich helfen

Indonesien hat günstiges und auf den Hauptinseln gutes Netz. Auf den kleinen Inseln und in Flores wird es dünn, darauf sollte man vorbereitet sein.

eSIM
Der einfachste Weg und der, der dir die IMEI-Frage erspart. Rund 8 bis 15 Euro für 10 bis 25 Gigabyte, vor dem Abflug gebucht, nach der Landung sofort online.
SIM vor Ort
Telkomsel hat mit Abstand die beste Abdeckung, vor allem auf Flores, Lombok und den kleinen Inseln. Dahinter XL und Indosat. Pass mitnehmen, die Registrierung ist Pflicht. Kauf am offiziellen Schalter, nicht am Straßenstand.
Roaming
Die EU-Roaming-Regelung gilt in Indonesien nicht. Ohne gebuchtes Auslandspaket wird es sehr teuer.
Karten offline
Lade Bali, Lombok, Java und Flores vorher in Google Maps herunter. Auf Penida, in den Bergen von Flores und am Bromo bricht das Netz weg.
Grab und Gojek
Fahrdienst, Essen und Lieferungen. Gojek ist die indonesische App und auf Java oft die bessere, Grab ist regional breiter.
Love Bali
Die offizielle App für die Touristenabgabe. Zahl vorab, dann hast du bei der Ankunft nur noch einen QR-Code vorzuzeigen.
All Indonesia
Die offizielle App für die Arrival Card und die Zollerklärung. Erst 72 Stunden vor der Einreise nutzbar.
Google Lens
Speisekarten und Schilder übersetzen. Indonesisch ist für Europäer vergleichsweise leicht lesbar, aber auf Java und Bali steht vieles auf Javanisch oder Balinesisch.

Schritt zwei

Fertige Routen

Zwei fertige Abläufe. Beide so gelegt, dass du nicht gegen die Regenzeit reist und nicht jeden zweiten Tag umziehst.

Der Klassiker

16 Nächte

Für die erste Indonesienreise zwischen April und Oktober. Bali in seinen drei Gesichtern, dazu Java für die Vulkane. Ein Inlandsflug.

  • 4 NYogyakarta

    Borobudur bei Sonnenaufgang, Prambanan am späten Nachmittag, dazu die Altstadt mit ihren Batikwerkstätten und dem Sultanspalast.

  • 2 NBromo und Ijen

    Nachtfahrt zum Bromo für den Sonnenaufgang über der Caldera, danach der Ijen mit seinen Schwefelträgern und dem türkisfarbenen Kratersee. Anstrengend und jede Minute wert.

  • 4 NUbud

    Flug nach Bali. Reisterrassen, Campuhan Ridge am frühen Morgen, ein Tempeltag und ein Kochkurs. Als Basis ein Dorf außerhalb des Zentrums.

  • 3 NAmed oder Sidemen

    Der ruhige Osten. Schnorcheln am Wrack von Tulamben, Sonnenaufgang mit Blick auf den Agung, abends nichts.

  • 3 NUluwatu oder Sanur

    Abschluss am Meer. Klippen und Surfspots im Bukit oder flaches Wasser und Ruhe in Sanur.

Die zweite Reise

21 Nächte

Wenn du Bali schon kennst. Weniger Insel, mehr Inseln, zwischen Mai und Oktober.

  • 2 NSanur

    Ankommen und akklimatisieren, nicht im Süden versacken. Von hier gehen die Schnellboote nach Osten.

  • 4 NNusa Penida

    Kelingking, Diamond Beach und das Schnorcheln mit Mantas am Manta Point. Zwei Nächte reichen nicht, die Wege auf der Insel sind schlecht.

  • 4 NGili Meno und Lombok

    Die stille der drei Gilis, Schildkröten direkt am Strand, danach Lomboks Südküste mit ihren leeren Buchten.

  • 6 NLabuan Bajo und Komodo

    Flug nach Flores. Zwei bis drei Nächte auf einem Boot zwischen den Inseln, Warane auf Rinca, Padar bei Sonnenaufgang, Mantas im Kanal.

  • 5 NFlores Inland

    Mit dem Fahrer über die Insel zum Kelimutu, dazu Spinnweben-Reisfelder bei Cancar und die Clanhäuser von Wae Rebo, zu dem man drei Stunden hinaufwandert.

Opferschale mit Flammen vor einer balinesischen Tempelfigur
Hoher Wasserfall im Dschungel von Bali
Bucht mit Booten im Komodo-Nationalpark

Städte

Jeder Ort einzeln

Dreizehn Orte, jeder mit dem, was du gesehen haben solltest, mit dem, was fast niemand kennt, und mit der Antwort auf die Frage, wo du isst.

Ubud Bali, Hochland · 4 Nächte Das kulturelle Zentrum Balis, inzwischen voll und trotzdem unverzichtbar. Die Regel lautet: im Zentrum essen, außerhalb schlafen.

Das solltest du sehen

  1. Campuhan Ridge Walk. Ein Grat zwischen zwei Flüssen, zwei Kilometer durch hohes Gras. Geh um halb sechs, dann liegt Nebel in den Schluchten und du bist fast allein. Ab acht ist es eine Prozession.
  2. Reisterrassen von Tegallalang. Die bekanntesten Terrassen der Insel. Ehrlich gesagt sind sie klein und es wird an mehreren Stellen Eintritt verlangt. Schön in der ersten Morgenstunde, danach eher ein Fotostudio mit Schaukeln.
  3. Goa Gajah, die Elefantenhöhle. Ein Felsentor aus dem elften Jahrhundert mit einem Dämonenkopf über dem Eingang, dahinter ein Badeplatz mit Quellen. Klein, aber wirklich alt.
  4. Pura Tirta Empul. Der Quelltempel, in dem Balinesen sich rituell reinigen. Besucher dürfen mitmachen, wenn sie die Regeln einhalten. Geh früh und nimm einen Sarong mit.
  5. Affenwald. Dreihundert Makaken in einem heiligen Hain. Sie sind geschickt und nehmen Brillen, Flaschen und Handys. Nichts offen tragen, dann ist es ein schöner Spaziergang.

Geheimtipps

  • Die Reisterrassen von Jatiluwih. Unesco-Welterbe, eine Stunde nordwestlich, zwanzigmal so groß wie Tegallalang und mit einem Bruchteil der Besucher. Hier wird noch gearbeitet, nicht fotografiert.
  • Taman Sari Wasserfall und das Tukad-Cepung-Loch. Ein Wasserfall in einer Felsspalte, in die zur Mittagszeit ein Lichtstrahl fällt. Geh gegen elf, dann steht die Sonne richtig.
  • Der Markt um halb sechs. Der Pasar Ubud ist bis acht Uhr ein echter Lebensmittelmarkt für die Nachbarschaft und wird danach zum Souvenirmarkt umgebaut. Zwei völlig verschiedene Orte.
  • Penestanan und die Reisfeldpfade. Ein Dorf oberhalb des Zentrums, zu Fuß über eine Treppe erreichbar, mit Wegen zwischen den Feldern und Warungs ohne englische Karte.
  • Abendliche Tempeltänze im Pura Dalem. Legong und Barong, gespielt von Dorfgruppen für die eigene Gemeinde. Deutlich echter als die Vorführungen im Palast und ein Drittel des Preises.

Wo du isst

  • Babi guling. Spanferkel am Spieß, das balinesische Festessen. Wird mittags verkauft und ist am Nachmittag aus.
  • Nasi campur im Warung. Reis mit sechs bis acht kleinen Beilagen. Das Mittagessen der Insel und für zwei Euro zu haben.
  • Bebek betutu. Ente, zwölf Stunden in Gewürzpaste und Bananenblatt gegart. Muss meist einen Tag vorher bestellt werden.
  • Kaffee und Kakao aus dem Hochland. Bali baut beides an. Die Plantagen oberhalb von Ubud zeigen die ganze Kette.
Sidemen Bali, Osten · 3 Nächte Ein Tal mit denselben Reisterrassen wie Ubud, nur ohne Kassenhäuschen, ohne Schaukeln und ohne Busse. Für viele der schönste Ort Balis.

Das solltest du sehen

  1. Das Tal zu Fuß. Von fast jeder Unterkunft führen Pfade zwischen den Feldern hinunter zum Fluss. Keine Eintritte, keine Wegweiser, nur Bauern, die grüßen.
  2. Blick auf den Gunung Agung. Der heilige Berg Balis, 3.031 Meter, steht am Ende des Tals. Am klarsten ist er zwischen sechs und acht Uhr morgens.
  3. Weberei von Songket und Endek. In Sidemen wird noch von Hand gewebt, mit Goldfaden für Tempelkleidung. Mehrere Werkstätten lassen zuschauen.
  4. Pura Besakih. Der Muttertempel am Hang des Agung, die größte Tempelanlage Balis, dreißig Minuten entfernt. Nimm einen offiziellen Guide am Eingang, sonst wirst du am Weg mehrfach angesprochen.

Geheimtipps

  • Reisweinbrennerei im Dorf. Arak und Brem werden hier aus Palmsaft und Klebreis hergestellt, in Hinterhöfen und ohne Schild. Frag deinen Gastgeber, das ist keine Tour, sondern ein Besuch.
  • Der Weg nach Iseh. Eine Straße den Hang hinauf, auf der der Maler Walter Spies lebte. Der Blick von dort auf Terrassen und Vulkan ist das Motiv, das Bali berühmt gemacht hat.
  • Bukit Cinta am frühen Morgen. Ein Hügel über dem Tal mit Rundblick, erreichbar über einen Feldweg. Null Infrastruktur, deshalb null Leute.
  • Telaga Waja Rafting. Der anspruchsvollere der beiden Flüsse Balis, mit einem Vier-Meter-Fall am Ende. Deutlich weniger befahren als der Ayung bei Ubud.

Wo du isst

  • Im Homestay essen. Sidemen hat kaum Restaurants. Die Gastgeber kochen, und das ist der bessere Teil.
  • Warung an der Hauptstraße. Nasi goreng und mie goreng für unter zwei Euro.
  • Salak, die Schlangenfrucht. Wächst hier an jedem zweiten Hang.
Amed und Tulamben Bali, Nordosten · 3 Nächte Schwarze Kiesstrände, Fischerboote in Reihe, ein Weltklasse-Wrack dreißig Meter vom Ufer und die günstigste gute Gegend der Insel.

Das solltest du sehen

  1. USAT Liberty, das Wrack. Ein Frachtschiff aus dem Zweiten Weltkrieg, von einem Vulkanausbruch ins Wasser geschoben. Es beginnt bei fünf Metern, deshalb kommen auch Schnorchler heran. Weltweit gibt es kaum ein zugänglicheres Wrack.
  2. Japanisches Wrack bei Banyuning. Kleiner, flacher, direkt vom Strand. Perfekt für den ersten Schnorchelgang.
  3. Sonnenaufgang über Lombok. Von der Küste aus geht die Sonne hinter dem Rinjani auf. Die Fischer legen zur selben Zeit ab.
  4. Salzgewinnung in Amed. In Holzrinnen wird Meerwasser verdunstet, von Hand, seit Generationen. Man darf zuschauen und kaufen.

Geheimtipps

  • Jemeluk Bay von oben. Ein Aussichtspunkt an der Küstenstraße über der Bucht mit den Jukung-Booten. Morgens liegen sie alle am Strand, das ist das Bild.
  • Freitauchen statt Gerätetauchen. Amed ist eines der wichtigsten Freitauchreviere Asiens, weil es direkt vor der Küste steil abfällt. Mehrere Schulen bieten Einsteigerkurse.
  • Der Tempel Pura Lempuyang von oben. Das berühmte gespaltene Tor ist nur der unterste von sieben Tempeln. Wer die 1.700 Stufen hinaufgeht, hat die oberen für sich.
  • Tirta Gangga und Taman Ujung. Zwei Wasserpaläste des letzten Königs von Karangasem, zwanzig Minuten entfernt. Teiche, Springbrunnen, Steinfiguren und erstaunlich wenige Besucher.

Wo du isst

  • Gegrillter Fisch am Strand. Abends wird gegrillt, was mittags gefangen wurde.
  • Sate lilit. Fischhack mit Kokos und Gewürzen um einen Zitronengrasstängel.
  • Warungs an der Küstenstraße. Einfach, günstig, und der Blick ist umsonst dabei.
Uluwatu und der Bukit Bali, Süden · 3 Nächte Eine Kalksteinhalbinsel mit siebzig Meter hohen Klippen, den besten Wellen Balis und den spektakulärsten Hotels des Landes.

Das solltest du sehen

  1. Pura Luhur Uluwatu. Ein Tempel auf der Klippenkante, dazu der Kecak-Tanz bei Sonnenuntergang, bei dem siebzig Männer im Chor den Rhythmus singen. Kitschig und trotzdem großartig. Tickets vorher holen, es wird voll.
  2. Padang Padang und Bingin. Zwei Buchten, die man über Treppen durch Felsspalten erreicht. Bei Flut verschwindet der Strand fast ganz, schau vorher auf die Gezeiten.
  3. Nyang Nyang. Fünfhundert Stufen hinunter zu einem fast leeren Kilometer Sand. Der Aufstieg bei dreißig Grad ist der Grund, warum kaum jemand hier ist.
  4. Surfen in Uluwatu. Eine der bekanntesten Linkswellen der Welt. Für Anfänger ungeeignet, dafür ist Zuschauen von der Klippenbar ein Programmpunkt.

Geheimtipps

  • Green Bowl Beach. Dreihundert Stufen hinunter, eine Höhle am Ende des Strandes und bei Ebbe ein Riff zum Schnorcheln. Der stillste Strand des Bukit.
  • Pandawa und die Kalkstatuen. Die Zufahrt wurde durch eine Felswand gesprengt, in der fünf Figuren aus dem Mahabharata stehen. Die Einfahrt ist eindrucksvoller als der Strand.
  • Melasti bei Sonnenuntergang. Eine Serpentinenstraße durch den Kalkfels hinunter ans Wasser. Vietnamesische und indonesische Familien kennen das, europäische Reisende selten.
  • Sate am Straßenrand in Ungasan. Abends stehen entlang der Straße Grills, an denen die Nachbarschaft isst. Kein Schild, keine Karte, zwei Euro.

Wo du isst

  • Jimbaran Bay am Abend. Fischrestaurants mit Tischen im Sand. Vorher den Kilopreis klären, sonst wird es teuer.
  • Nasi babi guling in Ungasan. Die lokale Version, ohne Preisaufschlag für Aussicht.
  • Klippenbars. Teuer, aber der Sonnenuntergang über dem Indischen Ozean ist ihn wert.
Sanur Bali, Ostküste · 2 bis 3 Nächte Der ruhige, erwachsene Teil Südbalis. Flaches Wasser, ein acht Kilometer langer Strandweg und keine einzige Großraumdisko.

Das solltest du sehen

  1. Strandpromenade mit dem Rad. Acht Kilometer autofrei entlang des Wassers, vorbei an Hotels, Warungs und Fischerbooten. Morgens um sechs gehört sie Joggern und Fischern.
  2. Sonnenaufgang am Strand. Sanur liegt an der Ostküste, deshalb geht die Sonne hier aus dem Meer auf. Auf Bali ist das selten.
  3. Le Mayeur Museum. Das Haus eines belgischen Malers, der hier ab 1932 lebte und eine balinesische Tänzerin heiratete. Klein, charmant, fast leer.
  4. Schnellboote zu den Nusa-Inseln. Von Sanur legen die Boote nach Penida, Lembongan und Ceningan ab. Dreißig bis fünfundvierzig Minuten.

Geheimtipps

  • Der Fischmarkt am Nordende. Morgens ab sechs wird direkt am Strand verkauft, was in der Nacht gefangen wurde. Kein Programm, ein Arbeitsplatz.
  • Bali Kite Festival im Juli. Riesige Drachen von bis zu zehn Metern, von Dorfmannschaften geflogen, mit Gamelan-Begleitung am Boden. Eines der ungewöhnlichsten Feste der Insel.
  • Der Blanjong-Pfeiler. Die älteste datierte Inschrift Balis, aus dem Jahr 914, in einem kleinen Tempel am Südende. Null Besucher.
  • Serangan, die Schildkröteninsel. Über einen Damm erreichbar, mit einer Aufzuchtstation und einem Mangrovenwald. Vormittags hin, nachmittags wird es windig.

Wo du isst

  • Warungs in der Danau-Tamblingan. Die Hauptstraße hat sowohl Touristenlokale als auch Warungs, in denen die Nachbarschaft isst. Letztere liegen meist etwas zurück.
  • Frischer Fisch am Nordstrand. Direkt neben dem Markt wird gegrillt.
  • Frühstück am Wasser. Die ruhigste Art, einen Balitag zu beginnen.
Nusa Penida Bali vorgelagert · 3 bis 4 Nächte Steilküsten, Mantarochen und Straßen, die man ernst nehmen muss. Als Tagestour ein Stressprogramm, mit drei Nächten ein großartiger Ort.

Das solltest du sehen

  1. Kelingking Beach. Die Landzunge, die wie ein Dinosaurierkopf aussieht. Der Abstieg zum Strand dauert eine Stunde, ist steil und bei Nässe gefährlich. Der Blick von oben ist das, wofür die Leute kommen.
  2. Angel's Billabong und Broken Beach. Ein natürliches Felsbecken und ein eingestürztes Höhlendach, durch das das Meer fließt. Nebeneinander, beide am Nachmittag am schönsten.
  3. Diamond Beach und Atuh. Zwei Buchten an der Ostseite mit weißem Sand und Felsnadeln im Wasser. Der Abstieg nach Diamond ist in den Fels gehauen und spektakulär.
  4. Schnorcheln am Manta Point. Mantarochen mit bis zu vier Metern Spannweite, ganzjährig an einer Putzerstation. Die See ist dort oft rau, das gehört dazu.
  5. Crystal Bay. Die beste Bucht zum Schwimmen und bei Sonnenuntergang der Ort, an dem die ganze Insel sitzt.

Geheimtipps

  • Peguyangan und die blaue Treppe. Siebenhundert Stufen an einer gelben Treppe die Steilküste hinunter zu einem Quelltempel über dem Wasser. Nichts für Höhenängstliche und deshalb fast leer.
  • Der Westen nach Sonnenuntergang. Die Straße zwischen Crystal Bay und dem Hafen ist die einzige gut ausgebaute. Auf ihr lässt sich der Abend fahren, wenn die Tagesboote weg sind.
  • Tembeling Forest. Ein Quellbecken im Wald am Ende einer steilen Piste. Lokale bringen dich mit dem Roller hinunter, selbst fahren ist dort keine gute Idee.
  • Bleiben statt kommen. Der eigentliche Geheimtipp: übernachten. Zwischen sechzehn und acht Uhr ist die Insel praktisch leer, weil alle Tagesgäste zurück nach Bali fahren.

Wo du isst

  • Warungs in Toyapakeh. Am Hafen, einfach und ehrlich.
  • Abendessen in der Unterkunft. Außerhalb der Hafenorte gibt es wenig, plane das ein.
  • Frisch gegrillter Fisch in Crystal Bay. Zum Sonnenuntergang.
Gili Meno, Air und Trawangan vor Lombok · 3 bis 4 Nächte Drei autofreie Inseln mit völlig verschiedenem Charakter. Wer die falsche wählt, hat den falschen Urlaub.

Das solltest du sehen

  1. Schnorcheln mit Meeresschildkröten. Vor allem vor Meno und Air, oft wenige Meter vom Strand. Die Wahrscheinlichkeit, welche zu sehen, liegt bei fast hundert Prozent.
  2. Die Unterwasserskulpturen vor Meno. Achtundvierzig lebensgroße Figuren im Kreis, in fünf Metern Tiefe, inzwischen von Korallen überwachsen. Auch für Schnorchler erreichbar.
  3. Inselumrundung zu Fuß. Meno in anderthalb Stunden, Air in zwei, Trawangan in zweieinhalb. Es gibt keine Motoren, nur Fahrräder und Pferdekutschen.
  4. Sonnenuntergang mit Blick auf den Agung. Von den Westseiten aller drei Inseln steht Balis Vulkan im Abendlicht am Horizont.

Geheimtipps

  • Gili Meno ist die stille. Trawangan ist die Partyinsel, Air die ausgewogene mit guten Cafés, Meno die mit einem Salzsee, einer Schildkrötenaufzucht und abends fast nichts. Wer Ruhe sucht, nimmt Meno, und das steht in keinem Prospekt so deutlich.
  • Die kleinen Gilis vor Lombok. Gili Nanggu, Gili Sudak und Gili Kedis im Südwesten Lomboks. Noch kleiner, noch leerer, als Tagesausflug ab Sekotong.
  • Sonnenaufgang auf der Ostseite. Alle fahren zum Sonnenuntergang auf die Westseite. Morgens auf der Ostseite steht die Sonne hinter dem Rinjani und niemand ist wach.
  • Nachtschnorcheln vor Air. Mit Lampe, wenn das Riff nachts ein anderes Tier zeigt. Wenige Anbieter, kaum bekannt.

Wo du isst

  • Nachtmarkt auf Gili Trawangan. Grillfisch und Satay, der günstigste Weg zu essen.
  • Warungs im Inselinneren. Auf allen drei Inseln kostet das Essen zehn Meter von der Strandpromenade entfernt die Hälfte.
  • Frühstück mit Blick auf den Rinjani. Von der Ostseite, im Morgenlicht.
Lombok östlich von Bali · 3 bis 5 Nächte Größer als Bali, ein Zehntel der Besucher, muslimisch geprägt und mit einem Vulkan, dessen Besteigung zu den besten Trekkings Asiens gehört.

Das solltest du sehen

  1. Rinjani-Trek. 3.726 Meter, zwei bis drei Tage, mit einem Kratersee und einem Nebenkegel im Inneren. Anspruchsvoll, nur mit Guide, und die Saison endet mit der Regenzeit.
  2. Südküste bei Kuta Lombok. Eine Kette von Buchten mit weißem Sand, viele davon leer. Tanjung Aan hat den ungewöhnlichsten Sand der Region, grob wie Pfefferkörner.
  3. Wasserfälle Sendang Gile und Tiu Kelep. Im Norden am Fuß des Rinjani, der zweite erreichbar nach einer Flussdurchquerung. Lohnt den Umweg.
  4. Sasak-Dörfer bei Sade und Ende. Traditionelle Häuser aus Bambus und Lehm mit Böden, die mit Büffeldung versiegelt werden. Dazu Weberei, die hier noch Alltag ist.

Geheimtipps

  • Die Buchten westlich von Kuta. Mawi, Selong Belanak, Mawun und Semeti. Selong Belanak ist der beste Strand zum Surfenlernen in ganz Indonesien und trotzdem meist halb leer.
  • Bukit Merese bei Sonnenuntergang. Ein Grashügel über zwei Buchten, auf den Pferde und Kühe laufen. Fünfzehn Minuten Aufstieg, und der Blick ist besser als von jedem Aussichtspunkt auf Bali.
  • Sekotong im Südwesten. Eine Küste mit vorgelagerten Inselchen, zu der kaum ein Reisender fährt, weil alle nach Kuta oder zu den Gilis abbiegen.
  • Perlenfarmen. Lombok ist eines der wichtigsten Zuchtperlengebiete der Welt. Mehrere Farmen im Nordwesten zeigen den ganzen Vorgang.

Wo du isst

  • Ayam taliwang. Gegrilltes Hähnchen mit scharfer Chilipaste, die Spezialität der Insel. Ursprünglich aus Mataram.
  • Plecing kangkung. Wasserspinat mit Chili, Tomate und Limette, dazu geröstete Erdnüsse.
  • Sate rembiga. Rindfleischspieße, süßscharf mariniert, am besten am Abend.
Yogyakarta Java · 4 Nächte Das kulturelle Herz Javas, mit zwei Welterbestätten vor der Haustür, einem eigenen Sultan und der lebendigsten Kunstszene Indonesiens.

Das solltest du sehen

  1. Borobudur. Der größte buddhistische Tempel der Welt, neuntes Jahrhundert. Der Aufstieg auf die Plattform ist begrenzt und nur mit Führung möglich, buch das Zeitfenster vorab.
  2. Prambanan. Die größte hinduistische Tempelanlage Indonesiens, mit dem 47 Meter hohen Shiva-Tempel. Am schönsten im Nachmittagslicht.
  3. Kraton, der Sultanspalast. Yogyakarta ist bis heute ein Sultanat mit eigenem Status. Im Palast wird vormittags Gamelan gespielt, von Hofmusikern.
  4. Taman Sari, der Wasserpalast. Badebecken des Sultans aus dem achtzehnten Jahrhundert, dazu eine unterirdische Moschee mit einer doppelten Wendeltreppe.
  5. Malioboro. Die Hauptstraße mit Batikläden, Straßenküchen und abends Straßenmusik. Laut, voll, und das Herz der Stadt.

Geheimtipps

  • Punthuk Setumbu und Borobudur aus der Ferne. Ein Hügel westlich der Anlage, von dem aus man den Tempel im Morgennebel zwischen den Vulkanen sieht. Deutlich günstiger als das Sonnenaufgangsticket und oft das schönere Bild.
  • Jomblang-Höhle. Eine Doline, in die man sich sechzig Meter abseilen lässt. Gegen Mittag fällt ein Lichtstrahl in die Halle. Begrenzte Plätze, vorher buchen.
  • Kalibiru und die Hügel im Westen. Aussichtsplattformen in Bäumen über einem Stausee. Von indonesischen Familien geliebt, von ausländischen Reisenden kaum besucht.
  • Kotagede, das Silberviertel. Die ehemalige Hauptstadt des Mataram-Reichs, heute ein Viertel mit alten javanischen Häusern und Silberschmieden, die seit Generationen arbeiten.
  • Ratu Boko bei Sonnenuntergang. Eine Palastruine auf einem Hügel gegenüber von Prambanan. Von hier sieht man die Tempeltürme im Abendlicht und steht fast allein.

Wo du isst

  • Gudeg. Junge Jackfrucht, stundenlang in Kokosmilch und Palmzucker geschmort. Das Gericht der Stadt, süßer als man erwartet.
  • Bakpia. Kleine gefüllte Teigtaschen mit Mungbohne, das Mitbringsel aus Yogya.
  • Angkringan. Straßenstände mit winzigen Reisportionen in Bananenblatt, dazu Spieße und süßer Ingwertee. Abendessen für einen Euro.
  • Sate klathak. Lammspieße auf Fahrradspeichen gegrillt, damit die Hitze besser ins Fleisch geht.
Bromo und Ijen Java, Osten · 2 bis 3 Nächte Zwei Vulkane, die jeder vom Bild kennt, und beide muss man nachts angehen. Anstrengend, unbequem und absolut unverzichtbar.

Das solltest du sehen

  1. Sonnenaufgang über der Bromo-Caldera. Vom Penanjakan oder vom King Kong Hill. Unten liegt ein Sandmeer, aus dem drei Kegel ragen, dahinter der Semeru, der alle zwanzig Minuten eine Aschewolke ausstößt.
  2. Der Aufstieg zum Bromo-Krater. Über das Sandmeer und zweihundertfünfzig Stufen zum Kraterrand. Der Schwefelgeruch ist deutlich, der Blick hinunter beeindruckend.
  3. Blaue Flammen im Ijen. Brennende Schwefelgase, die nur im Dunkeln sichtbar sind. Aufstieg ab ein Uhr nachts, Gasmaske Pflicht und wird gestellt.
  4. Der Säuresee des Ijen. Der größte saure Kratersee der Welt, türkisgrün und mit einem pH-Wert von unter eins. Im Morgenlicht unwirklich.

Geheimtipps

  • Die Schwefelträger. Männer tragen bis zu neunzig Kilo Schwefelbrocken in Körben aus dem Krater, zweimal täglich. Wer mit ihnen spricht, statt sie zu fotografieren, nimmt mehr mit als ein Bild.
  • Madakaripura-Wasserfall. Auf halbem Weg zwischen Bromo und Ijen, in einer Schlucht, durch die man durch fallendes Wasser bis zum Hauptfall watet. Kaum jemand plant ihn ein.
  • In Cemoro Lawang statt in Malang schlafen. Das Dorf direkt am Calderarand. Dann startest du um halb vier statt um Mitternacht und siehst den Sonnenaufgang auch ohne Jeeptour.
  • Tumpak Sewu. Ein hufeisenförmiger Wasserfall südlich des Semeru, zu dem man über Leitern in die Schlucht hinabsteigt. Einer der spektakulärsten Orte Javas und nicht auf der Standardroute.

Wo du isst

  • Im Homestay in Cemoro Lawang. Es gibt dort kaum etwas anderes, und es ist warm und reichlich.
  • Bakso am Kraterparkplatz. Fleischbällchensuppe um fünf Uhr morgens bei acht Grad. Besser als es klingt.
  • Rawon in Malang. Schwarze Rindfleischsuppe mit Keluak-Nuss, die ostjavanische Spezialität.
Labuan Bajo Flores, Westen · 4 bis 6 Nächte Ein Hafenort, der vor zehn Jahren ein Fischerdorf war und heute das Tor zum Komodo-Nationalpark ist. Man kommt wegen des Wassers, nicht wegen des Orts.

Das solltest du sehen

  1. Padar bei Sonnenaufgang. Drei Buchten mit drei Sandfarben, von einem Grat aus zu sehen. Zwanzig Minuten Aufstieg über Treppen. Mit dem ersten Boot hinfahren.
  2. Komodowarane auf Rinca. Rinca ist ruhiger als Komodo selbst und die Chance, Warane zu sehen, ist gleich hoch. Immer mit Ranger, die Tiere sind gefährlich.
  3. Pink Beach. Der Sand bekommt seine Farbe von roten Korallenstücken. Das Schnorcheln davor ist besser als die Farbe.
  4. Manta Point im Kanal. Mantarochen an einer Putzerstation, oft mehrere gleichzeitig. Die Strömung ist stark, Schwimmen muss man können.
  5. Kalong, die Fledermausinsel. Bei Sonnenuntergang steigen Zehntausende Flughunde aus den Mangroven auf. Die Boote legen dafür am Abend an.

Geheimtipps

  • Zwei Nächte an Bord statt Tagestouren. Wer auf dem Boot schläft, ist morgens vor allen anderen an Padar und am Manta Point. Das ist der ganze Unterschied.
  • Mirror Stone Cave und Batu Cermin. Eine Höhle am Ortsrand, in der zur Mittagszeit Licht durch eine Spalte fällt und an den Wänden Meeresfossilien liegen.
  • Wasserfall Cunca Wulang. Eine Stunde landeinwärts, eine Schlucht mit Felsbecken, in die man springen kann. Null Bootsverkehr, null Menge.
  • Der Hügel Sylvia am Abend. Ein Aussichtspunkt über dem Hafen und der Inselwelt. Kostet nichts und ist besser als jede Rooftopbar im Ort.

Wo du isst

  • Nachtmarkt am Hafen. Fisch nach Gewicht, direkt vom Grill, mit Blick aufs Wasser.
  • Se'i, geräuchertes Fleisch. Eine Spezialität aus Ost-Nusa-Tenggara, über Kesambi-Holz geräuchert.
  • Kaffee aus Flores. Bajawa und Manggarai bauen hervorragenden Arabica an. Mehrere Röstereien im Ort schenken aus.
Flores Inland Kelimutu und Bajawa · 4 bis 5 Nächte Die Insel hinter Labuan Bajo, die fast niemand bereist. Dreifarbige Kraterseen, Clanhäuser, Megalithdörfer und eine Straße, die sich fünfhundert Kilometer durch die Berge windet.

Das solltest du sehen

  1. Kelimutu bei Sonnenaufgang. Drei Kraterseen nebeneinander, die unabhängig voneinander die Farbe wechseln, von Türkis über Schwarz bis Rotbraun. Der Grund sind gelöste Mineralien. Niemand kann vorhersagen, welche Farben du antriffst.
  2. Wae Rebo. Sieben kegelförmige Clanhäuser auf 1.100 Metern, erreichbar nach drei Stunden Aufstieg. Man übernachtet im Gemeinschaftshaus und wird in einer Zeremonie aufgenommen.
  3. Spinnwebenreisfelder bei Cancar. Felder, die kreisförmig von der Mitte nach außen aufgeteilt sind, nach einem Erbrecht, das es nur hier gibt. Von einem Hügel aus sieht man die Muster.
  4. Bena und die Megalithdörfer. Steinsetzungen und Ahnenhäuser unter dem Vulkan Inerie. Hier wird nicht für Besucher gelebt, sondern gelebt und Besucher dürfen dabei sein.

Geheimtipps

  • Die heißen Quellen von Soa und Mengeruda. Ein warmer Fluss, in dem man zwischen Steinen sitzt, nahe Bajawa. Abends kommt das Dorf.
  • Weberdörfer rund um Ende. Ikat-Weberei mit Naturfarben, die bis zu einem Jahr pro Tuch braucht. In mehreren Dörfern wird der ganze Vorgang gezeigt.
  • Der Strand von Koka. Zwei Buchten mit weißem Sand an der Südküste, zwischen Maumere und Moni, zu denen eine Piste führt. Meist menschenleer.
  • Die Straße selbst. Die Trans-Flores von Labuan Bajo nach Maumere ist eine der schönsten Strecken Indonesiens. Mit Fahrer in drei bis vier Tagen, mit Stopps.

Wo du isst

  • Im Homestay. Flores hat außerhalb der Orte kaum Restaurants. Das Abendessen beim Gastgeber ist der Standard und meistens gut.
  • Jagung bose. Mais mit Bohnen in Kokosmilch, das Grundgericht der Region.
  • Moke. Palmschnaps, der bei jeder Zeremonie ausgeschenkt wird.
Jakarta Java, Hauptstadt · 1 bis 2 Nächte Elf Millionen Menschen, kein Reiseziel im klassischen Sinn und trotzdem interessant, wenn man weiß, wohin. Für die meisten ein Umsteigepunkt.

Das solltest du sehen

  1. Kota Tua, die Altstadt. Der niederländische Kolonialkern mit dem alten Rathausplatz, heute Museen und Cafés. Am Wochenende voller Familien mit Leihfahrrädern.
  2. Nationalmuseum. Die beste Sammlung zur Geschichte des Archipels, von Hinduismus über Islam bis zur Kolonialzeit. Wer danach nach Java und Bali reist, versteht mehr.
  3. Istiqlal und die Kathedrale. Die größte Moschee Südostasiens und gegenüber die katholische Kathedrale. Beide teilen sich an Feiertagen die Parkplätze, was mehr über Indonesien sagt als jeder Reiseführertext.
  4. Glodok, das Chinesenviertel. Tempel, Apotheken mit Kräutern, Garküchen. Der dichteste Teil der Stadt.

Geheimtipps

  • Pasar Baru und der alte Buchmarkt. Eine überdachte Einkaufsstraße aus dem neunzehnten Jahrhundert, in der die Zeit stehen geblieben ist.
  • Taman Prasasti, der Friedhofspark. Ein Kolonialfriedhof mit Grabmälern aus dem achtzehnten Jahrhundert, heute ein stiller Park mitten in der Stadt.
  • Die Tausend Inseln. Eine Inselgruppe in der Bucht von Jakarta, zwei Stunden mit dem Boot. Nicht karibisch, aber ein überraschender Ausweg aus der Stadt.
  • Sonntagmorgen auf der Sudirman. Die Hauptachse wird für Autos gesperrt und gehört Joggern, Radfahrern und Straßenhändlern. Die einzige Zeit, in der Jakarta leicht wirkt.

Wo du isst

  • Soto Betawi. Rindfleischsuppe mit Kokosmilch, das Gericht der Stadt.
  • Kerak telor. Ein Omelette aus Klebreis und Entenei, auf Holzkohle gegart, an Straßenständen in der Altstadt.
  • Nasi Padang. Die Küche Westsumatras, überall in Jakarta. Es wird alles auf den Tisch gestellt und nur bezahlt, was du anfasst.

Abgelegen

Die stillen Inseln

Indonesien hat über siebzehntausend Inseln und die allermeisten Reisenden sehen zwei davon. Das hier sind die anderen, mit Anfahrt und ehrlicher Einordnung, für wen sie taugen.

Nusa Lembongan und Ceningan

zwischen Bali und Penida

Die kleinen Schwestern von Penida, durch eine gelbe Hängebrücke verbunden, über die immer nur wenige Menschen gleichzeitig dürfen. Mangrovenwälder, Algenfarmen und eine Steilküste mit Blue Lagoon. Klein genug, um alles mit dem Rad zu machen.

Anfahrt
Schnellboot ab Sanur, 30 bis 40 Min.
Beste Zeit
April bis Oktober
Betten
Von Homestay bis gehobenes Resort, breite Auswahl
Für wen
Erste Inselerfahrung, Paare, Schnorchler

Menjangan

Nordwestbali, Nationalpark

Eine unbewohnte Insel im Westbali-Nationalpark mit der besten Sichtweite und den gesündesten Korallen Balis. Eine Steilwand fällt sechzig Meter ab, direkt vom Riffdach. Dazu ein Hirschbestand auf der Insel, von dem sie ihren Namen hat.

Anfahrt
Boot ab Labuhan Lalang, 30 Min. Von Südbali 4 Std. Fahrt
Beste Zeit
April bis November, beste Sicht Juli bis Oktober
Betten
Keine auf der Insel, Unterkünfte in Pemuteran
Für wen
Taucher und Schnorchler, die das beste Riff Balis wollen

Sumba

südlich von Flores

Eine Insel mit einer Kultur, die mit dem Rest Indonesiens wenig zu tun hat: Megalithgräber mitten in den Dörfern, eine eigene Naturreligion namens Marapu und das Pasola-Reiterfest, bei dem im Februar und März mit Holzspeeren gekämpft wird. Dazu leere Strände und eines der teuersten Resorts der Welt.

Anfahrt
Flug ab Denpasar oder Labuan Bajo, 1 bis 1,5 Std.
Beste Zeit
Mai bis Oktober, Pasola im Februar und März
Betten
Wenige einfache Häuser, dazu zwei sehr teure Resorts
Für wen
Reisende mit Interesse an Kultur, Surfer, zweite Indonesienreise

Raja Ampat

Westpapua, ganz im Osten

Die artenreichste Meeresregion der Erde, mit über dreiviertel aller bekannten Korallenarten. Kegelförmige Kalkinseln, Lagunen, Mantas und Walhaie. Die Anreise ist lang und teuer, und wer einmal dort war, redet jahrelang davon.

Anfahrt
Flug nach Sorong über Jakarta oder Makassar, dann Fähre 2 Std.
Beste Zeit
Oktober bis April, beste Sicht November bis März
Betten
Homestays der Dorfgemeinschaften und wenige Resorts
Für wen
Taucher, Schnorchler, Reisende mit mindestens zehn Tagen

Togian-Inseln

Golf von Tomini, Zentralsulawesi

Ein Archipel mitten in einem Golf, so abgelegen, dass es keine Gezeitenströmung gibt und das Wasser spiegelglatt steht. Ein Flugzeugwrack aus dem Zweiten Weltkrieg zum Schnorcheln, eine Quallenseen ohne Nesselzellen und Bajau-Dörfer auf Stelzen über dem Riff.

Anfahrt
Flug nach Palu oder Gorontalo, dann Nachtfähre, insgesamt 1,5 Tage
Beste Zeit
März bis Oktober
Betten
Einfache Bungalowanlagen, Strom oft nur stundenweise
Für wen
Erfahrene Reisende mit Zeit und ohne Eile

Karimunjawa

nördlich von Java

Siebenundzwanzig Inseln vor der javanischen Nordküste, von denen fünf bewohnt sind. Weißer Sand, Mangroven, Riffhaie in einem umzäunten Becken und ein Tempo, das es sonst auf Java nicht gibt. Unter Indonesiern beliebt, unter Europäern unbekannt.

Anfahrt
Schnellfähre ab Jepara 2 Std. oder Flug ab Semarang
Beste Zeit
April bis Oktober, im Winter fallen Fähren aus
Betten
Gästehäuser und einfache Resorts
Für wen
Strandtage nach Yogyakarta, Reisende ohne Flug nach Bali

Derawan

Ostkalimantan, vor Borneo

Schildkröten, die direkt am Steg vorbeischwimmen, ein Quallensee auf Kakaban und Mantarochen bei Sangalaki. Eine der wenigen Gelegenheiten, Borneo mit Riffen zu verbinden.

Anfahrt
Flug nach Berau, dann Auto und Boot, rund 4 Std.
Beste Zeit
März bis Oktober
Betten
Einfache Häuser auf Pfählen über dem Wasser
Für wen
Taucher, Reisende mit Borneo auf der Route

Banda-Inseln

Molukken, Bandasee

Die ursprünglichen Gewürzinseln. Für Muskatnuss von hier wurde im siebzehnten Jahrhundert Krieg geführt und Manhattan getauscht. Heute ein verschlafener Archipel mit einem Vulkankegel, kolonialen Ruinen und einem Riff, das direkt am Ortsrand beginnt.

Anfahrt
Flug nach Ambon, dann Fähre 6 bis 10 Std. oder Kleinflugzeug
Beste Zeit
September bis April
Betten
Wenige Gästehäuser in kolonialen Gebäuden
Für wen
Geschichtsinteressierte, Taucher, Reisende mit viel Zeit

Nusa Lembata und Alor

östlich von Flores

Alor hat Tauchplätze, die unter Kennern mit Raja Ampat genannt werden, und fast keine Besucher. Lembata ist die Insel, auf der in Lamalera noch mit Handharpunen von Holzbooten aus gefischt wird, eine der letzten solchen Gemeinschaften der Welt.

Anfahrt
Flug ab Kupang nach Alor oder Lewoleba
Beste Zeit
Mai bis Oktober
Betten
Sehr einfach, wenige Häuser
Für wen
Taucher und Reisende, die wirklich an den Rand wollen

Belitung

zwischen Sumatra und Borneo

Riesige runde Granitfelsen im türkisfarbenen Flachwasser, die aussehen, als hätte jemand sie hingelegt. Durch einen indonesischen Film landesweit berühmt geworden, international unbekannt. Flache Inseln, Leuchtturm, einfaches Inselhopping an einem Tag.

Anfahrt
Flug ab Jakarta, 1 Std.
Beste Zeit
April bis Oktober
Betten
Hotels in Tanjung Pandan, einige Strandresorts
Für wen
Kurzer Abstecher ab Jakarta, Fotografen, Familien

Weh und Pulau Rubiah

nördlichster Punkt Indonesiens, bei Aceh

Der Kilometer null Indonesiens, am Nordende von Sumatra. Klares Wasser, Vulkanschlote unter Wasser, die Blasen abgeben, und ein Riff direkt vor dem Strand. Aceh ist konservativ muslimisch, darauf stellt man sich mit Kleidung ein.

Anfahrt
Flug nach Banda Aceh, dann Fähre 45 Min.
Beste Zeit
Februar bis April und September bis November
Betten
Einfache Bungalows in Iboih und Gapang
Für wen
Taucher, Reisende mit Sumatra auf der Route

Nusa Penida Nordküste

Bali vorgelagert

Während alle an die Steilküsten im Westen und Osten fahren, liegt im Norden ein ruhiger Streifen mit Mangroven, Algenfarmen und Buchten wie Atuh Banah. Dieselbe Insel, der halbe Betrieb, und die Straßen dorthin sind die besseren.

Anfahrt
Schnellboot ab Sanur nach Toyapakeh, 40 Min.
Beste Zeit
April bis Oktober
Betten
Gästehäuser und einige Hanghotels
Für wen
Wer Penida besucht und den Rummel an den Hauptpunkten meiden will

Must-see

Was du gesehen haben solltest

Die Dinge, die den Weg wirklich rechtfertigen, mit dem Hinweis, wann du hingehen solltest.

Glockenförmige Stupas auf der obersten Plattform des Borobudur
01

früh hin

Borobudur bei Sonnenaufgang

Der größte buddhistische Tempel der Welt, neunte Jahrhundert, 2.672 Reliefs. Der Aufstieg auf die Plattform ist inzwischen streng begrenzt und wird nur mit Führung und Sandalen aus Reisstroh erlaubt. Buch das Zeitfenster vorab, vor Ort bekommst du es nicht mehr.

Rauchender Krater des Bromo mit dem Semeru dahinter im Morgenlicht
02

Tagesanbruch

Mount Bromo über der Caldera

Ein rauchender Kegel in einem Sandmeer, umgeben von einer Caldera. Der Blick vom Aussichtspunkt Penanjakan bei Sonnenaufgang gehört zu den berühmtesten Asiens. Es hat dort oben um vier Uhr morgens unter zehn Grad, nimm eine Jacke mit.

Türkisfarbener Säuresee im Krater des Ijen auf Java
03

Nachtwanderung

Kawah Ijen und die blauen Flammen

Der Aufstieg beginnt um ein Uhr nachts, damit man die brennenden Schwefelgase im Dunkeln sieht. Danach kommt die Sonne über einem türkisfarbenen Säuresee heraus. Eine Gasmaske ist Pflicht und wird gestellt.

Die drei Buchten der Insel Padar im Abendlicht
04

per Boot

Padar bei Sonnenaufgang

Die Insel mit den drei Buchten, von denen jede eine andere Sandfarbe hat. Zwanzig Minuten Aufstieg über Treppen, und oben steht das Bild, das halb Instagram von Indonesien kennt. Geh mit dem ersten Boot.

Gespaltenes balinesisches Tempeltor mit Blick ins Tal
05

Geduld nötig

Pura Lempuyang und der Blick auf den Agung

Das gespaltene Tor mit dem Vulkan dahinter. Ehrlich gesagt: Die Spiegelung auf den Fotos entsteht durch einen Spiegel unter dem Handy des Fotografen, und die Wartezeit beträgt oft zwei Stunden. Der Tempel selbst ist trotzdem schön, nur weiter oben, wo kaum jemand hingeht.

Kegelförmiges Clanhaus mit Strohdach in den Bergen von Flores
06

zwei Tage

Wae Rebo auf Flores

Ein Dorf mit sieben kegelförmigen Clanhäusern auf 1.100 Metern, erreichbar nach drei Stunden Aufstieg durch den Wald. Man übernachtet im Gemeinschaftshaus und wird in einer Zeremonie begrüßt. Der eindrucksvollste Ort, den Indonesien zu bieten hat, und fast niemand fährt hin.

Abseits

Geheimtipps

Dinge, die in den meisten Reiseführern fehlen und eine Indonesienreise spürbar besser machen.

01

Nicht im Süden Balis übernachten

der wichtigste Tipp

Canggu, Seminyak und Kuta sind zwischen sechzehn und zwanzig Uhr ein einziger Stau, in dem man für sechs Kilometer vierzig Minuten braucht. Wer in Sanur, Ubud, Amed oder im Bukit schläft, verbringt den Urlaub nicht auf dem Roller zwischen zwei Beachclubs.

02

Nusa Penida mit Fahrer statt Roller

Sicherheit

Die Straßen auf Penida sind teils Schotterpisten an Steilhängen, und die Unfallzahlen unter Reisenden sind hoch. Ein Fahrer für den ganzen Tag kostet rund dreißig Euro und ist das am besten angelegte Geld der Reise.

03

Die Gili-Inseln unterscheiden sich stark

richtig wählen

Trawangan ist die Partyinsel, Air die ausgewogene, Meno die stille mit Schildkröten vor dem Strand. Alle drei sind autofrei. Wer Ruhe will und auf Trawangan landet, hat die falsche genommen.

04

Einen Fahrer für den Tag statt einzelner Fahrten

ab 30 €

Auf Bali und Java ist ein Fahrer für acht bis zehn Stunden oft günstiger als drei einzelne Grab-Fahrten und erspart das Suchen. In vielen Gegenden Balis ist Grab außerdem durch lokale Fahrervereinigungen blockiert.

05

Der Nyepi-Tag legt ganz Bali still

März

Am balinesischen Neujahr steht die Insel vierundzwanzig Stunden komplett still. Kein Verkehr, kein Licht nach draußen, kein Flugbetrieb, selbst der Flughafen schließt. Man darf das Hotel nicht verlassen. Wer es weiß, erlebt den stillsten Tag seines Lebens. Wer es nicht weiß, sitzt fest.

06

Sidemen statt Ubud

Geheimtipp

Eine Stunde östlich von Ubud liegt ein Tal mit denselben Reisterrassen, nur ohne Eintrittskassen, ohne Schaukeln und ohne Busse. Dafür mit Blick auf den Agung und Unterkünften, die ein Drittel kosten.

Schritt drei

Wo du schläfst

Indonesien ist das Land, in dem echter Luxus am günstigsten ist. Preise sind Richtwerte für die Nebensaison und schwanken stark.

Geprüft am 13. Oktober 2026Jede harte Angabe trägt ihr Prüfdatum.
Quellen offen gelegtNationalparks, Wetterdienste, Fachmedien, mit Link.
Echtes Unternehmen aus ÖsterreichWilding Consulting e.U., Firmenbuch FN 661191 s.
Antwort von einem Menschen[email protected]

Ikonisch

ab 450 € / Nacht

Bali · Bukit

Resort an der Klippe von Uluwatu

Villen auf der Steilküste mit eigenem Pool und Blick auf den Indischen Ozean. Die Häuser dieser Klasse liegen fast alle im Südwesten des Bukit.

Buchungslink folgt

Bali · Ubud

Haus über der Ayung-Schlucht

Suiten in den Hang gebaut, Dschungel vor dem Fenster, morgens Nebel in der Schlucht. Ubuds beste Adressen liegen alle außerhalb des Zentrums.

Buchungslink folgt

Komodo · Bootscharter

Privates Phinisi-Segelboot

Ein traditionelles Holzsegelschiff mit Crew für drei bis vier Nächte zwischen den Inseln. Für eine Gruppe pro Kopf oft günstiger als ein Resort.

Buchungslink folgt

Der Sweetspot

120 bis 300 € / Nacht

Bali · Sidemen

Lodge im Reisterrassental

Pavillons mit Pool über den Feldern, Blick auf den Agung, abends nur Grillen und Frösche. Der Gegenentwurf zum Süden.

Buchungslink folgt

Lombok · Südküste

Boutiquehaus über der Bucht

Zwischen Kuta Lombok und den leeren Stränden im Westen. Für diesen Preis bekommt man hier, was auf Bali das Doppelte kostet.

Buchungslink folgt

Flores · Labuan Bajo

Hanghotel über dem Hafen

Mit Blick auf die Inselwelt, von der die Boote morgens ablegen. Gute Basis für zwei Tagestouren statt einer Bootsnacht.

Buchungslink folgt

Gut und bezahlbar

40 bis 110 € / Nacht

Bali · Amed

Bungalow am schwarzen Strand

Direkt am Wasser, Riff zum Schnorcheln vor der Tür, Sonnenaufgang über Lombok. Amed ist die günstigste gute Gegend Balis.

Buchungslink folgt

Bali · Sanur

Gartenhotel an der Strandpromenade

Flaches Wasser, Fahrradweg entlang der Küste, ruhig und für Familien die entspannteste Ecke der Insel.

Buchungslink folgt

Gili Meno · Westseite

Bungalow mit Blick auf den Sonnenuntergang

Keine Autos, keine Motorräder, Schildkröten zwanzig Meter vor dem Strand. Abends Strom aus dem Generator, das gehört dazu.

Buchungslink folgt

Erlebnisse

Touren, die sich lohnen

Acht Erlebnisse, die den Unterschied zwischen Urlaub und Reise machen. Preise sind Richtwerte pro Person.

Balinesin trägt eine Opfergabe auf dem Kopf zum Tempel
Korallenriff im flachen, klaren Wasser Indonesiens
Vulkanlandschaft des Bromo im Morgenlicht
01

Bootstour durch den Komodo-Nationalpark

ab 150 € für 2 Tage

Padar, Pink Beach, Warane auf Rinca und Schnorcheln mit Mantas. Als Tagestour machbar, mit einer Nacht an Bord deutlich besser, weil du vor den anderen Booten an den Stellen bist.

02

Sonnenaufgang auf dem Ijen

ca. 60 €

Start um ein Uhr nachts, blaue Flammen im Dunkeln, danach der Kratersee im Morgenlicht. Gasmaske wird gestellt, feste Schuhe musst du selbst mitbringen.

03

Kochkurs in Ubud mit Marktbesuch

ca. 35 €

Beginnt um sechs Uhr auf dem Markt, bevor er für Besucher umgebaut wird, und endet mit sechs Gerichten und einer Erklärung der Gewürzpaste, die hinter fast allem steckt.

04

Tauchen in Tulamben am Liberty-Wrack

ca. 60 €

Ein amerikanisches Frachtschiff aus dem Zweiten Weltkrieg, dreißig Meter vom Strand entfernt und ab fünf Metern Tiefe. Auch zum Schnorcheln zugänglich, was weltweit selten ist.

05

Fahrradtour bergab vom Kintamani

ca. 35 €

Vom Kraterrand des Batur fünfundzwanzig Kilometer bergab durch Dörfer, Kaffeeplantagen und Reisfelder. Kaum Treten, viel Sehen.

06

Silberschmieden in Celuk

ca. 40 €

In einem Dorf, das seit Generationen für die Tempel arbeitet, einen eigenen Ring schmieden. Drei Stunden, und du nimmst etwas mit, das kein Souvenirstand hat.

07

Sunrise-Trek auf den Batur

ca. 45 €

Zwei Stunden Aufstieg im Dunkeln auf 1.717 Meter, oben Frühstück mit Eiern, die im Vulkandampf gegart werden. Der zugänglichste Vulkan Balis.

08

Wae Rebo mit Übernachtung

ca. 90 €

Drei Stunden Aufstieg, eine Nacht im Clanhaus, Begrüßungszeremonie und Kaffee vom eigenen Hang. Keine Tour im üblichen Sinn, eher ein Besuch.

Budget

Was ein Tag wirklich kostet

Indonesien ist das Land mit dem besten Verhältnis von Preis zu Qualität in ganz Asien. Für das Geld eines Mittelklassehotels in Thailand bekommst du hier oft eine Villa mit eigenem Pool.

Währung: Indonesische Rupiah (IDR). Ein Euro sind grob 18.000 Rupiah. Rechentrick: Streich drei Nullen und teile durch 18. 100.000 Rupiah sind also knapp sechs Euro.

Sparsam

Pro Person und Tag

30 bis 45 Euro

  • SchlafenHomestay oder Gästehaus mit Pool, 12 bis 22 Euro
  • EssenWarung, 1,50 bis 3 Euro pro Mahlzeit
  • FahrenRoller, Grab, öffentliche Boote
  • ErlebenTempel, Wasserfälle, Schnorcheln vom Strand

Angenehm

Pro Person und Tag

80 bis 130 Euro

  • SchlafenVilla mit eigenem Pool oder gutes Boutiquehaus, 45 bis 80 Euro
  • EssenMischung aus Warung und Restaurant
  • FahrenFahrer für den Tag, Inlandsflüge, Schnellboote
  • ErlebenTauchen, Kochkurs, Vulkan bei Sonnenaufgang, Bootstour

Gehoben

Pro Person und Tag

300 Euro und aufwärts

  • SchlafenKlippenresort oder Schluchtvilla, ab 250 Euro
  • EssenRestaurants mit eigener Handschrift, in Bali auf Weltniveau
  • FahrenPrivatfahrer durchgehend, private Bootscharter in Komodo
  • ErlebenPrivatguide, Helikopter über Komodo, Spa

Geld, Karte und Trinkgeld

Bargeld oder Karte
Hotels und größere Restaurants nehmen Karte, oft mit drei Prozent Aufschlag. Warungs, Märkte, Boote, Eintritte und fast alles auf den kleinen Inseln nehmen nur Bargeld. Auf Penida, den Gilis und in Flores vorher genug abheben.
Nur Bankautomaten benutzen
Nimm Automaten, die im Vorraum einer Bank stehen, nicht die freistehenden an der Straße oder im Minimarkt. Auf Bali hat es wiederholt Fälle von manipulierten Automaten gegeben. Das ist der eine Ort, an dem wir wirklich dringlich werden.
Die Falle am Automaten
Wenn der Automat anbietet, in Euro abzurechnen, sag nein. Diese Währungsumrechnung kostet dich drei bis sechs Prozent. Immer in Rupiah abrechnen.
Geldwechsel nur mit Schild
Wechselstuben ohne offizielle Lizenz rechnen beim Zählen falsch, und zwar sehr geschickt. Nimm nur Stuben mit Lizenznummer am Schild, zähl selbst nach, bevor du den Tisch verlässt, und lass dich nicht ablenken. Ein Kurs, der deutlich besser ist als überall sonst, ist genau deshalb besser.
Trinkgeld
Nicht verpflichtend, aber üblich und wird geschätzt. Fahrer für den Tag 50.000 bis 100.000 Rupiah, Guide ähnlich, Zimmerreinigung 10.000 bis 20.000. Im Restaurant ist oft schon ein Service Charge auf der Rechnung, dann reicht Aufrunden.
Plus-Plus auf der Rechnung
In besseren Häusern steht auf der Karte ein Preis und darunter plus plus. Das bedeutet Service und Steuer obendrauf, zusammen rund einundzwanzig Prozent. Rechne bei Hotels und guten Restaurants damit, sonst ist die Rechnung eine Überraschung.

Gut zu wissenDie zwei Stellen, an denen in Indonesien am häufigsten Geld verloren geht: manipulierte Geldautomaten und Rollerschäden, die ohne gültigen Führerschein niemand ersetzt. Beides lässt sich mit zwei Minuten Aufmerksamkeit vermeiden.

Vor Ort

Gesund bleiben und nicht anecken

Indonesien ist ein sicheres Reiseland mit sehr gastfreundlichen Menschen. Was man wissen muss, hat mit Natur und Verkehr zu tun, nicht mit Kriminalität.

Gesundheit und Sicherheit

Wir sind keine Ärzte und geben keine medizinische Beratung. Was wir dir geben können, ist die ehrliche Einordnung, worauf es ankommt.

Impfungen
Für die Einreise ist keine Impfung vorgeschrieben. Was sinnvoll ist, entscheidet eine reisemedizinische Beratung, in Österreich etwa am Tropeninstitut Wien. Geh sechs bis acht Wochen vor Abflug hin.
Tollwut
Bali gilt als Tollwutgebiet. Streune Hunde und vor allem die Affen im Affenwald und an Tempeln können übertragen. Nicht füttern, nicht anfassen, und nach jedem Biss oder Kratzer sofort zum Arzt, auch bei kleinen Wunden.
Leitungswasser
Nicht trinken. Flaschenwasser ist überall günstig, viele Unterkünfte haben Nachfüllstationen. Eine Filterflasche spart dir sehr viel Plastik.
Essen
Warungs sind in Ordnung, wenn viel Durchsatz ist und frisch gekocht wird. Die berüchtigte Bali Belly trifft fast jeden einmal und kommt meist von Eis, rohem Gemüse oder ungeschältem Obst, nicht vom warmen Essen.
Moskitos
Dengue kommt ganzjährig vor, vor allem in der Regenzeit und in Ubud und im Süden Balis. Die Mücken stechen tagsüber. Mittel mit DEET oder Icaridin und lange, lockere Kleidung am Abend.
Versicherung
Die wichtigste Zeile auf dieser Seite. Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ist Pflicht. Prüfe ausdrücklich, ob Rollerfahren mitversichert ist und ob das an einen gültigen Zweiradführerschein geknüpft ist. In Indonesien ist es das fast immer.
Strömung im Meer
Die Südküsten von Bali, Java und Lombok haben starke Unterströmungen. An Stränden ohne Rettungsschwimmer und ohne Flaggen nicht hineingehen, auch wenn es ruhig aussieht. Hier kommen regelmäßig Menschen um.
Vulkane und Erdbeben
Indonesien liegt auf dem Feuerring. Vulkane können kurzfristig gesperrt werden, Flughäfen bei Aschewolken schließen. Das ist der Grund für einen Puffertag vor dem Rückflug.
Polizei110Rettung118 oder 119Feuerwehr113Suche und Rettung115

Das unterschätzen fast alleDie häufigste schwere Verletzung bei Indonesienreisenden kommt vom Roller, die zweithäufigste vom Meer. Fahr mit Helm, nicht nachts, nicht nach Alkohol, und auf Nusa Penida gar nicht. Und geh an der Südküste nur dort ins Wasser, wo Rettungsschwimmer stehen.

Offizielle QuellenReisehinweise Außenministerium ÖsterreichReisehinweise Auswärtiges Amt DeutschlandVulkanaktivität, indonesische Behörde

Benehmen, das Türen öffnet

Indonesien ist das größte muslimische Land der Welt, Bali dagegen hinduistisch und Flores überwiegend katholisch. Das heißt, die Regeln ändern sich mit der Insel. Diese hier gelten fast überall.

Das kommt gut an

  • Mit der rechten Hand. Geben, nehmen, essen. Die linke gilt als unrein. Wenn du etwas mit beiden Händen überreichst, ist es noch höflicher.
  • Sarong im Tempel. Auf Bali wird an jedem Tempel ein Sarong und eine Schärpe verlangt, meist gegen Leihgebühr vor Ort. Ein eigener kostet wenig und ist für drei Wochen praktischer.
  • Die Opfergaben nicht übersehen. Canang Sari, die kleinen Blattschälchen mit Blüten, liegen überall auf Gehwegen und Stufen. Nicht darübersteigen und nicht darauftreten. Geh außen herum.
  • Schuhe aus. In Privathäusern, Tempeln und vielen kleinen Unterkünften. Wenn Schuhe vor der Tür stehen, stellst du deine dazu.
  • Schultern bedecken außerhalb des Strandes. Auf Lombok, Java und Sumatra erwartet, auf Bali gern gesehen. Im Supermarkt in Badehose zu stehen fällt unangenehm auf.
  • Ein paar Worte Indonesisch. Bahasa Indonesia hat keine Töne, keine Fälle und keine Zeitformen. Es ist eine der am leichtesten zu lernenden Sprachen der Welt, und zehn Wörter reichen für sehr viel Wohlwollen.

Das besser nicht

  • Nicht auf den Kopf fassen. Auch bei Kindern nicht. Der Kopf gilt als Sitz der Seele.
  • Nicht mit dem Finger zeigen. Zeig mit dem Daumen bei geschlossener Faust oder mit der offenen Hand.
  • Nicht laut werden. Wer die Stimme hebt, verliert sein Gesicht und bekommt keine Lösung. Ruhig und freundlich bleiben öffnet mehr Türen als Nachdruck.
  • Keine Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit. Auf Bali toleriert, auf Lombok, Java und Sumatra unangebracht.
  • Nicht in eine Zeremonie hineinlaufen. Auf Bali finden ständig Prozessionen statt. Warte am Rand, bis sie vorbei ist, fahr nicht hindurch und fotografiere nicht aus der Nähe ohne zu fragen.
  • Nichts über Religion und Politik. Das gilt besonders für die Themen Papua, Osttimor und die Ereignisse von 1965. Du bringst dein Gegenüber in eine schwierige Lage, nicht nur dich.

Sätze, die du brauchst

Bahasa Indonesia ist für Europäer die einfachste Sprache Asiens. Keine Töne, lateinische Schrift, und die Aussprache ist fast genau so, wie es geschrieben steht. Das c wird wie tsch gesprochen.

Guten Tag

Selamat siang

selamat siang

Danke

Terima kasih

terima kassi

Bitte, gern geschehen

Sama sama

sama sama

Was kostet das?

Berapa harganya

berapa harganja

Zu teuer

Terlalu mahal

terlalu mahal

Sehr lecker

Enak sekali

enak sekali

Nicht scharf bitte

Tidak pedas

tidak pedas

Wo ist die Toilette?

Di mana kamar kecil

di mana kamar ketschil

Kalender

Feste, Feiertage und was sie für dich bedeuten

Ein einziger Tag im Jahr legt ganz Bali still, inklusive Flughafen. Wer das weiß, erlebt den ruhigsten Tag seines Lebens. Wer es nicht weiß, sitzt fest.

März

Nyepi, der Tag der Stille

Bali

Das balinesische Neujahr. Vierundzwanzig Stunden lang steht die ganze Insel still: kein Verkehr, kein Licht nach draußen, kein Lärm, kein Internet bei manchen Anbietern. Selbst der Flughafen schließt komplett. Am Abend davor ziehen riesige Dämonenfiguren aus Pappmaché, die Ogoh-Ogoh, durch die Dörfer und werden anschließend verbrannt.

Für dich heißt das: An diesem Tag darfst du dein Hotel nicht verlassen und es gibt keine Flüge, keine Fähren, keine Taxis. Buch dir ein Haus mit Pool und Vollpension, dann ist es der entspannteste Tag der Reise. Der Abend davor mit den Ogoh-Ogoh ist einer der sehenswertesten Abende Indonesiens. Das Datum wandert jedes Jahr, prüf es, bevor du Flüge buchst.

alle 210 Tage

Galungan und Kuningan

Bali

Das wichtigste hinduistische Fest Balis, bei dem die Ahnen zu Besuch kommen. Vor jedem Haus steht dann ein Penjor, ein hoher, geschmückter Bambusbogen. Zehn Tage später endet es mit Kuningan.

Die Insel ist in diesen Tagen besonders schön geschmückt. Viele Balinesen haben frei und besuchen ihre Familiendörfer, deshalb sind die Straßen voller und manche kleinen Läden geschlossen. Der balinesische Kalender hat 210 Tage, das Fest wandert also durchs Jahr.

März / April

Ramadan und Idul Fitri

Java, Lombok, Sumatra

Der Fastenmonat und das Fest an seinem Ende. Auf Java und Lombok wird tagsüber nicht gegessen und getrunken, abends ist Stimmung auf den Straßen. Idul Fitri ist das größte Familienfest des Jahres.

Auf Bali spürst du kaum etwas davon. Auf Java und Lombok sind rund um Idul Fitri alle Verkehrsmittel wochenlang ausgebucht, weil das halbe Land nach Hause fährt. Plane dort großzügig oder meide die Tage. Tagsüber essen und trinken Besucher dezent und nicht auf der Straße.

Februar / März

Pasola

Sumba

Ein rituelles Reiterturnier, bei dem zwei Gruppen mit Holzspeeren gegeneinander reiten, um die Erde für die Ernte zu segnen. Eine Zeremonie aus einer Zeit vor allen Weltreligionen.

Das genaue Datum legen die Priester anhand der Ankunft bestimmter Meereswürmer fest, es steht also erst kurzfristig fest. Wer es erleben will, muss flexibel sein. Dafür ist es etwas, das es auf der Welt kein zweites Mal gibt.

Mai

Waisak

Borobudur, Java

Der höchste buddhistische Feiertag. Zu Vollmond ziehen Mönche von Mendut nach Borobudur, und am Abend steigen tausende Laternen vom Tempelgelände auf.

Einer der eindrucksvollsten Abende Javas. Die Laternenzeremonie hat begrenzte Plätze und ist Monate vorher ausgebucht, der Zug der Mönche am Tag ist frei zugänglich.

Juli

Bali Kite Festival

Sanur und Umgebung

Dorfmannschaften lassen bis zu zehn Meter große Drachen steigen, begleitet von Gamelan-Gruppen am Boden. Ursprünglich ein Dankgebet für eine gute Ernte.

Ein Nachmittag, der nichts kostet und den kaum ein Reisender kennt. Juli ist ohnehin windig, deshalb fliegen in dieser Zeit überall auf Bali Drachen.

Juni und Juli

Bali Arts Festival

Denpasar

Einen Monat lang täglich Tanz, Gamelan und Handwerk aus allen Regionen der Insel, im Kulturzentrum Taman Werdhi Budaya. Die Gruppen treten für ihre Dörfer an, nicht für Touristen.

Die beste Gelegenheit, balinesischen Tanz in echter Qualität zu sehen, und fast gratis. Steht in keinem Standardprogramm.

17. August

Unabhängigkeitstag

landesweit

Der Nationalfeiertag. In jedem Dorf gibt es Wettbewerbe, darunter das Klettern auf eingefettete Masten um Preise, und überall hängen rotweiße Fahnen.

Ein fröhlicher Tag, an dem Besucher gern mitmachen dürfen. Behörden und Banken sind zu.

Oktober / November

Totenverbrennung Ngaben

Bali

Keine feste Jahreszeit, sondern ein Ereignis. Die Verstorbenen werden in einem großen Turm zum Verbrennungsplatz getragen, mit Gamelan und oft hunderten Trägern. Für Balinesen ist das kein trauriger, sondern ein festlicher Anlass.

Wenn du eine Ngaben siehst, bleib am Rand, zieh dich respektvoll an und frag, bevor du fotografierst. Oft wirst du eingeladen, dabei zu sein. Das ist einer der Momente, an die man sich jahrelang erinnert.

Dezember und Januar

Regenzeit und Hochsaison zugleich

landesweit

Um Weihnachten und Neujahr ist Bali trotz Regenzeit voll, weil Australier und Indonesier dann Ferien haben. Nachmittagsgewitter statt Dauerregen.

Die teuerste Zeit bei schlechtestem Wetter. Wenn du die Wahl hast, nimm stattdessen September oder Oktober. Wenn nicht, buch sehr früh.

Planung

Wir bauen dir die Route

Keine der fertigen Routen passt? Dann stellen wir dir eine zusammen, auf deine Daten, dein Budget und dein Tempo.

01

Fünf Minuten Fragebogen

Zeitraum, Personen, Budget pro Nacht, Reisestil, und ein Freitextfeld, in dem du schreibst, was unbedingt passieren soll. Der Preis stellt sich beim Ausfüllen automatisch ein.

02

Rückfragen und Recherche

Wir fragen drei bis fünf Dinge nach, die sich aus deinen Antworten ergeben, prüfen Reisezeit und Fahrzeiten und sortieren aus, was sich nicht lohnt.

03

Plan in 24 Stunden

Etappen mit Nächten, Verbindungen, Hotelvorschläge in drei Preisklassen, Touren pro Ort, dazu zu jeder Entscheidung ein Satz, warum. Eine Korrekturrunde ist inklusive.

Route für Indonesien planen lassenFünf Minuten Fragebogen, dann bekommst du sofort und kostenlos unsere Einschätzung zu deiner Reise. Der fertige Plan kommt innerhalb von 24 Stunden, eine Korrekturrunde inklusive.

Wir sagen dir, was wir an deiner Stelle tun würden.

Reiseportale zeigen dir vierhundert Hotels und überlassen dir die Entscheidung. Reiseführer sind zwei Jahre alt. Verenza macht es anders: aktuell geprüft, klar entschieden und ehrlich begründet. So planen Menschen ihre Reise heute, und so wollen wir es auch in zehn Jahren noch machen.

Geprüft, nicht abgeschrieben

Sperrzeiten, Eintritte und Reisezeiten stehen bei uns mit Quelle und Prüfdatum auf der Seite. Du siehst, worauf eine Angabe beruht und wie alt sie ist.

Eine Entscheidung statt vierzig Optionen

Wir nennen dir das Haus, den Strand und die Route, die wir nehmen würden, und sagen dazu, warum. Mit einer Liste kannst du nichts anfangen, mit einer Empfehlung schon.

Auch das, was niemand gern sagt

Welcher Strand um elf Uhr voll ist. Wann dein Wunschmonat der falsche ist. Wann drei Länder zwei zu viel sind. Das ist der Teil, für den du später dankbar bist.

Häufige Fragen

Bevor du buchst

Wie viele Nächte sollte ich einplanen?

Sechzehn bis einundzwanzig. Unter zwei Wochen lohnt die lange Anreise kaum, und Indonesien besteht aus Inseln, zwischen denen jeder Wechsel einen halben Tag kostet. Lieber zwei Inseln richtig als vier im Vorbeigehen.

Brauche ich ein Visum?

Für Österreich, Deutschland und die Schweiz gibt es ein Visum bei Ankunft für 30 Tage, das einmal um 30 Tage verlängert werden kann. Beantragen kannst du es vorab online als e-VOA, dann geht es am Flughafen schneller. Dazu kommt eine elektronische Zollerklärung. Alle Details stehen oben im Abschnitt Praxis, samt Links zu den Behörden.

Ist Bali überlaufen?

Der Süden ja, deutlich. Canggu, Seminyak und Kuta haben ein echtes Verkehrsproblem und wenig von dem, weswegen Leute nach Bali fahren. Der Osten, der Norden und das Hochland sind es nicht. Wir legen Routen bewusst anders.

Bali und Komodo in einer Reise, geht das?

Ja. Der Flug von Denpasar nach Labuan Bajo dauert anderthalb Stunden und kostet oft unter achtzig Euro. Plane für Komodo mindestens fünf Nächte, sonst steht der Aufwand nicht dafür.

Wie viel Geld brauche ich pro Tag?

Mit guten Mittelklassehotels, Restaurantessen, Fahrer und Touren kommst du auf grob 100 bis 160 Euro pro Person und Tag. Nach unten geht in Indonesien sehr viel mehr als in Thailand, nach oben ohnehin.

Ist Leitungswasser trinkbar?

Nein. Flaschenwasser ist überall günstig, viele Unterkünfte haben Nachfüllstationen. Eine Filterflasche spart dir bei drei Wochen rund sechzig Plastikflaschen.

Welche Impfungen brauche ich?

Das hängt von Route, Jahreszeit und Vorgeschichte ab. Lass dich sechs bis acht Wochen vor Abflug reisemedizinisch beraten. Wir geben dazu bewusst keine Empfehlung ab.

Keine Lust, das alles selbst zusammenzusuchen?Fünf Minuten Fragebogen, danach bekommst du kostenlos unsere Einschätzung zu deiner Reise.

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